Thermenland Steiermark: Thermen, Murauen und Vulkanland nachhaltig erleben
Sechs Thermen, Weinhügel mit Burgen wie der Riegersburg und ein Auwald, der zum UNESCO-Biosphärenpark gehört: Das Thermenland Steiermark im Südosten des Landes ist mehr als ein Badeurlaub. Hier erfährst du, welche Therme zu dir passt, was an der Nachhaltigkeit wirklich belegt ist und wie du ohne Auto anreist.
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Die Region: Thermen- & Vulkanland im Südosten
„Thermenland Steiermark“ ist der bekannte Name, offiziell heißt die Region Thermen- & Vulkanland Steiermark. Der Tourismusverband ist am 1. Oktober 2021 aus 20 örtlichen Verbänden entstanden, darunter Bad Blumau, Bad Gleichenberg, Bad Loipersdorf, Bad Radkersburg, Bad Waltersdorf, Fürstenfeld, Feldbach und Riegersburg. Er umfasst Tourismusgemeinden in den Bezirken Hartberg-Fürstenfeld, Weiz und Südoststeiermark und nennt sich selbst die älteste Thermenregion Österreichs.
Zur Abgrenzung: Graz mit seiner Altstadt findest du unter Graz und Umgebung. Der Stubenbergsee, Schloss Herberstein und Pöllau gehören zur Oststeiermark, die Weinstraßen rund um Leibnitz und Gamlitz zur Süd- und West-Steiermark. Viele Reiseportale werfen das zusammen, wir trennen es bewusst.

Beste Reisezeit im Thermenland Steiermark
Der Tourismusverband versteht sich als Ganzjahresdestination, denn die Thermen sind das ganze Jahr geöffnet. Welche Jahreszeit sich lohnt, hängt davon ab, was du außer dem Baden vorhast.
Frühling (April bis Mai): Die Radsaison beginnt, und die Murauen erwachen. Für Radtouren am Murradweg und Vogelbeobachtung ist das aus unserer Sicht eine angenehme Zeit.
Sommer (Juni bis August): Rad- und Wanderwege liegen im Hügelland oft ohne Schatten, plane die Touren daher früh am Tag. Am Nachmittag sind die Freibecken der Thermen gefragt, an Wochenenden auch voll.
Herbst (September bis November): Aus unserer Sicht die beste Zeit für Genießer. Im Herbst ist Kürbisernte, danach gibt es frisch gepresstes Steirisches Kürbiskernöl. Buschenschänken haben nur zu bestimmten Zeiten offen, prüfe die Öffnungstage vor deinem Besuch.
Winter (Dezember bis März): Thermenzeit im engeren Sinn. Unter der Woche ist es in den Bädern deutlich ruhiger als an Wochenenden und in den Ferien. Der Tourismusverband weist darauf hin, dass die Kapazitäten begrenzt sind, reserviere Eintritt und Hotel daher früh.
Die sechs Thermen im Überblick
Der Tourismusverband zählt sechs Thermenstandorte. Wir beschreiben sie nach den Angaben des Verbands und der Betreiber, eine eigene Bewertung der Bäder vor Ort gibt es auf dieser Seite nicht. Die Reihenfolge ist keine Rangliste.
Rogner Bad Blumau
Die Anlage in Bad Blumau ist nach Ideen von Friedensreich Hundertwasser gestaltet und wegen ihrer Architektur weit über die Region hinaus bekannt. Das Wasser stammt aus der Vulkania®-Heilquelle, die der Tourismusverband als salzhaltig und mineralreich beschreibt. Eine Besonderheit ist das Österreichische Umweltzeichen, dazu mehr im Abschnitt zur Nachhaltigkeit.
Bad Waltersdorf: Heiltherme und H₂O Kindertherme
Bad Waltersdorf hat zwei Bäder. Das Heilthermen Resort bezeichnet sich als erstes Resort Österreichs mit zwei Thermalbädern und hat neun Saunen. Das H₂O Hotel-Therme-Resort richtet sich mit Wellenbecken und dem Wasserspielgarten HopiHo an Familien mit Kindern.
