Graz und Umgebung nachhaltig erleben: Altstadt, Schöckl, Lipizzaner und Koralmbahn-Anreise
Morgens über die Dächer der Altstadt auf den Schlossberg, mittags Kürbiskernöl und Käferbohnen am Bauernmarkt, nachmittags mit dem Bus hinaus zur Seilbahn auf den Schöckl: Graz und Umgebung ist eine Städtereise mit Grün direkt vor der Tür. Seit der Eröffnung der Koralmbahn bist du aus Kärnten in 41 Minuten da. Hier findest du, was wirklich nachhaltig ist, was die Graz Card enthält und wohin du ohne Auto kommst.
Die Region: Graz und vier Landschaften rundherum
Die Erlebnisregion Graz besteht aus der Landeshauptstadt und vier Teilregionen, die der Tourismusverband so gliedert: das Grazer Bergland im Norden entlang der Mur, das Hügel- & Schöcklland im Nordosten rund um den Hausberg, die Lipizzanerheimat im Westen mit Köflach, Bärnbach und Piber sowie Der Süden mit dem Grazer Feld rund um Premstätten und Kalsdorf.
Graz selbst ist mit rund 300.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Österreichs. Laut Graz Tourismus bestehen rund 70 % des Stadtgebiets aus Grünflächen, vom Schlossberg über den Stadtpark bis zu den bewaldeten Hügeln im Norden und Westen. Das Umland ist Mittelgebirge und Hügelland, keine Hochalpen: Der höchste Punkt am Stadtrand ist der Schöckl mit 1.445 m.
Zur Einordnung: Die Süd- und West-Steiermark mit ihren Weinstraßen, das Thermenland und die Oststeiermark sind eigene Tourismusregionen. Mehr dazu findest du auf der Steiermark-Übersicht.
Beiträge aus der Region Graz und Umgebung
Nachhaltig in Graz: Initiativen für eine grüne Stadtentwicklung
Nachhaltig in Graz Graz entwickelt sich zur Vorreiterstadt für nachhaltiges Leben in Österreich. Ob umweltbewusste…
Beste Reisezeit in Graz und Umgebung
April bis Juni ist unsere Empfehlung für eine Kombination aus Stadt und Umland. Ende März öffnet das Österreichische Freilichtmuseum Stübing (2026: 28. März bis 31. Oktober, Dienstag bis Sonntag), ab Mitte April führt die Lurgrotte Semriach wieder täglich. Das Lipizzanergestüt Piber hat 2026 täglich von 9:30 bis 17:00 Uhr geöffnet. In der Stadt ist es angenehm warm, aber noch nicht heiß.
Juli und August sind Festivalzeit. Die Styriarte, das große Musikfestival der Steiermark, lief 2026 vom 26. Juni bis 26. Juli, mit Konzerten in Graz und im Umland. Ein ehrlicher Hinweis: Graz liegt im Becken und kann im Hochsommer drückend heiß werden. Dann sind der Schöckl, die Lurgrotte mit ihrer kühlen Höhlenluft und die Badeseen im Grazer Feld die besseren Tagesziele.
September und Oktober sind für uns die stärksten Monate. Mitte September feiert Aufsteirern in der Altstadt steirische Volkskultur, ab Ende September folgt der steirische herbst, ein international beachtetes Festival für zeitgenössische Kunst. Gleichzeitig ist Erntezeit: Kürbisse, Käferbohnen und in der Lipizzanerheimat der Schilcher.
Im Winter ist Graz vor allem eine Adventstadt mit mehreren Weihnachtsmärkten in der Altstadt. Skigebiete im engeren Sinn hat die Region kaum, die Schöckl-Seilbahn fährt aber das ganze Jahr (November bis Februar bis 16:30 Uhr). Die Kesselfallklamm bei Semriach hat eine Wintersperre und war zuletzt im Frühjahr 2026 nach Sturmschäden länger gesperrt, prüf den Stand vor dem Besuch.
Wie nachhaltig ist Urlaub in Graz wirklich?
