Oberes Kremstal: nachhaltig reisen zwischen Kirchdorf, Micheldorf und Schlierbach
Micheldorf, Kirchdorf und Schlierbach liegen an der Pyhrnbahn, und beim Kremsursprung in Micheldorf startet die Runde auf die Kremsmauer: 13,5 Kilometer, 1.508 Höhenmeter, nur für Trittsichere. Im Tal warten ein Stift mit Käserei, ein Museum über 400 Jahre Sensenschmiede und ein Radweg am Fluss. Das Obere Kremstal passt zu dir, wenn du nachhaltig reisen möchtest. Ehrlich gehört dazu: Als eigene Tourismusregion führt das amtliche Verzeichnis 2026 es nicht mehr.
Beiträge aus der Region Oberes Kremstal
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Die Region auf einen Blick: Orte, Verband und Abgrenzung
Das Obere Kremstal ist der obere Abschnitt des Kremstals an der Pyhrnbahn. Auf dieser Seite gehören dazu Kirchdorf an der Krems (Bezirkshauptstadt), Micheldorf, Schlierbach, Klaus an der Pyhrnbahn und Inzersdorf im Kremstal. Der Benediktpilgerrundweg nennt außerdem Nußbach und Wartberg als Stationen im selben Talabschnitt. Schlierbach ist mit 2.941 Einwohnern und einer Seehöhe von 478 Metern laut Oberösterreich Tourismus ein kleiner Ort, der trotz seiner Kulturangebote den Dorfcharakter behalten hat.
Zur Einordnung der Tourismusstruktur: Die Gemeinden Kirchdorf, Micheldorf, Schlierbach, Klaus und Inzersdorf gehören laut Verzeichnis der Tourismusverbände und Gemeinden 2026 (Oberösterreich Tourismus) zum Verband „Alpenland“, der nach außen als 360° Alpenland auftritt. Einen eigenen Verband „Oberes Kremstal“ führt dieses Verzeichnis nicht. Ein privates Verbandsverzeichnis im Netz listet unter diesem Namen noch einen Tourismusverband mit Sitz am Hauptplatz in Kirchdorf. Wir behandeln „Oberes Kremstal“ deshalb als Bezeichnung für den Talabschnitt, nicht als aktuelle Marke, und prüfen jede Angabe zu Gästekarten und Angeboten gegen die Quelle des Verbands.
Damit jeder Ort nur an einer Stelle steht, grenzen wir so ab: Hinterstoder, Windischgarsten und Spital am Pyhrn mit Bergbahnen und Almen findest du bei Pyhrn–Priel. Kremsmünster, Bad Hall und das Kurangebot stehen bei Bad Hall–Kremsmünster. Die Wälder und Schluchten im Gebirge beschreibt der Beitrag zum Nationalpark Kalkalpen. Einen Überblick über das ganze Bundesland gibt die Oberösterreich-Übersicht.
Beste Reisezeit im Oberen Kremstal
Das Tal hat keine Hochsaison im Sinn eines Badesees oder Skigebiets. Die Reisezeit richtet sich nach dem, was du vorhast, und nach den Öffnungszeiten der Kulturorte. Als Orientierung helfen die Saisonangaben der Anbieter, sie ändern sich, prüf sie vor der Reise.
Frühling (März bis Mai): Für die Kremsmauer nennt Oberösterreich Tourismus die Monate März bis November als geeignet. Im Frühjahr bist du aber oft noch auf Schneeresten und nassem Fels unterwegs, wo Seilversicherungen im Spiel sind. Der Benediktpilgerrundweg ist laut Beschreibung von April bis Oktober empfohlen. Das Sensenmuseum in Micheldorf öffnet laut Betreiber Anfang Mai.
Sommer (Juni bis August): Alle Angebote laufen: Museum, Pilgerweg, Radweg, Almen. Die Pyhrn-Priel ActiveCard gilt laut 360° Alpenland vom 1. Mai bis 1. November 2026. Für lange Bergtage brauchst du früh gesetzte Startzeiten, sonst holt dich die Mittagshitze auf der Kremsmauer ein.
Herbst (September bis Oktober): Aus unserer Sicht die stimmigste Zeit für diese Region. Das Sensenmuseum hat laut Betreiber bis Ende Oktober geöffnet, Pilgerweg und Kremstalradweg sind angenehm zu gehen und zu fahren, und die Tage reichen noch für die Kremsmauer. Im November läuft die Saison der meisten Angebote aus.