Thermenresort Loipersdorf
Das Resort in Bad Loipersdorf verbindet einen Fun Park für Familien mit einem eigenen Erwachsenenbereich und einem großen Saunadorf. Es ist damit das Bad mit dem breitesten Angebot, an Wochenenden aber auch das lebhafteste.
Therme der Ruhe in Bad Gleichenberg
Die Therme in Bad Gleichenberg hat Innen- und Außenpools in historischen Kurgärten und eine Sauna mit Panoramablick. Der Name verspricht Ruhe. Für Gäste, die es leiser mögen, ist das der naheliegende Startpunkt. Bad Gleichenberg ist außerdem Ausgangspunkt für Wanderungen ins Vulkanland.
Parktherme Bad Radkersburg
Die Parktherme in der südlichsten Stadt Österreichs hat mineralhaltige Thermalwässer, sechs Saunen und einen 50-Meter-Außenpool. Der Vorteil dieses Standorts: Der Murradweg und die Murauen liegen direkt vor der Tür.
Zum Preis: Der reguläre Thermeneintritt in Bad Blumau lag laut Tourismusverband zuletzt bei 59 € unter der Woche und 69 € am Wochenende. Das ist Luxus-Niveau. Wer weniger ausgeben will, findet in den anderen Thermen meist günstigere Tarife, vergleiche die Preise auf den Seiten der Betreiber.

Welche Therme passt zu dir?
Eine allgemeine Rangliste geben wir nicht, dafür fehlt uns der Besuch vor Ort. Nach den Beschreibungen von Verband und Betreibern lässt sich die Auswahl aber grob so sortieren:
- Mit Kindern: das H₂O Hotel-Therme-Resort in Bad Waltersdorf mit Wellenbecken und Wasserspielgarten, oder das Thermenresort Loipersdorf mit Fun Park.
- Ruhe und Kurpark: die Therme der Ruhe in Bad Gleichenberg. Der Name ist Programm, und Wanderwege beginnen im Ort.
- Rad und Natur: die Parktherme Bad Radkersburg, weil Murradweg und Murauen direkt vor der Tür liegen.
- Architektur und Umweltzeichen: das Rogner Bad Blumau, allerdings im höchsten Preissegment der Region.
- Saunafans: das Heilthermen Resort in Bad Waltersdorf mit neun Saunen, oder das Saunadorf in Loipersdorf.
Tipps für einen ruhigeren und sparsameren Thermenbesuch
Thermen sind am Wochenende und in den Ferien am vollsten. Wenn du flexibel bist, lohnt sich der Besuch unter der Woche gleich doppelt: Es ist ruhiger, und der Eintritt ist zum Beispiel in Bad Blumau werktags günstiger als am Wochenende. Manche Häuser bieten Abendtickets zu deutlich niedrigeren Preisen, prüfe das vorab auf der Website des Betreibers.
Ein zweiter Tipp betrifft die Reisedauer. Ein Thermenurlaub mit Bahn und Bus funktioniert am besten, wenn du länger als einen Tag bleibst, denn die Anreise dauert. Wer nur einen Tag baden will und dafür mit dem Auto aus Graz oder Wien anreist, verursacht zwei Fahrten für wenige Stunden Aufenthalt. Zwei bis drei Nächte an einem Standort, mit Rad oder Wanderung dazwischen, passen besser zu dem, was diese Region ausmacht.
Auch die Wasserfrage solltest du dir stellen. Zum Wasserverbrauch der einzelnen Bäder haben wir keine vergleichbaren Zahlen gefunden. Wer hier Transparenz möchte, kann direkt beim Haus nachfragen, denn Fragen von Gästen machen das Thema sichtbar.
Wie nachhaltig sind die Thermen wirklich?
Thermen brauchen viel Energie und Wasser. Das lässt sich nicht wegdiskutieren, auch nicht mit Erdwärme. Belegt ist im Thermenland vor allem ein Betrieb, und selbst dort stammen viele Zahlen vom Betreiber selbst.
