Montafon

Das Montafon liegt im Süden Vorarlbergs – am südwestlichen Ende Österreichs, direkt an der Grenze zur Schweiz. Das 39 Kilometer lange Hochtal erstreckt sich von Bludenz bis zur Silvretta-Bielerhöhe, umrahmt von den Gipfeln von Rätikon, Silvretta und Verwall. Am Talschluss thront der höchste Berg Vorarlbergs, der 3.312 Meter hohe Piz Buin. In den elf Tourismusorten erwarten dich eine gewachsene Infrastruktur, herzliche Gastfreundschaft und die authentische Montafoner Küche.

Sommer im Montafon
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Beiträge aus der Region Montafon

Beste Reisezeit im Montafon

Das Montafon hat zwei Gesichter, und beide lohnen sich. Von Juni bis Anfang Oktober zeigt sich das Tal von seiner grünen Seite: Die Wanderwege sind schneefrei, die Almen bewirtschaftet, und du kannst bis in hochalpine Lagen vordringen. In den Tälern wird es sommerlich warm, in den Höhenlagen bleibt es angenehm kühl – ideal, um dir dein Tagesziel nach Kondition und Wetterlage auszusuchen.

Ein Hinweis für die Zwischensaison: Im späten Frühjahr liegt auf den hochalpinen Routen oft noch Restschnee, und einige Hütten sowie Bergbahnen haben zwischen den Saisonen geschlossen. Informiere dich vor einer Tour in dieser Zeit direkt bei der Tourismusinformation oder den Bergbahnen, bevor du losziehst.

Zwischen Dezember und April übernimmt der Winter das Tal. Die Skigebiete Silvretta Montafon und Golm reichen bis auf rund 2.400 Meter Höhe, was eine vergleichsweise verlässliche Schneelage sichert. Wer es ruhiger mag, reist am besten in den Schulterzeiten – im späten Frühling oder Frühherbst, wenn Wege und Almen noch nicht überlaufen, aber schon oder noch gut erreichbar sind.

Anreise & Mobilität vor Ort

Aus Deutschland und der Schweiz erreichst du das Montafon meist über die Arlbergbahn bis Bludenz. Von dort übernimmt die Montafonerbahn: Sie bringt dich auf einer der ältesten elektrisch betriebenen Vollbahnen Österreichs weiter nach Schruns. Die Linie wurde bereits 1905 eröffnet und gilt als erste elektrisch betriebene Normalspurbahn der ehemaligen Donaumonarchie. Heute verkehrt sie als Linie S4 im Verkehrsverbund Vorarlberg, mit barrierefreien, klimatisierten Zügen, und bringt jährlich über eine Million Fahrgäste ins Tal.

Von den Bahnhöfen aus übernimmt der Landbus Montafon: Das Netz umfasst rund 320 Kilometer Strecke und verbindet praktisch jeden Ort im Tal – ohne eigenes Auto kommst du problemlos zu Wanderungen, Liften und Ausflugszielen. Ein praktischer Nebeneffekt für Skifahrer: Mit gültigem Ski-Tagesticket oder Mehrtagespass fährst du bis 19:30 Uhr kostenlos mit dem Landbus. Reist du mit dem E-Auto an, findest du an mehreren Bergbahnstationen bereits Lademöglichkeiten – allein die Gargellner Bergbahnen betreiben acht E-Ladestationen. So lässt sich ein Bergurlaub im Montafon auch ohne eigenes Auto komplett organisieren. Auch aus Wien, München oder Zürich erreichst du Bludenz bequem mit dem Zug, ohne dass du für die Anreise selbst aufs Auto angewiesen bist.

Aktivitäten in der Region Montafon

Du suchst echte Bergerlebnisse abseits vom Massentourismus? Im Montafon findest du sie: kulinarische Wanderungen, hochalpine E-Biketouren, spannende Klettersteige und stille Themenwege. Naturliebhaber, Genießer und Sportler entdecken das südlichste Alpental Vorarlbergs auf ihre eigene Art.

Ob Ruhe, Ursprünglichkeit oder Abenteuer – die Naturkulisse des Montafon bietet für jedes Bedürfnis den passenden Weg. Beim Wandern, Bergsteigen und Klettern erkundest du den Süden Vorarlbergs auf insgesamt 1.161 Kilometern beschilderten Wanderwegen, 262 Kilometern Mountainbikerouten und 17 Klettersteigen.

