Salzburger Saalachtal: nachhaltig reisen zwischen Lofer, Unken und Weißbach

Morgens der Zug nach Salzburg, mittags der Bus ins Tal, und am Nachmittag stehst du im Salzburger Saalachtal unter den Loferer Steinbergen, ohne dass dein Auto je im Spiel war. Wer hier nachhaltig reisen will, kann das tun, braucht aber Planung für die letzte Meile. Dieser Ratgeber sagt dir, was wir aus offiziellen Quellen belegen konnten und wo noch Lücken sind.

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Beiträge aus der Region Salzburger Saalachtal

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Das Salzburger Saalachtal auf einen Blick

Die Tourismusregion Salzburger Saalachtal besteht laut Tourismusverband aus vier Gemeinden: Lofer, Unken, St. Martin bei Lofer und Weißbach bei Lofer. Das Tal liegt im Grenzdreieck von Salzburg, Tirol und Bayern, im Pinzgau. Über dem Tal stehen die Loferer und Leoganger Steinberge und das Steinerne Meer.

Auf unserer Seite gehört jeder Ort genau einer Region. Leogang zählt nicht zum Saalachtal, du findest es bei Saalfelden–Leogang. Auch Wolfgangsee und Fuschlsee liegen weit entfernt, die Seiten dazu heißen Wolfgangsee–Salzkammergut und Fuschlsee. Alle Regionen im Überblick zeigt der Salzburg-Hub.

Lofer

Lofer hat laut Tourismusverband einen gut erhaltenen historischen Ortskern mit Gasthäusern und Cafés, dahinter die Loferer Steinberge. Hier startet die Almenwelt Lofer, im Winter das Familienskigebiet des Tals, im Sommer Ausgangspunkt für Wanderungen. Das Steinbergbad zählt zur Leistungsliste der Gästekarte. Auf der Saalach, die bei Lofer durch die Teufelsschlucht rauscht, paddeln und raften Wassersportler, und beim jährlichen Lofer Rodeo kommen Gäste aus dem Ausland zum Zuschauen.

Unken

Unken hat rund 2.000 Einwohner und trägt laut Tourismusverband das Österreichische Wandergütesiegel. Das sagt etwas über Wegequalität, Infrastruktur und Gastgeber, nicht über die Umweltbilanz. Zum Ort gehört das Heutal mit Wanderwegen im Sommer, Skitouren im Winter und E-Mountainbike-Strecken. Im Kalchofengut, einem Regionalmuseum, erfährst du mehr über das bäuerliche Leben. Das Bad Unken steht ebenfalls auf der Leistungsliste der Gästekarte.

St. Martin bei Lofer

St. Martin liegt auf 633 Metern. Laut Salzburgerland Tourismus gibt es hier die Lamprechtshöhle, eine Durchgangshöhle mit 35 Kilometern Länge, die du bei geführten Besuchen wetterunabhängig erkundest. Die Vorderkaserklamm erreichst du über den Steinzeit-Erlebnisweg mit sechs Spielstationen für Kinder, daneben liegt ein Naturbadeplatz. Die Wallfahrtskirche Maria Kirchental auf 900 Metern ist ein Wanderziel mit ruhiger Atmosphäre.

Weißbach bei Lofer

Weißbach nennt sich Bergsteigerdorf, seit 2008 laut Alpenverein. Dazu gehören der Naturpark Weißbach, die Seisenbergklamm und vier Klettersteige (Gams Kitz, Zahme Gams, Weiße Gams, Wilde Gams). Die Klettersteige haben unterschiedliche Anforderungen, die Schwierigkeit prüfst du vorab bei Tourismusverband oder Bergführer. Wie das Dorf Naturpark und Bergsport zusammenbringt, erfährst du im Abschnitt zum Naturschutz.

Beste Reisezeit für das Salzburger Saalachtal

Mai bis Oktober: Die Saalachtal Card gilt laut Tourismusverband vom 1. Mai bis 31. Oktober, in dieser Zeit sind Höhle, Klammen und Bäder für Kartenbesitzer frei. Für Wanderungen, Klettersteige und Wassersport ist das die Hauptsaison. Wer Ruhe will, wählt Wochentage und Randmonate.