Geothermie in Bad Blumau
Die Thermalwasser-Bohrungen in Bad Blumau sind rund 3.000 Meter tief (3.046 und 3.000 Meter), das Wasser tritt mit etwa 107 °C aus und fließt mit rund 25 Litern pro Sekunde von selbst nach oben. Laut der Datenbank tiefegeothermie.de läuft die Wärmeversorgung seit dem Jahr 2000, ein Stromkraftwerk nach dem ORC-Verfahren kam 2001 dazu. Die installierte Leistung beträgt 7,6 Megawatt thermisch und 0,18 Megawatt elektrisch. Das Kohlendioxid aus dem Thermalwasser wird laut derselben Quelle an die Getränkeindustrie verkauft.
Das Rogner Bad Blumau trägt laut Umweltzeichen-Website das Österreichische Umweltzeichen seit 1997. Weitere Klimaangaben des Hauses, etwa zu eingesparten Tonnen CO₂, sind Betreiberangaben. Wir konnten sie nicht unabhängig prüfen und nennen deshalb keine Zahlen.
Was für die anderen Thermen belegt ist
Das Thermenresort Loipersdorf beschreibt auf seiner Website, dass es sein 62 °C heißes Thermalwasser nutzt und beim Bau des Wasserspielparks in Holz statt Metall und Kunststoff rund 76 % weniger CO₂-Äquivalente verursacht haben soll, berechnet vom Umweltbundesamt. Auch das ist eine Betreiberangabe, und sie betrifft einen Neubau, nicht den Gesamtbetrieb.
Für die übrigen Thermen haben wir keine belegten Angaben zu Energie oder Zertifizierung gefunden. Ehrlich gesagt heißt das nicht, dass dort nichts passiert, sondern nur, dass wir es nicht belegen können. Ein Umweltzeichen für die gesamte Destination gibt es nicht. Zertifikate ändern sich, prüfe den aktuellen Status von Betrieben auf umweltzeichen.at.
Murauen und UNESCO-Biosphärenpark Unteres Murtal
Das Schutzgebiet, das im Thermenland am meisten zählt, liegt im Süden bei Bad Radkersburg. Der UNESCO-Biosphärenpark Unteres Murtal wurde im Juni 2019 anerkannt und gilt als erster Fünf-Länder-Biosphärenpark der Welt: Österreich, Slowenien, Kroatien, Ungarn und Serbien haben Anteil. Auf österreichischer Seite schützt er die zweitgrößte Auenlandschaft des Landes.
Laut Tourismusverband leben hier über 120 Vogelarten, darunter Seeadler und Schwarzstorch, dazu rund 40 Fischarten. Ein Teil davon ist als Natura-2000-Gebiet „Steirische Grenzmur“ ausgewiesen. Es umfasst nach Angaben des Landes 2.160 Hektar und begleitet die Mur auf einer Grenzstrecke von 33,4 Kilometern, unter anderem in den Gemeinden Bad Radkersburg, Halbenrain und Mureck.

Zum Anschauen und Erleben gibt es den Murauenweg (K13), den Wasserweg, den Murturm bei Mureck als Aussichtsturm und die Schiffsmühle in Mureck. Bleib auf den markierten Wegen, denn Auwälder und Kiesbänke sind Brutplätze für Vögel wie Flussuferläufer und Uferschwalbe.
Anreise ohne Auto: Bahn, Thermenlandbus und Rad
Die Thermen sind ohne Auto erreichbar, aber nicht überall gleich gut. Die Bahn bringt dich nach Fürstenfeld und Bad Radkersburg, für die Bäder dazwischen brauchst du den Thermenlandbus, Rad oder ein Taxi. Plane die letzte Meile vor der Buchung.
Mit der Bahn
Laut Tourismusverband gibt es täglich direkte Verbindungen aus Graz und Wien nach Bad Radkersburg, Bad Waltersdorf, Bad Blumau und Fürstenfeld. Bahnhöfe der Region sind unter anderem Bad Radkersburg, Mureck und Fürstenfeld. Auf der Strecke Graz–Bad Radkersburg (ÖBB-Linie 502, Fahrplan ab 14. Dezember 2025) dauert die Fahrt etwa 95 bis 105 Minuten, die Züge fahren von früh am Morgen bis spät am Abend, einzelne Fahrten nur saisonal.