Naturschutzgebiete: Verwall und Wiegensee

Mit über 120 Quadratkilometern ist das Europaschutzgebiet Verwall das größte Schutzgebiet Vorarlbergs – ein Natura-2000-Gebiet zwischen 1.160 und 2.912 Metern Höhe. Hier findest du Lärchen-Zirbenwälder, Hochmoore, Bergmähwiesen und kleine Bergseen, die Lebensraum für Steinadler, Alpenmurmeltiere und den seltenen Alpensalamander bieten.

Nicht minder eindrücklich ist das Europaschutzgebiet Wiegensee oberhalb von Partenen: ein Hochmoorkomplex auf rund 1.900 Metern, eingebettet zwischen Versalspitze und Ganifer. Seine schwimmenden Torfrasen wirken fest, geben unter deinen Schuhen aber leicht nach – ein Zeichen dafür, wie sich ein See über Jahrtausende in Moorland verwandelt. Alpenschneehühner und Birkhühner nutzen die Ruhe des Gebiets als Rückzugsraum.

Beide Gebiete sind über markierte Wege erschlossen, aber bewusst zurückhaltend. Bleib auf den Pfaden, damit diese seltenen Lebensräume erhalten bleiben – dann findest du hier auch abseits der Hauptsaison einen Moment nur mit den Geräuschen der Natur im Ohr. Im Montafon führen nicht alle Wege zum Ziel, sondern oft zu dir selbst.

Sommer im Montafon

In guter Gesellschaft

Gemeinsam mit einheimischen Wanderführern wird jeder Ausflug in die Montafoner Berge zu einem besonderen Erlebnis – und du unterstützt direkt die Menschen vor Ort. Bei der Wanderung mit Elisabeth zur Alp Nova erwartet dich eine zünftige Jause mit Montafoner Sura Kees, einer regionalen Käsespezialität. Sennerin Andrea und Älpler Andreas erzählen dir dabei von ihrem Alltag in den Bergen. Auf der Gauertaler AlpkulTour, einem von 16 Themenwegen im Montafon, entdeckst du außerdem kunstvolle Holzskulpturen und erfährst viel über die Montafoner Kulturlandschaft.

Die Montafoner Theaterwanderung „Auf der Flucht“ in Gargellen ist kein klassischer Themenweg, hat aber einen klaren inhaltlichen Schwerpunkt. Das „teatro caprile“ spürt an wechselnden Spielorten dem Schicksal von Menschen auf der Flucht an der österreichisch-schweizerischen Grenze nach – ein Schauspiel mit aktuellem Bezug, das dich noch lange beschäftigen wird.

Zu Fuß oder mit dem Bike – Hoch hinaus ist das Ziel

Der Piz Buin (3.312 Meter) zeigt dir eindrücklich: Im Montafon kannst du wirklich hoch hinaus – und das nicht nur bei hochalpinen Bergtouren. Bei der E-Bike-Tour zur Neuen Heilbronner Hütte begleitet dich Bikeguide Markus auf über 2.000 Meter Höhe. Dank Elektromotor schaffst du das sogar mit Grundkondition. Etwas mehr Kraft brauchst du am Klettersteig Gauablickhöhle: Ein einheimischer Bergführer führt dich Schritt für Schritt entlang der mächtigen Felswände des Rätikon, bis hinein in die 350 Meter lange, stockdunkle Gauablickhöhle.

Aktivurlaub im Montafon – Nachhaltig unterwegs in der Bergwelt

Klettern im Rätikon, Verwall und Silvretta

Neben dem Klettersteig Gauablickhöhle gibt es im Montafon zahlreiche weitere Routen in Rätikon, Verwall und Silvretta. Der Klettersteig an den Gargellner Köpfen und die Route durch die Röbischlucht zählen zu den bekanntesten, während die Madrisella auf fast 2.500 Metern als echtes Highlight für erfahrene Kletterer gilt. Einsteiger üben am besten in den Klettergärten Latschau oder Rifa, wo dich erfahrene Guides in die Technik einführen – auch das kommt wieder direkt den Menschen vor Ort zugute. Für schlechtes Wetter oder den ersten Kontakt mit dem Klettersport gibt es die Boulderhalle Klimmerei. Wer lieber auf einen echten Gipfel will, findet mit dem 2.643 Meter hohen Zimba – dem „Montafon-Matterhorn“ – und dem Piz Buin zwei anspruchsvolle Ziele für alpine Bergtouren.

