Urlaubsregion

Erkunde die schönsten Facetten im Bregenzerwald

Der Bregenzerwald in Vorarlberg

Im Westen Österreichs, im Bundesland Vorarlberg, liegt der Bregenzerwald. Ganz in der Nähe des Bodensees, in Nachbarschaft zu Deutschland, der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein.

Wer Wert auf gepflegte Gastlichkeit, überschaubare Vielseitigkeit, einfallsreiche Architektur und Küche legt, urlaubt im Bregenzerwald richtig. Genussvolle Bewegung in der facettenreichen Natur lässt sich bestens mit Inspirierendem und Verwöhnendem kombinieren.

Schaffensfreude

30.000 Menschen leben im Bregenzerwald, in 22 Dörfern. Die Bregenzerwälder haben schon immer darauf geachtet, ihren Lebensraum wohlüberlegt zu gestalten. Die Dörfer schauen auffallend gut aus. Sie überraschen mit einer spannenden Kombination aus alter und neuer (Holz-)Architektur.

Eine große Rolle, wirtschaftlich und bei der Gestaltung des Landschaftsbildes, spielt die Land- und Alpwirtschaft. Für die Erhaltung und Pflege der Kulturlandschaft ist die 3-stufige Bewirtschaftung der Weiden (Tal – Mittelalpe „Vorsäß“ – Hochalpe) eine wichtige Grundlage. Diese besondere, seit Jahrhunderten gepflegte Form der Bewirtschaftung fand Eingang in die österreichische UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes.

Weitum bekannt sind die innovativen Handwerker, die der Werkraum Bregenzerwald vereinigt. Er wurde kürzlich in das „UNESCO-Register guter Praxisbeispiele für die Erhaltung des immateriellen Kulturgutes“ aufgenommen.

TIPP: Einblicke in die Gestaltungskompetenz der Bregenzerwälderinnen und Bregenzerwälder sowie in die Besonderheiten der Kulturlandschaft geben die 12 „Umgang Bregenzerwald“-Wege, durchwegs Dorfrundgänge

Architektur und das Handwerk nehmen eine wegbereitende Rolle ein. In enger Zusammenarbeit schaffen Architekten und Handwerker einerseits Häuser, Räume und Möbel von beachtlicher Qualität. Andererseits formen sie ein Bewusstsein für Ästhetik und Ökologie, das auch andere Disziplinen befruchtet. Für Besucher wahrnehmbar ist dieses Bewusstsein auf mannigfaltige Weise.

  • Beim Wohnenin den vielen Hotels, Ferienwohnungen, Pensionen und Bauernhöfen, die Altes und Neues kombinieren oder in den letzten Jahren mit Feingefühl neu gebaut wurden. Besonders ansprechend sind die lichtdurchfluteten Wellnessrefugien mit Ausblick in die Natur.
  • Beim Essen und Genießenin den vielfach ausgezeichneten Wirtshäusern und Restaurants. Kulinarisches Aushängeschild sind die bekannten Bregenzerwälder Käsesorten, vor allem der Alp- und Bergkäse. Der Käsekultur widmet sich die KäseStrasse Bregenzerwald.
  • Bei Kulturveranstaltungen und Ausstellungen, die Klassisches und Modernes vereinen und oft die umgebende Natur miteinbeziehen. Jährlicher musikalischer Höhepunkt ist die Schubertiade Schwarzenberg. Als Schaufenster für die Handwerks- und Gestaltungskultur versteht sich das Werkraumhaus in Andelsbuch. Potentiale für eine gute Zeit zeigt FAQ Bregenzerwald auf, das Forum mit Festivalcharakter.

Erkunden lässt sich die Kulturlandschaft auf zahlreichen Wander- und Themenwegen, die Geschichten über die Region erzählen. Rund 450 km Mountainbike-Routen gibt es zu befahren.

Auch einige Outdoor-Anbieter begleiten Abenteurer und Naturgenießer auf besonderen Wegen.

Einblicke in die Bregenzerwälder Lebenskultur geben attraktive Programme, die in den meisten Orten den ganzen Sommer hindurch stattfinden. Vielfach sind die Programme auf Familien abgestimmt.

Die „Eintrittskarte“ zu allen bewegten und genussvollen Bergerlebnissen ist die Bregenzerwald Gäste-Card. Sie bringt Besucher beliebig oft per Bergbahn nach oben, gilt für umweltfreundliche Fahrten mit den öffentlichen Bussen und zudem für erfrischend-entspannende Stunden in den Freibädern.

Einstimmen & mitbringen

Kulinarisch, pflegend oder handwerklich? Typische Mitbringsel aus dem Bregenzerwald sind:

  • der würzige Bergkäse, der in kleinen Sennereien und auf Alpen hergestellt wird. An sieben Tagen geöffnet ist das Käsehaus in Andelsbuch. Erhältlich ist Käse außerdem in den Sennereien, in Hofläden und im Käsekeller in Lingenau
  • Köstliches und Pflegendes aus Schafmilch– vom Joghurt über Käse bis zur Handcreme – vom Schafmilch-Bauernhof von Familie Gmeiner in Bizau
  • Gewürzmischungen, Selbstgemachtes, Schönes & Praktisches für Küche und Tisch von FrauKaufmann in Egg
  • die vielfältigen „honiglichen“ Spezialitäten, Edelbrände, Pralinés und Honig-Pflegeprodukte von Bentele Genuss, seit September 2017 mit neuem Besucherzentrum in Alberschwende (s. Seite 31)
  • Brändeaus Bergkräutern, erzeugt von der Bergbrennerei Löwen in Au. Der Verlaufsladen und das Café im denkmalgeschützten Gasthof zum Löwen sind von Mittwoch bis Samstag von 10 bis 18 Uhr geöffnet, sonntags von 9 bis 18 Uhr. Führungen durchs Haus und die Brennerei finden donnerstags und freitags ab 16 Uhr statt
  • Edelbrände,Spirituosen und Liköre aus der Maan-Edelbrandmanufaktur mit Sitz in Alberschwende
  • das aufwändig hergestellte Kräutersalz, das kundige Frauen aus 14 handverlesenen Kräutern und Heilpflanzen vom Natur-Erlebnis Holdamoos herstellen (erhältlich im Sennhaus Au-Rehmen)
  • hochwertige pflanzliche Öle, darunter Leinöl, Sesamöl sowie Raritäten wie Tomatenkernöl und Chilikernöl, aus der Ölmanufaktur Krumbach
  • Möbelstücke und Textiles von den Werkraum-Handwerkern aus dem Bregenzerwald. Praktisches und Dekoratives ist im Werkraumhaus in Andelsbuch erhältlich, zum Beispiel Filzschaukeln für Kleinkinder, Schneidbretter aus Holz, Untersetzer aus Filz etc.
  • Pfeffermühlen aus heimischem Holz, gestaltet und hergestellt vom Tischler Bernhard Domig aus Langenegg, erhältlich im Werkraumhaus Andelsbuch
  • Handgemachtes aus dem Bregenzerwald wie Käse, Schnäpse, Praktisches und Dekoratives aus Holz sowie Spielzeug von Roland Bär aus Andelsbuch, www.pfiffiges.at
  • Matratzen, Lattenroste und Bettzeug aus Naturmaterialien, hergestellt von Andrea Hager/WOLENA aus Schoppernau
  • Holz-Clogs (im Dialekt „Hölzlar“) und Kuhfell-Stiefel vom Schuhmacher Devich aus Hittisau
  • klassische Holzrodel namens „Ländle-Rodel“ von Familie Bereuter aus Alberschwende
  • Molkekosmetik sowie Käse aus Ziegen- und Kuhmilch, erzeugt von Familie Metzler in Egg
  • Verwöhnendes aus der Kosmetik- und Pflegeserie Susanne Kaufmann (Hotel Post Bezau) – die Inhaltsstoffe stammen aus organischem Anbau oder aus Wildsammlungen.

Aus Freude am Gestalten.

Kenner sehen den Bregenzerwald als Modellregion für moderne Architektur und innovatives Handwerk. Zahlreiche Bauwerke, Ausstellungen im Werkraumhaus in Andelsbuch und die
12 „Umgang Bregenzerwald“-Wege machen die besondere Auseinandersetzung mit dem Lebensraum sichtbar und spürbar.

Was ein Dutzend „alter Knacker“ bei der Besichtigung der mittlerweile international bekannten Bushaltestellen in Krumbach lernte, berichtet einer der Herren, nämlich Armin Thurnher – Vorarlberger und Herausgeber der Wiener Stadtzeitung Falter – im neuen Reisemagazin Bregenzerwald. Außerdem erzählt das Magazin wie es dazu kam, dass Simon in Glasgow und Kopenhagen Holzboote baute und nun im Bregenzerwald Möbel gestaltet.

Das Werkraumhaus: ein Haus für das Handwerk

Seit wenigen Jahren steht das Werkraumhaus in der traditionell handwerklich geprägten Gemeinde Andelsbuch. Geplant hat das hallenartige, mit einer Glasfassade umgebene „Schaufenster für die Handwerks- und Gestaltungskultur“ der bekannte Schweizer Architekt Peter Zumthor, der dem Handwerk eng verbunden ist. Die Bregenzerwälder Werkraum-Handwerker hat er beim Bau des Kunsthaus Bregenz kennen und schätzen gelernt. Seither arbeiten viele Handwerker aus dem Bregenzerwald für den Meister aus der Schweiz.

Das Gebäude dient einerseits als Versammlungsort und andererseits als große Vitrine – als „Schaufenster für die Handwerks- und Gestaltungskultur“ im Bregenzerwald. Ausdruck dieser Idee sind ein weit ausladendes Dach aus Holz und eine Fassade aus Glas. Die Trennung zwischen Innen und Außen ist aufgehoben, die Landschaft fließt durch das Gebäude hindurch. Das Werkraumhaus zeigt Stücke von Werkraum-Handwerkern und wechselnde Ausstellungen.

