Nationalpark Hohe Tauern in Kärnten: nachhaltig reisen im Kärntner Teil des Schutzgebiets
Der Zug hält in Mallnitz, der Rucksack sitzt, das Auto steht zu Hause: So beginnt der Nationalpark Hohe Tauern in Kärnten. Der Kärntner Anteil umfasst laut Nationalparkverwaltung 440 Quadratkilometer. Dieser Ratgeber zeigt dir, wie du nachhaltig anreist, welche Regeln im Schutzgebiet gelten und wo wir ehrlich sagen, was wir nicht belegen konnten.
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Der Kärntner Nationalpark auf einen Blick
Der Nationalpark Hohe Tauern erstreckt sich über drei Bundesländer und ist insgesamt 1.856 Quadratkilometer groß. Laut hohetauern.at entfallen davon 440 Quadratkilometer auf Kärnten, 805 auf Salzburg und 611 auf Tirol. Diese Seite behandelt nur den Kärntner Anteil. Den Salzburger Teil findest du im Beitrag zum Nationalpark Hohe Tauern in Salzburg, den Tiroler Teil bei Osttirol.
Zur Geschichte nennt hohetauern.at zwei Daten: 1971 trafen die Landeshauptleute der drei Länder in Heiligenblut eine Vereinbarung, 1981 folgte das Kärntner Nationalparkgesetz. Kärnten war damit das erste der drei Länder, Salzburg zog 1984 nach, Tirol 1992. Das Gründungsjahr des gesamten Nationalparks nennt die Seite nicht, deshalb vermeiden wir eine einzelne Jahreszahl.
Orte und Einstiege
Die beiden bekanntesten Einstiege sind Mallnitz im Süden der Ankogelgruppe und Heiligenblut am Fuß des Großglockners. Dazwischen liegt das Mölltal. Zur Tourismusregion „Hohe Tauern – die Nationalpark-Region“ zählen laut Visit Carinthia unter anderem Heiligenblut, Großkirchheim, Winklern, Mörtschach, Rangersdorf, Flattach, Obervellach, Lurnfeld, Mallnitz und Stall sowie Gemeinden im Drautal wie Greifenburg, Berg im Drautal und Oberdrauburg. Das ist die Gebietsliste des Tourismusverbands. Sie deckt sich nicht automatisch mit der Grenze des Schutzgebiets, denn nicht jede dieser Gemeinden liegt im Nationalpark.
Abgrenzung zu den Nachbarseiten
Das Maltatal erreichst du ebenfalls aus dem Nationalpark, wir beschreiben es bei Lieser – Maltatal. Die Nockberge sind ein eigenes Schutzgebiet, nämlich ein Biosphärenpark, und stehen im Beitrag Naturregion Nockberge nachhaltig erleben. Einen Überblick über alle Regionen bietet die Kärnten-Übersicht.
Für wen der Kärntner Nationalpark passt
Der Nationalpark passt, wenn du Natur zu Fuß erleben willst und bereit bist, vorab zu planen. Das Angebot dreht sich um Wege, Ranger-Programme und Besucherzentren, nicht um Rummel. Für Familien gibt es Programme für Kinder, für Reisende ohne Auto eine überraschend ausgebaute Busanbindung im Mölltal. Weniger passend ist die Region, wenn du ein dichtes Freizeit- und Wellnessprogramm erwartest. Was Unterkünfte kosten, nennen wir bewusst nicht, solche Preise ändern sich zu schnell.
Beste Reisezeit für den Nationalpark in Kärnten
Der Nationalpark ist laut hohetauern.at ganzjährig und rund um die Uhr zugänglich, der Zugang kostet nichts und hängt vom Wetter und den Schneeverhältnissen ab. Belastbare Besucherzahlen oder Daten zum Andrang pro Monat haben wir nicht gefunden. Die folgenden Hinweise stützen sich deshalb auf belegte Programme und Betriebszeiten.
Frühling: Für diese Jahreszeit fanden wir keine eigenen Programmangaben. Die Großglockner Hochalpenstraße öffnet laut wanderdoerfer.at Anfang Mai, in höheren Lagen kann länger Schnee liegen. Frag vor Touren bei der Nationalpark-Region nach dem Wegezustand.
