Saalbach Hinterglemm: nachhaltig reisen im Glemmtal

Mit dem Zug nach Zell am See oder Maishofen-Saalbach, dann stündlich im Bus 680 ins Glemmtal: So kommst du ohne Auto zu rund 400 Kilometern Wanderwegen und mehr als 40 Hütten. Wer Saalbach Hinterglemm nachhaltig bereisen will, findet eine Joker Card mit echten Bergbahn-Leistungen. Ehrlich gehört dazu: Das Tal ist auch ein Skigebiet mit 270 Pistenkilometern, und das hinterlässt Spuren.

Wird geladen …

Beiträge aus der Region Saalbach Hinterglemm

No post found!

Saalbach Hinterglemm auf einen Blick

Das Glemmtal liegt im Salzburger Pinzgau, nördlich von Zell am See. Die beiden Hauptorte sind Saalbach am Taleingang und Hinterglemm am Talschluss. Die Buslinie 680 verbindet laut Tourismusverband Zell am See mit Saalbach, Hinterglemm und Lengau, und damit sind die Wege im Tal kurz. Die Orte liegen entlang einer Landesstraße, und dazwischen führen die Bahnen auf die Berge rechts und links.

Der Tourismusverband beschreibt die Region im Sommer mit rund 400 Kilometern Wanderwegen, mehr als 40 bewirtschafteten Hütten und 120 Kilometern Bike-Strecken, die über bis zu neun Bahnen auf sieben Bergen erreichbar sind. Im Winter ist das Tal Teil des Skicircus mit 270 Pistenkilometern und 70 Liften, laut Tourismusverband. Das ist ein großer Betrieb, kein Geheimtipp. Wer Ruhe sucht, plant Jahreszeit und Wochentag bewusst, mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Die Nachbarn gehören zu eigenen Regionen: Leogang findest du bei Saalfelden und Leogang, den Anreiseknoten bei Zell am See und Kaprun. Alle Regionen im Überblick zeigt unsere Salzburg-Übersicht.

Beste Reisezeit in Saalbach Hinterglemm

Das Tal ist im Sommer und im Winter in Betrieb. Dazwischen stehen viele Bahnen und Hütten still. Betriebszeiten ändern sich jedes Jahr, prüf sie deshalb vor der Buchung bei den Bahnen und beim Tourismusverband.

Frühling: Die Zeit zwischen Wintersaison und Sommerbetrieb ist ruhig. Rechne damit, dass höhere Wege noch Schnee tragen und Hütten geschlossen sind. Im Talboden gehst du auf Spazierwegen, für Touren auf den Berg brauchst du Erfahrung und aktuelle Informationen zu Schnee und Wegen.

Sommer: Die Joker Card ist 2026 laut Tourismusverband vom 22. Mai bis 26. Oktober inklusive, und in dieser Zeit rechnest du mit dem Sommerbetrieb der Bahnen. Für Wandern und Mountainbike ist das die Hauptzeit, in den Schulferien auch die vollste. Wer früh startet, hat die Wege und Hütten für sich. Mittags und am Nachmittag wird es voller.

Herbst: Unsere Empfehlung für alle, die Ruhe mögen und auf Hüttenjausen nicht verzichten wollen. Das Licht ist klar, die Wege sind leerer. Beachte, dass die Joker Card im Jahr 2026 am 26. Oktober endet, Hütten können früher schließen als die Bahnen. Plane die Einkehr nicht blind, sondern ruf vorher an.

Winter: Im Skicircus fährst du laut Tourismusverband auf 270 Pistenkilometern mit 70 Liften. Das heißt gute Auswahl, aber auch Hochsaisonbetrieb zu Weihnachten, im Februar und in den Semesterferien. Wer Ruhe sucht, wählt Wochen außerhalb der Ferien oder wandert, geht langlaufen oder schneeschuhwandern. Ideen dazu findest du in unseren Beiträgen zum Langlaufen und Schneeschuhwandern.

Naturschutz im Glemmtal: ehrliche Einordnung

Hier fehlt uns etwas, das wir bei anderen Regionen gern nennen: ein belegtes Schutzgebiet direkt im Tal. In unserer Recherche haben wir für Saalbach und Hinterglemm weder einen Nationalpark noch ein Naturschutzgebiet gefunden, das wir mit Fläche, Gründungsjahr und Quelle nennen könnten. Das heißt nicht, dass es keine Schutzgebiete oder Biotope gibt, denn das Land Salzburg führt ein eigenes Verzeichnis. Es heißt nur, dass wir keines nennen, das wir nicht geprüft haben.