Winter: Die Almenwelt Lofer ist laut Tourismusverband ein familienfreundliches Skigebiet. Dazu kommen Langlaufen, Schneeschuhwandern, Rodeln und Eisklettern. Weißbach ist laut Naturpark ein Zentrum für hochalpine Skitouren, von mittelschweren bis zu anspruchsvollen Touren wie dem Birnhorn mit 2.634 Metern. Skitouren verlangen Lawinenkenntnis und aktuelle Lageberichte. Saisonstart und Schneelage legen die Betreiber jedes Jahr neu fest, wir nennen deshalb keine Termine.

Frühling und Spätherbst: Dazu haben wir keine belegten Betriebszeiten gefunden. Frag vor einer Reise nach Wegzustand, Hüttenöffnungen und Kartenzeiten, vor allem vor dem 1. Mai und nach dem 31. Oktober.

Naturschutz im Saalachtal: Was belegt ist

Naturpark Weißbach

Der Naturpark Weißbach bei Lofer ist laut Naturpark seit 2007 ein Naturpark und umfasst 28 Quadratkilometer in den Gemeinden Weißbach und St. Martin bei Lofer, zwischen 666 und 2.634 Metern Seehöhe. Er schützt eine bäuerlich gepflegte Kulturlandschaft mit Almen und bunten Bergwiesen und grenzt an den deutschen Nationalpark Berchtesgaden. Ein Naturpark ist kein Nationalpark: Er verbindet Schutz, Erholung, Bildung und regionale Entwicklung und lebt davon, dass Landwirte die Flächen weiter bewirtschaften.

Bemerkenswert sind die Artenzahlen, die Alparc, das Netzwerk der Alpenschutzgebiete, nennt: 2023 wurden an zwölf Standorten 1.163 Insektenarten dokumentiert, 2022 waren es 60 Schmetterlingsarten, von 150 in ganz Salzburg. Zu den Arten zählt der gefährdete Apollofalter. Laut Naturpark brütet im Gebiet ein Steinadlerpaar. Als Herausforderungen nennt Alparc den Klimawandel, den Verlust der Artenvielfalt, Naturgefahren wie Lawinen und Muren und die Wasserverfügbarkeit in den Kalkbergen.

Bergsteigerdorf und Energie

Weißbach gehört seit 2008 zu den Bergsteigerdörfern des Alpenvereins. Die Initiative setzt auf Tourismus im Sinn der Alpenkonvention, mit Schutz der Ökosysteme und der kulturellen Identität. Laut Alpenverein nimmt die Gemeinde seit 1998 an einem Energieeffizienzprogramm teil und trägt den European Energy Award in Gold. Beides sind Gemeindeauszeichnungen. Das sagt etwas über das Management des Ortes, nicht über den Fußabdruck einzelner Unterkünfte.

Klammen und Höhle

Die Seisenbergklamm in Weißbach ist laut Tourismusverband seit 1831 zugänglich und laut Naturpark vor etwa 12.000 Jahren entstanden. In St. Martin liegt die Vorderkaserklamm. Beide Klammen stehen laut Tourismusverband mit der Saalachtal Card kostenlos offen. Länge, Öffnungszeiten und Wegzustand der Klammen haben wir nicht aus erster Hand geprüft, frag beim Tourismusverband nach.

So verhältst du dich richtig

Bleib auf markierten Wegen, nimm deinen Müll mit und halte Abstand zu Weidetieren auf den Almen. Wo Naturpark und Wildlebensräume betroffen sind, gelten ausgeschilderte Regeln. Auf Skitouren meidest du Wildruhezonen und Waldränder, die vor Ort markiert sind.

Eine ehrliche Einordnung: Das Tal ist ein Grenzraum zu Bayern und Tirol. Wie viel Verkehr auf den Straßen unterwegs ist und was das für die Ruhe bedeutet, haben wir nicht mit Zahlen belegt. Wir schreiben deshalb weder „ruhiges Tal“ noch das Gegenteil.

Anreise ohne Auto: Bahn und Bus

Das Saalachtal hat keinen eigenen Bahnhof, du reist also immer mit Umstieg in den Bus. Das ist die Schwachstelle, aber sie ist gut lösbar. Die nächsten Bahnhöfe sind laut Alpenverein Salzburg, Saalfelden und Zell am See.

