Nationalpark Hohe Tauern in Salzburg: nachhaltig reisen im Salzburger Teil des Schutzgebiets
Du stehst im Talschluss, das Wasser donnert über 380 Meter in die Tiefe, und dein Auto steht zu Hause. Der Nationalpark Hohe Tauern in Salzburg lässt sich gut ohne Auto erleben, wenn du die letzten Kilometer vorab planst. Dieser Ratgeber zeigt dir, was belegt ist und wo die Region Kompromisse macht.
Der Nationalpark auf einen Blick
Der Nationalpark Hohe Tauern erstreckt sich über drei Bundesländer und ist mit 1.856 Quadratkilometern laut Nationalparkverwaltung in zwei Zonen gegliedert: 1.213 Quadratkilometer Kernzone und 643 Quadratkilometer Außenzone. Gegründet wurde er in Kärnten 1981, in Salzburg 1984 und in Tirol 1992. Auf Salzburg entfallen laut Tourismusverband Zell am See–Kaprun rund 805 Quadratkilometer.
Diese Seite behandelt nur den Salzburger Teil. Für den Kärntner Anteil findest du eine eigene Seite zum Nationalpark Hohe Tauern in Kärnten, Osttirol hat mit der Übersicht zu Osttirol ebenfalls einen eigenen Beitrag. Einen Überblick über das ganze Bundesland findest du am Ende dieser Seite.
Die Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern umfasst laut Nationalparkregion 18 Orte im Süden des Landes Salzburg: Krimml, Wald-Königsleiten, Neukirchen am Großvenediger, Bramberg am Wildkogel, Hollersbach, Mittersill, Stuhlfelden, Uttendorf, Niedernsill, Piesendorf, Kaprun, Bruck an der Großglocknerstraße, Fusch an der Großglocknerstraße, Taxenbach, Embach, Rauris, Bad Gastein und Hüttschlag im Großarltal. Für Kaprun, Bad Gastein und Hüttschlag gibt es eigene Ratgeber bei uns: Zell am See–Kaprun, das Gasteinertal und das Großarltal. Dort findest du Bahnen, Thermen und Almen im Detail, hier konzentrieren wir uns auf den Nationalpark selbst.
Beste Reisezeit im Salzburger Nationalpark
Die Nationalpark SommerCard gibt es laut Nationalparkregion von Mai bis Oktober, das markiert die klassische Sommersaison der Region. Für Wandern, Radfahren und die Krimmler Wasserfälle ist das die Zeit, in der die meisten Angebote laufen. Welche Hütte oder Alm wann offen hat, ändert sich jedes Jahr: Frag bei der Hütte selbst nach, bevor du mit Rucksack und Schlafsack losziehst.
Auch außerhalb des Sommers lohnt der Nationalpark. Das Rangerprogramm bietet laut Nationalparkregion Sondertouren, etwa zur Hirschbrunft im Herbst oder zur Wildtierbeobachtung im Winter. Wer im Winter kommt, ist mit Schneeschuhen leiser unterwegs als mit Skiern, dazu mehr bei den Aktivitäten. Nebensaison heißt hier: weniger Andrang an den bekannten Zielen, dafür kürzere Tage und mehr Planung bei Bus und Bahn.
Ehrlich gesagt ist das keine Region, die sich in vier Jahreszeiten gleich anfühlt. Hochgebirge bedeutet, dass Wetter und Schneelage Touren verschieben. Plane einen Reservetag ein, und schau vor jeder Tour auf die aktuellen Wegbedingungen des Nationalparks.
Naturschutz: Was der Nationalpark schützt
Der Nationalpark Hohe Tauern ist international anerkannt. Laut Nationalparkverwaltung gilt die IUCN-Kategorie II seit 2001 für Kärnten und seit 2006 für Salzburg und Tirol. Die Kernzone ist der Teil, in dem sich die Natur möglichst ungestört entwickeln soll, in der Außenzone wird traditionell bewirtschaftet, vor allem als Almlandschaft. Diese Kulturlandschaft ist Teil des Konzepts, nicht sein Gegensatz.