Winter (November bis Februar): Ruhig im Tal. Das Sensenmuseum ist geschlossen, die Stiftsführungen in Schlierbach laufen laut Angebotsbeschreibung ganzjährig während der Café-Zeiten, aber nur mit Anmeldung. Skifahren und Bergbahnen gibt es in Hinterstoder, das bei Pyhrn–Priel steht. Der Kremstalradweg ist technisch das ganze Jahr nutzbar, der Reiz liegt aber klar in der warmen Jahreshälfte.
Naturschutz: Was wir belegen können und was nicht
Hier beginnt die ehrliche Antwort mit einer Lücke. Die Bezirkshauptmannschaft Kirchdorf erklärt auf ihrer Seite zwar die Kategorien Europaschutzgebiet, Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet, geschützter Landschaftsteil, Naturdenkmal und Naturhöhle, nennt aber keine einzelnen Gebiete in den Talgemeinden. Wir haben deshalb bei unserer Recherche kein Schutzgebiet mit belegter Fläche und Gründungsjahr gefunden, das wir diesem Talabschnitt zuordnen könnten, und nennen keines. Das ist eine Lücke unserer Recherche und kein Beleg dafür, dass es nichts gibt.
Wenn dir das wichtig ist: Das Land Oberösterreich führt Schutzgebiete und Naturdenkmäler im Naturschutzbuch und im Kartendienst DORIS. Dort kannst du Gemeinde für Gemeinde nachsehen, bevor du eine Tour planst. Der Nationalpark Kalkalpen liegt als Nachbar im Süden. Was dort gilt, steht im Beitrag zum Nationalpark Kalkalpen. Übertrage seine Regeln nicht automatisch auf das Tal.
Renaturierung der Krems: Naturschutz, der deine Planung betrifft
Einen konkreten Eingriff für den Fluss können wir belegen: Laut Oberösterreich Tourismus ist der Kremstalradweg bis Dezember 2027 teilweise gesperrt, weil die Krems renaturiert wird. Die Sperrung betrifft den Abschnitt zwischen Rohr im Kremstal und Kematen an der Krems, also flussabwärts von Kirchdorf und Micheldorf. Eine Umleitung ist ausgeschildert. Für den Fluss ist das eine gute Nachricht, für deine Tagesplanung bedeutet es einen Umweg. Schau vor der Tour in den aktuellen Stand der Streckeninfo.
So verhältst du dich draußen richtig
Allgemeine Regeln gelten überall: Bleib auf markierten Wegen, nimm deinen Müll mit, halte Hunde an der Leine und störe keine Wildtiere. Auf Almen gehst du durch Weideflächen, schließ Gatter hinter dir und halte Abstand zu Kühen, besonders mit Hund. Wer die Kremsmauer geht, trägt ohnehin Verantwortung für sich selbst: Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind laut Tourenbeschreibung Voraussetzung.
Anreise ohne Auto: Pyhrnbahn, Rad und die letzte Meile
Das Obere Kremstal ist eines der Ziele in Oberösterreich, die sich gut auf der Schiene erschließen lassen. Die Pyhrnbahn führt von Linz durch das Kremstal Richtung Selzthal. Laut Oberösterreich Tourismus hält sie in Schlierbach, Kirchdorf und Micheldorf, am Bahnhof Kirchdorf halten laut der Ortsbeschreibung von Schlierbach auch InterCity-Züge. Klaus an der Pyhrnbahn, der Startpunkt des Kremstalradwegs, liegt ebenfalls an der Strecke. Takt, Fahrzeit und Preise nennen wir nicht, sie ändern sich. Die aktuellen Verbindungen findest du in der ÖBB-Fahrplanauskunft und im Oberösterreichischen Verkehrsverbund.
Mit der Bahn: drei Haltestellen, drei Zugänge
Die drei Haltestellen sind gut gewählte Basen. Schlierbach ist ideal, wenn du das Stift besuchst oder den Benediktpilgerrundweg beginnst, denn der Rundweg zweigt laut Beschreibung dort vom Hauptweg ab. Micheldorf bringt dich zum Sensenmuseum und zum Kremsursprung, dem Ausgangspunkt der Kremsmauer-Runde. Kirchdorf ist die Bezirkshauptstadt, und am Bahnhof halten laut Oberösterreich Tourismus auch InterCity-Züge. Wie weit der Fußweg vom jeweiligen Bahnhof zum Ziel ist, haben wir nicht belegt. Miss die Strecke vor der Reise im Kartendienst deiner Wahl, vor allem mit Gepäck.
