Ferienregion Hohe Salve
Nachhaltiger Urlaub in der Ferienregion Hohe Salve: Tipps und Empfehlungen
Die Ferienregion Hohe Salve liegt im Tiroler Unterland, zwischen Wörgl und dem Brixental, und umfasst acht Gemeinden: Angath, Angerberg, Hopfgarten im Brixental, Itter, Kelchsau, Kirchbichl, Mariastein und Wörgl. Sie gehört zu den Kitzbüheler Alpen und ist ein guter Ausgangspunkt für alle, die ohne Auto in Tirol unterwegs sein wollen: Wörgl ist einer der wichtigsten Bahnknoten des Landes, und die Hohe Salve selbst erreichst du mit der Seilbahn oder zu Fuß.
Ehrlich gesagt: Ein Umweltzeichen für die gesamte Region haben wir bei der Recherche nicht gefunden, und in den acht Gemeinden stießen wir auf keinen Betrieb mit dem Österreichischen Umweltzeichen. Dafür gibt es gute Voraussetzungen für eine umweltschonende Reise, vor allem bei der Anreise. Hier erfährst du, was die Region bietet und wo du selbst genauer hinschauen solltest.
Das Wichtigste in Kürze
- Acht Gemeinden im Tiroler Unterland, in den Bezirken Kufstein und Kitzbühel.
- Anreise mit der Bahn bis Wörgl, mit der Gästekarte fahren Übernachtungsgäste Bus und ÖBB-Nahverkehrszüge zwischen Kirchbichl und Hochfilzen kostenlos.
- Die Hohe Salve (1.829 m) erreichst du von Hopfgarten (Salvenbahn) und Itter (Salvistabahn), im Winter gehört das Gebiet zur SkiWelt Wilder Kaiser–Brixental.
- Kein regionales Umweltzeichen und kein Umweltzeichen-Betrieb in den acht Gemeinden gefunden: Zertifikate bei der Buchung direkt prüfen.
Beiträge aus der Region Ferienregion Hohe Salve
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Informationen zur Ferienregion Hohe Salve
Die Ferienregion Hohe Salve liegt in den sanften Kitzbüheler Alpen und ist nach ihrem Hausberg benannt, der Hohen Salve, die als nahezu freistehender Gipfel einen Rundumblick bietet. Die acht Orte reichen vom Inntal bei Wörgl bis ins ruhige Seitental von Kelchsau.
Nachhaltiger Tourismus in der Region: was wir belegen können
Ein gemeinsames Nachhaltigkeitsprogramm der acht Gemeinden mit überprüfbaren Zielen haben wir nicht gefunden. Belegen lassen sich einzelne Bausteine: die Gästekarte mit kostenloser Nutzung von Bus und Nahverkehrszügen, die Fahrradmitnahme in Bergbahnen und Bussen und ein Renaturierungsprojekt am Moosbach in Mariastein und Angerberg (mehr dazu weiter unten). Einzelne Betriebe werben mit Nachhaltigkeit, ohne dass wir das für die Region geprüft hätten. Achte deshalb auf anerkannte Zeichen wie das Österreichische Umweltzeichen, das EU-Ecolabel oder das Bio-Siegel.
Was eine nachhaltige Reise hierher leichter macht
- Du brauchst kein Auto: Wörgl ist Fernverkehrsbahnhof, und die Gästekarte deckt die regionalen Verbindungen ab.
- Die Bergbahnen bringen dich auf die Hohe Salve, sodass du Wanderungen auch ohne Auto-Anfahrt zu einem Parkplatz am Berg planen kannst.
- Laut Sommerbroschüre der Region gibt es über 800 Kilometer Radrouten und Fahrradmitnahme in Bergbahnen und Bussen.
- Wirtshäuser in den Dörfern und Produzenten aus der Umgebung ermöglichen kurze Wege bei der Verpflegung.
Nachhaltige Unterkünfte für einen nachhaltigen Urlaub in der Urlaubsregion Ferienregion Hohe Salve
Bei unserer Recherche haben wir in den acht Gemeinden keine Unterkunft mit dem Österreichischen Umweltzeichen gefunden. Das heißt nicht, dass es keine bewussten Gastgeber gibt, aber du musst genauer nachfragen.