Für den Entwurf, aber auch für die Idee, das Handwerk der Region in den Mittelpunkt zu stellen, erhielt das Werkraumhaus den ZV-Bauherrenpreis 2014 sowie den Hypo-Bauherrenpreis 2015. Im Dezember 2016 wurde der Werkraum Bregenzerwald als eines von drei Zielen in Österreich in das „Unesco-Register guter Praxisbeispiele für die Erhaltung des immateriellen Kulturerbes“ aufgenommen. Informationen über die Ausstellungen im Jahr 2018 www.werkraum.at

Handwerk und der Werkraum Bregenzerwald

Das enge und produktive Zusammenwirken von Architektur und Handwerk hat im Bregenzer­wald eine lange Tradition. Die Baukünstler stammen vielfach aus Handwerkerfamilien oder sind selbst ausgebildete Handwerker. Das wirkt sich befruchtend auf das Miteinander aus. Tischler, Zimmerleute, Schmiede, Ofenbauer und Maler sind nicht einfach nur „bestbietende Befehlsempfänger“, sondern spezialisierte Partner beim Entwickeln der optimalen Lösung. So hat sich im Bregenzerwald parallel zur neuen Architektur eine eigenständige, design-orientierte Handwerkerszene entwickelt, deren Werke im In- und Ausland gefragt sind.

Rund 90 der innovativsten Handwerker – von Tischlern bis zu Textildesignern – haben sich im Werkraum Bregenzerwald zusammengeschlossen. Als Plattform organisiert der Werkraum Ausstellungen, Wettbewerbe, Vorträge und widmet sich der Forschung.

Handwerk + Form

Alle drei Jahre ist Andelsbuch Schauplatz von Handwerk + Form, einem Designwettbewerb mit Ausstellung, veranstaltet vom Werkraum Bregenzerwald. Zum Wettbewerb reichen Bregenzerwälder Handwerker Stücke ein, die sie gemeinsam mit Designern aus dem In- und Ausland entworfen haben. Alle eingereichten Objekte sind in der Ausstellung zu sehen, die sich über das ganze Dorf verteilt. Besucher spazieren von Werkstatt zu Werkstatt, von Schauraum zu Schauraum. Im Jahr 2018 findet Handwerk + Form vom 13. bis 14. Oktober und vom 18. bis 21. Oktober statt.

Zeitgenössische Baukunst

Glas und Holz sind die bevorzugten Baustoffe der zeitgenössischen Baukünstler. Holz ist seit jeher ein bedeutender Baustoff im Bregenzerwald, denn in den Wäldern wächst reichlich davon. So haben sich die Bregenzerwälder Baukünstler und Handwerker eine große Fertigkeit im Umgang mit Holz erworben. Einst wie jetzt wird darauf geachtet, das Holz beim richtigen Zeichen zu schlagen und es langsam trocknen zu lassen, um es dann entsprechend seiner Natur zu verarbeiten. Für den Farbton der Fassaden sorgen im Laufe der Jahre Sonne und Regen.

Die neuen Gebäude zeigen sich schnörkellos, mitunter fast provokant, mit einem erstaunlichen Reichtum an räumlichen und funktionellen Qualitäten. Genau so hoch wie der Anspruch an die Ästhetik ist jener an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Zum Heizen und zur Warmwasser­aufbereitung kommt in überdurchschnittlich hohem Maß erneuerbare Energie zum Einsatz: Solarzellen und Photovoltaik-Anlagen sind an vielen Häusern sichtbar, genutzt werden auch Erdwärme und Holz. Die ökologisch wert- und sinnvollen Baumaterialien sowie der bewusste Umgang mit Energie machen sich zum Beispiel am Raumklima sehr angenehm bemerkbar.

Weil die neuen Häuser auf alten Bautraditionen basieren, entsteht ein anregender Dialog. Modern gebaute Privathäuser und Hotels finden sich in jeder Gemeinde.

TIPPUmgang Bregenzerwald

Beim Gehen mehr über den Umgang der BregenzerwälderInnen mit ihrem Lebensraum erfahren: Dazu regen 12 „Wege zur Gestaltung“ an. Die Rundwege führen in jeweils 1,5 bis 4 Stunden durch 13 Bregenzerwälder Dörfer. An jedem Weg lenken etwa 10 Infosäulen die Aufmerksamkeit auf ein Gebäude, auf Besonderheiten der Kulturlandschaft, auf handwerkliche oder ökologische Details, auf Facetten künstlerischen, kulinarischen oder touristischen Schaffens. Die dezenten Infosäulen, entworfen von einem Bregenzerwälder Architekten, erinnern an Zaunpfähle. An ihrem oberen Ende sind sie mit einem Glasguckloch versehen, einer Art Vergrößerungsglas. Drückt man auf einen Knopf, geht ein Licht an und man sieht durch das Glasguckloch eine Zeichnung und eine Frage zum jeweiligen Objekt. Die Antwort und Details erklärt ein begleitender Folder. Außerdem gibt es ein Buch zum Thema, das Hintergrundgeschichten über die Lebenskultur im Bregenzerwald enthält.

Begleitete Rundgänge auf den „Wegen zur Gestaltung“ finden von Mai bis Oktober dienstags und freitags um 9.30 Uhr statt. Bei jedem Termin steht ein anderes Dorf im Mittelpunkt. Details sowie genaue Wegbeschreibungen finden sich auf www.bregenzerwald.at.

TIPP BUS: Stop in Krumbach

Sieben Bushaltestellen zieren seit Mai 2014 das Gemeindegebiet von Krumbach. Auf Einladung des Vereins Kultur Krumbach haben renommierte Architekten die sieben Bushaltestellen, im lokalen Dialekt „Wartehüsle“ genannt, neu gestaltet. Mit dabei waren Alexander Brodsky (Russland), Rintala Eggertsson Architects (Norwegen), Architecten de Vylder Vinck Taillieu (Belgien), Ensamble Studio Antón García-Abril (Spanien), Smiljan Radic (Chile), Sou Fujimoto (Japan) und Wang Shu (China). Unterstützend und beratend stand jedem Architekturbüro ein Vorarlberger Partner aus Architektur und Handwerk zur Seite. Das gesamte Projekt wurde von privaten Sponsoren finanziert, Honorar für die Architekten war ein Urlaub im Bregenzerwald.

Im Herbst 2014 wurde das Projekt mit dem Staatspreis für PR (Public Relations) ausgezeichnet und erhielt beim „Staatspreis für Architektur“ einem Sonderpreis für „ein charmantes und gelungenes Beispiel für die Kombination aus Architektur, Kunst und alltäglicher Bauaufgabe“, so die Jury.

Vom Wert der Nachhaltigkeit.

Wer das Wohl nachfolgender Generationen im Auge hat, muss mit vorhandenen Ressourcen sorgsam und schonend umgehen. Dieses Bewusstsein ist im Bregenzerwald fest verankert. Es bezieht sich auf regionale Wirtschaftskreisläufe ebenso wie auf den Umgang mit Energie.

Erneuerbare Energie

Wasserkraft ist in Vorarlberg der wichtigste Energieträger. Die Vorarlberger Kraftwerke AG (VKW) bzw. die Illwerke betreiben zahlreiche Wasserkraftwerke mit unterschiedlicher Leistung. Davon befinden sich 5 Kraftwerke an der Bregenzerache im Bregenzerwald. Architektonisch sehenswert und im Rahmen von Führungen zugänglich ist das Kraftwerk in Andelsbuch. Der Jugendstilbau wurde 1908 errichtet und war zu jener Zeit eines der größten und modernsten Kraftwerke in der Donau-Monarchie.

An die Ökostrom GmbH, eine Tochter der VKW, liefern sehr viele Erzeuger in ganz Vorarlberg Strom aus erneuerbarer Energie. Neben Wasser wird als Energieträger Biomasse und die Sonne genutzt. In vielen der 22 Gemeinden heizen Biomasseheizwerke Räume und wärmen das Wasser. Dort sind jeweils auch viele Beherbergungsbetriebe angeschlossen. Diese Biomasseheizwerke erzeugen Energie aus Holz, das im Bregenzerwald bei der Holzverarbeitung quasi als Abfall anfällt. Energiesparmaßnahmen und ein weiterer Ausbau der Wasserkraft sollen dazu beitragen, dass Vorarlberg bis ins Jahr 2050 energieautonom wird.

Im Sinne der Nachhaltigkeit

Neben den kommunalen Biomasseheizwerken gibt es auch private Biomasseheizwerke. Ein solches betreibt das Gesundhotel Bad Reuthe. Bis zum Bau des Heizwerkes benötigte das Hotel pro Jahr 200.000 Liter Heizöl. Dieses wird nun zur Gänze durch Biomasse ersetzt. Auch das Hotel Warther Hof in Warth hat 2013 ein privates Biomasseheizwerk errichtet. Auf umweltbewusste Maßnahmen setzen zahlreiche weitere Hotels im Bregenzerwald.

Wie engagiert die Menschen im Bregenzerwald die moderne Art der Wärmegewinnung aufgreifen, zeigt das Dorf Damüls. Rund 95 Prozent aller Gebäude im Einzugsgebiet des Biomasse-Heizwerks – Privathäuser und Gästeunterkünfte – heizen mit Biomasse. Führungen ins örtliche Biomasseheizwerk bietet Au-Schoppernau im Rahmen des Wochenprogrammes an.

Ladestationen für E-Autos

Die Zahl der Ladestellen für E-Autos wächst kontinuierlich. Sie befinden sich bei Tourismusbüros, bei Hotels und bei der Talstation der Diedamskopfbahn in Schoppernau.

Sparen und schützen

Der nördliche Teil des Bregenzerwaldes, regional „Vorderwald“ genannt, zählt zu den Energiemodellregionen Österreichs. Die acht Gemeinden haben sich in der „Energieregion Vorderwald“ zusammengeschlossen und setzen sich für eine zukunftsfähige Klima- und Energiepolitik ein. Ihre Themen sind unter anderem Energieeffizienz, die Förderung und Nutzung von erneuerbaren Energien, die Förderung energiebewusster Betriebe und die umweltfreundliche Mobilität.