Sommer: Die Ranger-Programme laufen laut Nationalpark-Region mit Themen wie Gewässer, Tierwelt der Hochalpen und Hochgebirgslandschaft. Der Young Researchers‘ Club für Kinder startet laut Seite ab Mitte Juli und Mitte August. Das ist die Hauptzeit für Wanderungen. Wie voll es auf einzelnen Wegen wird, ist nicht belegt.
Herbst: Die Hochalpenstraße ist laut wanderdoerfer.at bis Anfang November geöffnet, die Öffnungszeiten verkürzen sich dann auf 6.00 bis 19.30 Uhr. Prüfe die aktuellen Zeiten beim Betreiber, bevor du planst.
Winter: Die Nationalpark-Region nennt geführte Schneeschuhwanderungen in Mallnitz und eine Tour zu den Steinböcken in Heiligenblut. Die Hochalpenstraße ist im Winter geschlossen. In ausgewiesenen Winterruhezonen ist Tourenskilauf von 1. Dezember bis 30. April verboten, mehr dazu im Abschnitt zu den Regeln. Skigebiete am Rand der Region haben wir nicht geprüft und bewerten sie hier nicht.
Naturschutz: Zonen, Zahlen und Regeln
Kernzone und Außenzone in Zahlen
Der Kärntner Anteil von 440 Quadratkilometern teilt sich laut hohetauern.at in 327 Quadratkilometer Kernzone und 113 Quadratkilometer Außenzone. Rund drei Viertel des Kärntner Teils sind also Kernzone, in der die Natur möglichst ungestört bleiben soll. In der Außenzone liegen die bewirtschafteten Almen und Kulturlandschaften. Zum Vergleich: Im gesamten Nationalpark sind es 1.213 Quadratkilometer Kernzone und 643 Quadratkilometer Außenzone.
Was die Kernzone für deine Planung bedeutet
Weil Fahrzeuge in der Kernzone verboten sind, beginnt jede Tour an einem Ausgangspunkt am Rand und führt zu Fuß weiter. Das ist kein Nachteil für dich, sondern der Grund, warum du den Nationalpark gut ohne Auto erleben kannst: Der Bus bringt dich zum Talschluss, den Rest gehst du selbst. Plane deshalb Gehzeiten großzügig und leg Pausen ein. Wer mit Kindern unterwegs ist, wählt kürzere Abschnitte nahe der Ausgangspunkte. Welche Wege sich für Kinderwagen eignen, haben wir nicht geprüft.
Regeln im Schutzgebiet
Die Kärntner Nationalparkverordnung regelt vor allem die Kernzone. Wir geben wieder, was im Text steht, und zitieren die Paragrafen. Verbindlich ist immer die Fassung im Rechtsinformationssystem des Bundes.
- Eingriffe: Jeder Eingriff in die Natur und in den Naturhaushalt ist in der Kernzone verboten (§ 6 Abs. 1).
- Fahrzeuge: Die Verwendung von Fahrzeugen ist in der Kernzone untersagt (§ 6 Abs. 2).
- Hunde: Hunde dürfen in der Kernzone nicht frei laufen. Die Nationalparkseite hohetauern.at verlangt zusätzlich, dass Hunde auf den markierten Wegen bleiben und an der Leine geführt werden.
- Drohnen und Luftfahrzeuge: Die Nutzung von Luftfahrzeugen unter 5.000 Metern Seehöhe für touristische oder sportliche Zwecke ist verboten, ebenso Modellflug, Drachenfliegen und Paragleiten (§ 6 Abs. 2).
- Tourenskilauf: In als Winterruhezone festgelegten Bereichen ist Tourenskilauf von 1. Dezember bis 30. April verboten (§ 6 Abs. 3).
- Außenzone: Untersagt sind unter anderem Schlepplifte, Seilbahnen zur Personenbeförderung, Schitrassen und Werbeanlagen, vorbehaltlich der Ausnahmen in § 11.
Offen bleibt, was im geprüften Text nicht stand: Wegegebot, Nächtigen im Freien, Feuer und das Sammeln von Pflanzen und Pilzen. Auch die Ausnahmen in § 6 Abs. 4 haben wir nicht gelesen. Frag dazu bei der Nationalparkverwaltung nach, bevor du abseits der Wege unterwegs bist. Allgemein gilt in den Bergen: Halte Abstand zu Weidetieren, besonders zu Mutterkühen mit Kälbern.