Bio-Hotels und -Pensionen in der Urlaubsregion Ferienregion Hohe Salve
Auf Plattformen wie biohotels.de sind Bio-Betriebe im Raum Wörgl gelistet. Prüfe vor der Buchung direkt beim Betrieb, ob ein offizielles Zertifikat vorliegt, und lies unseren Überblick zu Öko-Unterkünften in Österreich, um Zeichen richtig einzuordnen.
Urlaub auf Bio-Bauernhöfen in der Urlaubsregion Ferienregion Hohe Salve
Wenn du auf einem Hof übernachten möchtest, lohnt sich ein Blick in die ländlicheren Gemeinden wie Kelchsau. Ob ein Hof biologisch wirtschaftet, erkennst du an einer Bio-Zertifizierung, die du dir zeigen lassen kannst. Hintergründe findest du in unserem Beitrag zum Urlaub auf dem Bio-Bauernhof.
Camping in der Urlaubsregion Ferienregion Hohe Salve
In unserer Campingübersicht sind zwei Plätze der Region eingetragen: das Camping Reiterhof bei Hopfgarten im Brixental und das Camping Schlossberg Itter in Itter. Beide Einträge beruhen auf Angaben von camping.info, nicht auf einer eigenen Prüfung vor Ort, und ein Nachhaltigkeitsnachweis liegt für keinen der beiden vor. Weitere Plätze findest du in der Kategorie Campingplätze.
Anreise und Mobilität in der Urlaubsregion Ferienregion Hohe Salve
Für die Anreise ohne Auto sind die Voraussetzungen gut, vor Ort hängt es davon ab, wo du wohnst: Orte an der Bahnlinie sind einfacher, Seitentäler wie Kelchsau erfordern den Bus.
Bahn und Bus
Wörgl Hauptbahnhof liegt an der Hauptstrecke durch das Unterinntal und ist auch für Reisende aus Salzburg und Innsbruck gut erreichbar. Von dort fährst du mit den Regionalzügen oder dem Bus weiter in die anderen Orte. Mit der Gästekarte fährst du als Übernachtungsgast kostenlos mit dem Bus und mit den ÖBB-Nahverkehrszügen zwischen Kirchbichl und Hochfilzen. Fahrpläne und Anschlüsse in die Seitentäler prüfst du am besten vorab beim Verkehrsverbund Tirol, denn die Takte sind außerhalb der Hauptstrecke dünner. Allgemeine Tipps findest du in unserem Beitrag zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.
Fahrrad
Laut Sommerbroschüre der Region gibt es über 800 Kilometer Radrouten in den Kitzbüheler Alpen, von leichten Talstrecken bis zu anspruchsvollen Bergtouren. Räder kannst du in Bergbahnen und Bussen mitnehmen, und es gibt Verleih- und Servicestellen sowie Akku-Wechselstationen für E-Bikes. Welche Strecken genau in die acht Gemeinden fallen, klärst du am besten mit dem Tourismusbüro vor Ort.
Die acht Orte der Ferienregion Hohe Salve
Die Ferienregion Hohe Salve besteht aus acht Ortschaften mit ganz unterschiedlichem Charakter – von der touristischen Marktgemeinde bis zum ruhigen Bergbauerndorf. Hier ein Überblick:
Hopfgarten im Brixental
Hopfgarten im Brixental ist mit rund 5.800 Einwohnern und 166 km² die größte Gemeinde im Bezirk Kitzbühel – und der touristische Mittelpunkt der Region. Von hier bringt dich die Salvenbahn in rund 20 Minuten auf den 1.829 m hohen Hausberg Hohe Salve, im Winter ist der Ort ins SkiWelt-Skigebiet mit knapp 100 Liftanlagen eingebunden. Die doppeltürmige Barockkirche (1758–1764) prägt den Ortskern, und seit 1995 lockt das Kammermusikfest unter der Leitung von Ramón Jaffé Klassikfans nach Hopfgarten.
Wörgl
Wörgl ist mit knapp 14.500 Einwohnern die fünftgrößte Stadt Tirols und der Verkehrsknoten der Region: Seit dem Bau der Giselabahn (1873–1875) ist der Bahnhof nach Innsbruck der meistfrequentierte in Tirol, dazu kommt die Lage an der Inntalautobahn. International bekannt wurde Wörgl durch das „Wörgler Schwundgeld“ – ein von Bürgermeister Michael Unterguggenberger 1932/33 eingeführtes Regionalgeld, das die Arbeitslosigkeit im Ort spürbar senkte, bevor es die Nationalbank verbot.