Als e5-Gemeinden engagieren sich Doren, Langenegg, Krumbach, Hittisau und Sulzberg in besonderer Weise für Energieeffizienz und Klimaschutz. Langenegg nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein. Die Gemeinde wurde bereits mehrfach für ihre Aktivitäten ausgezeichnet. Für Besucher macht Langenegg sein Engagement mit einem künstlerisch gestalteten „Energieweg“ und „Energieportalen“ sichtbar.

Die Inspirationskraft der Kultur.

Für eine ländliche Region präsentiert sich der Kulturkalender erstaunlich vielseitig bestückt. International bedeutend ist die Schubertiade Schwarzenberg, das größte Musikfestival in der Region. Zum Diskurs über relevante Fragen der Zeit lädt das Festival FAQ Bregenzerwald sowohl analog wie auch digital. Als Schaufenster für die Handwerks- und Gestaltungskultur versteht sich das Werkraumhaus in Andelsbuch. Lebensgeschichten aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählen die Museen. 

Wie es zur Gründung des international angesehenen Weltmusik-Festivals „Bezau Beatz“ kam und was seine Besonderheit ausmacht, erzählt der Organisator, Jazzmusiker und Schlagzeuger Alfred Vogel im neuen Reisemagazin Bregenzerwald. Leser/-innen erfahren außerdem, was es mit Alfred Vogels Schlagzeuglehrer „El Moses“ auf sich hatte und mit den kleinen Weihrauchkugeln im Proberaum.

Schubertiade Schwarzenberg

Prominenteste Veranstaltungsreihe des Bregenzerwälder Kulturkalenders ist die international renommierte Schubertiade Schwarzenberg. Die ländliche Atmosphäre im Bregenzerwald harmoniert auf einzigartige Weise mit der Musik Schuberts und seiner Zeitgenossen. In diesem Jahr finden vom 23. Juni bis 1. Juli und vom 25. August bis 2. September über 40 hochkarätige Veranstaltungen statt, darunter Kammerkonzerte, Liederabende und Matineen, Klavierkonzerte und Meisterkurse. Im Angelika-Kauffmann-Saal, dessen Fenster einen fantastischen Blick über die Wiesen und Berge des Bregenzerwaldes freigeben, sind alljährlich herausragende Solisten und Ensembles zu Gast. / www.schubertiade.at

Vom Bregenzerwald zu den Bregenzer Festspielen

Im Grünen wohnen und zu urbanem Kulturgenuss ausschwärmen? Diese Kombination lässt sich im Bregenzerwald leicht verwirklichen. Die Fahrt nach Bregenz dauert 30 Minuten bis ca. eine Stunde. 2018 inszenieren die Bregenzer Festspiele (18. Juli bis 20. August) auf der Seebühne die Oper „Carmen“ von Georges Bizet. Auf dem Spielplan stehen weitere Opern, Orchesterkonzerte und die Kammermusik-Reihe „Musik & Poesie“.

FAQ Bregenzerwald – Potentiale für eine gute Zeit

FAQ Bregenzerwald, die jüngste Veranstaltungsreihe im Bregenzerwald, findet vom 6. bis 9. September 2018 zum dritten Mal statt. Das Forum mit Festivalcharakter und kulinarischem Anspruch lädt zu Vorträgen, Diskussionen, Konzerten und Wanderungen. FAQ Bregenzerwald beleuchtet gesellschaftsrelevante Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven. Blicke in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft werfen Menschen aus verschiedenen Bereichen: von Köchen bis zu Philosophen, von Landwirten bis zu Künstlern, von Touristikern bis zu Wissenschaftlern. Sorgsam ausgewählt sind auch die Schauplätze im Dorf und am Berg zwischen Andelsbuch und Bezau.

Dabei sein soll Bewohner und Gäste inspirieren, zum Nachdenken und Mitreden anregen und vor allem auch Freude machen. FAQ Bregenzerwald will „Potentiale für eine gute Zeit“ öffnen. In diesem Sinne ist FAQ Bregenzerwald ganzjährig als Online-Plattform zugänglich – für Fragen und Antworten, für Inspiration und Denkanstöße. / www.faq-bregenzerwald.com

alpenarte Schwarzenberg

Ansinnen der Veranstalter des Musikfestivals in Schwarzenberg ist es, den Dialog zwischen der internationalen musikalischen Nachwuchselite und dem Publikum zu fördern. Konzerte, Workshops, Musikvermittlung und Dialoge stehen vom 5. bis 8. April und vom 25. bis 28. Oktober 2018 auf dem Programm. / www.alpenarte.at

Klassik Krumbach

Ein Festival für Jedermann, nicht nur für Klassik-Fans, veranstaltet das auf Kammermusik und moderne Musik spezialisierte Ensemble Pagon vom 2. bis 5. August zum zweiten Mal in Krumbach. An unterschiedlichen Orten trifft man sich zum Hörgenuss. Musiker und Musikerinnnen aus dem In- und Ausland spielen sechs Konzerte, darunter ein Kinderkonzert und eine Sonntagsmatinee. / www.klassik-krumbach.at

Bezau Beatz – Jazziges und Blues in Bezau

2018 findet das Musikfestival Bezau Beatz vom 9. bis 11. August in der Wälderbähnle-Remise in Bezau statt. Wie auch in den vergangenen Jahren gestalten die Festival-Organisatoren ein buntes, niveauvolles und unterhaltsames Programm jenseits des Mainstream, für Menschen mit offenen Ohren und offener Geisteshaltung. Bezau Beatz bringt Musik und Musiker aus allen Teilen der Welt ins Dorf. / www.bezaubeatz.at

Abendliche Kirchenführung mit Orgelmusik

Im 17. Jahrhundert war Au dank der Auer Handwerkszunft, aus der sich die „Bregenzerwälder Barockbaumeisterschule“ entwickelte, weitum bekannt. Baumeister und Handwerker aus Au und Schoppernau haben das barocke Bauen in Süddeutschland, der Schweiz und im Elsass über einen Zeitraum von 100 Jahren mitgeprägt.

Mehr über jene Zeit und über kunstgeschichtliche Details der Kirchen von Au und Schoppernau erfahren Besucher bei musikalisch begleiteten Kirchenführungen. Sie finden vom 6. Juli bis 24. August jeden Freitag um 20.30 Uhr statt, abwechselnd in der Pfarrkirche Au und in der Pfarrkirche Schoppernau. Die Teilnahme ist kostenlos. / www.au-schoppernau.at

150 Jahre Chorgemeinschaft Egg

Mit Konzerten und musikalischen Begegnungen feiert der traditionsreiche Chor, der rund 50 Sängerinnen und Sänger aus der Region vereint, sein 150-jähriges Bestehen. Am 19. und 20. Mai findet ein Konzertwochenende im Angelika-Kauffmann-Saal in Schwarzenberg statt. Beim Festwochenende am 29. Juni und 1. Juli in Egg trifft man sich zum Singen in Wirtshäusern, beim Kulturvormittag, zur Festfeier sowie zur Festmesse mit Frühschoppen. / www.waelderchor.at

Sommermusik „Walser im Wald“

Bereits zum sechsten Mal lädt Damüls zur musikalischen Sommerreihe „Walser im Wald“. Die Konzerte finden jeweils am Abend statt, der Eintritt ist frei. Veranstaltungsorte sind der Pfarrstall beim Museum „Kulisse Pfarrhof“ sowie die Pfarrkirche. / www.damuels.travel

Bahnhof Andelsbuch

Der Bahnhof Andelsbuch wurde vor mehr als 100 Jahren erbaut und vor einigen Jahren behutsam renoviert und vergrößert. Er ist eines der letzten bestehenden historischen Bahnhofsgebäude der ehemaligen Bregenzerwaldbahn. Unter dem Motto „Ankommen, Aufenthalt und Begegnung“ veranstaltet hier der Kulturverein Bahnhof rund ums Jahr Konzerte, Lesungen und Ausstellungen. / www.bahnhof.cc

Jöslar Andelsbuch

Wirtshaus, Laden, Kino – vor allem als Begegnungsstätte versteht sich der „Jöslar“ in Andelsbuch. Der Laden bietet eine kleine, feine Auswahl an exquisiten und handgemachten Stücken aus aller Welt: vom Notizbuch über Stempel bis hin zu Rauchutensilien und Magazinen. Im Wirtshaus wird am Freitag- und Samstagvormittag – mit Voranmeldung – Frühstück serviert, später gibt es warme, belegte Brote. An einigen Abenden sorgen DJs für anregende Unterhaltung. Jeden ersten Sonntag im Monat zeigt das Kino Cineastisches. / www.joeslar.at

Werkraumhaus in Andelsbuch

Für Bauherren, Architekten und alle, die sich für Gestaltung sowie für Bau- und Wohnkultur interessieren, ist das von Peter Zumthor geplante Werkraumhaus das ganze Jahr hindurch ein Ort der Orientierung und Beratung. Im Winter und Frühling zeigt das Werkraumhaus Arbeiten aus den Werkstätten der Bregenzerwälder Werkraum-Handwerker.

Bis 26. Mai 2018 stellt die Werkraumschau zum Thema „Licht“ handwerkliche Erzeugnisse der Werkraum-Handwerker in den Mittelpunkt. Die Ausstellung nutzt die vitrinenartige Situation des Werkraumhauses und setzt die Produkte schlicht, effektiv und ohne bauliche Intervention ins „Rampenlicht“.

In „Alphabet des Lebens – Lernwerkstatt Natur“, zu sehen vom 23. Juni bis 6. Oktober 2018, untersucht ein Team aus WissenschaftlerInnen, GestalterInnen und HandwerkerInnen Prozesse und Systeme der Flora und Fauna im Umfeld des Werkraums und geht der Frage nach: Wie löst das die Natur? Große und kleine BesucherInnen sind eingeladen, selbst zu forschen und sich vom Handwerk und den Werkzeugen der Natur inspirieren zu lassen. / www.werkraum.at

Angelika-Kauffmann Museum

Das Angelika-Kauffmann Museum in Schwarzenberg, mit dem Österreichischen Museumsgütesiegel ausgezeichnet, ist ein Haus aus dem 16. Jahrhundert mit modernen Schauräumen. Seine Ausstellungen widmen sich in unterschiedlichen Perspektiven dem Schaffen der bekannten Barockmalerin Angelika Kauffmann, die familiär eng mit Schwarzenberg verbunden war.