Pasterze und Gletscherrückgang
Die Pasterze am Großglockner gilt als Österreichs größter Gletscher. Wie schnell sie schwindet, misst der Gletschermessdienst des Alpenvereins. Für das Messjahr 2022/23 meldete 5min.at im April 2024 einen Längenrückgang von 203,5 Metern, den größten Wert seit Messbeginn. Aktuellere Zahlen haben wir nicht geprüft. Der Rückgang ist ein Grund, warum der Gletscherbesuch ein Abschied auf Zeit ist, aber keine Rechtfertigung für lange Autofahrten dorthin.
Anreise ohne Auto in den Kärntner Nationalpark
Die Anreise ohne Auto klappt in den Nationalpark Kärnten besser, als viele denken, solange du die letzte Meile vorab klärst. Alle Angaben dieses Abschnitts stammen von der Nationalpark-Region und gelten zum Abruf am 8. Oktober 2026. Fahrpläne drucken wir bewusst nicht ab, die aktuelle Verbindung findest du bei der ÖBB.
Mit der Bahn
Der Bahnhof Mallnitz ist laut Nationalpark-Region barrierefrei und wird stündlich von nationalen und internationalen Zügen bedient. Im Drautal halten die Railjets in Oberdrauburg und Greifenburg-Weissensee, die S-Bahn S6 fährt stündlich. Zusätzlich nennt die Seite einen saisonalen ÖBB-Tauernsprinter zwischen Villach und Mallnitz. Die Zeiträume stehen dort für 2026, prüfe sie vor der Buchung.
Bus und Shuttle im Mölltal
Linienbusse verbinden Spittal an der Drau mit Heiligenblut, Mallnitz mit Obervellach und Möllbrücke mit Oberdrauburg. Im Oberen Mölltal und im Oberen Drautal fährt außerdem der Postbus-Shuttle. Er hat keinen festen Fahrplan, du buchst ihn per App oder Telefon. Das heißt: Plane Wartezeit ein, und buche für den Rückweg frühzeitig. Im Sommer fährt laut Seite ein Wanderbus vom Mölltaler Gletscher zum Ankogel. Taxi- und Mietwagenbetriebe gibt es unter anderem in Heiligenblut, Mallnitz und Obervellach.
Rad, Wandertaxi und die letzte Meile
Räder kannst du im kärntenweiten Papin-Sport-System mieten, laut Seite gibt es rund 50 Stationen und die Rückgabe ist landesweit möglich. Heiligenblut nennt zusätzlich das Fleißner WanderTaxi, das zu Ausflugszielen und Wanderungen fährt. Preise stehen auf beiden Seiten nicht, frag vor der Fahrt nach den Kosten.
Wichtig für 2027: Sperre am Tauerntunnel
Laut Nationalpark-Region ist der ÖBB-Tauerntunnel vom 8. Februar bis 9. Juli 2027 gesperrt, im selben Zeitraum ist auch die Tauernschleuse (Autoverladung Böckstein–Mallnitz) geschlossen. Die Seite nennt als Alternativen die A10 Tauernautobahn und die Felbertauernstraße. Wie sich die Sperre auf Bahnreisen auswirkt und ob es Ersatzverkehr gibt, beschreibt sie nicht. Das solltest du vor jeder Buchung für diesen Zeitraum bei der ÖBB klären. Die Datumsangabe der Seite ist in der Kurzschreibweise mehrdeutig, wir haben sie als 8. Februar bis 9. Juli gelesen.
Gästekarte und Bergbahnen: was belegt ist
Hier lohnt der genaue Blick. Die Nationalpark SommerCard, die oft mit dem Nationalpark verbunden wird, ist eine Karte aus dem Salzburger Raum. Auf der geprüften Seite stehen Salzburger Bahnen, Salzburger Eintritte und ein Mobilitätsticket für das SalzburgerLand, Kärnten wird nicht genannt. Für den Kärntner Teil gilt sie nach diesem Stand nicht, bestätigt hat uns das niemand. Frag bei der Nationalpark-Region nach, wenn dir das wichtig ist.