Das Wildnisgebiet Sulzbachtäler
Seit 2019 sind die Sulzbachtäler bei Neukirchen am Großvenediger mit 6.728 Hektar als Wildnisgebiet nach IUCN-Kategorie Ib anerkannt, so die Nationalparkverwaltung. Wildnis heißt: Die Natur soll sich möglichst ohne menschliche Eingriffe entwickeln. Für dich bedeutet das, Touren dort mit Bedacht zu planen, auf den Wegen zu bleiben und bei den Rangern nachzufragen, was erlaubt ist.
So verhältst du dich im Schutzgebiet
Der Nationalpark nennt auf seiner Website diese Grundregeln für Besucher:
- Hunde müssen im gesamten Nationalpark an der Leine geführt werden.
- Bleib auf den Wegen und vermeide unnötigen Lärm.
- Camping und offenes Feuer in der freien Natur sind nicht erlaubt, Campingplätze gibt es in den Nationalparkorten.
- Blumen, Insekten und Mineralien bleiben, wo sie sind.
Zu Drohnen haben wir keine belegte Regel gefunden. Frag vor einem Flug bei der Nationalparkverwaltung Hohe Tauern Salzburg nach, und verzichte im Zweifel darauf: Wildtiere reagieren auf Fluggeräte empfindlich. Die vollständigen Bestimmungen stehen im Salzburger Nationalparkgesetz 2014.
Die wichtigsten Einstiege in den Nationalpark
Der Salzburger Nationalpark hat keinen einzigen Eingang, sondern viele Zugänge über die Täler. Das verteilt die Besucher, macht die Planung aber anspruchsvoller. Die folgenden Orte sind die Einstiege, die sich ohne Auto am besten erschließen lassen. Für Kaprun, Bad Gastein und Hüttschlag verlinken wir bewusst auf die jeweiligen Regionsseiten, dort findest du die Details.
Krimml: Wasserfälle und Endstation der Lokalbahn
Krimml liegt am westlichen Ende des Tals und ist die Endstation der Pinzgauer Lokalbahn. Von hier startest du zu den Krimmler Wasserfällen, die laut austria.info mit 380 Metern Fallhöhe zu den höchsten Europas zählen. Mit der SommerCard sind laut Leistungsliste der Eintritt zu den Wasserfällen und zu den WasserWelten enthalten. Wer ohne Auto anreist, braucht die Parkplätze nicht, ein Vorteil an stark besuchten Tagen.
Neukirchen am Großvenediger und Bramberg: Sulzbachtäler und Wildkogel
Neukirchen am Großvenediger ist der Ort an den Sulzbachtälern, dem Wildnisgebiet im Nationalpark. Dazu kommt die Wildkogelbahn, deren Berg- und Talfahrt laut Leistungsliste der SommerCard enthalten ist. Bramberg am Wildkogel liegt direkt daneben. Beide Orte liegen im Pinzgauer Haupttal und sind mit der Lokalbahn und dem Bus erreichbar, du musst also nicht umsteigen, um in die Seitentäler zu kommen.
Mittersill: das Zentrum der Nationalparkwelten
In Mittersill liegt laut Nationalparkregion das zentrale Besucherzentrum, die Nationalparkwelten. Der Ort ist mit dem Bus 670 von Zell am See und Krimml aus erreichbar. Für den Einstieg in einen Nationalparkurlaub ist das eine sinnvolle erste Station: Du lernst den Park kennen, bevor du losgehst, und bekommst Hinweise zu Ranger-Touren und Wegen.
Rauris und Bucheben: ein Seitental mit Busverbindung
Rauris liegt in einem Seitental südlich des Haupttals. Laut Salzburgerland Tourismus verbindet die Buslinie 640 Zell am See mit Rauris und Bucheben. Wer die Region ohne Auto erkunden will, findet hier einen Zugang ins Hochgebirge, der nicht über die Hauptrouten läuft.
Fusch und Ferleiten: die Großglockner-Seite
Fusch an der Großglocknerstraße und Ferleiten liegen am Beginn der Großglockner Hochalpenstraße. Die Buslinie 650 fährt laut Salzburgerland Tourismus von Zell am See über die Großglockner-Route nach Ferleiten. Die Hochalpenstraße selbst ist eine Mautstraße mit viel Autoverkehr. Wer den Nationalpark hier erleben will, kann das über Wanderwege abseits der Straße tun und mit dem Bus anreisen.