„Er ist wer. Männerporträts von Angelika Kauffmann“ lautetder Titel der Ausstellung vom 1. Mai bis 28. Oktober. Zu den Auftraggebern der Malerin zählten Vertreter des Adels sowie weite Kreise des aufstrebenden Bürgertums. Die Ausstellung spürt den Biografien der Dargestellten nach und stellt Fragen zum Sehen und Gesehenwerden im 18. und beginnenden 19. Jahrhundert, zu Berühmtheit, Macht und Lebenskunst./ www.angelika-kauffmann.com

Frauenmuseum in Hittisau

Das Frauenmuseum in Hittisau, das einzige Frauenmuseum Österreichs, macht in wechselnden Ausstellungen das Kulturschaffen und das Lebensumfeld von Frauen sichtbar. Aktuell befasst sich die Ausstellung „Pflege das Leben. Betreuung – Pflege – Sorgekultur“ mit der Kulturgeschichte der Pflege. Denn bis heute ist Pflege- und Sorgearbeit, sei es beruflich oder familiär, mehrheitlich Frauen zugeordnet. / www.frauenmuseum.at

Juppenwerkstatt Riefensberg

Wie die elegante Tracht der Bregenzerwälderinnen entsteht, erfahren Interessierte in der Juppenwerkstatt Riefensberg. In einem speziellen Verfahren wird beispielsweise das schwarze Kleid in bis zu 500 Falten plissiert. Das Gebäude – ein altes Bauernhaus miteiner Glasfront, die über drei Stockwerke reicht – ist auch architektonisch sehenswert. Geöffnet ist die Juppenwerkstatt von Mai bis Oktober. / www.juppenwerkstatt.at

Franz Michael Felder Museum

Franz Michael Felder (1839 bis 1869) war Bauer, Literat und Sozialreformer und ist eine der bedeutendsten historischen Persönlichkeiten des Bregenzerwaldes. Die Ausstellung im Zentrum von Schoppernau ist ein Streifzug durch sein kurzes Leben. Ausgestellt sind Auszüge aus seinem Werk mit Originalschriftstücken, Hörstationen, Zitaten und Bildern. / www.au-schoppernau.at

Museum Kulisse Pfarrhof

Der ehemalige Pfarrhof von Damüls beherbergt ein kleines Museum, das sich mit der Ortsgeschichte und dem Wintersport befasst. Mittlerweile ist es ein offizielles FIS-Skimuseum. Vom Juni bis Mitte Oktober 2018 zu sehen ist eine Ausstellung zum Thema Ski-Rennsportgeschichte. Geöffnet ist der Pfarrhof dienstags und freitags von 15 bis 18 Uhr sowie auf Anfrage.

Weitere Museen

  • Heimatmuseum Bezau: Das Museum im typischen Bregenzerwälder Bauernhaus aus dem 18. Jahrhundert gibt einen guten Einblick in die Wohn- und Lebensverhältnisse in der bis heute von der Holzarchitektur geprägten Region.
  • Das Heimatmuseum Alberschwende umfasst zwei Standorte und befasst sich mit der bäuerlichen Lebensweise und Wohnkultur des 18. und 19. Jahrhunderts im Bregenzerwald. Ein Themenschwerpunkt behandelt den Werdegang „Von Flachs zum Leinen“. Die Außenstelle „Mesmers Stall“, neben der Kirche gelegen, ging aus einer umfangreichen landwirtschaftlichen Sammlung hervor. Im ehemaligen Ökonomiegebäude der Mesnerpfründe sind Exponate zum Thema „Alte Landwirtschaft“ zu sehen.
  • Das zentral gelegene Alpsennereimuseum Hittisau beherbergt eine historische, komplett ausgestattete Sennküche. Rund 80 Exponate zeigen, wie Käse hergestellt und wie Milch verarbeitet wird. Das Alpsennereinmuseum ist nur ihm Rahmen von Führungen geöffnet.
  • Hittisauer Lebensbilder aus dem 19. Jahrhundert: Die Ausstellung im Untergeschoß des Ritter-von-Bergmann Saals zeigt das Leben und Werk von fünf außergewöhnlichen Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts aus Hittisau.
  • Das Heimatmuseum Egg, neben der Kirche gelegen, ist das älteste Talschaftsmuseum in Vorarlberg. Es wurde 1904 gegründet und 1988 wieder eröffnet. Zusätzlich zur Dauerausstellung, die sich mit der Geschichte und der Bregenzerwälder Tracht befasst, zeigt der Verein Egg Museum jedes Jahr zwei Sonderausstellungen mit umfangreichem Begleitprogramm.
  • Eindrücke über das einstige Leben auf der Alpe und über die Walser Kulturgeschichte vermittelt das Alpmuseum „uf m Tannberg“in der alten Sennalp Batzen auf 1.570 Metern Seehöhe bei Warth-Schröcken.

Der Stellenwert von Geschmackvollem.

Für seinen exzellenten Alp- und Bergkäse ist der Bregenzerwald weitum bekannt. Die Grundlage dafür, silofreie Milch („Heumilch“), liefern die Bauern, die bis heute die Dreistufenlandwirtschaft pflegen. Regionales, oft einfallsreich verfeinert, genießt man in den vielen ausgezeichneten Wirtshäusern und Restaurants, beim „Kulinarischen Wandern“ und beim „Tafeln im Bregenzerwald“. 

Welche Kräuter, Blüten und Zweige Köchin Milena Broger ins Glas steckt, um ihrem Essig eine besondere Note zu verleihen, erzählt sie im neuen Reisemagazin Bregenzerwald. Dort kommt auch Magdalena Steurer zu Wort. „Wir haben wirklich a Gaude (eine Freude)“ sagt die Initiatorin über den Wochenmarkt in Bezau, der von Juni bis Oktober jeden Freitag zum „Freutag“ macht.

Mit der Natur. Für die Natur.

Die Bregenzerwälder Landwirtschaft ist das Rückgrat für die Erhaltung und die Pflege der Kulturlandschaft. Die Grundlage dafür und eine Besonderheit ist die seit Jahrhunderten gepflegte 3-stufige Bewirtschaftung der Weiden. Nach der Schneeschmelze grast das Vieh die Talweiden ab. Dann geht es aufs „Vorsäß“, eine Art Mittelstation, im Hochsommer auf die Hochalpe und dann etappenweise wieder zurück in den heimischen Stall. Vorteil dieses „Nomadentums“ ist neben der Erhaltung der Kulturlandschaft die optimale Nutzung der Weideflächen. Dazu kommt, dass Alpweiden mit ihren vielen Kräutern die gesündeste Ernährung für Milchkühe bieten. So wird die Milch besonders geschmackvoll und aromatisch, die ideale Voraussetzung für den würzigen Bregenzerwälder Bergkäse.

Die Zukunft der klein strukturierten Landwirtschaft zu sichern – 29 Rinder zählt ein Bauer im Durchschnitt –, hat im Bregenzerwald branchenübergreifende Bedeutung. Dementsprechend eng ist die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Tourismus und Handel. Auch Initiativen wie die Käse Strasse Bregenzerwald tragen dazu bei. Das Bewusstsein, hochwertige Lebensmittel aus bäuerlicher Produktion zu verwenden, ist groß. Groß ist auch die Produktpalette: von exzellenten Käsen über köstliche Joghurts, Fleisch- und Speck-Spezialitäten bis zu Edelbränden und Kosmetik aus Molke.

Im Frühling 2011 wurde die Dreistufenlandwirtschaft im Bregenzerwald in die österreichische Liste des immateriellen Erbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen.

Käse-Spezialitäten

Das kulinarische Aushängeschild ist der Bregenzerwälder Alp- und Bergkäse, ein schmackhafter Hartkäse, der umso würziger schmeckt, je länger er reift. Hergestellt wird der Käse in 17 Dorfsennereien und – im Sommer – auf rund 70 Sennalpen. Für die Erzeugung in den Sennereien wird ausschließlich silofreie Milch („Heumilch“) verwendet, eine Rarität innerhalb der EU, denn nur rund 3 Prozent der Milch sind silofrei.

Zu den lokalen Spezialitäten zählen außerdem Rohmilch-Emmentaler, Camemberts, Kuh-, Schaf- und Ziegenkäsle sowie der Bachensteiner, ein feiner Rotschmierweichkäse. Außerhalb Vorarlbergs so gut wie unbekannt ist der so genannte „Alpzieger“ aus Molke, der seine typische grüne Farbe über 40 verschiedenen Kräutern verdankt. Eine Rarität ist der „Gsig“ oder „Sig“, der wegen seiner braunen Farbe auch als Wälder-Schokolade angepriesen wird. Dabei handelt es sich um karamellisierten Milchzucker, den man pur essen kann oder zur Verfeinerung von Desserts verwendet.

TIPP: Zahlreiche Alpen sind auf Wanderwegen erreichbar, zu manchen führen zudem Mountainbikerouten. Einige der Alpen sind auch bewirtschaftet und bieten Alpfrühstücke sowie Kostproben ihrer Milch- und Käseprodukte an.

TIPP: Tafeln im Bregenzerwald

Wer regionale Spezialitäten und ein besonderes Ambiente beim Speisen schätzt, darf sich auf außergewöhnliche kulinarische Abende und eine Landpartie am Vormittag freuen. Unter dem Motto „Tafeln im Bregenzerwald“ wird von Mai bis September zu 5-gängigen Menüs bzw. zum Brunch in exklusiver Runde geladen. Gespeist wird an einem besonderen Platz: in einer alten Säge, in der historischen Villa, im alten Bahnhof, im Fischervereins-Clubhaus oder am Bauernhof. An der feierlich gedeckten Tafel finden 30 bis 50 Gäste Platz. Jedes der Menüs widmet sich bestimmten regionalen Spezialitäten. Dazu reichen die Gastgeber die passenden Getränke. Auf dem Programm stehen zudem, je nach Tafel, Musik, Lesungen und Gespräche mit Gastgebern und Produzenten. Plätze zum „Tafeln im Bregenzerwald“ können bei Bregenzerwald Tourismus gebucht oder in Form von Geschenkgutscheinen erworben werden. / www.bregenzerwald.at

Kulinarisch wandern

Schritt für Schritt geht’s von Gang zu Gang: Unter diesem Motto bietet Bregenzerwald Tourismus verschiedene kulinarische Wanderungen als buchbare Tagesarrangements an. Alle Wanderungen führen durch ausgesucht schöne Landschaften und inkludieren das Frühstück, das Mittagessen und Dessert mit regionalen Spezialitäten. Gespeist wird in drei Berggasthäusern oder Restaurants.