Der nächste große Schutzraum ist der Nationalpark Hohe Tauern im Pinzgau, südlich von Zell am See. Er umfasst laut Nationalparkverwaltung 1.856 Quadratkilometer in drei Bundesländern, auf Salzburg entfallen 805 Quadratkilometer, davon 539 Kernzone und 266 Außenzone. Der Salzburger Teil wurde 1984 gesetzlich geschützt. Einen Tagesausflug vom Glemmtal aus kannst du über Zell am See planen, den Salzburger Teil beschreiben wir in unserem Beitrag zum Nationalpark Hohe Tauern in Salzburg.

So verhältst du dich auf Alm und Berg

Auch ohne Schutzgebiet gilt: Das Gelände ist Weide, Wald und Lebensraum für Wildtiere. Bleib auf markierten Wegen, schließ Weidetore wieder, nimm deinen Müll mit und halte Abstand zu Kühen und Wild. Das gilt auch fürs Rad: Fahr nur dort, wo Strecken ausgewiesen und freigegeben sind. Informier dich vor der Tour beim Tourismusverband oder bei den Bahnen über aktuelle Wegsperren, denn die ändern sich mit Wetter und Saison.

Eine Lücke bleibt: Wie das Bike-Wegenetz gelenkt wird und welche Flächen dafür beansprucht werden, haben wir in keiner geprüften Quelle gefunden. Deshalb nennen wir keine Zahlen dazu. Mehr zu dem, was wir zur Beschneiung und den Bahnen belegen können, steht im Abschnitt „Skifahren und Bergbahnen“ weiter unten.

Anreise ohne Auto: Bahn, Bus und die letzte Meile

Das Glemmtal hat keinen eigenen Bahnhof, aber zwei Bahnhöfe in der Nähe, und das reicht für einen Urlaub ohne Auto. Die Strecke vom Bahnhof ins Tal fährst du mit dem Bus. Wie lange die Fahrt dauert, ändert sich mit Fahrplan und Verkehr, schau deshalb in die Auskunft der ÖBB und des Salzburger Verkehrsverbunds. Wir drucken bewusst keine Fahrpläne ab.

Mit der Bahn ins Glemmtal

Laut Tourismusverband erreichst du das Tal über die Bahnhöfe Zell am See und Maishofen-Saalbach. In Zell am See halten die meisten Verbindungen, deshalb ist der Bahnhof der wichtigste Knoten. Aus Wien fährt laut Tourismusverband die WESTbahn mit direkten Verbindungen nach Maishofen-Saalbach, am Wochenende gibt es außerdem einen ÖBB-Intercity. Auch aus München und aus der Schweiz gibt es laut Tourismusverband Bahnverbindungen, und die Nachtzüge des Nightjet-Netzes fahren nach Innsbruck oder Salzburg, von wo du am Morgen weiterreist.

Im Tal unterwegs: Bus 680

Die Linie 680 fährt laut Tourismusverband stündlich von Zell am See nach Saalbach, Hinterglemm und Lengau. Im Sommer 2026 hat der Salzburger Verkehrsverbund zwischen Saalbach und Hinterglemm zusätzliche Verstärkerbusse eingesetzt, bis zum Ende der Schulferien, wie Salzburg24 am 24. Juli 2026 meldete. Finanziert wird das über die Tourismusabgabe, die seit 1. Mai 2025 auch das Guest Mobility Ticket bezahlt. Mehr zu diesem Ticket findest du im Abschnitt zur Joker Card.

Zwei Lücken, die du kennen solltest: Fahrräder können laut Tourismusverband in den Bussen im Allgemeinen nicht mitfahren, im Zug brauchst du je nach Anbieter ein eigenes Ticket. Der Tourismusverband empfiehlt deshalb, Gepäck vorab per Bahn zu schicken oder Ausrüstung vor Ort zu leihen. Wer mit Ski oder viel Gepäck anreist, fragt seine Unterkunft schon bei der Buchung nach Abholung am Bahnhof. Weitere Ideen findest du in unserem Ratgeber zum Thema öffentliche Verkehrsmittel nutzen.

Joker Card und Bergbahnen: was drin ist und was nicht

Hier lohnt genaues Lesen, denn Saalbach ist eine seltene Ausnahme: Anders als in vielen Regionen sind Bergbahnen mit der Gästekarte hier tatsächlich inklusive, allerdings nur unter Bedingungen. Wir geben die Leistungen deshalb nach der Seite des Tourismusverbands wieder.