Bahn und Bus

Laut Tourismusverband bringt dich die Postbuslinie 260 vom Salzburger Hauptbahnhof ohne Umstieg ins Saalachtal. Der Bus hält auch am Salzburger Flughafen. Aus Richtung Saalfelden und Zell am See nennt der Alpenverein die Linie 620, und aus St. Johann in Tirol nennt der Tourismusverband die Linie 4012. Über den Takt, die Fahrzeiten und die Fahrpreise informierst du dich in der Fahrplanauskunft der ÖBB oder des Salzburger Verkehrsverbunds, wir drucken keine Fahrpläne ab.

Seit 1. Mai 2025 erhalten Übernachtungsgäste im Saalachtal laut Tourismusverband das Mobility Ticket. Es gilt für die gesamte Dauer deines Aufenthalts, ganzjährig, und deckt Regionalbusse, Stadtverkehr, S-Bahnen, Regionalzüge und Fernzüge im Land Salzburg ab. Auch ausgewählte Grenzstrecken sind inbegriffen, etwa Lofer–Bad Reichenhall–Salzburg. Für Seilbahnen und Skibus gilt das Ticket nicht, der Skibus ist laut Tourismusverband ohnehin für alle kostenlos. Finanziert wird das Ticket über eine Mobilitätsabgabe von 0,50 Euro pro Person und Nacht ab 15 Jahren.

Ein Widerspruch in den Quellen: Die Anreiseseite des Tourismusverbands nennt die Fahrt mit der Linie 260 von Mai bis Oktober gratis mit der Saalachtal Card. Die Seite zur Card verweist für kostenlose Fahrten dagegen auf das Mobility Ticket. Lass dir bei der Buchung bestätigen, womit du fährst.

Für die letzte Meile nennt der Tourismusverband drei Taxiunternehmen im Tal: Dürnberger Taxi, Taxi Steinergut und Berni’s Taxi. Die Betriebe holen dich laut Tourismusverband auch von Bahnhöfen und Flughafen ab. Das ist keine nachhaltige Lösung für jede Fahrt, aber für Gepäck und späte Ankünfte eine Brücke. Frag deine Gastgeber außerdem, ob sie dich von der Bushaltestelle abholen, und pack leicht, denn zwischen Haltestelle und Quartier gehst du oft zu Fuß.

Fahrrad

Laut Tourismusverband führt der Tauernradweg durch Unken, und Bergwelten beschreibt eine Etappe des Tauernradwegs von Salzburg nach Lofer. Wegzustand, Länge und Steigungen haben wir nicht geprüft, deshalb gibt es hier keine Zeitangaben. Wer mit dem Rad anreist, schaut sich die Strecke in einer Tourenplattform an. Mehr zum Thema findest du in unserem Ratgeber zu Mountainbiken als nachhaltiger Aktivität.

Unsere Tipps für die Reise im Allgemeinen findest du im Ratgeber Öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Wähle dein Quartier möglichst an einer Buslinie und plane Abende ohne Bus mit ein.

Gästekarte und Bergbahnen: Was wirklich drinsteckt

In anderen Regionen war „Bergbahnen inklusive“ falsch. Deshalb lesen wir die Leistungsliste genau: Die Saalachtal Card gilt laut Tourismusverband von 1. Mai bis 31. Oktober, deine Unterkunft gibt sie kostenlos aus, sofern sie Kartenpartner ist. Diese Leistungen nennt der Tourismusverband als kostenlos, grundsätzlich einmal pro Tag:

  • Lamprechtshöhle
  • Almenwelt Lofer
  • Vorderkaserklamm und Seisenbergklamm
  • Bad Unken und Steinbergbad Lofer
  • Regionalmuseum Kalchofengut

Dazu kommen laut Tourismusverband Ermäßigungen von 5 bis 20 Prozent bei rund 26 Partnerbetrieben, etwa für Museen, Wellness und Abenteuerangebote. Es gibt auch eine Smartphone-Version, die du schon vor dem Check-in aktivieren kannst.

Die Einschränkung: Eine Bergbahn steht nicht ausdrücklich auf der Liste. Die „Almenwelt Lofer“ ist dort als Attraktion genannt, die Quelle sagt aber nicht, ob damit die Bahn selbst oder das Gelände gemeint ist. Frag bei der Unterkunft nach, bevor du eine Bergbahnfahrt einplanst. Das Mobility Ticket gilt ausdrücklich nicht für Seilbahnen.

