Hausruckviertel: nachhaltig reisen zwischen Wald und Therme
Ein Wald, in dem bis vor wenigen Jahrzehnten Kohle abgebaut wurde, und heute eine Draisine auf den alten Gleisen: Wenn du im Hausruckviertel nachhaltig reisen willst, erwartet dich Hügelland statt Postkartenberg. Du erreichst Bad Schallerbach, Vöcklabruck und Attnang-Puchheim mit der Bahn, radelst durch Wald und Täler und badest im Stausee. Wo die Region Lücken hat, sagen wir es dir offen.
Beiträge aus der Region Hausruckviertel
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Das Hausruckviertel auf einen Blick
Das Hausruckviertel liegt im Westen Oberösterreichs, zwischen Wels, dem Hausruckwald und dem Vöcklatal. Touristisch gehört es zum Verband „Vitalwelt – Innviertel – Entdeckerviertel – Hausruckwald“, der laut Verzeichnis der Tourismusverbände 2025 von Oberösterreich Tourismus 52 Gemeinden umfasst. Das Gebiet reicht damit weit über das Hausruckviertel hinaus, bis nach Braunau am Inn. Auf dieser Seite behandeln wir den Teil rund um Bad Schallerbach, Grieskirchen, Haag am Hausruck, den Hausruckwald, Vöcklabruck und Attnang-Puchheim.
Die wichtigsten Orte für deinen Aufenthalt: Bad Schallerbach mit der Therme und dem Radwegenetz der Vitalwelt, Grieskirchen und Haag am Hausruck als ruhige Marktorte, Geboltskirchen mit dem Kohlebahnhof Scheiben, Ampflwang mit dem Eisenbahnmuseum sowie Vöcklabruck und Attnang-Puchheim als Bahnknoten an der Westbahn.
Zur Abgrenzung: Ried, Braunau, Mattighofen und das Land am Inn beschreiben wir im Innviertel, Attersee, Traunsee und Mondsee im Salzkammergut. Der Kobernaußerwald, die westliche Fortsetzung des Hausruckwalds, liegt überwiegend in den Bezirken Braunau und Ried und gehört deshalb zur Innviertel-Seite. Einen Überblick über alle Regionen findest du in der Oberösterreich-Übersicht.
Beste Reisezeit im Hausruckviertel
Frühling und Herbst: Für die Radrunde um den Hausruckwald nennt Oberösterreich Tourismus Frühling, Sommer und Herbst als empfohlene Zeiten. Mit rund 600 Höhenmetern auf 36 Kilometern ist sie anspruchsvoll, die kühleren Monate sind dafür angenehmer als die Hitze im Hochsommer. Der Wald liegt laut Land Oberösterreich bei 1.000 bis 1.200 Millimetern Jahresniederschlag, nimm deshalb Regenjacke und Ersatzkleidung mit.
Sommer: Hauptzeit für den Stausee in Leithen und den Kohlebahnhof Scheiben. Der Betreiber nennt für den Kohlebahnhof eine Saison vom 1. Mai bis 26. Oktober, geöffnet an Wochenenden und Feiertagen von 12 bis 17 Uhr, unter der Woche nur für angemeldete Gruppen. Prüf die Zeiten vor der Anreise, besonders mit Kindern.
Winter: Zu Winterangeboten haben wir nichts Belegtes gefunden und schreiben deshalb nichts dazu. Sicher ist nur, dass die Saison des Kohlebahnhofs Scheiben am 26. Oktober endet. Frag für den Winter direkt beim Tourismusverband nach, was geöffnet hat.
Naturschutz im Hausruckwald: Wald mit Einschränkungen
Der Hausruck ist ein Waldrücken im Alpenvorland. Laut Land Oberösterreich umfasst die Raumeinheit Hausruck und Kobernaußerwald 41.045 Hektar, verteilt auf vier Bezirke, und zählt zu den großen zusammenhängenden Waldgebieten Mitteleuropas. Im Zentrum liegt der Waldanteil bei rund 90 Prozent. Der höchste Punkt im Hausruck ist der Gölblberg mit 801 Metern, im Kobernaußerwald der Hobelberg mit 777 Metern. Die Fließgewässer sind laut Land Oberösterreich überwiegend wenig belastet (Güteklasse I bis II).