Graz hat keine Auszeichnung als nachhaltige Tourismusdestination, anders als etwa das Ausseerland mit seinem Destinations-Umweltzeichen. Was es gibt, sind handfeste Bausteine: eine Stadt, die du vom Hauptbahnhof aus komplett mit Straßenbahn, Bus und zu Fuß erkundest, ein wachsendes Angebot an zertifizierten Hotels und eine ausgeprägte Kultur rund um regionale Lebensmittel.
Mehrere Unterkünfte tragen das Österreichische Umweltzeichen oder das Green-Key-Label (Details weiter unten bei den Unterkünften). Dazu kommt das städtische Mobilitätsangebot tim der Holding Graz mit über 30 Standorten für E-Carsharing, Mietautos und Lastenräder. Welche Projekte die Stadt sonst vorantreibt, liest du in unserem Beitrag Nachhaltig in Graz: Initiativen für eine grüne Stadtentwicklung.
Die ehrliche Einordnung: Die meisten Betriebe in Stadt und Umland sind nicht zertifiziert, und im Umland bist du ohne Auto langsamer unterwegs als in der Stadt. Wenn dir ein Label wichtig ist, frag bei der Buchung gezielt nach. Und wenn du ohnehin nach Graz fährst: Die Anreise mit der Bahn ist der größte Hebel, den du selbst in der Hand hast.
Graz: Altstadt, Schlossberg und Murinsel

Altstadt und UNESCO-Welterbe
Das historische Zentrum von Graz steht seit 1999 auf der UNESCO-Welterbeliste, 2010 wurde der Eintrag um Schloss Eggenberg erweitert. Rund um Hauptplatz, Herrengasse, Landhaus und Dom liegen Bauten aus Gotik, Renaissance und Barock auf engem Raum. Seit 2011 ist Graz außerdem UNESCO City of Design. Die Altstadt ist klein genug, dass du alles zu Fuß erreichst.
Schlossberg und Uhrturm
Der Schlossberg ist ein bewaldeter Felsen mitten in der Stadt, mit dem Uhrturm als Wahrzeichen. Hinauf kommst du zu Fuß über den Kriegssteig mit rund 260 Stufen, mit der Schlossbergbahn (einer Standseilbahn) oder mit dem Schlossberglift im Fels. Bahn und Lift sind in der Graz Card enthalten. Oben erwarten dich Aussichtspunkte, Gärten und der Glockenturm.
Kunsthaus Graz
Das Kunsthaus am rechten Murufer wurde 2003 eröffnet, als Graz Kulturhauptstadt Europas war. Die blaue Blasenform von Peter Cook und Colin Fournier hat den Spitznamen „Friendly Alien“. Innen zeigt das Haus als Teil des Universalmuseums Joanneum wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst.
Murinsel
Die Murinsel ist eine begehbare Stahl-Glas-Konstruktion in der Mur, ebenfalls ein Projekt aus dem Kulturhauptstadtjahr 2003, entworfen vom US-Künstler Vito Acconci. Über zwei Stege erreichst du ein kleines Café und eine Freiluftbühne mitten im Fluss.
Schloss Eggenberg
Schloss Eggenberg im Westen der Stadt ist die bedeutendste barocke Schlossanlage der Steiermark, errichtet ab 1625. Es gehört zum Universalmuseum Joanneum: Neben den Prunkräumen findest du hier die Alte Galerie, das Münzkabinett und das Archäologiemuseum. Im Schlosspark laufen Pfauen frei herum. Die Straßenbahnlinie 1 bringt dich aus der Innenstadt hin.
Ausflüge ins Umland: Höhlen, Hausberg und Lipizzaner

Schöckl und St. Radegund
Der Schöckl ist mit 1.445 m der Hausberg der Grazer. Die Schöckl-Seilbahn startet in St. Radegund, der RegioBus 250 fährt direkt vom Jakominiplatz zur Talstation. Oben hast du ein weites Plateau mit Almwiesen, Gasthäusern und Blick über das Grazer Becken. Wer lieber zu Fuß geht, steigt von St. Radegund in rund zwei Stunden auf. St. Radegund selbst ist ein kleiner Kurort am Fuß des Berges.