Aktivitäten im Saalachtal

Wandern und Klettersteige

Wandern ist der Kern des Sommers. Unken trägt das Wandergütesiegel, Weißbach ist Bergsteigerdorf, und der Naturpark nennt Wanderungen zu Almen und durch die Seisenbergklamm, dazu geführte Wanderungen und Naturpark-Workshops. Welche Tour wie lang ist und wie viele Höhenmeter sie hat, nennen unsere Quellen nicht, deshalb beschreiben wir keine eigenen Routen. Das ist ehrlicher als geschätzte Zeiten. Gewitter ziehen im Gebirge oft am Nachmittag auf, starte früh.

Für Klettersteige gibt es in Weißbach vier Routen. Für Kletter- und Kajakthemen mit Blick auf Naturverträglichkeit lohnt sich ein Blick in unsere Ratgeber zum Klettern und Kajakfahren.

Wasser: Saalach und Naturbad

Auf der Saalach lässt sich laut Tourismusverband paddeln, raften und Canyoning betreiben. Das Video des Salzburger Land Tourismus zeigt, wie das bei Lofer aussieht. Für Anfänger und Familien eignet sich eher das Naturbad an der Vorderkaserklamm oder eines der beiden Bäder auf der Gästekarte.

„Logenplatz: Kajak auf der Saalach, Lofer“ (Kanal Salzburger Land)

Auch ein ruhigeres Wochenende kannst du dir vom Tourismusverband zeigen lassen:

„Instaweekend im Salzburger Saalachtal“ (Kanal Salzburger Land)

Mit Kindern unterwegs

Für Familien nennt der Tourismusverband mehrere Anlaufstellen: den Steinzeit-Erlebnisweg zur Vorderkaserklamm mit sechs Spielstationen, das Naturbad an der Klamm, die beiden Bäder auf der Gästekarte und im Winter das familienfreundliche Skigebiet Almenwelt Lofer. Wie lange der Erlebnisweg dauert und ab welchem Alter er passt, haben wir nicht geprüft. Frag im Tourismusbüro nach, bevor du mit kleinen Kindern losgehst, und nimm Regenjacken mit, denn im Gebirge schlägt das Wetter schnell um.

Winter: Ski, Tour und Schneeschuh

Die Almenwelt Lofer ist ein Skigebiet mit Bergbahn und damit ein Eingriff in die Landschaft. Zahlen zu Beschneiung, Energie- und Wasserverbrauch haben wir nicht gefunden, ein „nachhaltiges Skigebiet“ nennen wir es deshalb nicht. Wer den Fußabdruck klein halten will, reist mit Bahn und Bus an und probiert Langlaufen, Schneeschuhwandern oder Langlaufen. Skitouren verlangen Lawinenkenntnis und aktuelle Lageberichte.

Kultur und Einkehr: Was neben der Natur zählt

Nachhaltig reisen heißt auch, langsam zu reisen und einen Ort über mehr als seine Berge kennenzulernen. Im Saalachtal gibt es dafür mehrere belegte Anlaufstellen, die du ohne Auto verbinden kannst, wenn du dein Quartier gut wählst.

In Unken zeigt das Regionalmuseum Kalchofengut laut Tourismusverband das traditionelle bäuerliche Leben, mit der Gästekarte ist der Eintritt frei. Am Steinpass sitzt in einem früheren Zollgebäude die Einrichtung TEH®, die über Traditionelle Europäische Heilkunde und Kräuterprodukte informiert. Wer den Jakobsweg geht, kommt laut Tourismusverband durch Unken. Ob und wie du das Zollhaus besichtigen kannst, haben wir nicht geprüft, frag vorher nach.

In St. Martin steht oberhalb des Ortes auf 900 Metern die Wallfahrtskirche Maria Kirchental, ein Ziel für Wanderer und im Advent laut Salzburgerland Tourismus auch für einen Weihnachtsmarkt. Wie voll es dann wird und wie du ohne Auto hinkommst, steht in unseren Quellen nicht, plane die Anreise also früh. In Lofer lädt der historische Ortskern zum Bummeln ein, und das jährliche Lofer Rodeo auf der Saalach zeigt, wie sehr der Fluss das Leben im Ort prägt. Ob du dir den Trubel eines solchen Termins antun willst, entscheidest du mit Blick auf deine Ruhe: Ein Wochenende ohne Großveranstaltung ist leichter und leiser.