Kelchsau
Kelchsau ist mit rund 730 Einwohnern das ruhigste der acht Täler – ein Seitental südlich von Hopfgarten, das sich nach etwa 10 km in den „Langen“ und den „Kurzen Grund“ gabelt. Das eigene Skigebiet wurde 2021 stillgelegt, dafür ist die Kelchsau heute vor allem im Sommer gefragt: aktive Almwirtschaft mit hofeigenem Käse, Butter und Speck sowie der Weitwanderweg KAT Walk durch die Kitzbüheler Alpen.
Angath
Angath ist mit gut 1.000 Einwohnern eine kleine, ländlich geprägte Gemeinde im Unterinntal – heute vor allem Wohnort für Pendler nach Wörgl und Kufstein. Historisch war der Ort im 15. und 16. Jahrhundert ein Zentrum der Tiroler Innschifffahrt und des Schiffbaus, woran heute nur noch der Name erinnert, der auf frühere Hochwässer des Inns zurückgeht.
Angerberg
Angerberg liegt mit seinen drei Ortsteilen Achleit, Angerberg und Embach auf einem 18 km langen Mittelgebirgsrücken oberhalb von Wörgl, mit dem Hundsalmjoch (1.637 m) als höchstem Punkt. Die knapp 2.000 Einwohner sind größtenteils Auspendler, touristisch bekannt ist vor allem die Hundalm-Eis- und Tropfsteinhöhle. Am Moosbach, der durch Angerberg und das benachbarte Mariastein fließt, läuft ein größeres Renaturierungsprojekt – mehr dazu im Abschnitt zum Umweltschutz.
Itter
Itter ist mit gut 1.100 Einwohnern deutlich kleiner, aber historisch bedeutsam: Hier fand am 5. Mai 1945 die „seltsamste Schlacht des Zweiten Weltkriegs“ statt, als US-Soldaten, übergelaufene Wehrmacht-Männer und österreichische Widerständler gemeinsam Schloss Itter gegen die Waffen-SS verteidigten und prominente französische Gefangene befreiten – mehr dazu im Abschnitt zu den Sehenswürdigkeiten. Der Ort liegt auf einer Terrasse über dem Brixental und profitiert touristisch ebenfalls vom SkiWelt-Verbund: Die Übernachtungszahlen stiegen von 88.000 (2011) auf 124.000 (2019).
Kirchbichl
Kirchbichl ist mit rund 6.000 Einwohnern die zweitgrößte Gemeinde der Region und wirtschaftlich industriell geprägt: Hier sitzen die Moguntia-Gewürzmühle und eine Zementmahlanlage von Schretter & Cie. Zum Ausgleich gibt es das rund einen Hektar große Moorstrandbad, ein Laufwasserkraftwerk am Inn und seit über 30 Jahren den Kirchbichl-Triathlon.
Mariastein
Mariastein ist mit rund 450 Einwohnern die kleinste Gemeinde im Bezirk Kufstein. Das Ortsbild prägt der Turm der früheren Burg aus dem Jahr 1361, in dem die Gnadenkapelle der Wallfahrtskirche liegt. Über 150 Stufen erreichst du sie. Die Anlage gehört seit dem 19. Jahrhundert der Erzdiözese Salzburg. Mehr dazu findest du im Abschnitt zu den Sehenswürdigkeiten.
Sehenswürdigkeiten in der Ferienregion Hohe Salve
Die Region ist weniger für große Museen bekannt als für kleine Orte mit Geschichte: eine Kirche auf dem Gipfel, eine Wallfahrtsstätte im Turm einer alten Burg und ein Schloss mit einer ungewöhnlichen Rolle am Kriegsende.
Salvenkirchlein auf der Hohen Salve
Das Salvenkirchlein steht auf 1.829 Metern und gilt laut Region als höchstgelegene Wallfahrtskirche Österreichs. Du erreichst es von Hopfgarten mit der Salvenbahn oder zu Fuß. Laut Betreiberseite ist es 2026 von 14. Mai bis 26. Oktober täglich von 8:45 bis 17:00 Uhr geöffnet, im Winter bleibt es geschlossen.
