Wienerwald: nachhaltig reisen im Biosphärenpark vor den Toren Wiens
Du steigst in Wien in die S-Bahn und stehst bald darauf mitten im Wald: Der Wienerwald beginnt dort, wo die Stadt aufhört. Rund 105.000 Hektar sind seit 2005 UNESCO-Biosphärenpark, viele Wanderungen starten direkt am Bahnhof. Mit kleinem Budget und ohne Auto erlebst du ihn nachhaltig, wenn du seine Regeln kennst.
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Der Wienerwald auf einen Blick
Der Wienerwald zieht sich vom westlichen und südlichen Stadtrand Wiens durch Niederösterreich. Wienerwald Tourismus gliedert die Destination in Teilregionen: die Thermenregion Wienerwald rund um Gumpoldskirchen und Bad Vöslau, Baden, das Helenental mit Alland und Heiligenkreuz, das Triestingtal mit Berndorf, Wienerwald West mit Pressbaum, Purkersdorf, Neulengbach und Eichgraben sowie Klosterneuburg. Dazu kommen Orte wie Mödling, Hinterbrühl und Perchtoldsdorf.
Auf dieser Seite beschreiben wir den niederösterreichischen Teil. Der Wiener Anteil, etwa der Lainzer Tiergarten oder der Kahlenberg, gehört zu unserer Seite Wien und Umgebung. Klosterneuburg liegt an der Donau und kommt ausführlicher bei Donau Niederösterreich vor. Südlich der Thermenregion beginnen die Wiener Alpen.
Was den Wienerwald ausmacht, ist die Nähe zur Großstadt. Laut Biosphärenpark leben rund 890.000 Menschen in seinem Gebiet, die Wiener Bezirke eingerechnet. Daraus folgt dein Vorteil und sein Problem: Du kommst ohne Auto und ohne Übernachtung hin, aber der Wald ist Naturraum, Erholungsraum und Wirtschaftsraum zugleich. Dieser Zielkonflikt zieht sich durch die ganze Seite.
Beste Reisezeit im Wienerwald
Der Wienerwald ist ein Ziel für das ganze Jahr, die Schwerpunkte verschieben sich. Entscheidend sind weniger Temperaturen als Regeln: Mountainbiken ist im Biosphärenpark nur in festen Zeitfenstern erlaubt, Bäder haben Saison, und Heurige sperren nur an bestimmten Tagen auf. Prüfe das vor der Reise.
Frühling (März bis Mai): Der Laubwald treibt aus, und die Tage werden länger. Radfahren ist laut Biosphärenpark im März nur zwischen 9 und 17 Uhr erlaubt, im April zwischen 8 und 18 Uhr, ab Mai zwischen 7 und 19 Uhr. Für Wanderungen ab Bahnhof ist das die entspannteste Zeit.
Sommer (Juni bis August): Lange Tage, Schatten im Wald und das Vöslauer Thermalbad mit vier Becken. Das Bad hat Saison, die Öffnungszeiten stehen beim Betreiber. In trockenen Phasen kann eine Waldbrandverordnung gelten: Dann sind laut Wienerwald Tourismus Feuer, Grillen und Rauchen im Wald und am Waldrand verboten.
Herbst (September bis November): Unsere Empfehlung. Das Laub färbt sich, Heurige der Thermenregion haben an ausgewählten Tagen geöffnet, und Wanderungen zwischen Gumpoldskirchen, Baden und Mödling lassen sich mit einem Einkehrstopp verbinden. Ab Oktober gelten für Radfahrer wieder die kürzeren Zeitfenster von 9 bis 17 Uhr.
Winter (Dezember bis Februar): Die Tage sind kurz. Das Thermalbad Vöslau war im Oktober 2026 für die Saison geschlossen, die Sauna aber geöffnet (Stand 7. Oktober 2026). Abseits der markierten Wege ist Wintersport in den Kernzonen des Biosphärenparks untersagt. Das Stift Heiligenkreuz bietet laut Website Klosterbesichtigungen an, die Zeiten stehen weiter unten.
Zum Ausflugsdruck: Besucherzahlen für den Wienerwald haben wir nicht gefunden, deshalb nennen wir keine. Wer kann, wandert unter der Woche oder früh am Tag, bleibt auf den markierten Wegen und lässt das Auto stehen. Das schont Wege, Parkplätze und die Ruhe der Tiere.