Anreise ohne Auto: Bahn, Lokalbahn und Bus
Die Anreise in den Salzburger Nationalpark funktioniert ohne Auto, braucht aber eine Planung der letzten Meile. Der Dreh- und Angelpunkt ist Zell am See, von dort verteilen sich Bahn und Bus in die Täler. Fahrzeiten und Preise ändern sich, wir drucken deshalb keine Fahrpläne ab. Aktuelle Verbindungen findest du bei der ÖBB und im Salzburger Verkehrsverbund.
Mit dem Zug nach Zell am See
Zell am See liegt an der Salzburger Regionalbahn S3, die laut Salzburgerland Tourismus auch nach Saalfelden fährt. Von dort geht es in den Nationalpark weiter, entweder mit der Schmalspurbahn oder mit dem Bus.
Pinzgauer Lokalbahn und Regionalbus
Die Pinzgauer Lokalbahn verbindet Zell am See mit Krimml, laut Salzburgerland Tourismus auf 53 Kilometern mit 40 Haltestellen. Sie hält in allen Orten im Tal zwischen Zell am See und Krimml. Die Krimmler Wasserfälle erreichst du laut austria.info über Zell am See, die letzten Kilometer mit Bus oder, je nach Betrieb, mit der Lokalbahn. Prüf vor der Reise, ob die Bahn an deinem Tag fährt.
Bei den Bussen nennt Salzburgerland Tourismus unter anderem diese Linien: 670 von Zell am See über Mittersill nach Krimml, 640 von Zell am See nach Rauris und Bucheben und 650 von Zell am See über die Großglockner-Route nach Ferleiten. Liniennummern und Takt können sich ändern, schau in die aktuelle Fahrplanauskunft.
Ein paar Tipps für die Praxis: Reise mit leichtem Gepäck, denn zwischen Bahnhof, Bushaltestelle und Unterkunft liegen oft ein paar Minuten zu Fuß. Notiere dir die letzten Verbindungen des Tages, in den Seitentälern können die letzten Busse früh fahren. Und schau morgens in die Wetterprognose, bevor du in ein Hochtal aufbrichst: Bei Schlechtwetter ist ein Ausweichziel wie die Nationalparkwelten in Mittersill die klügere Wahl.
Mobilitätsticket und die letzte Meile
Gäste in Salzburger Unterkünften erhalten laut Salzburgerland Tourismus das Gäste-Mobilitätsticket für Regionalbusse, S-Bahn und Regionalzüge während ihres Aufenthalts. Das gilt auch in der Nationalparkregion. Für Seitentäler und Almzugänge gibt es außerdem Wandertaxis, die in der SommerCard enthalten sind. Lies die Bedingungen deiner Unterkunft: Wer das Ticket bekommt, hängt vom Partnerbetrieb ab.
Mehr zum Umstieg findest du in unserem Beitrag öffentliche Verkehrsmittel nutzen.
Nationalpark SommerCard: was sie enthält und was nicht
Die Nationalpark SommerCard bekommst du laut Nationalparkregion von Mai bis Oktober, wenn du in einem Partnerbetrieb übernachtest. Kaufen kannst du sie nicht, dein Gastgeber gibt sie dir aus. Die Leistungsliste ändert sich, prüf sie deshalb für dein Reisejahr beim Nationalpark oder bei deiner Unterkunft. Laut der Leistungsliste auf nationalpark.at gehören unter anderem dazu:
- Auf- und Abfahrt bei einzelnen Bahnen, etwa der Wildkogelbahn in Neukirchen und der Dorfbahn Königsleiten.
- Eintritt zu den Krimmler Wasserfällen und zu den WasserWelten samt Parkplätzen P4 und P5.
- Eintritt in Museen wie die Nationalparkwelten in Mittersill und in das Kristallbad Wald (drei Stunden).
- Das Gäste-Mobilitätsticket für Busse, S-Bahn und Regionalzüge im SalzburgerLand.
- Wandertaxis und Ranger-Touren.