Was die Joker Card im Sommer 2026 bringt

  • Sechs Bergbahnen sind unbegrenzt inklusive, laut Tourismusverband sind das Kohlmaisbahn, Schattberg X-press, Schattberg Sprinter, Westgipfelbahn, 12er KOGEL Bahn und Hochalmbahn.
  • Leogang: zwei freie Fahrten täglich auf den Leoganger Bahnen.
  • Bike: 20 Prozent Ermäßigung auf Bike-Tickets mit unbegrenzten Fahrten an allen neun Bahnen der Region, gültig nur an den Kassen in Saalbach Hinterglemm, dazu zwei freie Bike-Transporte täglich.
  • Weitere Leistungen: der Shuttlezug in Hinterglemm, Kinder-Erlebnisse, Minigolf, Tennis, Schwimmbad, geführte Wanderungen und Museumseintritt.

Die Karte gilt 2026 vom 22. Mai bis 26. Oktober. Sie ist auf deinen Namen ausgestellt und nicht übertragbar. Kinder ab Jahrgang 2022 bekommen keine eigene Karte, sie haben ohnehin freien Eintritt.

Der Haken: nur bei Partnerbetrieben

Du bekommst die Joker Card laut Tourismusverband direkt bei der Anreise von deinem Gastgeber, wenn er Partnerbetrieb ist. Nicht jede Unterkunft in Saalbach und Hinterglemm nimmt teil. Frag deshalb bei der Buchung ausdrücklich nach der Joker Card und lass sie dir für deine Reisetage bestätigen. Wenn du ohne Karte reist, zahlst du die Bergbahnen regulär.

Bus und Bahn: das Guest Mobility Ticket

Bus und Bahn fährst du im Bundesland Salzburg mit dem Guest Mobility Ticket. Laut Salzburger Land Tourismus gilt es für alle Übernachtungsgäste im Bundesland, du bekommst es bei der Unterkunft, und es umfasst Regionalbusse und Züge. Bergbahnen sind ausdrücklich nicht enthalten. Finanziert wird es seit 1. Mai 2025 über eine Abgabe von 0,50 Euro pro Person und Nacht, ganz gratis ist es also nicht. Der Tourismusverband weist darauf hin, dass das Ticket unabhängig von der Joker Card gilt.

Unsere Einordnung: Hier ist beides geregelt. Der Bus ist über das Guest Mobility Ticket abgedeckt, und sechs Bahnen sind über die Joker Card inklusive, sofern dein Gastgeber Partner ist. Das ist mehr, als viele Regionen bieten. Prüf die Leistungsliste trotzdem jede Saison, denn Umfang und Preise ändern sich.

Aktivitäten: Wandern, Radeln und Ausflüge mit Kindern

Wandern und Hütten

Der Tourismusverband nennt rund 400 Kilometer Wanderwege, von entspannten Panoramaspaziergängen bis zu sportlichen Bergtouren, und eine interaktive Wanderkarte zur Planung. Dazu kommen mehr als 40 Hütten, in denen regionale Gerichte serviert werden. Die Bahnen verkürzen Anstiege, du entscheidest selbst, wo du auf- oder absteigst. Wer die Bahn auslässt, spart Energie und kommt mit weniger Menschen aus. Für längere Touren brauchst du Wetterkunde, gutes Schuhwerk und einen Plan für den Rückweg, denn Bahn und Bus fahren nicht rund um die Uhr.

Eine Idee für einen ruhigeren Tag: Fahr mit einer der inkludierten Bahnen hinauf, wandere talwärts und steig am Nachmittag in den Bus 680, bevor es voll wird. So nutzt du die Joker Card, schonst die Knie und musst am Abend nicht mehr fahren.

Mit Kindern: Berg Kodok und Heilkräuterweg

Der Familienberg Kodok in Hinterglemm ist ein Lehrpfad mit Spielstationen. Laut Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft ist die Rundstrecke drei Kilometer lang, du brauchst etwa zwei Stunden, überwindest 300 Höhenmeter und kommst an zehn Stationen vorbei. Der Pfad wurde 2007 eröffnet, ist von Frühjahr bis Herbst begehbar und kostet keinen Eintritt. Der Startpunkt liegt an der Bergstation der Reiterkogelbahn, wie die Seite angibt.