Thermenlandbus ab Wien
Der Thermenlandbus der Postbus AG fährt ab Wien Hauptbahnhof über die H₂O Kindertherme, die Heiltherme Bad Waltersdorf und das Rogner Bad Blumau nach Fürstenfeld und weiter zum Thermenresort Loipersdorf. An Wochenenden fährt er zusätzlich nach Bad Gleichenberg und Bad Radkersburg. Werktags gibt es zwei Abfahrten pro Tag, an Wochenenden und Feiertagen eine. Eine einfache Fahrt kostet 20 €, ermäßigt 10 €, die Tageskarte 35 €. Tickets kaufst du beim Fahrer, am Automaten im Bahnhof Fürstenfeld, im Tourismusbüro oder online.
Private Shuttles wie das von Genser Reisen sind eine teurere Alternative: Laut Tourismusverband kostet Wien–Bad Waltersdorf oder Bad Gleichenberg 61 € pro Person, Wien–Bad Radkersburg 80 €.
Radfahren am Murradweg
Der Murradweg R2 ist mit 457 Kilometern durch Österreich, Slowenien und Kroatien der längste Radweg der Region, davon liegen 365 Kilometer in der Steiermark. Er beginnt an der Murquelle im Lungau und endet im österreichischen Abschnitt in Bad Radkersburg. Im Thermenland sind das die Etappe 07 von Leibnitz nach Bad Radkersburg und die Etappe 08 von Bad Radkersburg nach Legrad in Kroatien. Der letzte Abschnitt führt durch den Biosphärenpark. Wer mit dem Zug anreist, nimmt das Rad bequem bis Bad Radkersburg mit, sofern der Zug Radmitnahme erlaubt, was du in der ÖBB-Auskunft prüfst.
Gästekarten: Ermäßigung statt Gratis-Öffis
Eine Gästekarte mit freier Fahrt in Bus und Bahn wie in manchen Tiroler oder Vorarlberger Regionen gibt es im Thermenland nicht. Der Tourismusverband nennt stattdessen drei Karten, die vor allem Rabatte bringen:
- Die Gästekarte Bad Blumau bekommst du kostenlos über deine Unterkunft. Sie senkt den Thermeneintritt auf 42,10 € unter der Woche und 51,70 € am Wochenende (regulär 59 € und 69 €), das Abendticket kostet 29,80 € statt 46,90 €. Dazu kommt ein Taxipreis von 2,50 € pro Fahrt am Abend.
- Der Gästebonus der 2-Thermenregion gilt bei Übernachtung in Bad Waltersdorf, Sebersdorf und Bad Blumau und bringt ermäßigten Eintritt in die dortigen Thermen und bei Ausflugszielen.
- Die entdecker.card gibt es ab der ersten Nacht kostenlos in Bad Radkersburg, Halbenrain, Klöch, Mureck und Tieschen. Sie bringt Ermäßigungen bei Ausflugszielen, Thermen, Hofläden, Gasthäusern, Stadtführungen und E-Bike-Verleih.
Die steiermarkweite GenussCard gilt laut Kartenanbieter unter anderem im Thermen- & Vulkanland, in der Oststeiermark, in der Südsteiermark und in der Region Graz. Welche Leistungen sie enthält, prüfe vor der Buchung auf genusscard.at. Keine der genannten Karten enthält laut Tourismusverband Bus oder Bahn. Seilbahnen sind in dieser Hügelregion ohnehin kein Thema.
Wandern im Vulkanland

Seit 2025 gilt die gesamte Region als zertifizierte Wanderregion im Netzwerk „Österreichs Wanderdörfer“. Drei Gemeinden sind Wanderdörfer: Bad Loipersdorf mit dem Wein-Erlebnis-Weg, Unterlamm mit dem Erlebnisweg der Sinne und Riegersburg mit dem Genussweg Zotter-Schleife. Fünf Betriebe in diesen drei Orten sind laut Bericht als Wanderbetriebe zertifiziert.