Zwei Punkte musst du kennen. Erstens: „Bergbahnen inklusive“ stimmt nur für einzelne Bahnen, nicht für alle, und nicht in jedem Ort. Lies die Liste wortgetreu, bevor du dich darauf verlässt. Zweitens: Die Karte enthält auch ein Tagesticket für die Großglockner Hochalpenstraße für Auto und Motorrad sowie Zugänge zur Mautstraße Kolm-Saigurn und zur Gerlos Alpenstraße. Das passt nicht zu einer autofreien Reise. Es bleibt dir überlassen, ob du diese Leistungen nutzt oder lieber den Bus nimmst.
Aktivitäten im Nationalpark: Wandern, Rad, Schnee
Der Nationalpark hat Wege für jedes Niveau, von Themenwegen bis zu hochalpinen Touren. Laut Tourismusverband Zell am See–Kaprun sind geführte Ranger-Touren sowohl für Sommerwanderungen als auch für Schneeschuhwanderungen im Winter empfehlenswert. Eine Führung ist die einfachste Art, Wildtiere und Pflanzen zu verstehen, ohne sie zu stören.
Ranger-Touren solltest du vorab buchen, nicht erst am Morgen der Tour. Frag bei der Nationalparkregion nach Terminen und Treffpunkten und ob die Teilnahme in deiner SommerCard enthalten ist. Für die Hirschbrunft im Herbst und die Wildbeobachtung im Winter gibt es laut Nationalparkregion eigene Touren, die du nicht auf eigene Faust nachmachen solltest: Wildtiere brauchen in diesen Zeiten besonders viel Ruhe.
Krimmler Wasserfälle
Die Krimmler Wasserfälle sind laut austria.info mit 380 Metern Fallhöhe die höchsten Wasserfälle Europas und liegen im Nationalpark. Für den Weg entlang der Fälle gibt es eine Wegbenützungsgebühr, dazu ein Kombiticket mit den WasserWelten. Die Preise ändern sich, wir nennen sie bewusst nicht. Komm früh am Tag oder außerhalb der Hochsaison, wenn du den Weg nicht mit vielen anderen teilen möchtest, und reise mit dem Bus an.
Wandern, Bergsteigen und Rad
Wer anspruchsvoller unterwegs ist, findet in unseren Beiträgen zum Klettern und zum Mountainbiken Hinweise für ein naturverträgliches Verhalten. Der Tauernradweg folgt laut Salzburgerland Tourismus dem Salzachtal und begleitet die Strecke der Pinzgauer Lokalbahn, damit ist Radfahren mit Rückfahrt per Bahn möglich. Für Touren abseits der markierten Wege gilt im Nationalpark: Bleib auf den Wegen.
Winter im Nationalpark
Im Winter gibt es laut Tourismusverband Zell am See–Kaprun geführte Schneeschuhwanderungen, und laut Nationalparkregion Wildbeobachtungstouren. Mehr zur ruhigen Art, den Winter zu erleben, findest du bei Schneeschuhwandern. Skigebiete mit Beschneiung und Bahninfrastruktur liegen in einigen Orten der Region, zum Beispiel in Kaprun. Über deren Energiebedarf und Eingriffe sprechen wir auf der Seite zu Zell am See–Kaprun ausführlicher.
Besucherzentren und Ausstellungen
Die Nationalparkwelten in Mittersill sind laut Nationalparkregion das zentrale Besucherzentrum. Dazu kommen Ausstellungen in mehreren Orten, von den WasserWelten in Krimml bis zu Themenwegen. Welche Häuser aktuell geöffnet sind und wann Führungen stattfinden, erfährst du beim Nationalpark. Für einen Regentag eignet sich das gut, vor allem mit Kindern.
Mit Kindern im Nationalpark
Der Nationalpark eignet sich mit Kindern, wenn du die Tage kurz hältst und Plan B hast. Laut Nationalparkregion gibt es für Familien Ranger-Touren, Themenwege zum selbstständigen Entdecken und die Nationalparkwelten in Mittersill als Schlechtwetter-Option. Das Kristallbad Wald ist in der SommerCard mit einem Dreistundenticket für den Badebereich enthalten, ebenso ein Tagesticket für den Wildpark in Fusch und Ferleiten.