Semriach: Lurgrotte und Kesselfallklamm
Die Lurgrotte zwischen Semriach und Peggau gilt als größte Tropfsteinhöhle Österreichs. Der Große Dom misst laut Betreiber 120 m in der Länge, 80 m in der Breite und 40 m in der Höhe. Führungen dauern rund eine Stunde, im Sommer (15. April bis 31. Oktober) täglich, im Winter an Wochenenden. Nahe Semriach liegt die Kesselfallklamm, eine Schlucht mit Steigen, Leitern und Wasserfällen. Die Klamm ist familientauglich, aber bei Nässe rutschig.
Grazer Bergland: Stübing und Stift Rein
Im Österreichischen Freilichtmuseum Stübing stehen historische Bauernhäuser, Mühlen und Stadel aus allen Bundesländern in einem Waldtal. Das Museum gehört zum Joanneum, die Haltestelle Stübing liegt an der S-Bahn-Strecke Graz–Bruck. Nicht weit entfernt liegt Stift Rein, 1129 gegründet und das älteste noch bestehende Zisterzienserkloster der Welt.
Lipizzanerheimat: Piber, Bärnbach und Köflach
Im Lipizzanergestüt Piber werden die Pferde der Spanischen Hofreitschule gezüchtet. Führungen gibt es täglich, mit etwas Glück siehst du Stuten und Fohlen auf den Weiden. Im nahen Bärnbach steht die St.-Barbara-Kirche, die einzige von Friedensreich Hundertwasser gestaltete Kirche. In Köflach liegt die Therme Nova, in Ligist beginnt die Schilcherstraße. Mit der S-Bahn nach Köflach und kurzen Wegen vor Ort ist das ein gut machbarer Tagesausflug.
Naturschutz rund um Graz: was wirklich geschützt ist
Einen Nationalpark oder Naturpark gibt es in der Region nicht. Geschützt ist trotzdem viel, meist als Landschaftsschutzgebiet. Das heißt: Die Landschaft soll in ihrem Charakter erhalten bleiben, Wandern und Radfahren sind aber ganz normal erlaubt. Laut der Liste des Landes Steiermark gehören dazu unter anderem:
- Nördliches und östliches Hügelland von Graz (11.630 ha), das den Grüngürtel im Norden und Osten der Stadt sichert.
- Westliches Berg- und Hügelland von Graz (5.720 ha) mit dem Plabutsch.
- Murauen Graz-Werndorf (1.407 ha), einer der letzten größeren Auwaldreste an der Mur südlich der Stadt.
- Wundschuher Teiche (575 ha) im Süden, ein Teich- und Waldgebiet.
- Peggauer Wand – Lurgrotte (1.130 ha) im Grazer Bergland.
Streng geschützt ist die Peggauer Wand. Als Europaschutzgebiet (Natura 2000, 39 ha) dient ein Stollen in der Felswand Fledermäusen als Schlaf- und Winterquartier. Das Klettern an der Wand ist laut dem Kletterportal climbing.plus derzeit gesperrt. Respektier das, auch wenn du ältere Kletterführer findest, die die Wand noch empfehlen.
Aktiv in Graz und Umgebung
Wandern und Radfahren
Zum Wandern musst du nicht weit fahren. Plabutsch und Buchkogel im Westen erreichst du mit Straßenbahn und Bus aus der Stadt, der Schöckl ist das klassische Halbtagesziel. Durch Graz führt der Murradweg R2, ein beliebter Fernradweg mit rund 450 km vom Lungau bis an die Grenze zu Slowenien. In der Stadt kreuzt er nur wenige Straßen. Nach Norden radelst du auf ihm ins Grazer Bergland, nach Süden Richtung Leibnitz. Mehr Tipps findest du in unserem Beitrag zum Radfahren im nachhaltigen Urlaub.
Am Schöckl gibt es außerdem die Schöckl Trail Area für Mountainbiker, die Seilbahn nimmt Räder mit. In der Lipizzanerheimat hat die Erlebnisregion zuletzt neue Mountainbike-Strecken eröffnet.