Auf den Wegen, die ihre Ausgangspunkte in Bezau, Schwarzenberg, Warth und Lingenau haben, ist man zwischen 3 ½ bis 4 ½ Stunden unterwegs. Die Tagesarrangements kosten inklusive Bergfahrten zwischen 45,- und 60,- Euro pro Person. Ermäßigungen gibt es für Inhaber der Bregenzerwald Gäste- oder Saison-Card. / www.bregenzerwald.at

KäseStrasse Bregenzerwald

Die KäseStrasse ist keine Straße im herkömmlichen Sinn, sondern ein Zusammenschluss von Experten unterschiedlicher Disziplinen. Die Mitglieder – Sennereien, Käsewirte, Bauernhöfe mit Ab-Hof-Verkauf – laden zu Verkostungen und weihen in die Besonderheiten der Käseproduktion ein. Viele Bregenzerwälder Wirtshäuser sind Mitglied der KäseStrasse und somit ausgewiesene „Käsewirte“ mit entsprechender Speisekarte. Die meisten Käsewirte bieten ihre Köstlichkeiten in typischen Bregenzerwälder Häusern an, in gemütlichen Stuben und mit dem Blick auf holzgeschindelte Fassaden.

Stationen an der KäseStrasse sind darüber hinaus: der moderne Käsekeller in Lingenau, in dem viele tausend Laibe Bergkäse reifen; das Käsehaus in Andelsbuch, in dem man an sieben Tagen in der Woche die ganze Bandbreite an Bregenzerwälder Käsen und Köstlichkeiten kaufen kann. Am Hof und im Schaustall von Familie Metzler in Egg erleben Besucher landwirtschaftliche Abläufe sowie Kühe und Ziegen hautnah. Ebenfalls am Hof: eine Sennschule, die Molkekosmetik­produktion und ein Hofladen. Höhepunkt im Herbst ist der Alpabtrieb, der in mehreren Orten gefeiert wird. Die größte Veranstaltung, mit Markt und Käseprämierung, findet in Schwarzenberg statt. / www.kaesestrasse.at

TIPP jeden Freitag: Wochenmarkt in Bezau

„Einmalig und einzigartig“ ist dieser Markt, so die Aussage der Veranstalter. Der Markt findet einmal in der Woche statt, jeden Freitagvormittag von Anfang Juni bis Ende Oktober am Bezauer Dorfplatz. „Einzigartig“ ist das Sortiment. An eigens von Bregenzerwälder Handwerkern gestalteten Marktständen bieten Bäcker, Senner, Metzger, Gärtner und Floristen aus der Region ihre Spezialitäten an. Die hochwertigen Produkte sind frisch geerntet, extra für den Markt zubereitet oder nur am Freitag erhältlich. Zu kaufen gibt es Obst und Gemüse, Fleisch- und Wurstwaren, ein spezielles Marktbrot, Essige, Öle, Marmeladen, Kräuter und Blumen. Saisonale Themenschwerpunkte sorgen für Abwechslung.

Moorwirte Krumbach

In Krumbach kann man auf einem Wanderweg die örtliche Moorlandschaft erkunden. Kulinarischen Genüssen aus dem Moor widmen sich die vier Moorwirte. Pflanzen, Beeren und Kräuter aus dem Moor verfeinern Speisen und Getränke.

Im Sommer (9. Juni, 7. Juli, 4. August, 8. September) laden die Moorwirte zum Moorspaziergang in der Morgendämmerung mit Moorfrühstück. Los geht’s um 6 Uhr, ab 8 Uhr wird gefrühstückt. Dabei sein kostet 25,- Euro.

Das Sonntagsgasthaus

Der Adler in Großdorf hat nur sonntags geöffnet. Am Herd bereiten Kochfreudige – Hobbyköche und –köchinnen ebenso wie Berufsköchinnen und –köche aus nah und fern – ihre Lieblingsgerichte zu und tischen ein 3-gängiges Menü auf. Selbst gebackenes Brot und Kuchen nach bestgehüteten Familienrezepten sind selbstverständlich. Verwendet werden außerdem ausgewählte Spezialitäten aus Italien, der Zweitheimat der Gastgeberin Irma Renner.

Frau Kaufmann kocht und verkauft Köstliches

Regionale und saisonale Spezialitäten, zubereitet nach alten Rezepten mit zeitgemäßen Änderungen, sind das Thema der Kochkurse von Karin Kaufmann. Ihre Kochschule befindet sich im liebevoll renovierten Bregenzerwälder Gasthaus Engel in Egg. Auf dem Programm stehen mehrere Kurse pro Monat. Im „Engel“ hat Karin Kaufmann auch einen Laden eingerichtet, in dem sie Ausgesuchtes und Selbstgemachtes anbietet sowie Küchenzubehör, das sie mit Bregenzerwälder Handwerkern entwickelt hat, wie zum Beispiel ein Backerbsen-Sieb. Geöffnet ist der Laden (außer in Ferienzeiten) freitags von 8.30 bis 11.30 Uhr und von 14 bis 18 Uhr.

Wilde Weiber-Kochkurs & Helden in Grün-Tage

Mit dem „Wilde Weiber“-Menü verwöhnen die Köchinnen im Biohotel Schwanen in Bizau seit einigen Jahren Gourmets aus nah und fern. Einmal im Jahr laden Antonia und Franziska zum zweitägigen Kochkurs, 2018 vom 25. bis 28. März. Im Kochkurs verbinden die Teilnehmer Traditionelles mit Modernem. Gekocht wird nach Großmutters Rezepten und im Sinne der Hildegard von Bingen-Küche, selbstverständlich nur mit biologisch zertifizierten und saisonalen Produkten. Der Kochkurs mit Übernachtung und Halbpension kostet ab 405,- Euro pro Person.

Um „Helden in Grün“, nämlich Kräuter, geht’s vom 10. bis 13. Juni. Elisabeth Breidenbrücker, die unter dem Namen „Helden in Grün“ Verschiedenes aus Kräutern herstellt, lädt zum Kräuter Sammeln, Mörsern und Reiben. Salben und Tinkturen werden angefertigt und die Teilnehmer erfahren, wofür man welche Kräuter in Küche und Haus verwenden kann. Die Teilnahme am Programm mit Vollpension kostet ab 471,- Euro pro Person.

Die Lust aufs Wandern.

Hoch hinauf oder gemütlich dahin auf Panoramawegen? Beim Wandern lässt sich der Bregenzerwald aus verschiedenen Perspektiven erkunden. Einige Wanderwege erzählen darüber hinaus Geschichten, von der Alpwirtschaft, über geologische Besonderheiten, über historische Begebenheiten und Persönlichkeiten. „Eintrittskarte“ für alle Bergerlebnisse ist die Bregenzerwald Gäste-Card, die alle Gäste erhalten, die drei oder mehr Nächte in einer der 24 Partnergemeinden verbringen.

Von Begegnungen mit Hochlandrindern, dem Hotel mit einem Hausphilosophen und Zimmern ohne Fernseher, von Gesprächen am Wirtshaustisch, dem Zauber von Wetterstimmungen und Höhenflügen der Fantasie erzählt die Bregenzerwälder Schriftstellerin Irmgard Kramer im neuen Reisemagazin Bregenzerwald, während sie drei Tage lang auf dem Käsewanderweg neue Eindrücke sammelt.

Wunderbar wandern

Wandern erfreut sich in allen Altersgruppen großer Beliebtheit. Das gemächliche oder flotte Gehen regt Körper und Geist an. Die Stille der Berge, das Farben- und Formenspiel der Natur, die herrlichen Ausblicke sind für viele Menschen eine willkommene Abwechslung zum schnellen und lauten Alltag. Für Wanderer bietet der Bregenzerwald beste Voraussetzungen: viele Kilometer einheitlich beschilderte Wanderwege und eine ausgesuchte Palette an Themenwegen, die Geschichten von der Natur und ihren Besonderheiten erzählen. Wer das Wandergebiet mit fachkundiger Begleitung kennen lernen möchte, nimmt an einer begleiteten Wanderung teil. Das örtliche Angebot umfasst unter anderem Kräuterwanderungen, Gipfeltouren, Wanderungen zu Alpsennereien oder zum Sonnenauf- und -untergang.

TIPP: Die Wanderkarte inkludiert rund 50 Tourentipps, gemütliche ebenso wie herausfordernde. Erhältlich ist die Wanderkarte bei Bregenzerwald Tourismus, bei zahlreichen Gastgebern und in den örtlichen Tourismusbüros.

Körbersee: Der schönste Platz in Österreich

Einmal im Jahr wählen Fernsehzuschauer aus ganz Österreich im Rahmen der ORF-Sendung
„9 Schätze – 9 Plätze“ den schönsten Platz in Österreich. Zum Sieger gekürt wurde 2017 der Körbersee bei Schröcken. Der kleine See liegt in einer überaus malerischen Landschaft, mitten in einem Pflanzenschutzgebiet und mit Blick auf imposante Berge wie den Widderstein und die Braunarlspitze, mit 2.649 Metern der höchste Berg im Bregenzerwald. Von Schröcken aus dauert die Wanderung zum Körbersee rund 75 Minuten.