Nachhaltig übernachten und essen

Bei den Unterkünften haben wir im Saalachtal keinen Betrieb mit Österreichischem Umweltzeichen gefunden. Wir haben die Betriebsliste auf umweltzeichen-hotels.at am 2. Oktober 2026 durchgesehen und keinen Betrieb in Lofer, Unken, St. Martin oder Weißbach entdeckt. Das beweist nicht, dass es keinen gibt, die Liste ist per Abruf nur teilweise prüfbar. Auf umweltzeichen.at kannst du selbst nach Betrieben suchen.

Stell bei jeder Buchung drei Fragen: Welche Zertifikate hat das Haus, woher kommt die Energie, woher kommen die Lebensmittel? Wer klein und regional übernachten will, schaut sich einen Bio-Bauernhof oder einen Campingplatz an. Eine Hotelliste mit Preisen gibt es bei uns nicht mehr, die frühere Auswahl hatte keinen Umweltnachweis.

Essen: Herkunft vor Etikett

„Regional“ ist kein geschützter Begriff. Frag nach der Herkunft von Käse und Fleisch, wähle Almen und Gasthäuser mit saisonaler Karte und iss, wenn du kannst, direkt beim Produzenten. Der Naturpark nennt Almhütten und Jausenstationen im Gebiet, die von der Bewirtschaftung der Almen leben. Konkrete Betriebe nennen wir nur, wenn wir sie prüfen konnten, deshalb stehen hier keine. Ein Besuch im Regionalmuseum Kalchofengut in Unken, mit der Gästekarte frei, zeigt dir, wie die Bauern im Tal früher gewirtschaftet haben.

Ein Reisevorschlag ohne Auto: drei Tage im Saalachtal

Der Vorschlag baut nur auf dem auf, was wir oben belegt haben. Fahrzeiten, Kartenzeiten und Öffnungstage prüfst du für dein Datum.

Tag 1: Mit dem Zug nach Salzburg, weiter mit der Linie 260 nach Lofer. Quartier beziehen, die Saalachtal Card oder das Mobility Ticket klären, am Nachmittag ein Spaziergang durch den Ortskern und ein Besuch im Steinbergbad.

Tag 2: Naturpark Weißbach. Du gehst durch die Seisenbergklamm und, wenn die Kondition passt, weiter zu einer Alm. Frag vorher im Tourismusverband nach Weg und Gehzeit. Am Abend bleibt Zeit für eine Jause mit regionalen Produkten.

Tag 3: Vorderkaserklamm und Lamprechtshöhle in St. Martin. Ob und wie du von Lofer mit dem Bus nach St. Martin kommst, prüfst du in der Fahrplanauskunft. Nachmittags Rückfahrt mit der Linie 260 nach Salzburg.

Checkliste vor der Buchung

  • Anreise: Bahn bis Salzburg, Saalfelden oder Zell am See und Busanschluss für genau deine Tage prüfen.
  • Karte und Ticket: Beim Quartier fragen, ob es die Saalachtal Card ausgibt und wie du das Mobility Ticket bekommst.
  • Bergbahn: Klären, ob die Almenwelt Lofer mit der Karte wirklich die Bahnfahrt umfasst.
  • Zertifikat: Umweltzeichen mit Gültigkeit auf umweltzeichen.at prüfen.

Häufige Fragen zum Salzburger Saalachtal

Kann ich das Salzburger Saalachtal ohne Auto bereisen?

Ja, mit Umstieg. Laut Alpenverein fährst du mit dem Zug bis Salzburg, Saalfelden oder Zell am See und weiter mit dem Bus. Laut Tourismusverband fährt die Linie 260 vom Salzburger Hauptbahnhof ohne Umstieg ins Tal. Ein Bahnhof im Tal selbst fehlt.

Was kostet die Saalachtal Card und was ist inklusive?

Die Karte bekommst du laut Tourismusverband kostenlos von deiner Unterkunft, sofern sie Partner ist. Frei sind Lamprechtshöhle, Almenwelt Lofer, Klammen, zwei Bäder und das Kalchofengut, jeweils einmal pro Tag, von 1. Mai bis 31. Oktober. Bergbahnen sind nicht ausdrücklich genannt.