Praktisch heißt das: Plane pro Tag eine Hauptaktivität, nicht drei. Die Lokalbahn mit ihren 40 Haltestellen kann für Kinder schon ein Erlebnis sein, und kurze Wege vom Bahnhof ersparen dir Autostress. Pack Regenjacken ein, auch im Sommer, und denk daran, dass Hunde im Nationalpark an der Leine bleiben müssen. Für den Gepäcktransport frag bei der Buchung nach, ob deine Unterkunft hilft.
Nachhaltig übernachten: was belegt ist
Die Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern trägt laut Salzburgerland Tourismus seit Anfang 2026 das Österreichische Umweltzeichen für Tourismusdestinationen. Die Kriterien stützen sich auf den Standard des Global Sustainable Tourism Council und betreffen unter anderem umweltfreundliche Anreise und Mobilität vor Ort, Abfallvermeidung und die Stärkung der regionalen Wirtschaft. Insgesamt tragen 15 Regionen in Österreich dieses Zeichen, vier davon im SalzburgerLand.
Das ist ein geprüfter Standard, aber er sagt etwas über das Management der Region, nicht über den Fußabdruck einzelner Betriebe. Wir haben für diese Seite keine geprüfte Betriebsliste mit Umweltzeichen zusammengestellt und zeigen deshalb keine Hotelkarten. Die frühere Auswahl mit Buchungslinks haben wir entfernt, weil wir für die genannten Häuser keine Umweltnachweise gefunden hatten. Zertifizierte Betriebe findest du auf umweltzeichen.at.
Der Nationalpark verweist auf seiner Website auf Unterkünfte mit Umweltzeichen und auf Bio-Bauernhöfe in den 18 Orten. Wer klein und regional übernachten will, schaut in unseren Ratgeber zum Urlaub am Bio-Bauernhof. Für Camper gibt es den Beitrag zu nachhaltigen Campingplätzen, und denk daran: Wildcampen ist im Nationalpark nicht erlaubt. Frag bei jeder Buchung direkt nach Zertifikaten, Energiequelle und Verpflegung.
Zielkonflikte: wo der Nationalpark nicht ganz so grün ist
Wir wollen nichts schönfärben. Ein Nationalpark ist kein Freilichtmuseum ohne Menschen, und die Region lebt vom Tourismus. Das bringt Zielkonflikte mit sich, die du kennen solltest.
- Straßen und Mautzufahrten: Die SommerCard enthält Zugänge zur Großglockner Hochalpenstraße, zur Gerlos Alpenstraße und zur Mautstraße Kolm-Saigurn. Das lädt zur Anreise mit dem Auto ein, auch wenn Bus und Bahn die bessere Wahl für die Umwelt sind.
- Bahnen und Skigebiete: Mehrere Orte der Region haben Bergbahnen und Skigebiete. Beschneiung, Energiebedarf und Eingriffe in die Landschaft haben wir hier nicht im Detail geprüft. Auf den Seiten der einzelnen Regionen gehen wir darauf ein, soweit wir es belegen können.
- Besucherandrang: An bekannten Zielen wie den Krimmler Wasserfällen sind die Wege an schönen Tagen gut besucht. Komm früh, komm im Frühsommer oder im Herbst, und halte Abstand zu empfindlichen Bereichen.
- Unterkünfte: Das Umweltzeichen der Region ersetzt keine Prüfung des einzelnen Hauses.
Was wir nicht belegen konnten, lassen wir weg: Es gibt auf dieser Seite keine Angaben zu Gletscherzahlen oder Wanderweg-Kilometern, weil sich die Zahlen je nach Quelle widersprechen. Wenn du genaue Angaben brauchst, frag bei der Nationalparkverwaltung nach.
Häufige Fragen zum Nationalpark Hohe Tauern in Salzburg
Kann ich den Nationalpark Hohe Tauern in Salzburg ohne Auto besuchen?
Ja. Du fährst mit der Bahn nach Zell am See und von dort mit der Pinzgauer Lokalbahn oder dem Regionalbus in die Täler. Die letzte Meile musst du vorab planen, für Seitentäler gibt es Wandertaxis. Aktuelle Zeiten findest du bei ÖBB und im Salzburger Verkehrsverbund.