Bergerlebnisse mit der Bregenzerwald Gäste-Card

Auf einige Gipfel fahren Seilbahnen und Sessellifte. Allein schon wegen der Aussicht lohnen sich die Bergfahrten. Attraktiv sind auch die stimmungsvollen Veranstaltungen auf den Bergen – vom Bergfrühstück, über Fahrten zum Sonnenuntergang, Konzerte aller Art bis hin zu Musikantentreffen. Die „Eintrittskarte“ zu diesen Bergerlebnissen ist die Bregenzerwald Gäste-Card. Sie bringt Besucher beliebig oft per Bergbahn nach oben, gilt für umweltfreundliche Fahrten mit den öffentlichen Bussen und zudem für erfrischend-entspannende Stunden in den Freibädern. Die Bregenzerwald Gäste-Card erhalten alle Besucher, die zwischen 1. Mai und 31. Oktober 2018 drei oder mehr Nächte in einer der 24 Partnergemeinden verbringen. / www.bregenzerwald.at/bregenzerwald-gaeste-card

Maßgefertigt:Alpine Hüttenwanderungen – Von Hütte zu Hütte wandern und die prachtvollen Aussichten genießen. Dieses Package für geübte Bergwanderer beinhaltet zwei Übernachtungen auf Hütten im Schadona- oder Widdersteingebiet mit Frühstück oder Halbpension sowie die exakte Routenbeschreibung. Die täglichen Gehzeiten liegen zwischen viereinhalb bis sechs Stunden. Das Package ist, je nach Route, zwischen Anfang/Mitte Juni und Ende September buchbar und kostet ab 63,- Euro pro Person im Matratzenlager mit Frühstück bzw. ab 99,- Euro mit Halbpension. / www.bregenzerwald.at/buchbare-angebote

Auf den Spuren der Lebenskultur wandern

Ob Naturbesonderheiten, Geschichte oder Kunst: Der Bregenzerwald ist auch für seine informativen Themenwege bekannt.

  • „Goßarweag“ Bizau: Für Bizau war das Halten und Hüten von Ziegen (Geißen) über viele Jahrhunderte ein wesentlicher Bestandteil der Alltagskultur. Die Wanderung erinnert an dieses Kulturerbe. Sie ist nicht nur historisch und naturräumlich aufschlussreich, sondern auch landschaftlich reizvoll. Für Kinder finden sich fünf Stationen zum Tasten, Sehen, Hören, Fühlen, Raten und Klettern. Entlang des Geißerweges bieten sich immer wieder Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten über bestehende Wanderwege sowie zurück ins Dorf.
  • Der Rotenberg-Waldwegin Lingenau mit insgesamt 20 Stationen, darunter ein Waldzimmer, ein Hochmoor und eine Naturarena aus Nagelfluh-Gestein, machen auf die Bedeutung und die Besonderheiten des Waldes aufmerksam. Auf der kleinen Runde ist man etwa 2 Stunden unterwegs, auf der großen 3 1/2 Stunden
  • In Au-Schoppernau gibt der „Alpgang-Weg“ in 2 oder 6 Stunden Einblicke in die Bregenzerwälder Alpwirtschaft, die seit Jahrhunderten in mehreren Stufen betrieben wird. Im Frühsommer ziehen Sennen und Kühe vom Tal auf das „Vorsäß“, im Sommer auf die Hochalpe, im Herbst wieder aufs Vorsäß und dann zurück ins Tal.
  • Auf die Spuren der Walserbegeben sich Wanderer in Warth-Schröcken. Rund um den Tannberg ließen sich im Jahrhundert Walser nieder, die aus dem Westschweizer Kanton Wallis stammten. Ihre Spuren sind bis heute sichtbar und auch an der Sprache hörbar. Eine eigene Broschüre, die in den Tourismusbüros erhältlich ist, stellt jene Objekte am Weg vor, die von der Geschichte der Walser erzählen.
  • In Langenegg, einer Gemeinde, die sich intensiv mit dem Thema Energie befasst, erschließen Energieportale die vielfältigen Formen von Energie.
  • In Hittisau begleitet der Wasserwanderweg die Bolgenach und führt in rund zwei Stunden weitestgehend eben durch eine reizvolle Wald- und Flusslandschaft. Wissenswertes liest man unterwegs auf Tafeln.
  • Die Georunde Rindberg in Sibratsgfäll macht an acht Stationen die Kraft der Natur sichtbar und erlebbar: Der Rundweg führt zur Parzelle Rindberg, wo sich vor einigen Jahren Berghänge in Bewegung gesetzt und tiefe Spuren hinterlassen haben. Am Weg liegt beispielsweise „Felbers schiefes Haus“. Das ehemalige Ferienhaus hat sich bei der Rutschung ohne nennenswerte Schäden 18 Meter talwärts bewegt. Das begehbare Objekt fasst die Ereignisse der Naturgewalten zusammen und stellt in der Ausstellung „Gewaltige Natur“ den Naturpark Nagelfluhkette vor. Die Rutschung thematisieren auch künstlerisch gestaltete Installationen, für die die Gestalter 2017 mit dem österreichischen Staatspreis für Design ausgezeichnet wurden. / bewegtenatur.at

Lingenau erzählt. Wandern und Geschichten hören

Das Geschichtenerzählen war früher Teil des dörflichen Alltags. „Lingenau erzählt“ belebt diese Tradition wieder. Im und rund um den Ort stehen 28 „Erzählbänkle“, erreichbar auf gemütlichen Rundwanderwegen. Per Mobiltelefon können Wanderer der jeweiligen Geschichte lauschen, entweder im örtlichen Dialekt oder auf Hochdeutsch. Die Geschichten nehmen Bezug zum Standort und zur Landschaft, die man von dort aus sieht. Fünf Bänkle stehen praktischerweise bei Gasthäusern. So kann man seine Runde gleich mit einer gemütlichen Einkehr im Löwen, in der Traube, im Adler, Alpenblick oder Wälderhof verbinden. Die Erzählbänkle entlang der Route „Oberbuch“, Gehzeit gut eine Stunde, erzählen auch Geschichten von Kindern für Kinder.

TIPP: Am 5. Mai 2018 feiert Lingenau ein „Bänklefest“. / www.lingenau-erzählt.at

Zum Sonnenaufgang und zum Sonnenuntergang wandern

Mit kundiger Begleitung können Frühaufsteher zwei Berge erklimmen. Von Au-Schoppernau führt die frühmorgendliche Wanderung auf die markante Kanisfluh (dienstags vom 12. Juni bis 16. Oktober). Gäste aus Au-Schoppernau nehmen kostenlos teil, andere zahlen 20,- Euro.

Von Mitte Juli bis Anfang Oktober führt eine Wanderung von Warth zum Sonnenaufgang aufs Wartherhorn oder zum Sonnenuntergang auf die Höferspitze. Abgewechselt wird im Wochenrhythmus. Gäste aus Warth und Schröcken nehmen kostenlos teil. Für Gäste anderer Orte kostet die Wanderung 20,- Euro. Die Morgenwanderung lässt sich mit einem Bergfrühstück verbinden.

Tageswanderung: Die alpinen Heilkräuter von Oberhorn

Auf der 1.800 Meter hoch gelegenen Alpe Oberhorn kümmert sich Familie Jochum um die Heumahd und sammelt Heilpflanzen, die zu allerlei Wohltuendem verarbeitet werden. Jeden Donnerstag und Sonntag im Juli und August bieten die Pflanzenkenner eine Tageswanderung an, auf der die Wanderer Wissenswertes über alpine Heilpflanzen erfahren und so manches Kräutlein probieren können. Die Teilnahme bei der informativen Wanderung mit vegetarischem Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen, serviert auf der Alpe Oberhorn, kostet 58,- Euro pro Person. Die reine Gehzeit beträgt rund 2,5 Stunden. / www.oberhorn.at

Naturpark Nagelfluhkette

Drei Gesteinszonen treffen im Bregenzerwald aufeinander: Flysch, Nagelfluh (ein Gesteinskonglomerat) und Kalk. 15 Gemeinden im Grenzgebiet Allgäu-Vorderer Bregenzerwald haben 2008 den „Naturpark Nagelfluhkette“ gegründet, durch den verschiedene Wanderwege führen. Zum Beispiel: Der Rundwanderweg am Hochhäderich bei Hittisau beeindruckt mit wunderbaren Aussichten ins Allgäu und über den Bregenzerwald und führt außerdem zu großen Felswänden, die aus Nagelfluhgestein bestehen. Die Gehzeit von Hittisau-Reute über mehrere Alpen beträgt rund 3 ¼ Stunden. Zum Einkehren bieten sich der Berggasthof Hochhäderich oder der Gasthof Alpenrose an. / www.naturpark-nagelfluhkette.at

Mit Schwung am Rad.

Mit dem Mountainbike, Rennrad oder E-Bike? Wer sich mit dem Rad auf den Weg machen will, kann aus einer Reihe von attraktiven Routen wählen. Die Strecken führen durch ausgesucht schöne Landschaften und auf die Spuren der Lebenskultur. Geführte Touren sowie Techniktrainings bieten die Bikeschule Bregenzerwald und weitere Profis an.

Auf den Berg radeln

Außergewöhnlich im Bregenzerwald ist die große Bandbreite von ganz gemütlichen und höchst anspruchsvollen Touren. Insgesamt stehen rund 450 km beschilderte Routen zur Verfügung. Die
23 Top-Touren führen auf die Spuren der Lebenskultur: durch ausgesucht schöne Landschaften, zu Vorsäßen und Hochalpen, auf aussichtsreiche Gipfel. Mehrere Outdoorspezialisten veranstalten geführte Mountainbike-Touren und Fahrtechniktrainings. Über Details informieren Bregenzerwald Tourismus und der kostenlose „Reisebegleiter Bregenzerwald“.

Bikeschule Bregenzerwald: Täglich begleiten die Profis der Bikeschule Bregenzerwald mehrere Mountainbike-Touren mit maximal sechs Personen pro Guide. Auf dem Programm stehen außerdem regelmäßig Workshops für Mountainbiker und für E-Biker sowie Fahrtechnik-Kurse für Anfänger, Fortgeschrittene und für Könner. Zudem ist die Bikeschule ein Liteville-Test- und Ridecenter und bietet Leihbikes dieser Marke für Ausfahrten an. Die spezialisierten Mountainbike-Guides sind auch für individuelle Touren und Schulungen buchbar. / www.die-bike-schule.at

Bike-Parcours: In Au-Schoppernau können Mountainbiker auf einem speziellen Parcours ihre Technik verbessern. Ausgestattet ist der Parcours mit North Shore-Elementen, Pumptrack, Kurvenabschnitten etc. / www.au-schoppernau.at

Geführte E-Bike-Touren

Wer per E-Bike mit einem ortskundigen Guide unterwegs sein möchte, kann aus mehreren Angeboten wählen.