Am Reiterkogel liegt außerdem ein Heilkräuterweg. Laut Salzburger Land Tourismus liegt er auf 1.544 Metern direkt neben der Reiteralm und zeigt Heil- und Alpenblumen der Region. Länge, Dauer und Öffnungszeiten haben wir nicht verifiziert, frag beim Tourismusverband nach. Ob die Reiterkogelbahn in deiner Reisewoche fährt, prüfst du vor dem Ausflug.

Mountainbike und E-Bike

Der Tourismusverband bezeichnet Saalbach als größte Bike-Region Österreichs, mit 120 Kilometern Strecken und Trails, die über bis zu neun Bahnen auf sieben Bergen erreichbar sind. Die Region richtet sich laut Tourismusverband an Freerider, Enduro- und Downhill-Fahrer, aber auch an Tourenfahrer und E-Biker. Mit der Joker Card bekommst du 20 Prozent auf Bike-Tickets mit unbegrenzten Fahrten und zwei freie Bike-Transporte pro Tag.

Ehrlich eingeordnet: Die Strecken liegen im Gelände der Bergbahnen und sind ein Eingriff in die Landschaft. Wie du dich auf den Trails verhältst, hängt von deinem Können ab. Nimm Schutzausrüstung mit, wähl Strecken nach deinem Niveau, und frag beim Verleih nach der Streckenlage am Tag. Grundlagen zum Thema findest du in unserem Beitrag zum Mountainbiken als nachhaltige Aktivität.

Skifahren und Bergbahnen: ehrlich betrachtet

Im Winter ist Saalbach Hinterglemm Teil des Skicircus mit 270 Pistenkilometern und 70 Liften, wie der Tourismusverband angibt. Mit der Ski ALPIN CARD gibt es laut Tourismusverband bis zu 408 Pistenkilometer, weil das Gebiet mit Fieberbrunn verbunden ist. Das ist ein großer Eingriff in die Landschaft, auch wenn einzelne Maßnahmen grün sind.

Salzburger Land Tourismus nennt für Saalbach Hinterglemm diese Maßnahmen: Photovoltaikanlagen auf Seilbahngebäuden, Luft- und Erdwärmepumpen für die Heizung von Liftstationen und Windturbinen auf der neu gebauten Bergstation der Limberg 8er Sesselbahn. Für die Beschneiung nennt der Landestourismus den Einsatz moderner, möglichst effizienter Schneigeräte. Zahlen dazu fehlen, weder zu erzeugter Strommenge noch zu Einsparungen oder Wasserbedarf.

Die Seite des Tourismusverbands zu den Initiativen der Liftbetreiber wird laut eigenem Hinweis gerade überarbeitet, als wir sie abgerufen haben, standen dort keine Details. Deshalb können wir keine geprüften Werte zu Energiebedarf, Beschneiung oder Ökostrom nennen. Solche Maßnahmen verbessern die Bilanz einer Bahn, machen Pisten und Anlagen aber nicht zu Naturschutz. Wer Ski fährt, reist am besten mit der Bahn an und nutzt Bus und Bahn im Tal.

Nachhaltig übernachten und essen

Eine ehrliche Antwort zuerst: Wir haben im Glemmtal keinen Betrieb mit belegtem Nachhaltigkeitssiegel gefunden. In der Betriebsliste auf umweltzeichen-hotels.at haben wir am 2. Oktober 2026 keinen Betrieb aus Saalbach oder Hinterglemm gefunden. Das heißt nicht, dass es keinen gibt, denn die Liste kann unvollständig sein. Es heißt aber, dass wir keine Unterkunft empfehlen, die wir nicht geprüft haben.

In der Nähe stehen laut dieser Liste Betriebe mit Österreichischem Umweltzeichen in Leogang (Biohotel Rupertus, Salzburger Hof Leogang, Hotel Der Löwe), in Wagrain (Naturidyll Hotel Edelweiss, Hotel Alpina) und in Kaprun (TAUERN SPA). Das ist keine Empfehlung für Saalbach, aber ein Hinweis, wo du in der Umgebung geprüfte Häuser findest. Mehr dazu in unseren Beiträgen zu Saalfelden und Leogang und Zell am See und Kaprun.