Rad und Bahn kombinieren
Für den Kremstalradweg ist die Bahn der natürliche Partner: Laut Oberösterreich Tourismus kannst du die ÖBB in fast jedem Ort entlang des Radwegs für An- oder Rückreise nutzen. Welche Züge Räder mitnehmen und ob du reservieren musst, prüfst du vorab bei der ÖBB. Eine lineare Tour mit Zug zurück erspart dir die Rückfahrt auf demselben Weg.
Die letzte Meile: Wo wir keine Belege haben
Zu Buslinien im Tal, etwa zu den Almen oder zu einzelnen Ausflugszielen, haben wir keine verlässlichen Angaben gefunden, und wir erfinden keine. Prüf in der Fahrplanauskunft des Verkehrsverbunds, welche Linien an deinem Reisetag fahren. Wer mit Rad oder zu Fuß unterwegs ist, kommt auf den Talwegen gut ohne Bus aus. Wer schwer trägt oder spät ankommt, fragt bei der Unterkunft nach Gepäcktransport oder Abholung vom Bahnhof. Ehrlich gesagt: Auf die Berge ohne Auto zu kommen, ist hier mehr Planung als im Tal.
Gästekarte und Bergbahnen: Vorsicht bei Annahmen
Der Verband Alpenland nennt auf 360° Alpenland drei Gästekarten: die Pyhrn-Priel ActiveCard für die Berggebiete, die Bad Hall Gästekarte und die Steyr Gästekarte. Eine eigene Karte für Kirchdorf, Micheldorf oder Schlierbach haben wir nicht gefunden.
Zur ActiveCard schreibt 360° Alpenland: Sie gilt vom 1. Mai bis 1. November 2026, nach nur einer Nächtigung bei rund 195 Partnerbetrieben, und enthält „über 50 Gratis- und 26 Bonusleistungen“, darunter die Bergbahnen in Hinterstoder (Höss) und auf der Wurzeralm. Ob Betriebe im Oberen Kremstal Partner sind und ob einzelne Leistungen hier gelten, steht auf den von uns gelesenen Seiten nicht. Geh deshalb nicht davon aus, dass dir die Karte im Tal etwas bringt, und frag bei der Buchung konkret nach der Leistungsliste.
Die Bergbahn-Falle in Kurzform: Eine Gästekarte mit Bergbahnen ist keine Garantie für kostenlose Fahrten im Talort, und eine Talkarte ist keine Garantie für Bergbahnen. Bergbahnen gibt es im Oberen Kremstal selbst nicht. Die Bahnen in Hinterstoder und auf der Wurzeralm gehören zu Pyhrn–Priel, und wie dort Beschneiung und Sommerbetrieb einzuordnen sind, steht auch dort.
Aktivitäten: Berg, Fluss und Pilgerweg
Kremsmauer: die große Runde ab Kremsursprung
Die Kremsmauer ist die Bergtour dieser Region. Laut Oberösterreich Tourismus ist die Runde 13,5 Kilometer lang, hat 1.508 Höhenmeter und dauert rund sechs Stunden. Der Gipfel liegt auf 1.604 Metern, der höchste Punkt der Route auf 1.596 Metern. Unterwegs kommst du an der Parnstaller Alm (1.165 Meter), am Törl (1.457 Meter) und an der Gradnalm vorbei. Eingestuft ist die Tour als schwierig bis sehr schwierig: Ab dem Aufstieg zum Törl brauchst du Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, es gibt Seilversicherungen.
Als Ausgangspunkt nennt die Beschreibung den Parkplatz beim Kremsursprung in Micheldorf. Mit dem Zug kommst du bis zu den Haltestellen Micheldorf, Kirchdorf oder Schlierbach, wie du von dort zum Kremsursprung kommst, haben wir nicht belegt. Plane diese Etappe vorab, damit du nicht erst am Bahnhof entscheidest. Die Tour ist nichts für Einsteiger und nichts für unsichere Wetterlagen. Gewitter und nasser Fels machen sie gefährlich, dreh lieber um, als dich durchzukämpfen.