Ehrlich gehört dazu: Rund 80 Prozent der Bäume sind Nadelholz, etwa 75 Prozent davon Fichte. Das ist ein bewirtschafteter Wirtschaftswald, keine Urwaldlandschaft. Kleinflächig gibt es laut Landesunterlagen noch Reste von Feucht- und Niedermoorwiesen sowie Eichen-Hainbuchenwälder. Für das Waldgebiet als Ganzes konnten wir keinen formalen Schutzgebietsstatus belegen, etwa als Naturschutz- oder Landschaftsschutzgebiet. Wenn du es genau wissen willst, schau im digitalen Raum-Informations-System des Landes (DORIS) nach, dort sind die Schutzgebiete verzeichnet.
Für dich heißt das: Bleib auf den markierten Wegen und Radrouten, nimm Müll wieder mit und halte Hunde an der Leine, damit Wild und Bodenbrüter nicht gestört werden. Wo Forstwege für den Betrieb gesperrt sind, gilt die Sperre.
Kohle, Dampf und Thermalwasser: wie das Hausruckviertel zu seinem Profil kam
Wer die Region verstehen will, beginnt bei der Kohle. 1920 eröffnete im Hausruck eine Kohlebahn mit 600 Millimetern Spurweite, 1924 wurde sie auf Normalspur umgebaut. Laut Beschreibung der Ampflwanger Bahn beförderte sie 1958 rund 105.000 Personen und 205.000 Tonnen Güter im Jahr. 1975 endete der Personenverkehr, weil die Kohlentransporte zurückgingen, 1995 wurde der Bergbau eingestellt. Seit 1996 fahren dort Museumszüge, der Lokschuppen von 2006 ist bis heute Teil des Lokparks.
Das ist mehr als Nostalgie, und für eine Seite über nachhaltigen Tourismus ein ehrlicher Punkt: Die Region lebte lange vom Abbau eines fossilen Brennstoffs. Dass sie heute Kohlegeschichte als Ausflugsziel und Thermalwasser als Wellnessangebot vermarktet, ist ein Strukturwandel und kein Zeichen, dass alles ökologisch wäre. Die Quelle in Bad Schallerbach wurde übrigens bei der Suche nach Erdöl entdeckt, nicht nach Wasser.
Die Eurotherme in Bad Schallerbach ist seit den 1920er-Jahren ein Badebetrieb. Laut Austria-Forum eröffnete das erste Badehaus am 20. Juli 1922, 1936 kam ein öffentliches 50-Meter-Becken dazu, 1995 öffnete das Haus nach einem großen Ausbau neu. Das Hotel Paradiso hat laut derselben Quelle 150 Zimmer und Suiten in einem 22 Hektar großen Park. Solche Zahlen zeigen die Größe des Betriebs, sie sagen nichts über seine Umweltbilanz aus.
Anreise ohne Auto: Bahn, Rad und die letzte Meile
Das Hausruckviertel lässt sich gut mit der Bahn erreichen, solange du in einem der größeren Orte bleibst. Die letzte Meile in den Wald ist dagegen die eigentliche Aufgabe, plane sie vor der Buchung. Frag bei der Unterkunft nach, ob sie dich am Bahnhof abholt oder Leihräder vermittelt, und lade Fahrpläne und Karten vorher aufs Handy, falls der Empfang im Wald schwächer ist.
Mit Bahn und Bus ankommen
Vöcklabruck, Attnang-Puchheim, Schwanenstadt und Wels liegen an der Westbahn, Attnang-Puchheim und Wels gelten als Eisenbahnknoten. Auf der Strecke Wels–Passau liegen unter anderem Bad Schallerbach, Obertrattnach und Neumarkt-Kallham. Laut Beschreibung der Strecke fahren die ÖBB-Nahverkehrszüge dort im Stundentakt mit einzelnen Lücken, zu Stoßzeiten dichter. Wie du von Grieskirchen oder Haag am Hausruck am besten weiterkommst, hängt vom Tag ab: Sieh vor der Buchung in die Fahrplanauskunft der ÖBB und des Oberösterreichischen Verkehrsverbunds. Fahrpläne und Preise nennen wir hier bewusst nicht, sie ändern sich.