Weitere Sommeraktivitäten

Über Wandern, Biken und Klettern hinaus hat das Montafon noch mehr zu bieten. Mit dem BergePLUS-Erlebnisprogramm nimmst du an geführten Themenwanderungen und Bergerlebnissen teil – mit der Montafon-Gästekarte sogar mit Ermäßigung. Wer schwindelfrei ist, probiert einen Tandem-Paragleitflug über dem Tal. Auf der Seenrunde am Golm wanderst du auf einem abwechslungsreichen Panoramaweg von See zu See, und auch Trailrunner finden im Tal ein gut ausgeschildertes Streckennetz. An heißen Sommertagen locken die Freibäder der Region zur Abkühlung, und auf den örtlichen Tennisplätzen kannst du dich sportlich austoben. Die Gästekarte, die du bei den meisten Unterkünften automatisch erhältst, bringt dir bei vielen dieser Angebote Vergünstigungen von rund 10 bis 25 Prozent – kostenlose Bus- oder Bergbahnfahrten sind darin allerdings nicht enthalten, die gelten separat für Skipass-Inhaber im Winter. Und falls dir das Wetter einen Strich durch die Rechnung macht: Ein Hallenbad im Tal sowie Wellnessbereiche mehrerer Hotels bieten dir eine entspannte Alternative für einen verregneten Tag.

Winter im Montafon

Schnee mit allen Sinnen erleben

Skifahren, Schneeschuhwandern oder Skitouren – im Winter erkundest du das Montafon auf ganz unterschiedliche Art. Einheimische Ski- und Bergführer begleiten dich auf regelmäßigen Touren und zeigen dir das südlichste Alpental Vorarlbergs ungefiltert und echt.

Ob du an deine sportlichen Grenzen gehen oder in entschleunigten Momenten zu dir selbst finden willst – die Bergerlebnisse im Montafon sind so unterschiedlich wie deine Bedürfnisse. Achte dabei auf ausgewiesene Skirouten und Wildruhezonen: Gerade im Winter brauchen Wildtiere ungestörte Rückzugsorte.

Den Alltag hinter sich lassen

Die winterliche Landschaft schafft mit imposanten Gipfeln, glitzernden Schneefeldern und verschneiten Wäldern eine Kulisse, die dich wieder einmal in dich hineinhören lässt. Beim Schneeschuh- oder Winterwandern gibst du selbst den Rhythmus vor, auch beim Skitourengehen bestimmst du dein Tempo. Zählen tut nur der Augenblick: der Blick auf die Gipfel von Rätikon, Silvretta und Verwall, das Knirschen des Schnees unter deinen Schuhen, das Gespräch mit deinen Begleitern.

Die längste Talabfahrt Vorarlbergs

Von der längsten Talabfahrt Vorarlbergs, der HochjochTotale, können Langschläfer nur träumen. Du startest um 7:20 Uhr mit der ersten Gondel der Grasjoch Bahn in St. Gallenkirch. Am höchsten Punkt des Skigebiets Silvretta Montafon genießt du den Ausblick, bevor die Sonne ins Tal scheint. Dann geht die rasante Fahrt los: vom Alpilagrat auf 2.430 Metern bis ins Tal nach Schruns, insgesamt 1.700 Höhenmeter puren Skifahrerglücks auf unverspurter Piste. Zur Belohnung wartet ein herzhaftes Bergfrühstück im Kapellrestaurant auf dich.

Skitour-Königsetappe im Gebirgsmassiv Rätikon

Die Etappe „Gargellen – Lindauer Hütte“ ist Teil der sechstägigen „Montafon Traverse“ und gilt als eindrucksvollste Skitour im Rätikongebiet. Traumhafte Tiefschneehänge und ein atemberaubendes Panorama im Grenzgebiet zwischen Österreich und der Schweiz machen diese Etappe einzigartig. Erfahrene Bergführer bringen dich auf die Südseite der bekannten Rätikongipfel; bei guter Schneelage erwarten dich Abfahrten von bis zu 2.500 Höhenmetern bei rund 900 Höhenmetern Aufstieg. Halte dich dabei an die markierten Skirouten – so lässt du den Wildtieren des Rätikon ihre nötigen Rückzugsräume.