Biosphärenpark und Naturschutz: Was du hier schützt
Die UNESCO hat den Wienerwald 2005 als Biosphärenpark ausgezeichnet. Er umfasst laut Biosphärenpark Wienerwald Management rund 105.000 Hektar, also etwa 1.050 Quadratkilometer, verteilt auf 51 niederösterreichische Gemeinden und sieben Wiener Gemeindebezirke. 68 Prozent der Fläche sind Wald. Ein Biosphärenpark ist kein Nationalpark: Menschen wohnen, arbeiten und wirtschaften hier, und genau das soll nachhaltig gelingen.
Drei Zonen mit unterschiedlichen Regeln
Der Park ist in Kernzonen, Pflegezonen und Entwicklungszone gegliedert. Die 37 Kernzonen machen rund 5 Prozent der Fläche aus. Dort gibt es seit 2005 keine forstliche Nutzung mehr, außer für die Sicherheit oder gegen Schädlinge wie den Borkenkäfer. Die Pflegezone nimmt laut Park rund 31 Prozent ein, die Entwicklungszone ist die größte Zone. Andere Quellen nennen abweichende Prozentwerte; wir halten uns an die Angaben der Parkverwaltung.
Drei Naturparke im Wienerwald
- Naturpark Sparbach bei Mödling gilt laut Verband der Naturparke als ältester Naturpark Österreichs. Er bietet Tiergehege, Besucherzentrum, Audioguide und einen Abenteuerspielplatz.
- Naturpark Purkersdorf wurde laut Naturparke-Seite am 26. April 1975 gegründet. Das Wienerwaldhaus ist das Naturparkzentrum, dazu kommen die Aussichtswarte Rudolfshöhe und ein Naturerlebnisweg.
- Naturpark Föhrenberge umfasst laut Verband 11 Gemeinden. Bekannt sind die Burg Liechtenstein, der Husarentempel und die Perchtoldsdorfer Heide, ein Trockenrasen, in dem laut Wienerwald Tourismus Ziesel leben.
Flächen und Gründungsjahre sind auf den Seiten der Naturparke teilweise nicht angegeben, deshalb nennen wir sie hier nur, wo eine Angabe vorliegt.
Die Spielregeln im Wald
Diese Regeln stammen aus den „Spielregeln im Wienerwald“ des Biosphärenparks und gelten für alle:
- Wege: In den Kernzonen darfst du nur markierte Wege benutzen. In Pflege- und Entwicklungszonen ist Gehen abseits der Wege erlaubt, aber auf eigene Gefahr. Wiederbewaldungs- und Sperrflächen sind tabu.
- Hunde: Sie bleiben an der Leine, auch kleine Hunde stressen Wildtiere. Freilauf gibt es nur in den von Gemeinden ausgewiesenen Auslaufzonen.
- Pilze und Beeren: Für den Eigenbedarf bis 2 Kilogramm pro Person und Tag in Pflege- und Entwicklungszonen, geschützte Arten ausgenommen. In den Kernzonen ist Sammeln verboten.
- Feuer und Zelt: Feuer machen und Zelten sind im Wald grundsätzlich verboten, Lagern bei Dunkelheit ebenso. Den Wald betrittst du nachts nicht.
- Kernzonen: Klettern und Bouldern sind verboten, ebenso Geocaches und Wintersport abseits der Wege.
Gesperrte Waldflächen prüfst du vor der Tour bei den Österreichischen Bundesforsten. Ein „Forstliches Sperrgebiet“-Schild meint es ernst: Es warnt laut Biosphärenpark vor Lebensgefahr.
Anreise ohne Auto: Zug zum Wald
Im Wienerwald ist der Zug für viele Touren die einfachste Wahl. Viele starten direkt am Bahnhof, du brauchst weder Parkplatz noch Rückweg zum Auto. Fahrpläne, Takt und Radmitnahme ändern sich, wir nennen deshalb nur belegte Eckdaten und verweisen auf die Fahrplanauskunft von ÖBB und Verkehrsverbund Ost-Region.