Schloss Itter
Schloss Itter wurde 1240 erstmals urkundlich erwähnt und im 19. Jahrhundert zum Treffpunkt von Musikern, später im neugotischen Stil umgestaltet. Bekannt ist es durch die „Schlacht um Schloss Itter“ am 5. Mai 1945. Das Schloss ist in Privatbesitz und nicht öffentlich zugänglich, du kannst es nur von außen ansehen. Für Kinder gibt es in Itter einen hölzernen Schloss-Nachbau als Spielplatz („rITTERspielplatz“).
Wallfahrtskirche Mariastein
In Mariastein steht der Turm einer Burg von 1361, in dem die Gnadenkapelle mit einem gotischen Madonnenbild liegt. Die Wallfahrt geht auf eine Legende zurück, nach der die Muttergottesstatue zweimal wundersam an diesen Ort zurückkehrte. Über 150 Stufen führen zur Kapelle. Die Kirche ist laut Regionsseite täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Daneben zeigt das Schlossmuseum Mariastein unter anderem die Tiroler Landesinsignien aus der Zeit um 1600. Der Rittersaal ist nur mit Führung und nach Anmeldung zu besichtigen.
Hundalm Eis- und Tropfsteinhöhle
Auf der Hundalm nördlich von Angerberg liegt eine Eis- und Tropfsteinhöhle, die laut Region die einzige frei zugängliche in Westösterreich ist. Der Eingang liegt auf rund 1.520 Metern und ist nur zu Fuß erreichbar. Im Innern hat es etwa 0 °C, daher brauchst du warme Kleidung und festes Schuhwerk. Hunde sind nicht erlaubt. Die Öffnung ist saisonal begrenzt, im Herbst 2026 laut Regionsseite nur samstags und sonntags von 10:00 bis 16:00 Uhr. Prüfe die aktuellen Zeiten vor dem Aufbruch.
Hexenwasser Söll
Das Hexenwasser liegt am Fuß der Hohen Salve auf der Hochsöll-Seite in der Nachbargemeinde Söll – also streng genommen schon in der Nachbarregion Wilder Kaiser, aber über den gemeinsamen Hausberg eng mit Hopfgarten verbunden. Der Erlebnispark vermittelt Kindern spielerisch Wissen über Wasser, Kräuter und Handwerk, unter anderem mit einer Kräuterwanderung, einer Schatzsuche und der Hexenwasserbahn.
Baden in der Ferienregion Hohe Salve
Statt großer Naturseen gibt es in der Region gepflegte Badeplätze und Freibäder. Einen Überblick über Seen in ganz Österreich findest du in unserer Liste der schönsten Badeseen. In der Ferienregion Hohe Salve nennt die Region selbst:
- Badesee Salvenaland in Hopfgarten: Badesee mit Sprungsteg, Kletter-Eisberg und Wassertrampolin sowie einem Pool. Daneben liegt der Freizeitpark mit Sommerrodelbahn, Minigolf und Kletterburg. Eintritt und Öffnungszeiten prüfst du vorab beim Betreiber.
- Moorstrandbad Kirchbichl: ein Bad von rund einem Hektar Größe, das laut Region zu den ältesten Badeplätzen Tirols zählt und sich gut für kleine Kinder eignet.
- Solarbeheiztes Freischwimmbad Itter: ein Freibad, das mit Sonnenenergie beheizt wird.
Beachte, dass wir Wasserqualität und Eintrittspreise nicht selbst geprüft haben. Für ausgewiesene Badegewässer gibt es Wasserqualitätsdaten beim Land Tirol.
Kulinarische Spezialitäten aus der Urlaubsregion Ferienregion Hohe Salve
Die Küche der Region folgt der Tiroler Tradition, eine eigene Herkunftsmarke nur für die acht Gemeinden haben wir nicht gefunden. Wirtshäuser gibt es unter anderem in Hopfgarten, Itter und Kelchsau, und am Gipfel serviert die Gipfelalm „Umadum Stub’n“ Brotzeit mit Rundumblick von der drehbaren Terrasse.
Regionale und saisonale Spezialitäten in der Ferienregion Hohe Salve
Auf den Speisekarten findest du die Klassiker der Tiroler und österreichischen Küche, etwa Tiroler Gröstl, Knödel und Kaiserschmarrn. Laut Sommerbroschüre bieten Produzenten aus der Umgebung auf einem Dorfmarkt unter anderem Käse und Schinken an. Im Sommerprogramm gibt es außerdem Workshops zu Wildkräutern und Naturkosmetik auf Almhütten. Frag in Gasthäusern gezielt nach Zutaten aus der Region, denn die Herkunft ist nicht überall ausgewiesen.