Was ist das Mobility Ticket?

Ein Ticket für Bus und Bahn im Land Salzburg, das Übernachtungsgäste im Saalachtal seit 1. Mai 2025 bekommen. Es gilt für die ganze Aufenthaltsdauer und ist über eine Abgabe von 0,50 Euro pro Nacht ab 15 Jahren finanziert. Seilbahnen sind nicht inbegriffen.

Was ist der Naturpark Weißbach?

Ein Naturpark mit 28 Quadratkilometern in Weißbach und St. Martin bei Lofer, seit 2007 ein Naturpark. Er schützt eine bäuerlich gepflegte Kulturlandschaft und grenzt an den Nationalpark Berchtesgaden. Du darfst ihn zu Fuß erkunden, solltest aber auf Wegen bleiben.

Gibt es nachhaltige Unterkünfte im Saalachtal?

Ein Betrieb mit Österreichischem Umweltzeichen ist uns in den vier Gemeinden nicht aufgefallen. Das heißt nicht, dass keiner existiert. Prüf Zertifikate auf umweltzeichen.at und frag Gastgeber nach Energie und Herkunft der Lebensmittel.

Wann reise ich am besten ins Saalachtal?

Für Höhle, Klammen und Bäder zwischen 1. Mai und 31. Oktober, weil dann die Gästekarte gilt. Im Winter bietet das Tal Familienskifahren, Langlauf und Skitouren. Wer Ruhe sucht, reist wochentags und in den Randmonaten.

Ist das Saalachtal für Familien mit Kindern geeignet?

Laut Tourismusverband gibt es den Steinzeit-Erlebnisweg mit sechs Spielstationen, ein Naturbad an der Vorderkaserklamm und im Winter ein familienfreundliches Skigebiet. Dauer und Altersempfehlungen der Angebote haben wir nicht geprüft, frag vor dem Ausflug im Tourismusbüro nach.

Ist das Saalachtal eine nachhaltige Destination?

Teils. Dafür sprechen der Naturpark, das Bergsteigerdorf Weißbach mit Energy Award in Gold, das Mobility Ticket und die Gästekarte mit Klammen und Bädern. Dagegen stehen die Anreise mit Umstieg, ein Skigebiet ohne belegte Verbrauchszahlen und fehlende zertifizierte Betriebe in unserer Recherche. Wir bewerten die Region deshalb nicht pauschal.

Fazit: Saalachtal ohne Auto

Das Salzburger Saalachtal lohnt sich für alle, die Klammen, Naturpark und Berge mit wenig Autoverkehr erleben wollen und die Anreise vorab planen. Der Bus 260 verbindet das Tal mit Salzburg, das Mobility Ticket deckt Bus und Bahn ab, und die Gästekarte öffnet Klammen, Höhle und Bäder. Offen bleiben die Verbrauchsdaten des Skigebiets, die Frage nach der Bergbahn auf der Karte und zertifizierte Betriebe. Unser Vorschlag: ein langes Wochenende im Sommer, mit Zug, Bus und zu Fuß, so wie oben beschrieben. Weitere Regionen findest du im Salzburg-Hub.

Offizielle Infos: lofer.com (Tourismusverband Salzburger Saalachtal, Anreise, Mobility Ticket, Saalachtal Card) · naturpark-weissbach.at (Naturpark) · oebb.at und salzburg-verkehr.at (Fahrpläne) · umweltzeichen.at (zertifizierte Betriebe)

Quellen: Tourismusverband Salzburger Saalachtal, lofer.com (Gemeinden, Anreise, Mobility Ticket, Saalachtal Card, Lofer, Unken, Weißbach) | Naturpark Weißbach, naturpark-weissbach.at (Fläche, Gründung, Tierwelt) | Alparc, alparc.org (Artenzahlen, Herausforderungen) | Deutscher Alpenverein, alpenverein.de (Bergsteigerdorf, Energy Award, Anreise) | Salzburgerland Tourismus, salzburgerland.com (St. Martin bei Lofer) | umweltzeichen-hotels.at (Betriebsliste, Stand 2. Oktober 2026) | Stand der Recherche: 2. Oktober 2026

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