Stapfvergnügen am Fuße der 3.000er

Mit Schneeschuhen an den Füßen tauchst du bei dieser geführten Tour in eine Welt aus Schnee und Eis ein. Die Tour führt dich am südlichsten Punkt Vorarlbergs durch eine herrliche Winterkulisse am Fuße der Silvretta-Gipfel. Los geht’s frühmorgens in Partenen mit der Auffahrt in der Vermuntbahn. An der Bergstation bringen dich Tunnelbusse durch die schmalen Vermunt-Stollen zum Ausgangspunkt am Vermuntsee. Von dort stapfst du gemeinsam mit einem Wanderführer bis zum Silvrettasee auf über 2.000 Metern Seehöhe – eine Tour, die auch für Einsteiger gut machbar ist.

Mit Lamas auf den Spuren der Bergknappen

Ein unvergessliches Erlebnis für die ganze Familie ist die Winterwanderung auf den Pfaden der Bergknappen zum Kristberg – begleitet von freundlichen Lamas. Beim Kennenlernen auf dem Hof von Llamero Horst erfährst du Wissenswertes über diese gutmütigen und schlauen Tiere, bevor es gemeinsam zum Genießerberg Kristberg geht. Am Ziel wartet eine kostenlose Führung in der St. Agatha Bergknappenkapelle, der ältesten Kirche des Montafon, auf dich und deine Kinder.

Bergbaugeschichte am Kristberg

Dass hier heute Lamas über die Pfade der Bergknappen ziehen, ist kein Zufall: Am Kristberg und in Bartholomäberg wurde einst über Jahrtausende Bergbau betrieben. Forscher der Goethe-Universität Frankfurt datierten mit der C14-Methode Spuren, die bis zu 3.500 Jahre zurückreichen – aus der mittleren Bronzezeit. Nach einer langen Unterbrechung lebte der Bergbau im frühen Mittelalter wieder auf: Silber, Kupfer und Eisen wurden in Bartholomäberg, am Kristberg und in den Gemeinden St. Gallenkirch, Vandans und Tschagguns abgebaut.

Sein Ende fand der Silberbergbau, als nach der Entdeckung Amerikas immer mehr Silber nach Europa kam und die Preise einbrechen ließ – die Menschen im Tal kehrten zur Landwirtschaft zurück. Die St. Agatha Bergknappenkapelle am Kristberg, errichtet 1507, erinnert bis heute an diese Zeit. Wer mehr wissen will, wandert auf dem Bergknappenweg zwischen den historischen Stätten, besucht das historische Bergwerk in Bartholomäberg mit dem noch begehbaren St.-Anna-Stollen oder nimmt an einer Knappenführung teil.

Für Familien im Montafon

Neben der winterlichen Lamawanderung zum Kristberg gibt es im Montafon ganzjährig einiges für Kinder zu entdecken – von ruhigen Rätselwegen für die Kleinen bis zu actionreichen Parcours für ältere Kinder und Jugendliche. Auf den Muntafuner Gaglawegen erkunden Kinder die Täler gemeinsam mit dem Schaf-Maskottchen Erna, lösen Rätsel und sammeln unterwegs kleine Überraschungen. Am Erlebnisberg Golm warten neben Golmis Forschungspfad auch ein Waldseilpark, eine Alpine-Coaster-Bahn und ein Waldrutschenpark auf kleine Abenteurer.

In der Alpenwelt Nova entdecken Kinder die Kulturlandschaft spielerisch – mit Kugelbahn, Kräuterspirale und wackelnden Schafsfiguren. Am Kristberg vermittelt die Silberspielwelt die Bergbaugeschichte der Region interaktiv, und in Gargellen führen die Themenwege „Marie“ und „Paul“ Familien mit Geschichten durch die Bergwelt. So findet jede Altersgruppe ihren eigenen Zugang zu den Montafoner Bergen.