Sport und Freizeit Aktivitäten in der Urlaubsregion Ferienregion Hohe Salve
Die Region setzt vor allem auf Wandern und Radfahren im Sommer und auf Skifahren im Winter. Weitere Ideen für nachhaltige Aktivitäten findest du in unserem Überblick.
Wandern
Die Hohe Salve ist der Mittelpunkt: Die Salvenbahn bringt dich von Hopfgarten zum Gipfel, die Bergbahn Söll von der anderen Seite. Von der Mittelstation oder vom Gipfel starten leichte Wege wie der Sonnenweg (rund 20 Minuten) und der G’sundheitsbründlweg (rund 4,2 Kilometer, gut eine Stunde). Etwas mehr Kondition brauchst du für den Höhenrundweg (etwa 7,4 Kilometer, rund zwei Stunden) oder den Aufstieg von Hopfgarten zum Gipfel (rund 5 Stunden). Ruhiger ist das Seitental Kelchsau mit Almen und längeren Touren, außerdem gibt es die Kleine Salve und einen Stempelpass für Wanderer.
Biken
Wer Mountainbike fährt, findet laut Region über 800 Kilometer Routen in den Kitzbüheler Alpen, dazu E-Bike-Infrastruktur, geführte Touren und Verleihstationen. Die Mitnahme in den Bergbahnen und Bussen ist möglich. Informiere dich vorab, ob für deine Route die Freigabe der Grundeigentümer gilt, denn nicht jeder Forstweg ist erlaubt.
Skifahren
Im Winter gehört die Region zur SkiWelt Wilder Kaiser–Brixental. Hopfgarten und Itter haben direkten Zugang zum Skigebiet, ein kostenloser Skibus verbindet Unterkünfte mit den Liften. Zu Schneesicherheit und Energieeinsatz der Bahnen haben wir keine belastbaren Angaben für die Region gefunden. Die Zeiten der Bahnen findest du auf der Seite der Bergbahnen.
Freizeitaktivitäten
Für Familien gibt es das Hexenwasser in Söll, den Freizeitpark Salvenaland in Hopfgarten und das „Salvis Kraxxl Platzl“ nahe dem Gipfel. Die Hohe Salve ist außerdem ein bekanntes Gelände für Paragleiter, Tandemflüge bieten lokale Anbieter an.
Beste Reisezeit: Wann sich ein Besuch in der Ferienregion Hohe Salve lohnt
Die Bergbahnen der Region haben zwei Saisonen: Im Sommer sind Salvenbahn (Hopfgarten) und Salvistabahn (Itter) laut offizieller Betreiberseite üblicherweise von Mitte Mai bis Ende Oktober in Betrieb (2026: 14. Mai bis 26. Oktober), im Winter je nach Schneelage von Anfang oder Mitte Dezember bis Ende März oder Anfang April. Die genauen, tagesaktuellen Zeiten findest du auf hohe.salve.at, da sich Randzeiten und Wetterlagen kurzfristig ändern können.
Am ruhigsten ist die Region in der Zwischensaison – also im späten Frühling vor Saisonstart und im Herbst nach den ersten Kälteeinbrüchen. Wer autofrei anreist, profitiert dann von deutlich weniger Verkehr auf den Zufahrtsstraßen und günstigeren Unterkunftspreisen – dafür sind dann auch einige Bahnen und Betriebe noch geschlossen.
Im Hochsommer und in der Wintersaison zwischen Weihnachten und den Semesterferien ist entsprechend am meisten los. Wer die Berge lieber für sich hat, plant seinen Besuch am besten außerhalb dieser Zeiträume.
Umweltschutz in der Ferienregion Hohe Salve: Der Moosbach als Beispiel
Ein konkretes Beispiel für Naturschutz vor Ort: der Moosbach in Mariastein und Angerberg, ein geschütztes Feuchtbiotop mit Schilfwiesen, in dem unter anderem die Gelbe Sumpfschwertlilie und das Breitblättrige Knabenkraut vorkommen. Dort läuft ein EU-Leader-gefördertes Renaturierungsprojekt mit einem Volumen von rund 1 Million Euro, das den durch frühere Straßenbauarbeiten geschädigten Bach wieder in einen naturnahen Zustand bringen soll (Stand eines dokumentierten Berichts von 2020 – ein aktuellerer, verifizierter Projektstand lag uns bei der Recherche nicht vor).