Der Westen: Westbahn und S50
Entlang der Westbahn liegen Purkersdorf, Tullnerbach-Pressbaum, Eichgraben und Rekawinkel. Laut Wienerwald Tourismus fährt die S50 von Pressbaum alle 30 Minuten nach Neulengbach Stadt und Wien Westbahnhof, dazu verkehren stündlich Regionalzüge Richtung St. Pölten. Der Sitz des Biosphärenparks in Tullnerbach liegt rund 15 Gehminuten vom Bahnhof Tullnerbach-Pressbaum entfernt.
Wienerwald Tourismus führt mehrere Wanderungen im Westen als „sehr gut öffentlich erreichbar“: Rekawinkel–Pressbaum, Eichgraben–Rekawinkel, Eichgraben–Römergräben, die Buchbergrunde in Neulengbach und den Panoramaweg Troppberg, der durch eine Kernzone des Biosphärenparks führt. Wenn du mehr Touren suchst, hilft unser Guide zum autofreien Wandern im Wienerwald.
Der Süden: Badner Bahn und Thermenregion
Nach Baden fährt die Badner Bahn der Wiener Lokalbahnen von Wien Oper bis Baden Josefsplatz. Laut Meldung der Wiener Lokalbahnen vom 2. September 2026 verkehrt sie seit 7. September wieder auf der gesamten Strecke. Rund um den Anninger beginnen Wanderungen an den Bahnhöfen Baden, Gumpoldskirchen, Pfaffstätten, Guntramsdorf-Thallern und Mödling.
Die letzte Meile
Ehrlich gesagt: Nicht jedes Ziel hat einen guten Anschluss. Für das Stift Heiligenkreuz empfiehlt das Stift selbst die Fahrplanauskunft von VOR, Postbus und ÖBB, eine konkrete Buslinie nennt es nicht. Für den Klettergarten Peilstein beschreibt das Kletterportal bergsteigen.com nur die Anfahrt mit dem Auto. Die Öffi-Anreise haben wir dort nicht belegt. Frag im Zweifel beim Tourismusverband nach und plane notfalls einige Kilometer Fußweg ein.
Wandern ab Bahnhof: Touren, die ohne Auto funktionieren
Wandern kostet nichts, und im Wienerwald brauchst du keine Hochgebirgsausrüstung. Eine Jause im Rucksack, feste Schuhe und der Fahrplan genügen. Diese Touren stammen aus den Angaben von Wienerwald Tourismus; Distanzen und Gehzeiten sind Richtwerte.
- Baden – Theresienwarte: ab Bahnhof Baden rund 3,1 Kilometer, etwa eine Stunde. Gut für einen kurzen Ausflug.
- Gumpoldskirchen – Anninger Schutzhaus – Pfaffstätten: rund 11 Kilometer, etwa dreieinhalb Stunden, von Bahnhof zu Bahnhof.
- Baden – Mödling auf dem Beethoven-Spazierweg (Nr. 40): rund 14 Kilometer, knapp vier Stunden. Zwei Bahnhöfe, eine Tour.
- Wiener Wasserleitungswanderweg, Abschnitt 2: ab dem Thermalbad Bad Vöslau, rund 17 Kilometer, etwa fünf Stunden, laut Wienerwald Tourismus leicht und fast eben. Er folgt der Trasse der Hochquellenleitung von 1873.
- Baden – Rudolf-Proksch-Hütte und zurück: rund 10,4 Kilometer, gut drei Stunden. Die Hütte liegt in der Anninger-Region.
- Guntramsdorf-Thallern – Jubiläumswarte – Gumpoldskirchen: rund 9,8 Kilometer, etwa drei Stunden. Der Turm steht auf dem Eschenkogel.
- „G’schichten aus dem Wienerwald“, Etappe 1: ab Haltestelle Baden Strandbad, 17 Kilometer, rund fünfeinhalb Stunden, mittlere Schwierigkeit.
Vom Eschenkogel mit der Kaiser-Jubiläumswarte reicht der Blick laut Wienerwald Tourismus bis zum Schneeberg. Der Anninger ist laut derselben Quelle mit 674 Metern der höchste Gipfel der Thermenregion. Mehr zur Region und zum Naturschutz findest du in unserem Beitrag zum Wandern im Biosphärenpark Wienerwald.
Radfahren und Mountainbiken: Erlaubt ist, was markiert ist
Im Wienerwald darfst du nur auf markierten Radwegen und Mountainbike-Routen fahren, und nur mit Zustimmung des Grundeigentümers. Die Zeitfenster hat der Biosphärenpark festgelegt: März und Oktober 9 bis 17 Uhr, April und September 8 bis 18 Uhr, Mai bis August 7 bis 19 Uhr. Wanderer und Reiter überholst du nur im Schritttempo. Der Park empfiehlt einen Helm.