Für die Kärntner Nationalpark-Region fanden wir keine Leistungsliste einer Gästekarte. Die Seite zur Anreise verlinkt eine „Digitale Gästekarte“, nennt aber keine Leistungen. Wir behaupten deshalb nicht, dass Bus, Bahnen oder Eintritte mit einer Karte frei sind. Prüfe drei Punkte vor der Buchung: Gibt dir die Unterkunft eine Gästekarte? Was genau schließt sie ein, ein Bus, eine Bahn oder nur eine Ermäßigung? Gilt „gratis“ einmal täglich oder einmal pro Aufenthalt? Notiere dir die Antworten, sie sind dein Beleg vor Ort.
Aktivitäten: Ranger, Besucherzentren und Wandern
Ranger-Programme
Die Nationalpark-Region bietet geführte Programme an. Im Sommer sind das eine Wildbeobachtung in Mallnitz und eine Kräuterwanderung in Heiligenblut, im Winter Schneeschuhwanderungen in Mallnitz und eine Tour zu den Steinböcken in Heiligenblut. Gute körperliche Verfassung ist laut Seite Voraussetzung, dazu kommen festes Schuhwerk, warme Kleidung und ein Rucksack. Du meldest dich bis 16.00 Uhr am Vortag an, buchbar über hohetauern.at. Ein persönlicher Ranger ist auf Anfrage buchbar.
Preise nennt die Seite nicht, es gibt aber einen Kinderpreis und Vorteile für Gäste von Nationalpark-Partnerbetrieben. Welche das sind, steht dort nicht. Eine Sichtung von Steinböcken kann dir niemand versprechen, wir tun es auch nicht. Die Infohotline der Nationalpark-Region erreichst du unter +43 4824 2700.
Familien und Besucherzentren
Für Kinder gibt es den Young Researchers‘ Club, laut Seite montags und mittwochs im Sommer, wahlweise in Mallnitz oder im oberen Mölltal. Das ideale Alter liegt bei 7 bis 10 Jahren, Start ist um 9.00 Uhr, die Dauer beträgt etwa vier Stunden. In Mallnitz gibt es das BIOS Nationalpark-Zentrum, in dem laut Ranger-Seite im August auch Vorträge stattfinden. Auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe auf 2.369 Metern liegt laut wanderdoerfer.at ein weiteres Besucherzentrum mit Glockner-Kino und wechselnden Ausstellungen. Öffnungszeiten nennen die Seiten nicht, frag vorab nach.
Wandern und Touren
Wanderwege beginnen laut hohetauern.at in mehreren Tälern, darunter Mölltal und Malta. An den Ausgangspunkten gibt es in der Regel Besucherparkplätze mit Informationstafeln, du findest sie auch ohne Auto über die Busse im Tal. Konkrete Touren mit Gehzeiten und Höhenmetern nennen wir nicht, solange wir sie nicht aus einer Primärquelle belegen können. Die Tourenangebote der Nationalpark-Region und die Tourismusinformationen helfen dir weiter. Plane im Hochgebirge immer eine leichtere Ausweichroute ein und kläre Wetter und Wegzustand vor dem Start.
Großglockner Hochalpenstraße ehrlich eingeordnet
Die Hochalpenstraße ist 48 Kilometer lang, hat 36 Kehren und steigt laut wanderdoerfer.at bis zum Hochtor auf 2.504 Meter. Sie ist eine Mautstraße, betrieben von der Großglockner Hochalpenstraßen AG. Sie bringt viele Menschen ohne Mühe in sehr sensible Höhen, das ist die Kehrseite. Eine öffentliche Busverbindung konnten wir nicht belegen, die Seite beschreibt nur die Anreise mit dem Fahrzeug. Heiligenblut nennt Bergbahnen und das WanderTaxi als Alternativen für Ausflüge. Wenn du auf die Straße verzichtest, entlastest du Straße und Gletschervorfeld.
Nachhaltig übernachten und regional essen
Auf umweltzeichen.at haben wir die Einrichtung Nationalpark Hohe Tauern Kärnten – Besucherzentrum Mallnitz gefunden, Mallnitz 36, mit der Lizenz BE 016 im Bereich Bildungseinrichtungen. Das ist ein Umweltzeichen für eine Bildungseinrichtung, kein Beherbergungsbetrieb. Die Gültigkeit steht auf der Seite nicht. Ein Beherbergungsbetrieb mit Österreichischem Umweltzeichen, EU Ecolabel, Green Globe, TourCert oder Green Key ist uns im Mölltal nicht belegt gelungen. Das heißt nicht, dass es keinen gibt. Die aktuelle Liste findest du auf umweltzeichen.at.