Ehrlich gesagt: Ganz reibungslos lief das nicht immer. Für Instandhaltungsarbeiten wurde zeitweise ein breiter Schotterweg durch das Biotop gelegt, was Umweltschützer kritisiert haben – ein Beleg dafür, dass Naturschutz und praktische Pflegearbeiten nicht automatisch konfliktfrei zusammengehen. Ein eigenes Destinations-Umweltzeichen für die gesamte Ferienregion Hohe Salve haben wir bei der Recherche nicht gefunden.
Häufig gestellte Fragen
Welche Aktivitäten bieten sich für einen nachhaltigen Urlaub in der Ferienregion Hohe Salve an?
Wandern auf der Hohen Salve und im Seitental Kelchsau, Radtouren auf den Strecken der Kitzbüheler Alpen und der Besuch von Orten wie Mariastein sind gute Optionen, weil du sie mit Bahn, Bus und Bergbahn verbinden kannst. Im Winter ist die Region Teil der SkiWelt Wilder Kaiser–Brixental. Belege zu Energie- oder Klimamaßnahmen der Bahnen haben wir für die Region nicht gefunden.
Wie kann man während seines Aufenthalts in der Ferienregion Hohe Salve umweltfreundlich reisen?
Reise mit der Bahn bis Wörgl und nutze mit der Gästekarte Bus und Nahverkehrszüge. Für die Strecken im Tal bietet sich das Fahrrad an, das du in Bergbahnen und Bussen mitnehmen kannst. Mehr Tipps findest du in unserem Beitrag zu den öffentlichen Verkehrsmitteln. Orte abseits der Bahnlinie wie Kelchsau erreichst du per Bus, prüfe dafür vorab die Fahrzeiten.
Welche Unterkünfte in der Ferienregion Hohe Salve sind für ihre Nachhaltigkeit bekannt?
Bei unserer Recherche haben wir kein mit dem Österreichischen Umweltzeichen zertifiziertes Hotel direkt in den acht Hohe-Salve-Gemeinden gefunden. Über Plattformen wie biohotels.de sind aber mehrere Ökohotels und Bio-Bauernhöfe im Raum Wörgl gelistet, die auf Bio-Küche und ökologische Kriterien setzen – prüfe vor der Buchung am besten direkt, ob ein offizielles Zertifikat wie das Österreichische Umweltzeichen oder Bio Hotels vorliegt.
Welche Vorteile bietet die Hohe Salve Gästekarte im Hinblick auf einen nachhaltigen Urlaub?
Die Hohe Salve Gästekarte ist für Übernachtungsgäste gegen die Ortstaxe inkludiert und deckt vor allem Anreise und Mobilität vor Ort ab: Bus und die ÖBB-Nahverkehrszüge zwischen Kirchbichl und Hochfilzen sind damit kostenlos nutzbar. Wichtig zu wissen: Die Bergbahnen selbst sind mit der Gästekarte nicht gratis, sondern nur mit 5 bis 10 % ermäßigt – ein Ticket brauchst du trotzdem. Dazu kommen Ermäßigungen bei Freizeitangeboten und kostenlose Parkplätze an ausgewiesenen Bahnhöfen.
Wie trägt die Ferienregion Hohe Salve zum Umweltschutz bei?
Ein dokumentiertes Beispiel ist das Renaturierungsprojekt am Moosbach in Mariastein und Angerberg. Ein gemeinsames Umweltprogramm der acht Gemeinden oder ein Destinations-Umweltzeichen haben wir nicht gefunden. Wenn dir das wichtig ist, frag bei deiner Unterkunft nach konkreten Maßnahmen und Nachweisen.
Welche regionalen Produkte und Spezialitäten kann man in der Ferienregion Hohe Salve genießen?
Die Küche ist tirolerisch geprägt, also etwa Gröstl, Knödel und Käsegerichte. Käse und Schinken von Produzenten aus der Umgebung gibt es laut Region auf einem Dorfmarkt. Eine geschützte Herkunftsbezeichnung speziell für die acht Gemeinden haben wir nicht gefunden.