Regionale Kulinarik: Sennereien und Sura Kees

Käse hat im Montafon eine lange Geschichte: Archäologische Funde belegen, dass schon die Kelten in Vorarlberg Käse herstellten. Diese Tradition lebt in den elf Sennalpen des Tals weiter, darunter die Alpe Latschätz, die Alpe Latons, die Alpe Nova und die Zamangalpe. Von Juni bis September, meist zwischen 8 und 18 Uhr, kannst du den Sennerinnen und Sennern bei der Arbeit zusehen und ihre Produkte direkt vor Ort kaufen.

Das bekannteste Ergebnis ist der Montafoner Sura Kees: ein aus hochwertiger Milch hergestellter Käse, der auf der Alp oder in den Tal-Sennereien reift, dabei leicht und fettarm bleibt und viel hochwertiges Eiweiß liefert. Du findest ihn auf vielen Almhütten als Jause, aber auch als Zutat in traditionellen Vorarlberger Gerichten wie Kässpätzle. Eine Genusslandkarte der Region zeigt dir, wo du unterwegs Sura Kees, Alpkäse und andere regionale Spezialitäten findest – ein kleiner Umweg, der sich lohnt.

Wenn du in Restaurants oder Hofläden auf das Signet „bewusst montafon“ triffst, weißt du: Dahinter steht ein Zusammenschluss von Gastronomie- und Landwirtschaftsbetrieben, der echte Regionalität, Qualität und gelebte Tradition sichtbar macht. Die Initiative verbindet Erzeuger und Gastgeber im Tal und sorgt dafür, dass dein Geld möglichst direkt bei den Menschen ankommt, die die Produkte herstellen – von Alpkäse über Bergkräuter bis zu Fleisch aus der Region. Ein weiterer Baustein für einen Urlaub, der der Region tatsächlich etwas zurückgibt.

Nachhaltig unterwegs im Montafon

Das Montafon nimmt Nachhaltigkeit nicht nur als Wort: Im Dezember 2024 erhielt die Region das Österreichische Umweltzeichen für nachhaltige Tourismusdestinationen, die Rezertifizierung ist für 2028 vorgesehen. Im Zukunftslabor PIZ Montafon arbeiten Gemeinden, Tourismus und Betriebe an einem Aktionsplan, der bis 2028 konkrete Ziele in den Bereichen regionale Wertschöpfung, Natur- und Lebensraumschutz, verantwortungsvoller Ressourceneinsatz und naturverträglicher Bergsport festlegt – also genau jene Themen, die dir auf dieser Seite immer wieder begegnen.

Auch die Bergbahnen der Region ziehen mit: Die Gargellner Bergbahnen betreiben ihre Anlagen und die Beschneiung zu 100 Prozent mit Ökostrom und haben acht E-Ladestationen errichtet. Am Golm liefert ein großes Speicherbecken Wasserkraft für den Bahnbetrieb, ergänzt durch die weltweit erste Photovoltaik-Sesselbahn. Die Kristbergbahn wiederum ist Teil des Programms „Bergliebe – Gemeinsam für Morgen“ und unterstützt CO2-Reduktionsprojekte in der Gemeinde Silbertal.

Auch bei den Unterkünften tut sich etwas: Über das „Gastgeber Vorbild Programm“ unterstützt das PIZ Montafon Hotels und Pensionen dabei, anerkannte Zertifizierungen wie das Österreichische Umweltzeichen, das EU Ecolabel, Green Key oder Green Globe zu erlangen. Nicht jeder Betrieb im Tal ist bereits zertifiziert, aber die Richtung stimmt – frag bei deiner Unterkunft ruhig nach, ob sie an diesem Programm teilnimmt.

Damit dein Bergerlebnis auch der Natur und den Menschen im Tal zugutekommt, findest du hier die wichtigsten Punkte auf einen Blick:

  • Reise mit Bahn und Bus an – wie das funktioniert, erfährst du hier.
  • Bleib in den Europaschutzgebieten Verwall und Wiegensee sowie in ausgewiesenen Wildruhezonen auf den markierten Wegen.
  • Buche Touren bei einheimischen Berg- und Wanderführern – so profitieren die Menschen vor Ort direkt von deinem Besuch.
  • Genieß regionale Spezialitäten wie den Montafoner Sura Kees in den Bergrestaurants und auf den Almen.
  • Das Montafon trägt seit Dezember 2024 das Österreichische Umweltzeichen für nachhaltige Tourismusdestinationen – ein Beleg dafür, dass hinter den Ankündigungen bereits Taten stehen.