  • Von Anfang Juli bis Mitte September findet in Damüls jeden Mittwoch eine geführte E-Bike-Tour statt. Die Mindestteilnehmerzahl sind sechs Personen. Die Teilnahme inklusive Leihrad, Guide und Jause kostet 85,- Euro pro Person. / damuels.travel
  • E-Bike-Workshops und geführte Touren bietet auch die Bikeschule Bregenzerwald an. Zur Wahl stehen mehrere Termine und Ausfahrten pro Woche. / die-bike-schule.at

Mit dem Rennrad auf Tour

Rennradfahrer finden im Bregenzerwald Routen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade. Von hier aus erreichen Rennradfahrer Alpenpässe wie den Hochtannbergpass, den Flexenpass, das Faschinajoch, das Furkajoch, das Bödele und den Riedbergpass. 13 ausgearbeitete leichte, mittelschwere bis schwere Rennrad-Touren führen über die Berge, vorbei an Weiden, durch Wälder und die 22 schmucken Dörfer der Region. Grenzüberschreitende Rundtouren ins Appenzellerland, Allgäu, Lechtal und Paznauntal erweitern den Aktionsradius. / http://sommertouren.bregenzerwald.at

Im Tal radeln

Einige Bregenzerwälder Dörfer liegen auf weiten Talböden und somit in idealem Gelände für Entdeckungsfahrten mit dem Fahrrad. Die Radwege verlaufen auf ruhigen Nebenstraßen und auf eigens gekennzeichneten Radwegen.

Der jüngste Radweg wurde im Sommer 2014 eröffnet. Die 10 Kilometer lange Strecke führt von Egg nach Doren und verläuft auf der Trasse der ehemaligen Bregenzerwaldbahn. Der Geh- und Radweg mit minimalen Steigungen erschließt den gleichermaßen wertvollen wie reizvollen Natur- und Landschaftsraum der Bregenzerache.

Die Bregenzerache begleitet auch den landschaftlich schönen Radweg (30 km) von Schoppernau nach Egg. Ein guter Tipp ist außerdem der 26 km (hin und retour) lange Radweg Rohrmoostal in Sibratsgfäll. Er führt auf einer autofreien Straße durchs Naturschutzgebiet mit Blick auf markante Berge wie die Gottesackerwände.

Fahrräder und E-Bikes zum Ausleihen

Was sich in einigen Städten bewährt hat, ist auch im Bregenzerwald möglich: In Egg, Andelsbuch, Bersbuch, Bezau, Mellau,  Schnepfau, Au, und Schoppernau gibt es Verleih-Standorte, wo man Fahrräder mit Korb für bis zu 24 Stunden ausleihen kann. Wichtig ist einzig, dass man sich zuerst registrieren lässt. Das kann übers Internet erfolgen, im örtlichen Tourismusbüro oder über die Servicehotline. Zurück gibt man das Fahrrad wiederum an einem Verleih-Standort, der sich zumeist beim Gemeindeamt oder an einer zentralen Stelle im Ort befindet. Eine Stunde Fahrradmiete kostet 1,- Euro, fünf bis 24 Stunden kommen auf 5,- Euro. / www.anrufen-losfahren.com

E-Bikes zum Ausleihen bieten einige Hotels für ihre Gäste an, außerdem Geschäfte in Alberschwende, Au, Hittisau, Mellau und Sulzberg. Das Angebot steigt kontinuierlich.

Von Erlebnissen in der Natur.

Naturgenuss beim Laufen, Golfen und beim Fliegenfischen, Abenteuer beim Rafting und Canyoning, Hochgefühle auf der Flying-Fox-Bahn und beim Paragleiten: Der Bregenzerwald regt zu vielerlei Bewegung an und bietet zahlreiche Möglichkeiten, in Begleitung von kundigen Experten Neues auszuprobieren.  

In die größte Höhle im Bregenzerwald, die Schneckenlochhöhle bei Schönenbach, entführt Outdoor-Guide Lutz Schmelzinger im neuen Reisemagazin Bregenzerwald. Seine Eindrücke aus der Welt der Dunkelheit schildert Georg Sutterlüty und erzählt von Höhlengeistern, einer Zeitmaschine, dem Höhlenritt und dem Gefühl, das Atmen der Erde zu spüren.

TIPP:Laufstrecken in Andelsbuch, Bezau und Lingenau

Läufer finden im Bregenzerwald eine Reihe von Wegen unterschiedlicher Längen und Schwierigkeitsgrade. Über ausgewiesene Laufstrecken verfügen Andelsbuch, Bezau und Lingenau. Drei leichte, eine mittelschwere und eine schwere Runde stehen in Andelsbuch zur Wahl. Sechs Laufstrecken gibt es in Bezau, sieben in Lingenau. Über den regionalen Geh- und Radweg, den 18,1 Kilometer langen Achtalweg, sind Bezau, Andelsbuch und Lingenau miteinander verbunden. Läufer können also nicht nur auf dieser schönen Strecke unterwegs sein, sondern auch die Laufstreckennetze der drei Orte erkunden. Gute regionale Busverbindungen erleichtern das Hin- bzw. Zurückkommen.

Golfen im und um den Golfpark Bregenzerwald

Der 18-Loch Golfpark Bregenzerwald in Riefensberg-Sulzberg liegt im hügeligen Norden des Bregenzerwaldes an der deutschen Grenze. Um Golfern noch mehr Abwechslung zu bieten, kooperiert er mit dem 18-Loch-Golfplatz Oberstaufen-Steibis im benachbarten Allgäu. Gemeinsam bieten sie Sonderkonditionen bei den Greenfees und in Zusammenarbeit mit Partner-Golfhotels an. Auch auf weiteren Golfplätzen in Vorarlberg profitieren Gäste der Golfpartnerhotels von Greenfee-Ermäßigungen. / www.golf-bregenzerwald.com

Fliegenfischen

In ausgesucht schönen Flusslandschaften und nachhaltig bewirtschafteten Fischrevieren können sich Petrijünger in der Kunst des Fliegenfischens üben. Für das passende Rundum-Service sorgen Gastgeber, die sich ganz nach dem Tagesrhythmus der Fischer richten.

Outdoor-Abenteuer

Die Bregenzerwälder Outdoorspezialisten begleiten spielerische und abenteuerliche Touren in der Natur. Angeboten werden unter anderem Canyoning und Rafting, Kanu- und (Fun)Kajak-Fahrten auf der Bregenzerache, Höhlenwanderungen in der Schneckenlochhöhle, Mountainbike-Touren, Bungy-Jumping, Abenteuertage für Kinder, Kinderklettern und Klettersteigführungen, geführte Bergtouren und einiges mehr.

Wer eine individuell geführte Schluchtenwanderung erleben will, wendet sich an Franko Rietzler. Seine Touren durch die eindrucksvollen Schluchten der Subersach und der Bregenzerache finden nach Absprache und ab fünf Teilnehmern statt. Die Touren eigenen sich auch für Familien. Die Kosten liegen bei maximal 260,- Euro pro Familie. / www.frankorietzler.at

Wildwasserschwimmen im Lech

Der Lech-Fluss, der bei Lech am Arlberg entspringt und nach 264 Kilometern in die Donau mündet, hat zwischen Lech und Warth eine rund sechs Kilometer lange Schlucht gebildet, die man von oben kaum sieht. In diesem Abschnitt können sich Schwimmfreudige bestens durchs Wildwasser treiben lassen. Geführte und betreute Schwimmausflüge bietet die Alpinschule Widderstein jeden Donnertag an. Die Teilnahme kostet 60,- Euro pro Person. / www.alpinschulewidderstein.at

Klettergärten und Klettersteige

  • Jederzeit kostenlos zugänglich ist das Klettergelände Schwarzenberg (Schwierigkeitsgrad 3 bis 8), das sich in einer Schlucht an der Bregenzerache erstreckt.
  • Mehrere Routen der Schwierigkeitsgrade 3 bis 8 stehen im Klettergarten Au-Schnepfauzur Wahl.
  • Zwei attraktive Klettersteige gibt es im Bereich „Widaschrofa“ zwischen Mellau und Schnepfau: Auf dem Wälder-Klettersteig (Schwierigkeitsgrad D) und auf dem Abendrot-Klettersteig (Schwierigkeitsgrad E) sind jeweils 100 Höhenmeter zu überwinden. Die Kletterzeiten liegen bei rund 1,5 Stunden.
  • Im Klettergarten Schrofenwies in Warth können sich Kletterer an 31 abgesicherten Routen üben (Schwierigkeitsgrade 4 bis 9+).
  • Im Klettergarten Bürstegg zwischen Lech und Warth umfasst die Auswahl 29 abgesicherte Routen.
  • Beliebt sind auch zwei Routen bei Warth: der Mindelheimer Klettersteig (Schwierigkeitsgrad mittel, ca. 2,5 Stunden bis zum Einstieg) sowie der Klettersteig Karhorn (Ost- und Westgrat, 1.200 Meter lang, Schwierigkeitsgrad mittel bis schwierig, Gehzeit 2 bis 4 Stunden).

Segway-Touren

Mit den umweltfreundlichen Fahrzeugen können sich Erwachsene und Kinder ab 10 Jahren in Damüls auf den Weg machen. Die Touren richten sich nach dem Können der Teilnehmer und werden im Juli bis Mitte September einmal pro Woche angeboten. Die Mindestteilnehmerzahl beträgt vier Personen, die Teilnahme kostet 60,- Euro pro Person. Ermäßigungen gibt es für Inhaber der Bregenzerwald Gäste-Card.

