Nachhaltig reisen in der Steiermark: Dein Guide zu 9 Urlaubsregionen

Weinhügel an der slowenischen Grenze, Kalkwände im Gesäuse, Thermen im Südosten und dazwischen eine Landeshauptstadt, die du seit Dezember 2025 aus Klagenfurt in 41 Minuten erreichst: Die Steiermark ist vielfältiger, als ihr Ruf als „grünes Herz Österreichs“ vermuten lässt. Hier findest du neun Urlaubsregionen im Überblick, ehrliche Tipps zu Anreise, Gästekarten und Bergbahnen und den Hinweis, wo nachhaltiges Reisen an Grenzen stößt.

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Neun Urlaubsregionen in der Steiermark im Überblick

Jede Region hat einen eigenen Ratgeber mit Anreise ohne Auto, Naturschutz, Gästekarten und Unterkünften. Hier findest du in wenigen Sätzen, wofür sie steht und für wen sie passt. Die Grenzen folgen den Tourismusverbänden, die 2021 neu zugeschnitten wurden: Das Thermen- und Vulkanland und die Südsteiermark gibt es seither als eigene Verbände, und die Erlebnisregion Erzberg Leoben mit Leoben, Erzberg und Grünem See ist heute ebenfalls eigenständig. Für sie haben wir noch keinen eigenen Ratgeber. Auf der Hochsteiermark-Seite findest du dazu einen kurzen Hinweis.

Alpenregion Nationalpark Gesäuse

Auf rund 16 Kilometern zwängt sich die Enns durch eine Schlucht, links und rechts ragen Kalkwände bis zu 1.800 Meter auf. Seilbahnen gibt es hier keine, dafür den einzigen Nationalpark der Steiermark, das Bergsteigerdorf Johnsbach mit seinem Bergsteigerfriedhof und in Admont die größte Klosterbibliothek der Welt. Auch das Moor Pürgschachen zählt zu den geschützten Flächen. Eine regionsweite Gratis-Gästekarte haben wir nicht gefunden, mit den Wochenendzügen und dem Sammeltaxi kommst du aber ohne Auto weit. Passt zu dir, wenn du zu Fuß unterwegs sein willst und Ruhe suchst. Zum Ratgeber Gesäuse

Ausseerland-Salzkammergut

Altaussee, Bad Aussee, Grundlsee und Bad Mitterndorf liegen zwischen Totem Gebirge und Grimming. Zwei klare Seen ohne Motorboote, dahinter die Kalkwände, im Mai Narzissenwiesen bis an den Ortsrand: Das ist das steirische Herz des Salzkammerguts. Seit Oktober 2025 ist das Ausseerland die erste Tourismusregion der Steiermark mit dem Österreichischen Umweltzeichen. Was das konkret bedeutet, erklärt der Ratgeber ehrlich, denn erst ein kleiner Teil der Betriebe ist selbst zertifiziert. Bergbahnen sind nur in der kostenpflichtigen Sommerkarte enthalten. Zum Ratgeber Ausseerland

Graz und Umgebung

Morgens über die Dächer der Altstadt auf den Schlossberg, mittags Kürbiskernöl und Käferbohnen am Bauernmarkt, nachmittags mit dem Bus zur Seilbahn auf den Schöckl: Graz ist eine Städtereise mit Grün vor der Tür und dank Koralmbahn der bequemste Einstieg in die Steiermark ohne Auto. Ehrlich gesagt hat die Region kein Destinations-Umweltzeichen, aber einzelne Hotels mit Umweltzeichen und Green Key. Die Graz Card gibt es, die Schöckl-Seilbahn ist allerdings nicht enthalten. Zum Ratgeber Graz

Hochsteiermark

Hochschwab und Rax, das Mürztal, Mariazell und die Semmeringbahn, die älteste Gebirgsbahn der Welt: Die nordöstlichste Region der Steiermark umfasst 15 Gemeinden im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag und ist für viele noch ein Geheimtipp. Aus dem Hochschwab kommt ein Teil des Trinkwassers für Wien, das Mürzer Oberland ist Naturpark. Ein großer Vorteil für dich als Bahnreisende: Südbahn und Railjet halten mitten in der Region. Der Winter wird durch die unsichere Schneelage zunehmend heikel. Zum Ratgeber Hochsteiermark