Klettern am Peilstein
Der Peilstein ist ein viel beklettertes Gebiet im Großraum Wien. Laut Kletterportal bergsteigen.com gibt es dort rund 840 Routen in 25 Sektoren am Kalkfels, der Einstieg liegt auf etwa 650 Metern. Weil Klettern in den Kernzonen des Biosphärenparks verboten ist, informierst du dich vor Ort über erlaubte Sektoren und Sperren. Nimm deinen Müll mit.
Kultur und Genuss: Stift, Thermalbad und Heurige
Stift Heiligenkreuz
Das Zisterzienserstift im Helenental besteht seit 1133. Die Klosterbesichtigung mit Audioguide läuft laut Stift montags bis samstags von 9 bis 11:30 Uhr (letzter Einlass 10:30 Uhr) und von 13:30 bis 17:15 Uhr (letzter Einlass 16:30 Uhr), sonn- und feiertags von 13:30 bis 17:15 Uhr (Stand 7. Oktober 2026). Der Audioguide lässt sich in der App Hearonymus auf das Handy laden. Eintrittspreise nennt das Stift auf seiner Ticketseite, bei Änderungen gilt dort die aktuelle Fassung.
Thermalbad Bad Vöslau
Das Vöslauer Thermalbad wird von der Vöslauer Thermalbad GmbH betrieben. Laut Betreiber hat es vier Becken, historische Kabanen und eine Sauna; die Quelle steigt aus 660 Metern Tiefe auf und ist rund 15.000 Jahre alt. Zu Wirkungen auf die Gesundheit machen wir keine Aussagen. Öffnungszeiten und Preise prüfst du auf der Website des Betreibers, das Freibad hat Saison.
Heurige und Wein in der Thermenregion
Die Thermenregion reicht vom Wiener Stadtrand bis südlich von Baden. Rund um Gumpoldskirchen dominieren laut Wienerwald Tourismus Weißweine, besonders Zierfandler und Rotgipfler, weiter südlich Rotweine wie St. Laurent und Pinot Noir. Seit 2023 gilt der Herkunftsschutz „Thermenregion DAC“. Heurige und Buschenschanken findest du unter anderem in Sooß, Gumpoldskirchen, Bad Vöslau, Baden und Perchtoldsdorf. In Gumpoldskirchen nennt Wienerwald Tourismus außerdem das Freigut Thallern und das Weinbaumuseum im Bergerhaus, in Klosterneuburg die Stiftsvinothek des Stifts Klosterneuburg.
Heurige haben nur an ausgewählten Tagen offen, deshalb lohnt der Blick in den „Aus’gsteckt is“-Kalender von Wienerwald Tourismus. Trink dort nicht, wenn du danach fährst: Bahn und Fuß sind die richtigen Verkehrsmittel. Ideen für den Wiener Teil findest du im Beitrag Heuriger Wien im Sommer.
Wenig Geld, viel Wald: Tipps für ein kleines Budget
Nachhaltig reisen muss nicht teuer sein, und im Wienerwald spricht vieles für den günstigen Weg. Wandern kostet keinen Eintritt, und viele Touren lassen sich so planen, dass du bei einem Bahnhof startest und bei einem anderen endest. Das spart den Rückweg und das Parkticket.
- Tour von Bahnhof zu Bahnhof wählen: Gumpoldskirchen – Pfaffstätten oder Baden – Mödling funktionieren ohne Rückweg.
- Jause einpacken: Brot, Käse und Obst vom Markt sparen Geld und Verpackung. Müll nimmst du wieder mit.
- Kultur gezielt wählen: Frag bei Stift, Bad und Naturpark nach den aktuellen Preisen. Wir nennen sie nicht, weil sie sich ändern und wir sie nicht geprüft haben.
- Zeitfenster beachten: Wer mit dem Rad kommt, plant die erlaubten Uhrzeiten ein. Das vermeidet Ärger und Abbrüche.
- Übernachtung sparen: Ein früher Zug am Morgen und ein später am Abend machen den Wienerwald zum Tagesausflug.