Eine Besonderheit ist die Ampflwanger Bahn zwischen Timelkam und Ampflwang. Sie wird seit 1996 von der Österreichischen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte als Museumsbahn betrieben, der reguläre Personenverkehr endete 1975. Sie ist also ein Ausflugsziel mit Dampf- und Dieselzügen, keine Alltagsverbindung. Zum Kohlebahnhof Scheiben in Geboltskirchen haben wir keine Öffi-Verbindung gefunden. Hier hilft ein Leihrad ab Bad Schallerbach oder ein Anruf beim Tourismusverband.
Mehr zu Bahn und Bus als Reiseform findest du in unserem Ratgeber zu den öffentlichen Verkehrsmitteln im Urlaub.
Mit dem Rad durch Hügel und Täler
Die Vitalwelt Bad Schallerbach nennt für sieben Orte ein Radwegenetz von rund 300 Kilometern. Die Touren in der Angebotsbeschreibung sind zwischen 22 und 86 Kilometer lang und führen durch Hügelland mit kurzen Steigungen. Das ist kein Flachland-Radweg wie an der Donau: Rechne mit Anstiegen, mit Kindern am besten mit E-Bike oder kurzen Etappen.
Eine dokumentierte Route ist die Hausruckwald Nord Runde ab Geboltskirchen, 36 Kilometer lang mit rund 600 Metern Anstieg, laut Oberösterreich Tourismus als schwer eingestuft. Sie verbindet den Trattnachtal-Radweg R17 und den Innbachtal-Radweg, Asphalt wechselt mit Schotter. Wer mit Kindern fährt, nimmt besser nur einen Teil davon, etwa bis zum Stausee Leithen.
Die Hausruckwald Nord Runde im Detail
Die Runde beginnt und endet in Geboltskirchen. Laut Oberösterreich Tourismus liegt sie auf Höhen zwischen 440 und 661 Metern, dauert reine Fahrzeit etwa drei Stunden und ist je nach Abschnitt asphaltiert oder geschottert. Auf dem Weg liegen der Kohlebahnhof Scheiben, der Badesee Leithen und der Erlebnisberg Luisenhöhe mit Aussichtstürmen. Zwei kräftige Anstiege warten auf dem Abschnitt des Innbachtal-Radwegs Richtung Altenhof. Für Kinder ist die gesamte Runde zu lang, ein Abschnitt zwischen Kohlebahnhof und Stausee mit Pause und Badestopp ist realistischer. Am Rand der Route nennt der Tourismus Gasthäuser und Hofläden mit regionalen Produkten, so kannst du Jause und Getränke vor Ort kaufen statt aus dem Rucksack zu leben.
Gästekarte: Vitalwelt und die Frage nach den Öffis
Die Urlaubsregion Bad Schallerbach stellt Gästen die Vitalwelt-Gästekarte für die Dauer des Aufenthalts gratis zur Verfügung. Laut Beschreibung bringt sie Vorteile bei geführten Radausfahrten, Wellness, Naturaktivitäten und Kulturprogrammen. Welche Leistungen genau enthalten sind, steht in der aktuellen Leistungsliste des Tourismusverbands. Lies sie vor der Buchung, denn der Umfang ändert sich.
Zwei Punkte bleiben bewusst offen: Zu kostenlosen Fahrten mit Bus oder Bahn haben wir in den Angaben nichts gefunden, nimm das also nicht als gegeben an. Und Bergbahnen gibt es im Hausruckviertel nach unserer Recherche keine, die Frage nach der Bergbahn-Inklusivleistung stellt sich hier daher nicht.
Aktivitäten im Hausruckviertel: Kohle, Rad und Wasser
Kohlebahnhof Scheiben und Eisenbahnmuseum Ampflwang
Kohle prägte den Hausruck lange. Am Kohlebahnhof Scheiben in Geboltskirchen fährst du auf einer 3,5 Kilometer langen Schleife durch den Wald mit pedalbetriebenen Draisinen auf den früheren Gleisen oder mit einem Grubenzug. Eine Nachbildung mit Infotafeln und Projektionen zeigt, wie hart die Arbeit unter Tage war, manchmal erzählen ehemalige Bergleute selbst. Laut Betreiberangabe endete der Kohleabbau an diesem Standort 1964. Das ist ein gutes Familienziel, weil Kinder Geschichte hier mit den Füßen verstehen.