Murtal und Murau

Almen am Zirbitzkogel, eine Schmalspurbahn entlang der Mur und der Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen: Das Murtal ist keine Hochglanz-Destination, sondern eine ruhige Region zwischen Niederen Tauern und Seetaler Alpen. Die Seite umfasst die Bezirke Murtal und Murau. Mit der Murau GästeCard fährst du kostenlos mit allen Öffis, in der Wintersaison locken Kreischberg und Lachtal. Zur Region gehören außerdem die Abtei Seckau und Schloss Murau. Zum Ratgeber Murtal

Oststeiermark

Zwischen Almweiden auf 1.700 Metern und Apfelgärten im Hügelland liegt das „Apfelland“ mit Almenland, Pöllauer Tal und Stubenbergsee. Der Tourismusverband gliedert die Region in neun Teilregionen. Es gibt keine Seilbahnen und keinen Massentourismus, dafür zwei Naturparke, die Steirische Apfelstraße und Bahnanschluss bis Weiz und Hartberg. Die GenussCard gibt es bei Partnerbetrieben ab der ersten Nacht gratis. Zum Ratgeber Oststeiermark

Schladming-Dachstein

Im Ennstal rund um Dachsteinmassiv und Schladminger Tauern liegt eine der großen Sommer- und Winterdestinationen Österreichs, mit 1.500 Kilometern Wanderwegen, rund 300 Bergseen, einem Gletscher auf 2.700 Metern und 123 Pistenkilometern. Nachhaltig geht das nur zum Teil, denn ein großes Skigebiet bleibt ein Eingriff in die Natur. Im Sommer fällt die Bilanz besser aus als im Winter. Zum Ratgeber Schladming-Dachstein

Süd- und West-Steiermark

Weinstraßen bis an die slowenische Grenze und das Schilcherland mit seinen Burgen und Schlössern, in den Bezirken Leibnitz und Deutschlandsberg. Seit der Koralmbahn hält der Railjet im Bahnhof Weststeiermark, und ein Taxisystem, das WEINmobil, bringt dich abends vom Weingut zur Unterkunft. Der Naturpark Südsteiermark umfasst 417 Quadratkilometer. In Flavia Solva und im Burgmuseum Archeo Norico begegnest du der Römerzeit. Zum Ratgeber Süd- und West-Steiermark

Thermenland Steiermark

Sechs Thermen, Weinhügel mit Burgen wie der Riegersburg und ein Auwald, der zum UNESCO-Biosphärenpark Unteres Murtal gehört: Das Thermenland im Südosten ist mehr als ein Badeurlaub. Wie nachhaltig die Thermen wirklich sind, liest du im Ratgeber. Die Belege sind unterschiedlich gut, zum Beispiel trägt die Therme Rogner Bad Blumau seit 1997 das Umweltzeichen, bei den anderen haben wir keine gefunden. Zum Ratgeber Thermenland

Beiträge aus ganz Steiermark

Anreise ohne Auto: Bahn ist in der Steiermark möglich, aber nicht überall gleich gut

Seit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025 verbindet die Koralmbahn Klagenfurt und Graz in 41 Minuten. Das hat die Karte verschoben: Aus Kärnten und Südösterreich ist die Steiermark deutlich näher gerückt. Wie gut du in den einzelnen Regionen ohne Auto vorankommst, unterscheidet sich aber stark.

Hauptachsen mit gutem Bahnanschluss

Die Südbahn führt durch die Hochsteiermark, Railjet und Regionalzüge halten mitten in der Region. Im Murtal fährt der Intercity „Aichfeld“ stündlich von Bruck an der Mur über Judenburg und Unzmarkt bis nach Klagenfurt, ab Graz gibt es direkte Verbindungen ungefähr alle zwei Stunden. Von Unzmarkt aus verkehrt außerdem die Murtalbahn, eine Schmalspurbahn, die das Tal bis nach Tamsweg erschließt. In der Süd- und West-Steiermark hält der Railjet seit der Koralmbahn stündlich im Bahnhof Weststeiermark, nach Graz brauchst du laut Verbundlinie rund 16 Minuten. Die Oststeiermark erreichst du mit der Bahn bis Weiz und Hartberg, das Thermenland mit den Zügen der ÖBB.