Mit Kindern
Für Familien ist die Region angenehm kompakt. In Graz richtet sich das Kindermuseum FRida & freD im Augarten an Kinder bis etwa 14 Jahre. Am Schöckl fährt im Sommer die Rodelbahn Hexenexpress, und Kinder unter sechs Jahren fahren mit der Seilbahn gratis. Die Lurgrotte und die Kesselfallklamm sind kurze, spannende Ausflüge für Schulkinder. Beim Gestüt Piber gibt es einen Kletterpark, der im Herbst 2026 an Wochenenden geöffnet hat. Zur Graz Card bekommst du bis zu zwei Kinderkarten (unter 15 Jahren) kostenlos dazu.
Klettern
Das Grazer Bergland ist ein traditionsreiches Klettergebiet mit Kalkfelsen entlang der Mur. Weil einzelne Wände wie die Peggauer Wand aus Naturschutzgründen gesperrt sind, informier dich vorher bei der Interessengemeinschaft Klettern Grazer Bergland über den aktuellen Stand. Bei Schlechtwetter weichst du in eine der Kletterhallen in Graz aus. Allgemeine Tipps findest du in unserem Artikel über nachhaltiges Klettern in Österreich.
Im Winter
Große Skigebiete hat die Erlebnisregion nicht. Im Winter bleiben Winterwanderungen am Schöckl-Plateau, Spaziergänge in den Hügeln rund um Graz und die Adventmärkte in der Stadt. Die Lurgrotte führt auch im Winter an Wochenenden, drinnen ist es das ganze Jahr gleich kühl.
Badeseen rund um Graz
In Graz selbst badest du in Freibädern, die Badeseen liegen im Umland. Zu den bekanntesten zählen (weitere Seen in ganz Österreich findest du in unserer Übersicht der schönsten Badeseen Österreichs):
- Schwarzlsee in Premstätten südlich von Graz, ein großes Freizeitzentrum mit Strandbereichen und Campingplatz.
- Kumbergsee in Kumberg im Hügelland nordöstlich der Stadt.
- Bad Weihermühle in Gratwein-Straßengel im Grazer Bergland.
- Naturbad Eggersdorf im Osten.
- Pibersteinersee bei Köflach in der Lipizzanerheimat.
Ein Missverständnis, das oft auftaucht: Der Thalersee im Westen von Graz ist kein Badesee. Er eignet sich zum Spazieren und Bootfahren, zum Schwimmen ist er zu schlammig.
Anreise und Mobilität ohne Auto
Mit der Bahn nach Graz
Graz Hauptbahnhof ist ein wichtiger Knoten im österreichischen Bahnnetz, und seit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025 noch besser angebunden. Mit der Koralmbahn fährst du von Klagenfurt in 41 Minuten nonstop nach Graz, mit Zwischenhalten in rund 54 Minuten. Laut ÖBB gibt es ab Graz täglich 33 Verbindungen nach Wien sowie Direktzüge nach Villach, Salzburg und München. Aus Wien bist du mit dem Railjet in rund zweieinhalb Stunden da. Weitere Tipps zur nachhaltigen Anreise in Österreich haben wir gesammelt.
Ins Umland fährt die S-Bahn Steiermark: die S1 nach Norden über Peggau-Deutschfeistritz und Frohnleiten, die S7 in die Lipizzanerheimat nach Köflach. Dazu kommen RegioBusse, etwa die Linie 250 zur Schöckl-Seilbahn. Wenn du länger in der Steiermark unterwegs bist, rechne nach, ob sich das KlimaTicket Steiermark lohnt.
In der Stadt unterwegs
In Graz selbst brauchst du kein Auto. Straßenbahn und Bus decken die Stadt dicht ab, die Innenstadt ist in weiten Teilen Fußgängerzone. Für einzelne Fahrten ins Umland bietet tim E-Carsharing und Mietautos an. Mit dem Rad bist du in der kompakten Stadt oft am schnellsten, der Murradweg ist die bequemste Nord-Süd-Achse.
Graz Card, Gästekarte und Bergbahnen: was wirklich enthalten ist
Eine kostenlose Gästekarte, die du automatisch bei der Übernachtung bekommst, gibt es in Graz nicht. Stattdessen gibt es zwei kostenpflichtige Karten:
- Graz Card: 24 Stunden 32 €, 48 Stunden 42 €, 72 Stunden 47 €. Enthalten sind die öffentlichen Verkehrsmittel in der Tarifzone 101 (Stadt Graz), Schlossbergbahn und Schlossberglift, freier Eintritt in 13 Museen und eine Altstadtführung. Dazu bekommst du bis zu zwei kostenlose Karten für Kinder unter 15 Jahren, wenn du sie bei der Buchung angibst.