Im Lokpark Ampflwang zeigt die Eisenbahnmuseumsanlage Dampf- und Dieselloks. Der Lokschuppen mit 21 Ständen wurde für die oberösterreichische Landesausstellung „Kohle und Dampf“ 2006 gebaut und dient seither als Herz des Museums. Der Kohleabbau im Revier endete laut Beschreibung der Ampflwanger Bahn 1995.
Bad Schallerbach: Park, Wege und Therme
Der Ort bietet neben der Therme den Botanica-Park mit Wasserinszenierungen, Meditationsgarten und Spielplätzen sowie eine Bewegungsarena mit sieben Wander- und Nordic-Walking-Routen. Die gotische Magdalenabergkirche gilt als Wahrzeichen.
Zur Therme: Die Schwefelquelle wurde laut Austria-Forum 1918 bei Ölbohrungen in rund 461 Metern Tiefe entdeckt, eine zweite Quelle aus 646 Metern wird seit 1979 genutzt. Das Außenbecken hat etwa 34 Grad. Der Betreiber, die EurothermenResort Bad Schallerbach GmbH, gehört zum Netzwerk der EurothermenResorts, die zu 100 Prozent im Eigentum des Landes Oberösterreich stehen. Rund 740.000 Besucher kommen pro Jahr. Eine Therme dieser Größe braucht viel Energie, zum Verbrauch oder zu Umweltzertifikaten des Hauses haben wir keine Angaben gefunden. Wirkungen auf die Gesundheit bewerten wir nicht, dafür sind die Angaben des Betreibers und deine Ärztin oder dein Arzt die richtige Quelle.
Baden im Trattnachspeicher Leithen
Der Trattnachspeicher Leithen wurde 1985 als Hochwasserrückhaltebecken gebaut und wird auch zum Baden und Sportfischen genutzt. Er hat eine Fläche von 30.000 Quadratmetern und ist an der tiefsten Stelle 4,5 Meter tief. Das Land Oberösterreich prüft die Wasserqualität zweimal im Jahr, für 2024 nennt es 1 bis 4 koloniebildende Einheiten Escherichia coli und 1 Einheit Enterokokken je 100 Milliliter. Das Land weist selbst darauf hin, dass Nährstoffeinträge bei Hochwasser und starker Sommererwärmung die Wasserqualität gelegentlich beeinträchtigen. Aktuelle Werte findest du in den Badegewässerberichten des Landes, die Zahlen oben sind der Stand 2024.
Für ein Badeziel mit Kindern ist der Stausee dank geringer Tiefe gut geeignet, ein Familienstrand mit Infrastruktur ist es nicht. Plane Verpflegung und Schatten selbst.
Weitere Badeziele im ganzen Land findest du in unserer Übersicht der Badeseen in Österreich.
Mit Kindern im Hausruckviertel: was realistisch ist
Das Hausruckviertel funktioniert als Familienziel, wenn du die Tage klein planst. Alles, was wir hier nennen, ist belegt, aber nicht jedes Angebot läuft an jedem Tag. Die wichtigste Regel: Bau pro Tag ein einziges Hauptziel ein und lass Platz für Wetter und Pausen.
- Kohlebahnhof Scheiben: nur an Wochenenden und Feiertagen von 12 bis 17 Uhr offen, die Draisinen-Schleife ist 3,5 Kilometer lang. Plane den Samstag oder Sonntag dafür ein.
- Stausee Leithen: 4,5 Meter tief an der tiefsten Stelle, mit niedrigen Messwerten 2024. Prüf vor dem Besuch den aktuellen Badegewässerbericht und bring Schatten und Verpflegung mit.
- Botanica-Park Bad Schallerbach: mit Spielplätzen und Wasserinszenierungen ein Ausweichziel bei kurzen Zeitfenstern.