Für längere Strecken bietet sich der Weitwanderweg „Vom Gletscher zum Wein“ an. Die Nordroute führt in Etappe 34 von Bad Gleichenberg nach Klöch und in Etappe 35 von Klöch nach Bad Radkersburg. Rund um Klöch gibt es außerdem den Traminerweg.
Ein ehrlicher Hinweis: Viele Startpunkte liegen abseits der Bahn. Wer ohne Auto wandert, plant am besten Strecken von Ort zu Ort und wohnt direkt am Weg.
Kulinarik: Kürbiskernöl, Vulkanland-Wein und Buschenschank
Das Steirische Kürbiskernöl g.g.A. ist EU-weit als geografische Angabe geschützt, das Thermenland liegt im Anbaugebiet. Es passt zu Käferbohnensalat, Backhendl und Kürbiskernwurst und ist beim Hersteller direkt am besten. Wer Schokolade mag, findet in Riegersburg die Manufaktur von Zotter, an der auch der Genussweg vorbeiführt.
Die Weißweine der Region reifen auf den Hügeln rund um Klöch, Bad Gleichenberg und Kapfenstein. Der klassische Ort dafür ist die Buschenschank. Ihre Geschichte reicht bis 1784 zurück, als Kaiser Joseph II. den Winzern erlaubte, ihre eigenen Erzeugnisse auszuschenken. Angeboten wird bis heute vor allem, was der Betrieb selbst erzeugt: Brettljause, Wein, Most und Säfte. Achte auf das dunkelrote Schild der „Ausgezeichneten Buschenschank“ und auf die Öffnungstage, denn viele Betriebe sperren nur an wenigen Tagen pro Woche auf.

Burgen, Schlösser und Kultur
Die Region ist reich an Burgen und Schlössern. Die Riegersburg und das Schloss Kapfenstein stehen auf Hügeln vulkanischen Ursprungs und sind schon von Weitem zu sehen. Bad Radkersburg ist eine historische Grenzstadt direkt an der Mur, die Altstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden. Bad Gleichenberg wurde als Kurort bekannt, seine Kurparkanlagen prägen bis heute das Ortsbild.
Für den Besuch der Riegersburg gilt: Öffnungszeiten und Preise ändern sich, prüfe sie auf der Website der Burg. Die Anreise ohne Auto ist hier schwieriger als bei den Thermen, frag bei deiner Unterkunft nach Abholung oder Radverleih.
Nachhaltig übernachten
Vorweg das Ehrliche: Das Thermenland ist keine zertifizierte Umweltzeichen-Destination. Auf Betriebsebene ist im Rahmen unserer Recherche nur das Rogner Bad Blumau mit dem Österreichischen Umweltzeichen belegt, und zwar seit 1997. Weitere zertifizierte Betriebe haben wir nicht gefunden, das kann an unserer Recherche liegen. Einen aktuellen Überblick liefert die Suche auf umweltzeichen.at.
Auf Regionsebene belegt ist die Zertifizierung als Wanderregion mit fünf zertifizierten Betrieben in Bad Loipersdorf, Unterlamm und Riegersburg. Wenn du mit kleinerem Budget reist, lohnt sich ein Blick auf Privatzimmer und Bio-Bauernhöfe abseits der großen Thermenhotels.
Häufige Fragen zum Thermenland Steiermark
Wie viele Thermen gibt es im Thermenland Steiermark?
Der Tourismusverband zählt sechs Thermenstandorte: Rogner Bad Blumau, Heilthermen Resort und H₂O Hotel-Therme-Resort in Bad Waltersdorf, Thermenresort Loipersdorf, Therme der Ruhe in Bad Gleichenberg und Parktherme Bad Radkersburg.
Kann ich das Thermenland ohne Auto besuchen?