- Graz Card Light: 24 Stunden 24 €, 48 Stunden 30 €, 72 Stunden 35 €. Museen, Schlossberglift und Führung sind enthalten, Öffis und Schlossbergbahn nicht.
Wichtig bei den Bergbahnen: Die Schöckl-Seilbahn ist in keiner der beiden Karten enthalten, du bekommst nur eine Ermäßigung. Berg- und Talfahrt kosten regulär 19,40 € für Erwachsene, Kinder unter sechs Jahren fahren gratis. Die Graz Card bekommst du bei Graz Tourismus in der Herrengasse 16, bei der ÖBB, im Kundencenter des Verkehrsverbunds und in ausgewählten Hotels. Die Karte lohnt sich, wenn du an einem Tag mehrere Museen mit Schlossberg und Öffis kombinierst.
Kulinarik: Kernöl, Käferbohne und Bauernmärkte
Graz bezeichnet sich als Genusshauptstadt Österreichs, und die Basis dafür liefert das Umland. Zwei Produkte sind besonders geschützt: das Steirische Kürbiskernöl g.g.A., gepresst aus gerösteten Kernen des steirischen Ölkürbisses, und die Steirische Käferbohne g.U., die als Salat mit Kernöl und Zwiebeln auf fast jeder Speisekarte steht. In der Lipizzanerheimat beginnt die Schilcherstraße, der Schilcher ist ein kräftiger Roséwein aus der Rebsorte Blauer Wildbacher.
Am direktesten kaufst du bei den Bauernmärkten in Graz, etwa am Kaiser-Josef-Platz und am Lendplatz. Hier verkaufen Bäuerinnen und Bauern aus dem Umland Gemüse, Obst, Käse, Brot und Kernöl selbst. Graz Tourismus weist außerdem auf eine hohe Dichte vegetarischer und veganer Lokale hin. Für ein Mittagessen mit regionalen Zutaten musst du also nicht lange suchen.
Nachhaltige Unterkünfte und Camping

Zertifizierte Hotels in Graz
Laut Graz Tourismus tragen diese Häuser das Österreichische Umweltzeichen, das staatliche Umweltlabel für Beherbergungsbetriebe:
- Hotel Gollner in der Innenstadt
- harry’s home Graz-Smart City im Stadtentwicklungsgebiet Smart City beim Hauptbahnhof
- Hotel Süd im Südwesten der Stadt, seit November 2024 mit Umweltzeichen und seit 2002 im städtischen Ökoprofit-Programm
- Gasthof Pension Zur Steirerstubn, eine kleinere Alternative zu den Stadthotels
Das internationale Label Green Key haben laut Graz Tourismus Mercure Graz City, Motel One Graz, Ibis Budget Graz City und Ibis Styles Graz Messe. Die Hotels der Weitzer-Gruppe tragen seit 2025 das GreenSign-Zertifikat. Das ist ein privates Label, das wir in unserer Bewertung niedriger einstufen als das staatliche Umweltzeichen. Einen zertifizierten Bio-Bauernhof mit Gästezimmern im engeren Umland von Graz haben wir bei unserer Recherche nicht gefunden.
Camping in Graz und Umgebung
Die Erlebnisregion listet vier Plätze: den Reisemobil-Stellplatz Graz in Straßgang, Schwarzlsee Camping in Premstätten direkt am See, Camping Lanzmaierhof in Frohnleiten im Grazer Bergland und Camping Hirschegg in Hirschegg-Pack in der Lipizzanerheimat. Ein Umweltzeichen oder ein vergleichbares Label hat keiner dieser Plätze laut den offiziellen Angaben. Worauf du bei der Wahl achten kannst, liest du in unserem Artikel über nachhaltige Campingplätze in Österreich.
Häufig gestellte Fragen
Sind Öffis oder Bergbahnen mit einer Gästekarte kostenlos?