Wir haben die frühere Auswahl an Hotelkarten bei Booking.com entfernt, weil wir für diese Häuser keinen Umweltnachweis gefunden haben. Wenn du eine Unterkunft suchst, geh so vor:

  • Suche auf umweltzeichen.at nach Betrieben im Glemmtal und im Pinzgau.
  • Frag Gastgeber direkt nach Zertifikaten, Energiequelle und Herkunft der Lebensmittel.
  • Achte auf Siegel mit unabhängiger Prüfung (Österreichisches Umweltzeichen, EU Ecolabel, Green Globe, TourCert, Green Key). Eigene Versprechen ohne Prüfung zählen weniger.
  • Frag, ob dein Gastgeber Joker-Card-Partner ist, denn davon hängen die Bergbahnen ab.

Beim Essen gilt: „Regional“ ist kein geschützter Begriff. Auf den Hütten kannst du fragen, woher Fleisch, Milch und Käse stammen. Wer direkt beim Hof oder auf der Alm kauft, spart Verpackung und stärkt die Betriebe im Tal. Mehr zu bäuerlichen Betrieben findest du in unserem Beitrag zum Urlaub am Bio-Bauernhof.

Ruhig und bewusst reisen: Tipps für entspannte Tage

Ein paar einfache Entscheidungen verbessern deinen Aufenthalt und kosten nichts:

  • Bleib länger an einem Ort. Wer fünf Nächte im Tal bleibt und Bus und Bahnen nutzt, braucht kein Auto und lernt die Wege besser kennen als bei Tagesausflügen.
  • Starte früh. Vormittags sind Bahnen und Wege leerer, mittags füllen sich Hütten und Trails.
  • Verteile Bahn und Fußweg. Bergauf mit der Bahn, talwärts zu Fuß, oder umgekehrt. Das schont Knie und Geldbörse.
  • Nutze die Gäste-Angebote. Mit der Joker Card sind laut Tourismusverband geführte Wanderungen inklusive. Sie geben dir Wissen zu Natur und Region, das du allein nicht bekommst.
  • Pack leicht. Mit Bahn und Bus kommst du mit wenig Gepäck besser zurecht. Wetterfeste Kleidung in Schichten reicht für die meisten Tage.

Checkliste: Das klärst du vor der Buchung

Diese Punkte ändern sich von Jahr zu Jahr, deshalb prüfst du sie direkt bei den Anbietern:

  • Ob dein Gastgeber Joker-Card-Partner ist und welche Bahnen in deiner Reisewoche laufen.
  • Ob die Bahnen und Hütten in deiner Reisewoche in Betrieb sind, besonders im Herbst und im Frühling.
  • Ob dein Gastgeber Abholung am Bahnhof Zell am See oder Maishofen-Saalbach anbietet.
  • Ob dir beim Check-in das Guest Mobility Ticket ausgestellt wird.
  • Ob die Unterkunft ein Umweltzeichen oder ein vergleichbares geprüftes Siegel hat.
  • Wie du dein Rad oder Gepäck ins Tal bekommst, da Räder laut Tourismusverband im Bus meist nicht mitfahren.

Häufige Fragen zu Saalbach Hinterglemm

Kann ich Saalbach Hinterglemm ohne Auto bereisen?

Ja. Du fährst mit dem Zug bis Zell am See oder Maishofen-Saalbach und dann mit der Buslinie 680 ins Tal, laut Tourismusverband stündlich. Im Tal fährst du mit dem Guest Mobility Ticket, das alle Übernachtungsgäste im Bundesland Salzburg bekommen. Frag bei Ski und viel Gepäck deine Unterkunft nach Abholung.

Sind Bergbahnen mit der Joker Card kostenlos?

Teilweise, und nur bei Partnerbetrieben. Laut Tourismusverband sind im Sommer 2026 sechs Bahnen unbegrenzt inklusive, in Leogang zwei Fahrten täglich. Bike-Tickets sind um 20 Prozent ermäßigt. Die Karte gilt vom 22. Mai bis 26. Oktober. Frag bei der Buchung, ob dein Gastgeber teilnimmt.

Was ist das Guest Mobility Ticket?

Es gilt für alle Übernachtungsgäste im Bundesland Salzburg, du bekommst es bei der Unterkunft. Es umfasst Regionalbusse und Züge, aber keine Bergbahnen. Finanziert wird es seit 1. Mai 2025 über eine Abgabe von 0,50 Euro pro Person und Nacht.

Wann ist die beste Reisezeit für Saalbach Hinterglemm?