Gästekarte und Bergbahnen
Eine eigene Wienerwald-Gästekarte mit Leistungsliste haben wir nicht gefunden. Im Kerngebiet fanden wir auch keine Bergbahn, die Frage nach Gratisfahrten mit der Karte stellt sich also nicht. Wenn du die Niederösterreich-CARD in Betracht ziehst, prüfe die aktuelle Leistungsliste, bevor du sie kaufst. Eine Ausflugskarte ersetzt nicht die Planung der Anreise.
Nachhaltig übernachten und essen
Für den Wienerwald lohnt sich eine einfache Rechnung: Wer von Wien aus anreist, braucht oft gar keine Übernachtung. Für den Fall, dass du doch bleiben willst, haben wir das Verzeichnis des Österreichischen Umweltzeichens geprüft (abgerufen am 7. Oktober 2026). Diese Betriebe liegen im oder am Wienerwald:
- Hotel Restaurant Höldrichsmühle, Hinterbrühl
- Seminar- und Eventhotel Krainerhütte, Helenental bei Baden
- At the Park Hotel, Baden
- Schlosspark Mauerbach, Mauerbach
- Berghotel Tulbingerkogel, Tulbingerkogel bei Mauerbach
- Schloss Hernstein, Hernstein im Triestingtal
Das Umweltzeichen prüft Energie, Wasser, Abfall, Verpflegung und Mobilität. Es sagt nichts über Preise, und es heißt nicht, dass ein Schlosshotel einen kleinen Fußabdruck hat. Günstigere zertifizierte Unterkünfte konnten wir in der Liste nicht belegen. Wenn dein Budget knapp ist, bleibt der Tagesausflug mit der Bahn die ehrlichste Lösung. Frag bei jedem Haus nach Energiequelle, Verpflegung und Anreise ohne Auto.
Beim Essen gilt: Direkt beim Winzer oder Produzenten kaufen, nach der Herkunft fragen und „regional“ nicht als Gütesiegel verstehen. Frühere Hotelkarten einer Buchungsplattform haben wir von dieser Seite entfernt, weil für diese Häuser kein Umweltnachweis vorlag. Weitere Regionen findest du im Überblick über Niederösterreich.
Was wir nicht belegen konnten
Ehrlichkeit gehört dazu: Einige Dinge, die du vielleicht suchst, haben wir nicht gefunden oder nicht prüfen können. Wir nennen sie, damit du nicht auf Annahmen planst.
- Aktuelle Takte und Radmitnahme auf S50, Regionalzügen und Badner Bahn: bitte in der Fahrplanauskunft prüfen.
- Eine Wienerwald-Gästekarte mit Leistungsliste und günstige, geprüft nachhaltige Unterkünfte.
- Besucherzahlen und Auslastung an Wochenenden.
- Die Öffi-Anreise zum Peilstein und konkrete Buslinien zum Stift Heiligenkreuz.
Wenn du dazu Verlässliches weißt, schreib uns. Wir ergänzen die Seite, sobald wir etwas belegen können.
Häufige Fragen zum Wienerwald
Wo liegt der Wienerwald, und welche Orte gehören dazu?
Der Wienerwald erstreckt sich vom Stadtrand Wiens durch Niederösterreich. Wienerwald Tourismus nennt unter anderem Baden, Bad Vöslau, Gumpoldskirchen, Klosterneuburg, Purkersdorf, Pressbaum, Neulengbach und Berndorf. Der Biosphärenpark umfasst 51 niederösterreichische Gemeinden und sieben Wiener Bezirke.
Wie komme ich ohne Auto in den Wienerwald?
Mit dem Zug: Die Westbahn und die S50 bedienen den Westen, die Badner Bahn fährt von Wien Oper bis Baden Josefsplatz. Viele Wanderungen starten am Bahnhof. Takt und Radmitnahme prüfst du in der Fahrplanauskunft von ÖBB und Verkehrsverbund Ost-Region.
Was ist der Biosphärenpark Wienerwald?
Ein UNESCO-Biosphärenpark seit 2005 mit rund 105.000 Hektar. Er soll zeigen, wie Naturschutz und Wirtschaft zusammenpassen. 37 Kernzonen mit rund 5 Prozent der Fläche sind streng geschützt, der Rest wird nachhaltig genutzt.
Wann ist die beste Reisezeit für den Wienerwald?