Nein, eine kostenlose Gästekarte gibt es nicht. Die kostenpflichtige Graz Card (ab 32 € für 24 Stunden) enthält Öffis in der Stadt Graz, Schlossbergbahn und Schlossberglift. Die Schöckl-Seilbahn ist nicht enthalten, du bekommst nur eine Ermäßigung. Die günstigere Graz Card Light enthält keine Öffis.
Wie komme ich ohne Auto nach Graz?
Mit der Bahn zum Hauptbahnhof Graz. Aus Wien fährt der Railjet in rund zweieinhalb Stunden, aus Klagenfurt seit Dezember 2025 über die Koralmbahn in 41 Minuten. Direktzüge gibt es auch aus Villach, Salzburg und München. Vom Hauptbahnhof fährt die Straßenbahn in wenigen Minuten in die Altstadt.
Wie komme ich ohne Auto auf den Schöckl?
Mit dem RegioBus 250 vom Jakominiplatz zur Talstation in St. Radegund, dann mit der Schöckl-Seilbahn nach oben. Alternativ steigst du von St. Radegund in rund zwei Stunden zu Fuß auf. Berg- und Talfahrt kosten 19,40 € für Erwachsene.
Welche Hotels in Graz sind nachhaltig zertifiziert?
Das Österreichische Umweltzeichen tragen unter anderem Hotel Gollner, harry’s home Graz-Smart City, Hotel Süd und die Pension Zur Steirerstubn. Green Key haben Mercure Graz City, Motel One, Ibis Budget Graz City und Ibis Styles Graz Messe. Frag bei anderen Häusern bei der Buchung gezielt nach.
Gibt es rund um Graz Naturschutzgebiete?
Einen Nationalpark oder Naturpark gibt es nicht, aber mehrere Landschaftsschutzgebiete wie das Hügelland nördlich und östlich von Graz (11.630 ha) oder die Murauen Graz-Werndorf. Die Peggauer Wand ist Europaschutzgebiet für Fledermäuse, Klettern ist dort derzeit gesperrt.
Wo kann ich rund um Graz baden?
Am Schwarzlsee in Premstätten, am Kumbergsee, in der Bad Weihermühle in Gratwein-Straßengel oder am Pibersteinersee bei Köflach. Der Thalersee am Stadtrand ist kein Badesee, er eignet sich aber gut für einen Spaziergang oder eine Bootsfahrt. In der Stadt selbst badest du in Freibädern.
Wann ist die beste Reisezeit für Graz?
April bis Juni und September bis Oktober. Dann ist es angenehm warm, die Ausflugsziele im Umland haben geöffnet und im Herbst laufen Aufsteirern und der steirische herbst. Im Hochsommer kann es in der Stadt sehr heiß werden.
Was kann ich in Graz an Regentagen machen?
Die Museen des Joanneums, darunter Kunsthaus und Schloss Eggenberg, sind in der Graz Card enthalten. Im Umland bieten sich die Lurgrotte Semriach, deren Führungen bei jedem Wetter stattfinden, und die Therme Nova in Köflach an.
So planst du deinen Aufenthalt

Graz ist keine Öko-Vorzeigedestination mit Siegel, aber eine Stadt, in der ein Urlaub ohne Auto so einfach ist wie in kaum einer anderen Region Österreichs: Bahnknoten mit Koralmbahn, dichte Öffis, Hausberg mit Busanschluss und mehrere Hotels mit Umweltzeichen. Die Schwächen gehören dazu: keine kostenlose Gästekarte, wenig zertifizierte Betriebe im Umland und ein heißer Hochsommer.
Ein Vorschlag für drei Tage ohne Auto:
- Tag 1: Anreise mit der Bahn, Graz Card holen, Altstadt, Schlossberg und Kunsthaus, abends an der Mur.
- Tag 2: Vormittags Bauernmarkt, dann mit dem Bus 250 zur Schöckl-Seilbahn und zu Fuß über das Plateau.
- Tag 3: Mit der S-Bahn nach Stübing ins Freilichtmuseum oder nach Köflach zu den Lipizzanern in Piber, am Abend Heimfahrt ab Graz Hauptbahnhof.
Mehr steirische Regionen, etwa das Ausseerland-Salzkammergut mit der ersten Umweltzeichen-Destination der Steiermark, findest du auf unserer Steiermark-Übersicht.