Ja, mit Planung. Nach Fürstenfeld und Bad Radkersburg fährst du mit der Bahn, ab Wien Hauptbahnhof fährt der Thermenlandbus zu mehreren Thermen (werktags zwei Abfahrten, an Wochenenden eine). Für die Wege vor Ort brauchst du Rad, Taxi oder Abholung durch die Unterkunft.
Was kostet der Thermenlandbus?
Eine einfache Fahrt kostet 20 €, ermäßigt 10 €, die Tageskarte 35 € (ermäßigt 18 €). Der Bus wird von der Postbus AG betrieben und fährt ganzjährig.
Gibt es eine Gästekarte mit kostenlosen Öffis oder Thermeneintritt?
Nein. Die Karten der Region (Gästekarte Bad Blumau, Gästebonus, entdecker.card) bringen Ermäßigungen, keinen freien Eintritt und keine freie Fahrt. Die entdecker.card bekommst du ab der ersten Nacht kostenlos in fünf Orten rund um Bad Radkersburg.
Ist das Thermenland eine zertifizierte nachhaltige Destination?
Nein, die Region trägt kein Umweltzeichen als Destination. Belegt ist das Österreichische Umweltzeichen für das Rogner Bad Blumau seit 1997. Die Region ist außerdem eine zertifizierte Wanderregion.
Was ist der Biosphärenpark Unteres Murtal?
Ein UNESCO-Biosphärenpark, seit Juni 2019 anerkannt und gemeinsam mit Slowenien, Kroatien, Ungarn und Serbien der erste Fünf-Länder-Biosphärenpark. Er schützt die zweitgrößte Auenlandschaft Österreichs an der Mur.
Wie lange dauert die Bahnfahrt von Graz nach Bad Radkersburg?
Auf der ÖBB-Linie 502 rund 95 bis 105 Minuten, je nach Verbindung. Der Fahrplan gilt ab 14. Dezember 2025, einzelne Fahrten verkehren nur saisonal, prüfe deine Verbindung in der ÖBB-Auskunft.
Fazit: Entspannung mit Anreise-Hausaufgaben
Das Thermenland punktet mit warmem Wasser, Weinhügeln und einer echten Naturperle im Süden. Nachhaltig reisen geht hier, ist aber nicht selbstverständlich: Die Region hat keine Destinations-Zertifizierung, die Betreiber-Angaben zur Energie sind meist nicht unabhängig geprüft, und die letzte Meile ohne Auto braucht Planung. Wer das weiß, bekommt ein ruhiges Ziel, das weniger überlaufen ist als die Alpen-Hotspots.
Vorschlag für ein Wochenende ohne Auto: Freitag mit dem Thermenlandbus ab Wien Hauptbahnhof zu einer der Thermen zwischen Bad Waltersdorf und Loipersdorf, Abendticket und Übernachtung dort. Samstag ausgiebig baden, am Nachmittag ein Spaziergang zur nächsten Buschenschank. Wenn du lieber aktiv bist, fährst du stattdessen am Wochenende mit dem Bus oder der Bahn nach Bad Radkersburg, radelst am Murradweg durch die Murauen und schließt mit einem Besuch der Parktherme ab. Sonntag Rückreise mit Bus oder Bahn.
Offizielle Infos: steiermark.com/thermen-vulkanland (Tourismusverband) · thermen-vulkanland.at · umweltzeichen.at (zertifizierte Betriebe) · oebb.at und postbus.at (Fahrpläne, Thermenlandbus) · genusscard.at
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Quellen: Tourismusverband Thermen- & Vulkanland, steiermark.com (Tourismusverband, Thermen, Gästekarten, Anreise, Thermenlandbus, Biosphärenpark, Murradweg) | meinbezirk.at (Fusion 2021, Wanderregion 2025) | umweltzeichen.at (Rogner Bad Blumau) | blumau.com (Nachhaltigkeit) | tiefegeothermie.de (Bad Blumau) | genusszeit.at (Therme Loipersdorf) | Land Steiermark, verwaltung.steiermark.at (Natura 2000 Steirische Grenzmur) | ÖBB Fahrplan 502 | genusscard.at | wanderdoerfer.at