Frag Gastgeber direkt: Welche Energiequelle nutzt das Haus, woher kommen die Lebensmittel, und gibt es ein anerkanntes Zertifikat? Nationalpark-Partnerbetriebe gibt es laut Nationalpark-Region, welche genau, nennt die geprüfte Seite nicht. Das Programm ist regional und kein Stufe-A-Label, wir führen es deshalb nicht als Nachweis. Wer klein und regional übernachten möchte, prüft zusätzlich Bio-Bauernhöfe und nachhaltige Campingplätze. „Regional“ ist kein geschützter Begriff. Zur Küche des Mölltals haben wir keine belegten Angaben, frag auf den Almen nach der Herkunft von Fleisch, Milch und Brot.
Ein Wochenende im Nationalpark ohne Auto
Du reist mit dem Zug nach Mallnitz und fährst das letzte Stück zur Unterkunft mit Bus oder Taxi. Am nächsten Vormittag nimmst du an einem Ranger-Programm teil, etwa der Wildbeobachtung, und besuchst danach das Nationalpark-Zentrum. Am Sonntag steigst du in den Bus Richtung Mölltal und Heiligenblut, schaust dir den Ort an und fährst mit Linienbus zurück nach Spittal und weiter mit der Bahn. Prüfe vorab Fahrplan, Programmtermine und die Sperre von 2027, Uhrzeiten nennen wir nicht.
Tipps für deine nachhaltige Planung
Diese Punkte kosten nichts und machen im Nationalpark den größten Unterschied:
- Anreise: Zug nach Mallnitz oder Spittal, danach Linienbus oder Postbus-Shuttle. Hol dir die aktuelle Verbindung bei der ÖBB und beachte die Sperre von Februar bis Juli 2027.
- Unterkunft: Frag beim Buchen nach Energiequelle, Herkunft der Lebensmittel und Zertifikaten. Ein Partnerbetrieb des Nationalparks ersetzt kein Stufe-A-Label.
- Programme: Melde dich zu Ranger-Programmen bis 16.00 Uhr am Vortag an und kläre Preise vorab.
- Regeln: Halte Hunde an der Leine, lass die Drohne zu Hause und bleib im Winter außerhalb der Winterruhezonen.
- Gästekarte: Lies die Leistungsliste und frag nach, was „gratis“ konkret bedeutet.
- Weidetiere: Geh Mutterkühen weit aus dem Weg und nimm Kinder an die Hand.
Nachbarregionen sinnvoll kombinieren
Wer mehr Zeit mitbringt, verbindet den Kärntner Nationalpark mit den Nachbarn. Mit dem Maltatal beginnt ein weiterer Einstieg, den wir bei Lieser – Maltatal beschreiben. Auf der anderen Seite des Tauernhauptkamms liegen der Salzburger Nationalparkanteil und Osttirol, beide mit eigenen Ratgebern. Plane Übergänge zwischen den Bundesländern nur mit geprüften Verbindungen. Ob und wie du von Heiligenblut direkt nach Salzburg oder Osttirol kommst, haben wir nicht geprüft.
Was wir nicht belegen konnten
Auf dieser Seite steht nur, was wir aus Quellen belegen können. Folgendes ist offen, und wir lassen es lieber offen, als zu erfinden:
- Eine Gästekarte mit Leistungsliste für den Kärntner Teil und die Gültigkeit der SommerCard in Kärnten.
- Wegegebot, Nächtigen, Feuer und Sammeln im Schutzgebiet sowie die Ausnahmen der Verordnung.
- Auswirkung der Tauernsperre 2027 auf Bahnreisen und die Takte der Busse im Mölltal.
- Öffis zur Großglockner Hochalpenstraße, Besucherzahlen und Andrang je Monat.
- Beherbergungsbetriebe mit Stufe-A-Label, Gültigkeit des Umweltzeichens BE 016 und die Liste der Partnerbetriebe.
- Touren mit Gehzeiten, der Gletscherweg an der Pasterze und aktuelle Zahlen zum Gletscherrückgang.
Wenn du dazu belastbare Quellen hast, schreib uns. Wir ergänzen sie nach Prüfung.