Häufige Fragen zum Montafon

Wie reise ich am nachhaltigsten ins Montafon an?

Am umweltfreundlichsten kommst du mit der Bahn bis Bludenz und wechselst dort auf die Montafonerbahn nach Schruns. Vor Ort bringt dich der Landbus Montafon auf rund 320 Kilometern Streckennetz praktisch überallhin – ein eigenes Auto brauchst du im Tal nicht.

Wann ist die beste Reisezeit fürs Montafon?

Für Wanderungen eignen sich die Monate Juni bis Anfang Oktober am besten, für Wintersport die Zeit von Dezember bis April. Wer Ruhe sucht, kommt in den Schulterzeiten im späten Frühling oder Frühherbst.

Ist das Montafon familienfreundlich?

Ja. Mit den Muntafuner Gaglawegen, dem Erlebnisberg Golm, der Alpenwelt Nova, der Silberspielwelt am Kristberg und geführten Lamawanderungen gibt es ganzjährig kindgerechte Angebote für unterschiedliche Altersgruppen.

Was unternimmt die Region konkret für Nachhaltigkeit?

Das Montafon trägt seit Dezember 2024 das Österreichische Umweltzeichen für nachhaltige Tourismusdestinationen. Mehrere Bergbahnen setzen bereits auf 100 Prozent Ökostrom, Wasserkraft und eine Photovoltaik-Sesselbahn am Golm, und ein Aktionsplan legt bis 2028 weitere Ziele fest.

Was bringt mir die Montafon-Gästekarte?

Die Gästekarte erhältst du automatisch bei den meisten Unterkünften. Sie bringt dir Ermäßigungen von rund 10 bis 25 Prozent auf Bergerlebnisse, Museen, Freibäder und weitere Freizeitangebote – kostenlose Bus- oder Bergbahnfahrten sind darin allerdings nicht enthalten. Die gelten separat und nur für Inhaber eines gültigen Skipasses im Winter.

Welche Sportarten kann ich im Sommer im Montafon ausüben?

Neben Wandern und Mountainbiken stehen dir Klettersteige und Klettergärten in Rätikon, Verwall und Silvretta offen, dazu Bergtouren auf Zimba und Piz Buin, Tandem-Paragleitflüge, Freibäder und Tennisplätze zur Auswahl. Für geführte Themenwanderungen und Bergerlebnisse eignet sich das BergePLUS-Programm.

Woran erkenne ich nachhaltige Unterkünfte im Montafon?

Achte auf anerkannte Zertifizierungen wie das Österreichische Umweltzeichen, EU Ecolabel, Green Key oder Green Globe. Über das „Gastgeber Vorbild Programm“ arbeiten viele Betriebe im Montafon aktuell daran, solche Zertifizierungen zu erlangen – im Zweifel fragst du direkt bei deiner Unterkunft nach.

Brauche ich für Wanderungen im Montafon einen Bergführer?

Für die meisten markierten Wanderwege nicht – das Netz aus 1.161 Kilometern ist gut beschildert. Für Klettersteige, Skitouren, Höhlentouren wie die Gauablickhöhle oder Wanderungen abseits der Wege in den Europaschutzgebieten empfehlen wir dir einen einheimischen Berg- oder Wanderführer: Das bringt dir mehr Sicherheit, mehr Hintergrundwissen – und kommt direkt den Menschen vor Ort zugute.

Dein nachhaltiger Bergurlaub im Montafon

Ob Sommerwanderung mit Sura Kees, E-Bike-Tour zur Hütte oder Skitour im Rätikon – im Montafon erlebst du die Alpen, ohne sie zu überrennen: mit lokalen Guides, auf markierten Wegen, mit klimafreundlicher Anreise und einer Region, die ihre Nachhaltigkeitsversprechen mittlerweile mit einem echten Umweltzeichen belegt. Lust bekommen? Weiter oben findest du aktuelle Beiträge aus der Region, und mit der Anreiseplanung per Bahn kannst du gleich loslegen.

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