Für Wandern und Ruhe empfehlen wir den frühen Herbst, solange Bahnen und Hütten offen sind. Die Joker Card endet 2026 am 26. Oktober. Zum Skifahren kommst du im Winter, am besten außerhalb der Ferienwochen. Prüf Betriebszeiten vorab, sie ändern sich jährlich.

Wie viele Wander- und Bike-Strecken gibt es?

Der Tourismusverband nennt rund 400 Kilometer Wanderwege und 120 Kilometer Bike-Strecken und Trails, erreichbar über bis zu neun Bahnen auf sieben Bergen. Dazu kommen mehr als 40 Hütten. Die Zahlen stammen vom Tourismusverband, prüf die aktuelle Wanderkarte vor der Tour.

Was kann ich mit Kindern unternehmen?

Der Familienberg Kodok in Hinterglemm ist ein Lehrpfad mit Spielstationen: drei Kilometer, etwa zwei Stunden, kostenlos, Start an der Reiterkogelbahn. Mit der Joker Card sind laut Tourismusverband außerdem Kinder-Erlebnisse, Minigolf und Schwimmbad inklusive. Am Reiterkogel gibt es einen Heilkräuterweg neben der Reiteralm.

Gibt es Umweltzeichen-Betriebe in Saalbach Hinterglemm?

Wir haben am 2. Oktober 2026 in der Betriebsliste auf umweltzeichen-hotels.at keinen Betrieb aus Saalbach oder Hinterglemm gefunden. Die Liste kann unvollständig sein. Geprüfte Häuser gibt es laut Liste in Leogang, Wagrain und Kaprun. Frag Gastgeber direkt nach Zertifikaten.

Ist Skifahren in Saalbach Hinterglemm nachhaltig?

Der Landestourismus nennt Photovoltaik auf Seilbahngebäuden, Wärmepumpen und Windturbinen an einer Bergstation, aber keine Zahlen. Zur Beschneiung haben wir keine geprüften Werte. Pisten und Anlagen bleiben ein Eingriff in die Landschaft. Wer anreist, nutzt am besten Bahn und Bus.

Fazit: ein Wochenende im Glemmtal ohne Auto

Saalbach Hinterglemm ist kein Ort, an dem alles nachhaltig ist, aber einer, an dem du ohne Auto viel erlebst. Zug und Bus bringen dich ins Tal, die Joker Card öffnet sechs Bahnen, und Wanderwege und Hütten liegen in Reichweite. Bei Unterkünften, Naturschutz und Beschneiung fehlen uns belegte Nachweise, und das sagen wir dir offen.

Unser Vorschlag für ein Wochenende ohne Auto: Freitag mit dem Zug nach Zell am See oder Maishofen-Saalbach, weiter mit dem Bus 680 und zu einer Unterkunft, die Joker-Card-Partner ist. Samstag früh mit einer inkludierten Bahn auf den Berg, eine Hüttenrunde gehen und talwärts wandern. Sonntag mit der Familie oder allein den Kodok-Pfad am Reiterkogel erkunden, am Nachmittag zurück mit Bus und Zug. Frag bei der Unterkunft nach Gepäcktransport und prüf die Betriebszeiten der Bahnen vorab.

Offizielle Infos: saalbach.com (Tourismusverband: Anreise, Joker Card, Sommer, Bike) · salzburgerland.com (Guest Mobility Ticket, Nachhaltigkeit im Skigebiet) · oebb.at und salzburg-verkehr.at (Fahrpläne) · umweltzeichen.at (zertifizierte Betriebe)

Weitere Regionen in Salzburg: Salzburg-Übersicht | Saalfelden und Leogang | Zell am See und Kaprun | Nationalpark Hohe Tauern

Quellen: Tourismusverband Saalbach Hinterglemm, saalbach.com (Joker Card Sommer 2026, Sommer, Winter, Anreise, Buslinien, The Green Road; abgerufen am 2. Oktober 2026) | Salzburger Land Tourismus (Guest Mobility Ticket; Nachhaltigkeit im Skigebiet; Heilkräuterweg) | Salzburg24 (Verstärkerbusse Linie 680, 24. Juli 2026) | Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, bmluk.gv.at (Lehrpfad Berg Kodok) | Nationalpark Hohe Tauern, hohetauern.at (Fläche, Gründung) | umweltzeichen-hotels.at (Betriebsliste, abgerufen am 2. Oktober 2026)

Nachhaltiger Tourismus Österreich
Logo
Compare items
  • Total (0)
Compare
0
Shopping cart