- Radfahren: hügelig, daher Teilstücke statt Ganztagestouren, am besten mit Leihrad oder E-Bike und Kindersitz oder Anhänger je nach Alter. Frag beim Verleih nach, was verfügbar ist.
Bei schlechtem Wetter bleiben die Therme und das Eisenbahnmuseum in Ampflwang als Alternativen. Zur Umweltbilanz beider Häuser haben wir keine Angaben, entscheide also selbst, ob sie für euch passen. Für weitere Ideen zu Reiten und anderen Aktivitäten in Österreich lohnt ein Blick in unseren Beitrag zum Reiten als nachhaltige Aktivität.
Nachhaltig übernachten und essen: was wir belegen können und was nicht
Hier ist das Hausruckviertel schwächer aufgestellt, als manche Regionsseiten vermuten lassen. Für die Region liegen uns weder eine Destinations-Zertifizierung noch eine geprüfte Liste von Betrieben mit Österreichischem Umweltzeichen vor. Das heißt nicht, dass es keine gibt, sondern dass wir keine belegen konnten. Gib vor der Buchung auf umweltzeichen.at den Ort ein und frag den Betrieb direkt nach Energiequelle, Verpflegung und Zertifikaten.
Auf unserer Karte oben siehst du, welche Betriebe wir bereits aufgenommen haben. Für Camper und Bauernhöfe gilt: Frag nach, woher Milch, Fleisch und Gemüse stammen, und achte auf Siegel statt auf das Wort „regional“, das nicht geschützt ist. Entlang der Radwege bei Geboltskirchen nennt Oberösterreich Tourismus Gasthäuser und Hofläden mit regionalen Produkten, direkt dort einzukaufen spart Verpackung und bringt Wertschöpfung vor Ort.
Wir haben auf dieser Seite bewusst keine Buchungsliste ohne Nachhaltigkeitsnachweis mehr. Die frühere Auswahl mit Hotelkarten haben wir entfernt, weil wir für diese Häuser keine Umweltzertifikate belegen konnten.
Offene Fragen: was wir noch nicht wissen
Eine ehrliche Regionsseite nennt ihre Lücken. Bei diesen Punkten fehlen uns belegte Angaben, deshalb haben wir sie nicht in den Text geschrieben:
- ob es im Hausruckviertel Betriebe mit Österreichischem Umweltzeichen, EU Ecolabel, Green Globe, TourCert oder Green Key gibt und welche
- wie die Busanbindung von Grieskirchen und Haag am Hausruck in den Hausruckwald und zum Kohlebahnhof Scheiben aussieht
- ob für den Hausruckwald ein formaler Schutzstatus gilt und für welche Teilflächen
- wie hoch der Energieverbrauch der Therme Bad Schallerbach ist und welche Energiequellen sie nutzt
- ob die Vitalwelt-Gästekarte Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln enthält
Wenn du eine dieser Fragen vor Ort klären konntest, schreib uns. Wir ergänzen sie mit Quelle und Datum.
Häufige Fragen zum Hausruckviertel
Kann ich das Hausruckviertel ohne Auto bereisen?
Ja, wenn du in Bad Schallerbach, Vöcklabruck oder Attnang-Puchheim bleibst. Diese Orte haben Bahnanschluss, in die Wälder und zum Kohlebahnhof Scheiben kommst du am besten mit dem Rad. Prüfe Bus und Anschlüsse vorab in der ÖBB- und OÖVV-Auskunft, denn für Grieskirchen und Haag am Hausruck haben wir keine feste Verbindung belegt.
Wie anspruchsvoll sind die Radtouren?
Das Gelände ist hügelig. Das Netz der Vitalwelt hat laut Angebot Touren zwischen 22 und 86 Kilometern, die Hausruckwald Nord Runde ist mit 36 Kilometern und rund 600 Metern Anstieg als schwer eingestuft. Mit Kindern wählst du kürzere Teilstücke oder ein E-Bike, einen Verleih findest du über die Vitalwelt.
Wann hat der Kohlebahnhof Scheiben geöffnet?
Laut Betreiberangabe von 1. Mai bis 26. Oktober, an Wochenenden und Feiertagen von 12 bis 17 Uhr. Von Montag bis Freitag ist er nur für Gruppen nach vorheriger Anmeldung geöffnet. Prüfe die Zeiten und den Betrieb vor dem Besuch, denn sie können sich von Saison zu Saison ändern.