Frühling und Herbst sind für Wanderungen ideal: Laubfärbung und geöffnete Heurige im Herbst. Im Sommer haben Bäder Saison, bei Trockenheit kann Waldbrandgefahr herrschen. Radfahren ist von März bis Oktober nur zu festgelegten Uhrzeiten erlaubt.
Darf ich im Wienerwald Pilze sammeln oder einen Hund mitnehmen?
Pilze und Beeren für den Eigenbedarf bis 2 Kilogramm pro Person und Tag sind in Pflege- und Entwicklungszonen erlaubt, in den Kernzonen nicht. Hunde müssen an die Leine, Freilauf gibt es nur in ausgewiesenen Auslaufzonen der Gemeinden.
Gibt es eine Gästekarte für den Wienerwald?
Eine eigene Wienerwald-Gästekarte haben wir nicht gefunden. Im Kerngebiet haben wir keine Bergbahn gefunden, die Frage nach kostenlosen Bergbahnen stellt sich deshalb nicht. Prüfe Angebote der Niederösterreich-CARD vor dem Kauf.
Wo übernachte ich im Wienerwald nachhaltig?
Im Verzeichnis des Österreichischen Umweltzeichens stehen unter anderem das Hotel Höldrichsmühle in Hinterbrühl, die Krainerhütte im Helenental und das At the Park Hotel in Baden. Preise haben wir nicht geprüft. Wer nah an Wien wohnt, spart sich die Nacht.
Kann ich im Wienerwald klettern?
Ja, zum Beispiel am Peilstein, wo laut Kletterportal bergsteigen.com rund 840 Routen in 25 Sektoren liegen. In den Kernzonen des Biosphärenparks sind Klettern und Bouldern verboten. Informiere dich vor Ort über erlaubte Sektoren und Sperren.
Ist der Wienerwald ein Nationalpark?
Nein. Er ist ein UNESCO-Biosphärenpark mit Kern-, Pflege- und Entwicklungszone. Nur die 37 Kernzonen mit rund 5 Prozent der Fläche sind streng geschützt. Der Rest ist Kulturlandschaft, in der Menschen wohnen und wirtschaften.
Fazit: ein Wochenende im Wienerwald ohne Auto
Der Wienerwald funktioniert dort am besten, wo du ihn mit dem Zug erreichst und zu Fuß erlebst. Er ist kein unberührtes Wildnisgebiet, sondern ein genutzter, dicht besiedelter Biosphärenpark, der durch Regeln wie das Wegegebot in den Kernzonen geschützt wird. Dafür erreichst du ihn mit dem Zug, und viele Touren beginnen an Bahnhöfen.
Unser Vorschlag für ein Wochenende: Samstag mit dem Zug nach Gumpoldskirchen, über das Anninger Schutzhaus nach Pfaffstätten wandern (rund 11 Kilometer) und danach in einem Heurigen in der Thermenregion einkehren. Übernachte in Baden oder fahre zurück nach Wien. Sonntag ab Bahnhof Baden über den Beethoven-Spazierweg nach Mödling (rund 14 Kilometer) oder zum Stift Heiligenkreuz, wenn du Kultur lieber magst. Rückfahrt mit dem Zug. Prüfe Heurigentage und Stiftszeiten vorher.
Offizielle Infos: wienerwald.info (Wienerwald Tourismus) · bpww.at (Biosphärenpark Wienerwald Management, Spielregeln) · naturparke.at · umweltzeichen.at · stift-heiligenkreuz.org · thermalbad-voeslau.at · wlb.at · oebb.at und vor.at (Fahrpläne)
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Quellen: Biosphärenpark Wienerwald Management, bpww.at (Artikel „UNESCO Modellregion für Nachhaltigkeit“, FAQ, Spielregeln im Wienerwald) | Wienerwald Tourismus, wienerwald.info (Regionen und Orte, Wandern, Wanderregion Anninger, Heurige, Bahnhofsseiten) | Verband der Naturparke Österreichs, naturparke.at | Österreichisches Umweltzeichen, umweltzeichen.at (Verzeichnis Beherbergung, abgerufen 7. Oktober 2026) | Stift Heiligenkreuz | Vöslauer Thermalbad GmbH | Wiener Lokalbahnen (Meldungen vom 4. Mai und 2. September 2026) | bergsteigen.com (Peilstein)