Die letzte Meile: Bus, Sammeltaxi und Rad

Ehrlich gesagt: Die Bahn bringt dich in die Region, aber nicht überall bis zum Ziel. Im Gesäuse fahren Personenzüge am Wochenende und an Feiertagen, sonst brauchst du Bus oder Sammeltaxi. Im Ausseerland und in der Oststeiermark geht ohne Bus, Sammeltaxi oder Fahrrad wenig. In der Süd- und West-Steiermark fährt das WEINmobil täglich von 10 bis 23:30 Uhr, eine Fahrt bis vier Kilometer kostet 17 €, jeder weitere Kilometer 3 €. Im Thermenland verkehrt der Thermenlandbus, die einfache Fahrt kostet 20 €, die Tageskarte 35 €. Preise und Fahrpläne ändern sich, schau deshalb vor der Reise in den Regionsratgeber und beim Betreiber nach. Allgemeine Tipps findest du in unserem Beitrag über die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.

Gästekarten und Bergbahnen: Was wirklich inklusive ist

Anders als in Tirol oder Vorarlberg gibt es in der Steiermark keine landesweite Gästekarte mit kostenlosen Öffis. Was inklusive ist, entscheidest du deshalb pro Region:

  • Murau: Die Murau GästeCard gibt es 2026 vom 1. Mai bis 2. November gratis ab zwei Nächten in einem Partnerbetrieb. Sie schließt alle Öffis ein, darunter die Murtalbahn und die Regiobusse, dazu Fahrten mit vier Sommerbahnen (Kreischberg, Lachtal, Grebenzen, Turrach). Wie oft du die Bergbahnen nutzen darfst, geben die Hauptseite und die Unterseite des Tourismusverbands unterschiedlich an. Frag im Zweifel nach.
  • Murtal: Die Murtal GästeCard ist in Partnerbetrieben gratis, bringt aber nur Ermäßigungen bei etwa 40 Ausflugszielen. Öffis und Bahnen sind nicht enthalten.
  • Oststeiermark, Thermenland, Südsteiermark, Graz: Die GenussCard gibt es bei über 180 Gastgebern gratis ab der ersten Nacht und gilt für über 280 Ziele in vier Regionen. Öffis und Lifte sind nicht dabei.
  • Graz: Die Graz Card ist kostenpflichtig, die Schöckl-Seilbahn ist nicht enthalten.
  • Ausseerland: Bergbahnen gibt es nur in der kostenpflichtigen Sommerkarte ab 59 €.
  • Gesäuse und Hochsteiermark: Eine regionsweite Gratis-Gästekarte haben wir nicht gefunden.

Die Steiermark Card ist kostenpflichtig. Rechne also nicht damit, dass Bergbahnen automatisch im Preis stecken, und schau vor der Buchung in den Regionsratgeber.

Wie nachhaltig ist die Steiermark wirklich?

Was belegt ist: Schutzgebiete und Zertifizierungen

Die Steiermark hat einen Nationalpark, das Gesäuse. Dazu kommen mehrere Naturparke: der Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen im Murtal (seit 1983, 285 Quadratkilometer), der Naturpark Südsteiermark mit 417 Quadratkilometern und neun Naturschutzgebieten, das Mürzer Oberland in der Hochsteiermark sowie Pöllauer Tal und Almenland in der Oststeiermark. Im Thermenland liegt ein Teil des UNESCO-Biosphärenparks Unteres Murtal, der seit Juni 2019 anerkannt ist.

Bei den Zertifizierungen ist das Ausseerland Vorreiter: Seit dem 28. Oktober 2025 ist es als erste Region der Steiermark eine Umweltzeichen-Destination. Einzelne Betriebe mit Österreichischem Umweltzeichen findest du auch anderswo, zum Beispiel das Hotel Schloss Seggau in Leibnitz, das Bildungshaus Retzhof in Wagna, das Hotel Gasthof Lercher in Murau, den OLACHGUT-Hof in St. Georgen und den Camping am Badesee in Mühlen, dazu im Gesäuse das Spirodom Admont und den Bio-Bauernhof Laussabauer. Die Brauerei Murau ist seit 1996 nach EMAS zertifiziert und heizt mit Biomasse. Die Angaben zur CO₂-Einsparung stammen allerdings von der Brauerei selbst.

Wo noch Luft nach oben ist

Ein Umweltzeichen für die Destination ist noch die Ausnahme: Für Graz, die Oststeiermark, die Hochsteiermark, das Murtal und die Süd- und West-Steiermark haben wir keines gefunden. Auch im Ausseerland war im April 2025 erst ein kleiner Teil der Betriebe selbst zertifiziert, nämlich rund 6 Prozent, sieben Pionierbetriebe sind namentlich bekannt. Im Thermenland fanden wir außer bei der Therme Blumau für die Thermen keine Umweltbelege, viele Angaben stammen von den Betreibern selbst. Beim Weinbau ist die Bio-Fläche zwar gewachsen (von 5,5 Prozent im Jahr 2011 auf etwa 13 Prozent im Jahr 2018), eine aktuellere Zahl haben wir nicht gefunden.