Wie groß ist der Nationalpark Hohe Tauern?
Der gesamte Nationalpark umfasst laut Nationalparkverwaltung 1.856 Quadratkilometer, davon 1.213 Kernzone und 643 Außenzone. Auf Salzburg entfallen laut Tourismusverband Zell am See–Kaprun rund 805 Quadratkilometer. Gegründet wurde der Salzburger Teil 1984.
Dürfen Hunde in den Nationalpark mitgenommen werden?
Ja, aber nur an der Leine. Laut Nationalpark müssen Hunde im gesamten Schutzgebiet angeleint sein. Halte dich außerdem an die markierten Wege.
Ist Wildcampen im Nationalpark erlaubt?
Nein. Camping und offenes Feuer in der freien Natur sind laut Nationalpark nicht erlaubt. Campingplätze gibt es in den Nationalparkorten.
Was kostet der Eintritt zu den Krimmler Wasserfällen?
Für den Wasserfallweg wird eine Wegbenützungsgebühr verlangt, dazu gibt es ein Kombiticket mit den WasserWelten. Die aktuellen Preise stehen beim Betreiber. Mit der Nationalpark SommerCard sind der Eintritt und die Parkplätze P4 und P5 laut Leistungsliste enthalten.
Sind Bergbahnen mit der Nationalpark SommerCard kostenlos?
Nur einzelne. Laut Leistungsliste gehören die Wildkogelbahn in Neukirchen und die Dorfbahn Königsleiten dazu, andere Bahnen nicht automatisch. Lies die Leistungsliste für dein Reisejahr, bevor du darauf planst.
Ist die Region nachhaltig zertifiziert?
Die Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern trägt laut Salzburgerland Tourismus seit Anfang 2026 das Österreichische Umweltzeichen für Tourismusdestinationen. Das bewertet das Destinationsmanagement, nicht einzelne Betriebe. Zertifizierte Häuser findest du auf umweltzeichen.at.
Fazit: ein Wochenende im Nationalpark ohne Auto
Der Salzburger Nationalpark Hohe Tauern ist mit Bahn, Lokalbahn und Bus gut erreichbar, vor allem im Sommer. Er ist ein geschütztes Gebiet mit klaren Regeln, die Region trägt seit 2026 das Umweltzeichen für Destinationen. Gleichzeitig enthält die SommerCard Leistungen für das Auto, und Bahnen, Skigebiete und Straßen sind Teil der Region. Wer das weiß, kann bewusst auswählen.
Unser Vorschlag für ein Wochenende ohne Auto: Freitag mit dem Zug nach Zell am See und weiter mit der Pinzgauer Lokalbahn nach Krimml. Samstag die Wasserfälle früh am Tag, danach eine Ranger-Tour oder ein Besuch bei den WasserWelten. Sonntag mit dem Bus nach Mittersill zu den Nationalparkwelten, am Nachmittag zurück nach Zell am See. Prüf vorab, ob Lokalbahn und Bus an deinen Tagen fahren.
Offizielle Infos: nationalpark.at (Nationalpark Hohe Tauern Salzburg, SommerCard, Ranger-Programm) · shop.hohetauern.at (Fakten zum Nationalpark) · salzburgerland.com (Pinzgau, öffentlicher Verkehr, Umweltzeichen) · oebb.at (Fahrpläne) · umweltzeichen.at (zertifizierte Betriebe)
Weitere Regionen im Salzburger Land: Salzburg-Übersicht | Zell am See–Kaprun | Gasteinertal | Großarltal
Quellen: Nationalparkverwaltung und Nationalpark Hohe Tauern (shop.hohetauern.at, nationalpark.at, Stand Oktober 2026) | Tourismusverband Zell am See–Kaprun, zellamsee-kaprun.com (Fläche Salzburger Teil) | Salzburgerland Tourismus, salzburgerland.com (öffentlicher Verkehr im Pinzgau, Umweltzeichen Ferienregion) | austria.info (Krimmler Wasserfälle) | Salzburger Nationalparkgesetz 2014