Aus der Vogelperspektive

Von oben betrachtet schaut die Welt ganz anders aus. Wer diese spannende Erfahrung machen möchte, findet im Bregenzerwald ideale Voraussetzungen. Die Thermik rund um die Niedere bei Andelsbuch/Bezau und den Diedamskopf bei Au-Schoppernau gilt als sehr gutmütig. Die Fluggebiete des Bregenzerwaldes zählen zu den besten in ganz Europa. www.gleitschirmschule.at

Mitmachen oder zuschauen

  • Während der Wälder Kajak-Tagewird der Bregenzerwald vom 31. Mai bis 3. Juni zum Treffpunkt für hunderte Wildwasserpaddler. / outdoor.at
  • Am 23. Juni startet der Sparkasse Wälderlauf,bei dem es eine ca. 13 Kilometer lange Rundstrecke von Bezau über Reuthe und Bizau zu bewältigen gilt. In den verschiedenen Kategorien starten jedes Jahr rund 2.000 Profis, Hobbysportler, Genussläufer und Nordic Walker. / www.waelderlauf.at
  • Sieben Berggipfel, 50 Kilometer und rund 4.500 Höhenmeter bewältigen die Teilnehmer der „Seven Summits Tour“, die am 1. September stattfindet. Der Erlös der Weitwanderung kommt einer internationalen Hilfsorganisation zugute. / 7berge.at

TIPP:Geocaching am Tannberg

Auf drei Routen am Tannberg zwischen Warth-Schröcken und Lech am Arlberg können große und kleine Schatzsucher sogenannte Caches finden. Die vier bis neun Kilometer langen Strecken sind jeweils mit acht bis zehn Caches bestückt. Ausgerüstet mit GPS-Gerät oder Geocaching App (kostenpflichtig) geht’s auf zu den Touren, die jeweils eine Geschichte erzählen: Die sportlichere Tour „Pfarrer Müller und das weiße Gold“ in Warth, die kulturelle Tour „Walserdorf und Naturjuwelen“ in Schröcken sowie die Naturrunde entlang der Gipslöcher „Gipt’s das“ in Lech.

Viel Abwechslung für Familien.

 Viel zu unternehmen und zu entdecken gibt es für Familien. Beim Wandern von Hütte zu Hütte, bei Besuchen auf Bauernhöfen und Alpen, bei sportlichen und kreativen Unternehmungen. Familienfreundliche Services bieten eine Reihe von Gastgebern an: von Hotels bis zu Urlaubsbauernhöfen.

Freundlich umsorgt wohnen

Ein familienfreundliches Ambiente und Services – von Kinderbetreuung bis zu entsprechenden Einrichtungen – bieten eine Reihe von Gastgebern an, Hotels wie auch Privatunterkünfte und Urlaub am Bauernhof-Betriebe.

Von Hütte zu Hütte wandern

Auf einer Hütte fernab vom Dorf zu übernachten, hat einen besonderen Reiz. Die einfache, gemütliche Atmosphäre verzaubert.

Urlaub und Erlebnis am Bauernhof

Rund 10 Prozent der Bregenzerwälder Bevölkerung lebt von und mit der Landwirtschaft – sei es im Voll- oder im Nebenerwerb. Dementsprechend viele Möglichkeiten für „Urlaub am Bauernhof“ gibt es. Das Leben im Rhythmus der Natur, mit den Menschen und Produkten der Region, ist vor allem für den Nachwuchs ein abwechslungsreiches Erlebnis und eine wertvolle Erfahrung. Bäuerinnen und Bauern erzählen gerne über ihre Arbeit und laden Interessierte in ihren Stall.

Mini- und Teenie Canyoning

Ausgerüstet mit einem Neoprenanzug, Helm und Klettergurt geht’s auf zum abenteuerlichen Erkunden der Schlucht. Nach dem Sprung ins Wasser folgen Rutsch- und Kletterpartien und das Abseilen am Wasserfall. Das Programm, das im Juli und August jeden Dienstag und Donnerstag stattfindet, richtet sich an die ganze Familie, mitmachen können Kinder ab sieben Jahren. Die Teilnahme kostet 29,- Euro für Kinder bzw. 39,- Euro für Teenies und Erwachsene. / www.holzschopf.com

3D Bogenschießen für Kinder

Nach der professionellen Einschulung ins Bogenschießen machen sich die Teilnehmer auf eine spannende Jagd am 3D-Parcours in Andelsbuch-Bersbuch. Das rund zweistündige Programm richtet sich an Erwachsene und Kinder ab 10 Jahren, es findet von Mai bis Oktober auf Anfrage statt. Inklusive Leihausrüstung kostet die Teilnahme 115,- Euro pro Familie (3 Personen) und 25,- Euro für jede weitere Person. / www.aktiv-zentrum.at

Kinder-Erlebnissommer & Betreuung

Das Tourismusbüro von Au-Schoppernau organisiert in den Sommermonaten fast jeden Tag ein Familienprogramm. Bei „Hüttenzauber & Zauberkräuter“ geht es zum Beispiel in den Kräutergarten. Auf der Viehweide erfahren die Kleinen mehr über die Kühe und das Melken. Abseilen, Grillen, Klettern und Filzen werden ebenso angeboten.

Ein betreutes Kindererlebnisland befindet sich in der Bergstation der Bergbahnen Diedamskopf. Didis Kinder-Erlebnisland ist vom 30. Juni bis 30. September samstags, sonntags und an Feiertagen von 10 bis 15.30 Uhr geöffnet. Kinder von drei bis acht Jahren werden hier kostenlos betreut. Einen eigenen Bereich gibt es zudem für Eltern mit Kindern bis drei Jahre.

Werkstätten und Workshops für Kinder

  • Begleitend zu seinen Ausstellungen gestaltet das Werkraumhaus in Andelsbuch experimentelle Workshops und spielerische Führungen für junge Besucher. / werkraum.at
  • Rund um das Thema der aktuellen Ausstellung finden im Frauenmuseumin Hittisau pädagogisch wertvolle und unterhaltsame Workshops für Kinder ab fünf Jahren statt, und zwar von Mitte Juli bis Mitte September jeden Donnerstagvormittag. Die Teilnahme kostet 5,- Euro pro Kind. / frauenmuseum.at

 

Nagelfluhschleifen

Der Nagelfluh ist ein echtes Schmuckstück. Bis sich der „Herrgottsbeton“ jedoch als echter Schatz zeigt, bedarf es viel Arbeit. Im zweistündigen Workshop in Hittisau, der im Juli und August jeden Freitagnachmittag stattfindet,  erfahren Kinder mehr über das besondere Gestein und erarbeiten unter fachkundiger Anleitung ein echtes Nagelfluhamulett. Die Teilnahme kostet 8,- Euro.

Das „Wälderbähnle”

Das „Wälderbähnle“ ist eine sorgsam gepflegte Nostalgiebahn, die zwischen Andelsbuch-Bersbuch und Bezau fährt. Im Einsatz ist das Bähnle mit historischen Diesel- oder Dampflokomotiven zwischen 6. Mai und 17. Oktober an Wochenenden, von Mitte Juli bis Anfang September auch mittwochs.

Regenwettertipp – Indoor Spielpark

Neu in Damüls ist das Spielhaus. Es befindet sich im Dachgeschoß des Mehrzweck­gebäudes Alpenrose, ist täglich von 9 bis 17.30 Uhr geöffnet und kostenlos zugänglich. Kletter- und Spielelemente, Kleinkinderbereich, Kletterwand, Tischfußball, Tischhockeykasten u.v.m. Der Spielpark ist nicht betreut.

Alles rund ums Skifahren

Von gemütlichen, blau markierten Pisten bis zu anspruchsvollen schwarz gekennzeichneten Hängen finden Skifahrer in den Bregenzerwälder Skigebieten Abfahrten ganz nach Wunsch. Neu in Warth ist die Dorfbahn. Dank der Anbindung an das Ski Arlberg-Gebiet ist Warth- Schröcken Teil des größten zusammenhängenden Skigebiets in Österreich. In Mellau verkürzt die Mellaubahn seit zwei Jahren die Fahrt vom Dorf ins Skigebiet.

Das Angebot umfasst Kurse für Anfänger und Könner, Skiguiding und geführte Touren für Variantenskifahrer und Skitourengeher. In einigen Skigebieten werden geführte Touren den ganzen Winter hindurch zu fixen Terminen angeboten. Individuell geführte Touren kann man jederzeit buchen. In allen Skigebieten und für die Skibusse gilt der 3-TälerSkipass.

Skitouren & Freeriding

Wer seine eigene Spur im Tiefschnee oder Firn ziehen möchte, findet im Bregenzerwald eine große Zahl von bestens geeigneten Revieren. Im Sinne der eigenen Sicherheit empfiehlt es sich, Ausflüge ins freie Gelände nur in fachkundiger Begleitung zu unternehmen. Kurse und geführte Touren für Variantenskifahrer und Freerider bieten die Skischulen an. Individuell gestaltbare Packages kann man bei Bregenzerwald Tourismus buchen.

Lustvoll: Variantenskifahren

Variantenskifahren ist die genussvoll-gemütliche Form des Skifahrens auf unpräparierten Hängen. Die Aufstiege werden zum großen Teil per Lift überwunden, dann geht es ins freie Gelände. Fürs Variantenskifahren braucht es das entsprechende skifahrerische Können, die richtige Ausrüstung und ortskundige Begleiter. Kurse für Einsteiger und Touren für Geübte bieten die Skischulen an. Die Ausrüstung kann man in den örtlichen Sportgeschäften ausleihen. Pflicht sind ein LVS-Gerät (Lawinen-Verschütteten-Suchgerät), eine Sonde und eine Schaufel.

Bewegen. Winterfreuden abseits von Skipisten

Der Zauber der stillen Winternatur lässt sich auf ganz unterschiedliche Weise erleben. Beim Winterwandern und Schneeschuhwandern, beim Langlaufen oder Rodeln. Wer Neues ausprobieren will, versucht sich im Huskyschlittenfahren, übernachtet im Iglu oder schwebt mit dem Paragleiter durch die Lüfte.

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