Kremstalradweg R10: dem Fluss folgen
Der Kremstalradweg R10 führt laut Oberösterreich Tourismus 65,4 Kilometer von Klaus an der Pyhrnbahn bis Traun. Er folgt der Krems von der Quellregion bis zur Mündung in die Traun und führt an Stift Schlierbach, Stift Kremsmünster, Schloss Altpernstein und Schloss Traun vorbei. Die Beschreibung nennt ihn eine leichte Tour, wertet die Kondition aber als sehr anspruchsvoll, vor allem wegen der Länge. Rechne mit gut viereinhalb Stunden reiner Fahrzeit. Der Belag wechselt zwischen Asphalt, Schotter und Straße, an Rastplätzen informieren Tafeln über Burgen, Schlösser und Klöster.
Zwei Hinweise für die Planung: Die Teilsperrung durch die Renaturierung (siehe Naturschutz) liegt flussabwärts, im Oberen Kremstal selbst bist du davon zunächst nicht betroffen. Willst du aber bis Kremsmünster oder Traun fahren, plan die Umleitung ein. Und: Andere Angaben nennen für den R10 leicht abweichende Längen, wir halten uns an die genannte Quelle.
Benediktpilgerrundweg: drei Etappen zu Fuß
Für alle, die langsam reisen möchten: Der Benediktpilgerrundweg Kremstal ist ein 50 Kilometer langer Rundweg in drei Tagesetappen. Er zweigt in Schlierbach vom Hauptweg ab und verbindet laut Oberösterreich Tourismus Schlierbach, Nußbach, Wartberg, Inzersdorf, Micheldorf und Kirchdorf. Die erste Etappe ist 15,1 Kilometer lang, dauert etwa 3 Stunden 49 Minuten und hat 226 Höhenmeter Anstieg, die Einstufung lautet mittel. Empfohlen sind die Monate April bis Oktober. Bahnhaltestellen gibt es laut Beschreibung in Schlierbach, Kirchdorf und Micheldorf, für Fahrpläne verweist sie auf den Verkehrsverbund.
Das ist die Variante für dich, wenn du keinen Gipfel brauchst, sondern ein langsames Wochenende mit Gehen, Einkehr und kurzen Bahnfahrten. Mehr zum Hintergrund des Weges erfährst du bei Oberösterreich Tourismus und in den Unterkünften entlang der Route.
Kultur: Stift Schlierbach und Sensenschmiede Micheldorf
Stift Schlierbach: Kloster, Käserei und Glas
Das Zisterzienserstift Schlierbach ist mehr als ein Museum. Laut Oberösterreich Tourismus gehören eine Käserei, eine Glaswerkstätte mit Galerie, ein Bildungszentrum und ein Gymnasium zum Komplex. Die Stiftskirche beschreibt die Quelle als eines der prächtigsten Kircheninterieurs Österreichs, das ist eine Wertung der Quelle, die wir nur weitergeben. Ein Besuch ist also auch ein Blick auf ein Kloster, das arbeitet.
Die Führung mit Verkostung dauert laut Angebotsbeschreibung etwa zwei Stunden und umfasst Stift, Bibliothek, Käseverkostung und die Glasausstellung. Sie ist täglich während der Café-Zeiten möglich, nur mit Voranmeldung und ab vier Personen. Die Kosten hängen vom gewählten Paket ab und ändern sich, deshalb nennen wir keine Preise. Die Anmeldung läuft über stift-schlierbach.at oder telefonisch beim Stift. Die Käsesorten werden in der Beschreibung als Bio-Käse bezeichnet, ein Siegel haben wir nicht geprüft. Nimm das als Angabe des Anbieters.
Sensenmuseum Micheldorf: 400 Jahre Handwerk
Im Sensenmuseum am Gradenweg in Micheldorf wurden laut Betreiber über 400 Jahre lang Sensen hergestellt und in die ganze Welt exportiert. Im Mittelpunkt stehen die Industriegeschichte und die Familie des Unternehmers Caspar Zeitlinger, der im 19. Jahrhundert über 400 Beschäftigte hatte. Das Museum ist laut Betreiber von Anfang Mai bis Ende Oktober an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen von 14 bis 18 Uhr geöffnet, eine Führung beginnt um 14 Uhr, Gruppen melden sich vorher an. Der Zugang ist ebenerdig, für Details zur Barrierefreiheit fragst du direkt nach.