Hinzu kommt der Klimawandel: Die Schneesicherheit in mittleren Höhenlagen wird unsicherer, etwa in der Hochsteiermark. Ein Skiurlaub in Schladming-Dachstein bleibt trotz aller Bemühungen ein Eingriff in die Natur. Wenn dir die Umweltbilanz wichtig ist, sind Sommer und Herbst die stimmigere Reisezeit.

Mehr zu Aktivitäten, bei denen du die Natur schonst, findest du in unserem Überblick über nachhaltige Aktivitäten für den Urlaub in Österreich. Wer auf der Suche nach einer einfachen Unterkunft in den Bergen ist, wird bei den Berghütten fündig. Nachhaltige Unterkünfte tragen wir laufend in die Karte oben auf der Seite ein.

Beste Reisezeit für die Steiermark

Eine Reisezeit für das ganze Land gibt es nicht, aber ein paar Anhaltspunkte:

  • Mai: Im Ausseerland blühen die Narzissenwiesen. Die Murau GästeCard gilt ab 1. Mai, in der Hochsteiermark öffnen Schutzhütten am Hochschwab je nach Schneelage ab Mitte Mai.
  • Juli und August: Baden an den Seen, Wandern in den Hochlagen. In Mariazell gilt vom 4. Juli bis 13. September Hauptsaison, rechne mit mehr Betrieb.
  • September und Oktober: Klare Fernsicht auf den Almen und weniger Gäste auf den Pilgerwegen nach Mariazell. Viele Hütten und Ausflugsziele schließen aber Ende Oktober.
  • Ende November bis Dezember: Der Mariazeller Advent lockt viele Besucher, an den Wochenenden sind Züge und Busse stark ausgelastet.
  • Dezember bis März: Wintersaison in Schladming-Dachstein, am Kreischberg und Lachtal im Murtal und auf dem Stuhleck in der Hochsteiermark. Ruhiger geht es bei Städtetrips in Graz oder in den Thermen zu.

Die genauen Öffnungszeiten von Hütten und Bahnen ändern sich jedes Jahr. Prüfe sie deshalb im Regionsratgeber und bei den Betreibern.

Wandern und Radfahren: Hochgebirge, Weinhügel und Flusstäler

Die Steiermark eignet sich für anspruchsvolle Bergtouren genauso wie für gemütliche Radtouren. Im Gesäuse und in Johnsbach steht das Bergsteigen im Mittelpunkt, im Murtal führt der Weitwanderweg Via Natura auf 130 Kilometern durch den Naturpark. In der Süd- und West-Steiermark bietet die Weinstraßenausfahrt R54 auf 49,4 Kilometern und 858 Höhenmetern eine sportliche Runde, im Thermenland begleitet dich der Murradweg R2 durch die Auen. Die Oststeiermark gilt mit Almenland, Pöllauer Tal und Apfelstraße als Wanderregion ohne Seilbahnen. Wichtig auf allen Touren: Bleib in Schutzgebieten auf den markierten Wegen und plane die An- und Abreise mit Bahn und Bus.

Kulinarik: Was auf den Teller kommt

Zur steirischen Küche gehören das Kürbiskernöl mit geschützter geografischer Angabe, Käferbohnen vom Grazer Bauernmarkt und in der Süd- und West-Steiermark Schilcher, ein Rosé aus der Blauen Wildbacher Traube, sowie die Weine der Südsteirischen Weinstraße (Südsteiermark DAC seit 2018). Im Murtal sind der Murtaler Steirerkäse, das Murbodner Rind und die Seckauer Lebkuchen zuhause, in der Oststeiermark Äpfel entlang der Apfelstraße und in der Hochsteiermark Wild und Almprodukte. Kaufe möglichst direkt beim Erzeuger, auf Bauernmärkten und in Buschenschänken. Achte dabei auf die Herkunft, denn nicht jedes „steirische“ Produkt stammt auch von hier.