Häufige Fragen zum Nationalpark Hohe Tauern in Kärnten
Kann ich den Nationalpark in Kärnten ohne Auto besuchen?
Ja. Mallnitz hat laut Nationalpark-Region einen Bahnhof mit stündlichen Zügen, Linienbusse fahren unter anderem von Spittal nach Heiligenblut. Dazu kommt der Postbus-Shuttle ohne festen Fahrplan. Plane die letzte Meile vor der Buchung und beachte die Sperre am Tauerntunnel 2027.
Wie groß ist der Kärntner Teil des Nationalparks?
Laut hohetauern.at sind es 440 Quadratkilometer, davon 327 Kernzone und 113 Außenzone. Der gesamte Nationalpark ist 1.856 Quadratkilometer groß, der Rest liegt in Salzburg und Tirol.
Darf ich Hund oder Drohne mitnehmen?
Hunde müssen laut Verordnung in der Kernzone an der Leine bleiben und dürfen nicht frei laufen, laut hohetauern.at gehören sie auch auf die markierten Wege. Touristische Drohnenflüge unter 5.000 Metern Seehöhe sind in der Kernzone verboten.
Gilt die Nationalpark SommerCard in Kärnten?
Das konnten wir nicht bestätigen. Die geprüfte Seite nennt Salzburger Leistungen, Kärnten kommt nicht vor. Frag bei der Nationalpark-Region (ferienregion@nationalpark.at) nach, bevor du mit Gratisleistungen rechnest.
Wie melde ich mich zu Ranger-Programmen an?
Du meldest dich bis 16.00 Uhr am Vortag an, buchbar über hohetauern.at. Die Infohotline erreichst du unter +43 4824 2700. Preise nennt die Seite nicht, für Kinder gibt es einen Kinderpreis.
Wann ist die beste Reisezeit?
Das hängt vom Ziel ab. Der Nationalpark ist ganzjährig zugänglich, Ranger-Programme gibt es im Sommer und im Winter. Die Hochalpenstraße ist im Winter geschlossen. Belastbare Daten zum Andrang haben wir nicht gefunden.
Gibt es zertifizierte nachhaltige Unterkünfte?
Belegt haben wir nur das Besucherzentrum Mallnitz mit Umweltzeichen-Lizenz BE 016, das ist eine Bildungseinrichtung. Eine Unterkunft mit Stufe-A-Label konnten wir im Mölltal nicht nachweisen. Auf umweltzeichen.at siehst du die aktuelle Liste.
Fazit: Nationalpark Hohe Tauern in Kärnten ohne Auto
Der Kärntner Nationalpark lässt sich gut ohne Auto erleben, wenn du Bahn, Bus und Shuttle vor der Buchung klärst. Die Regeln sind klar, soweit wir sie lesen konnten, und die Ranger-Programme bieten einen verlässlichen Einstieg. Offen bleiben Gästekarte, zertifizierte Unterkünfte und die Auswirkungen der Tauernsperre 2027. Frag dort nach, wo du buchst, und lies die Leistungsliste, bevor du planst.
Unser Vorschlag für ein Wochenende ohne Auto: Freitag mit dem Zug nach Mallnitz, Samstag Ranger-Programm und Nationalpark-Zentrum, Sonntag mit dem Bus ins Mölltal nach Heiligenblut und mit dem Linienbus zurück nach Spittal. Prüfe vorab Fahrplan und Programmtermine, die Angaben ändern sich jährlich.
Weitere Regionen: Kärnten-Übersicht | Nationalpark Hohe Tauern in Salzburg | Osttirol | Lieser – Maltatal
Quellen: Nationalpark Hohe Tauern, hohetauern.at (Fläche, Zonen, Geschichte, Hunde) | Nationalpark-Region Hohe Tauern Kärnten, nationalpark-hohetauern.at (Anreise, Ranger-Programme, Abruf 8.10.2026) | Visit Carinthia (Gemeinden der Region) | Kärntner Nationalparkverordnung, gesetzefinden.at (§ 6, § 11) | nationalpark.at (SommerCard) | umweltzeichen.at (BE 016) | wanderdoerfer.at (Großglockner Hochalpenstraße) | heiligenblut.at (Nationalpark, WanderTaxi) | 5min.at (Pasterze, Alpenverein-Messung)