Wichtig für deine Planung: Das Museum ist ein Wochenendziel. Wer unter der Woche kommt, steht vor verschlossener Tür. Kombiniere den Besuch lieber mit der Kremsmauer-Runde oder einem Stück Radweg, denn der Ort liegt beim Kremsursprung und an der Pyhrnbahn. Öffnungszeiten ändern sich, prüf sie vorab auf sensen-museum.at.
Nachhaltig übernachten und essen: was geprüft ist und was nicht
Belastbare Siegel für Betriebe sind das Österreichische Umweltzeichen, das EU Ecolabel, Green Globe, TourCert und Green Key. Bei unserer Recherche konnten wir im Oberen Kremstal keinen Beherbergungsbetrieb mit einem dieser Siegel belegen. Das heißt nicht, dass es keinen gibt, aber wir können keinen empfehlen. Auf umweltzeichen.at findest du die aktuelle Betriebsliste mit Suche nach Ort und Bezirk, schau dort vor der Buchung nach.
Wir haben auf dieser Seite bewusst keine Hotelliste. Die frühere Auswahl bei Booking.com enthielt Häuser, für die wir keinen Umweltnachweis gefunden haben, und ist entfernt. Wenn du ein Haus buchst, frag nach Zertifikaten, Energiequelle und der Herkunft von Frühstück und Menü. Eine ehrliche Unterkunft beantwortet das gern. Für das Essen gilt dasselbe: „Regional“ ist kein geschützter Begriff, achte auf Herkunftsangaben und frag im Gasthaus nach, was aus der Umgebung stammt. Zur Käserei im Stift Schlierbach gehört laut Oberösterreich Tourismus eine Verkostung, Käse direkt am Ort zu probieren ist also möglich.
Weitere Ideen für deine Unterkunftswahl findest du in unseren Beiträgen zu Urlaub am Bio-Bauernhof und zu nachhaltigen Campingplätzen in Österreich. Beides sind Orientierungen, keine Empfehlungen für diese Region.
Für wen sich das Tal lohnt und für wen nicht
Das Obere Kremstal passt zu dir, wenn du Kultur und Bewegung verbindest, mit der Bahn reist und Öffnungszeiten als Teil der Reise akzeptierst. Es eignet sich für ein verlängertes Wochenende, für eine Woche mit festem Quartier und Tagestouren oder als Station einer Reise entlang der Pyhrnbahn.
Weniger passt es, wenn du spontan reisen willst, große Bergbahn- und Skigebiete suchst oder ein dichtes Busnetz mit Taktfahrplan erwartest. Dafür bist du bei Pyhrn–Priel besser aufgehoben. Zwei Schwächen nennen wir dir lieber vorab: Erstens haben wir keine Betriebe mit belegtem Umweltsiegel gefunden. Zweitens ist die letzte Meile zu den Bergtouren ohne Auto nicht belegt und braucht eigene Vorbereitung.
Häufige Fragen zum Oberen Kremstal
Kann ich das Obere Kremstal ohne Auto besuchen?
Ja, im Tal gut. Die Pyhrnbahn hält laut Oberösterreich Tourismus in Schlierbach, Kirchdorf und Micheldorf. Für Bergtouren wie die Kremsmauer musst du den Weg vom Bahnhof zum Kremsursprung selbst planen, wir haben ihn nicht belegt. Fahrzeiten prüfst du bei der ÖBB.
Gibt es einen Tourismusverband Oberes Kremstal?
Im amtlichen Verzeichnis der Tourismusverbände 2026 nicht. Dort gehören Kirchdorf, Micheldorf, Schlierbach, Klaus und Inzersdorf zum Verband Alpenland. Ein privates Verzeichnis listet unter dem Namen noch einen Verband in Kirchdorf. Wende dich bei Fragen an die Tourismusinformation vor Ort.
Wie schwer ist die Kremsmauer?
Schwierig bis sehr schwierig. Die Runde hat laut Oberösterreich Tourismus 13,5 Kilometer und 1.508 Höhenmeter, dauert rund sechs Stunden und verlangt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, ab dem Törl mit Seilversicherungen. Bei Nässe oder Gewitter solltest du nicht gehen.
Wie lang ist der Kremstalradweg und ist er befahrbar?
Der R10 ist laut Oberösterreich Tourismus 65,4 Kilometer lang und führt von Klaus nach Traun. Teile zwischen Rohr im Kremstal und Kematen an der Krems sind bis Dezember 2027 wegen der Renaturierung der Krems gesperrt, eine Umleitung ist ausgeschildert.