Drei Tage ohne Auto: ein Vorschlag für den Einstieg

Wenn du die Steiermark zum ersten Mal ohne Auto erkunden willst, ist Graz der beste Startpunkt. Am ersten Tag erkundest du die Altstadt zu Fuß und steigst auf den Schlossberg. Am zweiten Tag fährst du in rund 16 Minuten zum Bahnhof Weststeiermark und weiter mit dem WEINmobil ins Schilcherland, abends kommst du mit dem Taxisystem zur Unterkunft. Am dritten Tag geht es zurück nach Graz oder von dort weiter mit dem Railjet in Richtung Hochsteiermark, wo die Semmeringbahn wartet. Alternativ verbringst du das Wochenende im Ausseerland und lässt den Wagen ganz zuhause.

Häufige Fragen zum nachhaltigen Urlaub in der Steiermark

Welche Region passt zu mir?

Für Wanderungen ohne Seilbahnen sind das Gesäuse und die Oststeiermark eine gute Wahl. Wenn du ruhig am See sitzen willst, passt das Ausseerland. Für Kultur und Kulinarik ohne Auto ist Graz mit Umland der einfachste Einstieg, Wein und Schilcher findest du in der Süd- und West-Steiermark, Bäder im Thermenland. Wer Berge und Ruhe verbinden will, wird im Murtal fündig.

Kann ich die Steiermark ohne Auto bereisen?

Ja, mit Einschränkungen. Die Hauptachsen sind gut erreichbar, in ländlichen Regionen brauchst du für die letzte Meile Bus, Sammeltaxi oder Rad. Plane die Verbindungen vorab und prüfe, ob sie auch am Wochenende und im Winter fahren.

Gibt es in der Steiermark eine Gästekarte mit kostenlosen Öffis?

Nicht landesweit. Die Murau GästeCard im Murtal schließt alle Öffis ein, die GenussCard in der Oststeiermark, im Thermenland, in der Südsteiermark und in Graz nicht. Bergbahnen sind fast nie automatisch inklusive.

Gibt es einen Nationalpark in der Steiermark?

Ja, den Nationalpark Gesäuse. Es ist der einzige der Steiermark. Dazu kommen mehrere Naturparke und ein UNESCO-Biosphärenpark im Thermenland.

Welche Region hat ein Umweltzeichen?

Das Ausseerland-Salzkammergut ist seit 28. Oktober 2025 die erste Umweltzeichen-Destination der Steiermark. Einzelne Betriebe mit Österreichischem Umweltzeichen findest du in mehreren Regionen, die Namen stehen in den Ratgebern.

Ist Skifahren in der Steiermark nachhaltig?

Nur eingeschränkt. Beschneiung, Liftbau und der Verkehr belasten die Natur. Kleinere Familienskigebiete und Langlaufen belasten sie in der Regel weniger als große Skigebiete. Anreisen kannst du mit der Bahn.

Sind die steirischen Thermen nachhaltig?

Das lässt sich nicht pauschal sagen. Die Therme Rogner Bad Blumau trägt seit 1997 das Umweltzeichen, für die übrigen Thermen haben wir keine Belege gefunden. Viele Angaben zu Energie und CO₂ stammen von den Betreibern. Details findest du im Ratgeber zum Thermenland.

Wo finde ich nachhaltige Unterkünfte in der Steiermark?

Auf der Karte oben tragen wir laufend nachhaltige Unterkünfte aus allen Regionen ein, und in den Regionsratgebern nennen wir Betriebe mit Umweltzeichen namentlich. Prüfe bei jedem Betrieb, welches Siegel er trägt, und frag nach, wenn nur allgemein von „nachhaltig“ die Rede ist.

Fazit: Such dir eine Region aus und bleib länger

Die Steiermark ist nicht durchgehend nachhaltig, aber sie hat gute Voraussetzungen: Koralmbahn und Südbahn machen die Anreise ohne Auto realistisch, es gibt einen Nationalpark, mehrere Naturparke und eine erste Umweltzeichen-Region. Dazu kommen Lücken bei Zertifizierungen und in der Mobilität vor Ort. Mein Tipp: Such dir eine Region aus, bleib ein paar Tage länger und erkunde sie ohne Auto. Der Regionsratgeber verrät dir, wie das geht. Welche du wählst, hängt davon ab, ob du Berge, Wasser, Wein oder Stadt suchst.

Quellen

Angaben laut Tourismusverbänden der Regionen und den Regionsratgebern auf dieser Seite. Ergänzend: steiermark.com (Steiermark Tourismus), umweltzeichen.at (Österreichisches Umweltzeichen), naturparke.at (Naturparke Steiermark), Verbundlinie Steiermark und ÖBB (Fahrplanstand Dezember 2025).

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