Ist der Stausee Leithen zum Baden geeignet?
Das Land Oberösterreich nennt ihn als Badegewässer und hat 2024 niedrige Keimwerte gemessen. Es weist aber darauf hin, dass die Wasserqualität bei Hochwasser und starker Erwärmung gelegentlich beeinträchtigt sein kann. Sieh vor dem Besuch in die aktuellen Badegewässerberichte des Landes.
Ist die Therme Bad Schallerbach nachhaltig?
Das können wir nicht belegen. Wir haben weder Angaben zum Energieverbrauch noch ein Umweltzertifikat des Hauses gefunden. Belegt ist, dass der Betreiber zu 100 Prozent dem Land Oberösterreich gehört. Eine Therme dieser Größe braucht viel Energie, frag beim Betreiber nach aktuellen Angaben zu Energiequellen und Wasser.
Steht der Hausruckwald unter Naturschutz?
Wir konnten für das Waldgebiet als Ganzes keinen formalen Schutzgebietsstatus belegen. Das Land Oberösterreich beschreibt ihn als großen, zusammenhängenden und überwiegend aus Fichten bestehenden Wald, der bewirtschaftet wird. Ob einzelne Teilflächen geschützt sind, siehst du im digitalen Raum-Informations-System des Landes (DORIS).
Was bringt die Vitalwelt-Gästekarte?
Sie ist laut Urlaubsregion für die Dauer des Aufenthalts gratis und bringt Vorteile bei geführten Radausfahrten, Wellness, Naturaktivitäten und Kulturprogrammen. Zu kostenlosen Fahrten mit Bus oder Bahn haben wir keine Angabe gefunden. Lies die aktuelle Leistungsliste, bevor du dich darauf verlässt.
Fazit: ein Wochenende ohne Auto im Hausruckviertel
Das Hausruckviertel ist kein Ziel für Superlative, sondern für ruhiges Reisen in Etappen: Bahn bis Bad Schallerbach, Rad durch das Hügelland, Geschichte am Kohlebahnhof und ein Bad im Stausee. Nachhaltigkeits-Nachweise für Betriebe fehlen in unserer Recherche noch, dafür ist die Anreise mit der Bahn gut machbar und der Wald erlebbar. Wenn du zu den Lücken mehr weißt, etwa zu zertifizierten Betrieben oder zu Busverbindungen, melde dich bei uns.
Unser Vorschlag für ein Wochenende ohne Auto: Freitag mit dem Zug nach Bad Schallerbach, Leihrad abholen, Abend im Botanica-Park. Samstag mit Kindern eine Teiletappe Richtung Geboltskirchen radeln, die Draisine am Kohlebahnhof Scheiben nehmen (nur an Wochenenden und Feiertagen) und im Stausee Leithen baden, wenn die Werte passen. Sonntag Therme oder, wenn du die Eisenbahn magst, mit dem Zug nach Timelkam und weiter zur Museumsbahn nach Ampflwang. Abends zurück zum Bahnhof, plane Anschlüsse vorab.
Offizielle Infos: Tourismusverband Vitalwelt und Oberösterreich Tourismus (Gebiet, Gästekarte, Touren) · Land Oberösterreich (Naturschutz, Badegewässer, DORIS) · oebb.at und Oberösterreichischer Verkehrsverbund (Fahrpläne) · umweltzeichen.at (zertifizierte Betriebe)
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Quellen: Verzeichnis der Tourismusverbände und Gemeinden 2025, Oberösterreich Tourismus | oberoesterreich.at (Hausruckwald Nord Runde, Kohlebahnhof Scheiben, Genussradeln in der Vitalwelt) | Land Oberösterreich (Hausruck und Kobernaußerwald, Trattnachspeicher Leithen, Badegewässer) | Austria-Forum, Eurotherme Bad Schallerbach | Wikipedia (Ampflwanger Bahn, Westbahn, Bahnstrecke Wels–Passau) | Wikivoyage (Bad Schallerbach) | bahn.de (Vitalwelt-Gästekarte); Stand der Recherche: 5. Oktober 2026