Gilt die Pyhrn-Priel ActiveCard im Oberen Kremstal?
Das konnten wir nicht belegen. Laut 360° Alpenland gilt sie bis 1. November 2026 bei Partnerbetrieben und enthält unter anderem die Bergbahnen in Hinterstoder und auf der Wurzeralm. Frag bei der Buchung nach, ob dein Betrieb Partner ist und welche Leistungen gelten.
Kann ich das Stift Schlierbach spontan besuchen?
Die Führung mit Verkostung ist laut Angebotsbeschreibung nur mit Voranmeldung und ab vier Personen buchbar. Melde dich vorab über stift-schlierbach.at oder telefonisch an und prüf, ob eine Gruppe bereits gebucht ist, der du dich anschließen kannst.
Wann hat das Sensenmuseum Micheldorf geöffnet?
Laut Betreiber von Anfang Mai bis Ende Oktober an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen von 14 bis 18 Uhr, Führung um 14 Uhr. Unter der Woche ist es geschlossen. Prüf die Zeiten vorab auf sensen-museum.at.
Gibt es nachhaltig zertifizierte Unterkünfte im Oberen Kremstal?
Wir haben bei unserer Recherche keine belegt. Auf umweltzeichen.at kannst du nach Betrieben mit dem Österreichischen Umweltzeichen suchen. Frag bei jeder Buchung nach Energie, Zertifikaten und Herkunft der Lebensmittel.
Gibt es Schutzgebiete im Oberen Kremstal?
Wir haben kein Schutzgebiet mit belegten Daten gefunden und nennen deshalb keines. Naturschutzgebiete, Europaschutzgebiete und Naturdenkmäler kannst du im Naturschutzbuch und im Kartendienst DORIS des Landes Oberösterreich gemeindeweise nachsehen.
Fazit: ein Wochenende ohne Auto im Kremstal
Das Obere Kremstal ist kein Ziel für Superlative, sondern für ein langsames Wochenende: Kloster, Handwerksgeschichte, ein Fluss mit Radweg und ein Berg für Geübte. Die Pyhrnbahn macht den Einstieg ohne Auto leicht, bei Bergtouren und Unterkünften bleiben Lücken, die wir offen benennen. Wenn du Kultur und Bewegung verbindest und ein paar Dinge vorab klärst, bekommst du hier eine stimmige Kombination.
Unser Vorschlag für ein Wochenende ohne Auto (Mai bis Oktober): Freitag mit der Pyhrnbahn nach Schlierbach, Gepäck im Quartier abgeben, abends spazieren. Samstag das Stift besuchen (Führung vorab anmelden), danach mit der Bahn nach Micheldorf und zum Sensenmuseum, das um 14 Uhr zur Führung öffnet. Sonntag ein Stück auf dem Kremstalradweg oder die erste Etappe des Benediktpilgerrundwegs, am Nachmittag mit dem Zug zurück. Wenn du fit bist und das Wetter stabil ist, tauschst du den Sonntag gegen die Kremsmauer-Runde, plane aber die Anreise zum Kremsursprung vorab.
Offizielle Infos: oberoesterreich.at (Kremstalradweg R10, Kremsmauer, Benediktpilgerrundweg, Sensenmuseum, Schlierbach) · 360alpenland.com (Verband Alpenland, Gästekarten) · stift-schlierbach.at (Führungen) · sensen-museum.at (Öffnungszeiten) · oebb.at und ooevv.at (Fahrpläne, Radmitnahme) · umweltzeichen.at (zertifizierte Betriebe) · land-oberoesterreich.gv.at (Naturschutz, DORIS)
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Quellen: Oberösterreich Tourismus (Verzeichnis der Tourismusverbände und Gemeinden 2026; Kremstalradweg R10; Bergtour Kremsmauer; Benediktpilgerrundweg Kremstal; Schlierbach; Führung Stift und Verkostung; Sensenmuseum Micheldorf) | 360° Alpenland / Alpenland Tourismus GmbH (Gästekarten, Pyhrn-Priel ActiveCard) | Bezirkshauptmannschaft Kirchdorf, land-oberoesterreich.gv.at (Schutzgebiete, allgemeine Kategorien) | Stift Schlierbach, stift-schlierbach.at | ÖBB und OÖVV (Pyhrnbahn, Radmitnahme)
