Lungau: nachhaltig reisen im Biosphärenpark
Der Lungau liegt hinter den Tauern, auf einem Hochplateau über 1.000 Metern, und viele fahren daran vorbei. Wer den Lungau nachhaltig bereist, nimmt Bahn, Bus und eine kleine Schmalspurbahn, wandert zu Moorseen und Almen und übernachtet bei Gastgebern, die er vorher befragt hat. Hier steht, was belegt ist, was nicht und wo du genau hinschauen solltest.
Beiträge aus der Region Lungau
No post found!
Der Lungau auf einen Blick
Der Lungau ist der südlichste Teil des Salzburger Landes, eingerahmt von den Radstädter Tauern im Norden und den Nockbergen im Süden. Laut Biosphärenpark-Programm gehören 15 Gemeinden dazu: Göriach, Lessach, Mariapfarr, Mauterndorf, Muhr, Ramingstein, St. Andrä, St. Margarethen, St. Michael, Tamsweg, Thomatal, Tweng, Unternberg, Weißpriach und Zederhaus. Dort leben rund 21.000 Menschen auf etwa 1.020 Quadratkilometern, das sind etwa 20 Einwohner pro Quadratkilometer. Es ist also ein dünn besiedelter Raum, in dem ein Hochplateau den Ton angibt.
Auf unserer Seite gehört jeder Ort genau einer Region. Obertauern liegt auf der Passhöhe in der Gemeinde Untertauern und hat eine eigene Seite, nur das benachbarte Tweng zählt zum Lungau. Radstadt gehört zur Salzburger Sportwelt. Der Kärntner Teil der Nockberge steht in unserem Beitrag zur Naturregion Nockberge in Kärnten. Alle Regionen im Überblick zeigt der Salzburg-Hub.
Tamsweg
Tamsweg ist die Bezirkshauptstadt und der Endpunkt der Murtalbahn aus der Steiermark. Laut Salzburgerland Tourismus gehören die Wallfahrtskirche St. Leonhard, die der Tourismusverband eine der schönsten gotischen Landkirchen im süddeutschen Sprachraum nennt, das Lungauer Heimatmuseum und der Musiksommer St. Leonhard zum Ort. Ganz in der Nähe liegt der Prebersee, dazu mehr im Abschnitt Natur.
St. Michael und Mauterndorf
Die beiden Orte teilen sich das Skigebiet Grosseck-Speiereck. In Mauterndorf fährt die Grosseckbahn, in St. Michael die Sonnenbahn zum Speiereck. St. Michael ist außerdem Start des Murradwegs und, seit Juni 2026, Ausgangspunkt einer Postbusverbindung über den Katschberg nach Kärnten. Mauterndorf ist der Endpunkt der Taurachbahn, dazu mehr bei der Anreise.
Zederhaus, Weißpriach, Tweng und andere
Die kleineren Gemeinden sind der Grund, warum du den Lungau langsam bereisen solltest. Das Weißpriachtal mit der Longa nennt Salzburgerland Tourismus einen opalblau schimmernden Fluss, in Tweng liegt der Twenger Almsee. Zu den meisten dieser Orte haben wir keine eigenen belegten Angaben, deshalb beschreiben wir sie nicht, sondern nennen sie als Ausgangspunkte, die du mit Tourismusverband und Karte selbst erkundest.
Beste Reisezeit für den Lungau
Sommer: Die LungauCard Sommer gilt laut Tourismusverband von 22. Mai bis 1. November 2026. In dieser Zeit sind Bergbahnen, Museen und Bäder für Kartenbesitzer ganz oder teilweise frei. Für Wanderungen, Radfahren und die Moorseen ist das die Hauptzeit. Wer Ruhe will, wählt Wochentage und die Ränder der Saison, weil dort weniger Betriebe geöffnet haben, aber auch weniger los ist.
Herbst: Laut Salzburgerland Tourismus fallen die Samsonumzüge in den Lungauer Almsommer und die Bauernherbst-Zeit. Die Termine ändern sich jedes Jahr und stehen bei den Gemeinden. Plane Hütten- und Bahnzeiten für deinen Termin gesondert ein.
Winter: Für das Skigebiet Grosseck-Speiereck nennt der Tourismusverband für 2025/26 eine Saison vom 5. Dezember 2025 bis 6. April 2026. Das ist eine Eigenangabe des Tourismusverbands und gilt für diese eine Saison. Die Termine legen die Betreiber jedes Jahr neu fest, nenne sie bei deiner Planung nicht aus dem Gedächtnis. Außerdem gibt es laut Tourismusverband Langlaufen und Schneeschuhwandern. Zu Schneesicherheit haben wir keine belegten Zahlen gefunden und machen deshalb keine Aussage.
Frühling und Spätherbst: Dazu haben wir keine belegten Betriebszeiten gefunden. Frag vor der Buchung nach geöffneten Betrieben, Hütten und Busfahrten.
Natur und Naturschutz: Biosphärenpark und Moorsee
Der Biosphärenpark
Der Salzburger Lungau ist seit 2012 UNESCO-Biosphärenpark, gemeinsam mit den Kärntner Nockbergen unter dem Namen Salzburger Lungau und Kärntner Nockberge. Das Programm Interreg Central Europe nennt für den Salzburger Teil 102.000 Hektar und 15 Gemeinden. Die Biosphärenpark-Verwaltung beschreibt die Region als Modellregion für nachhaltige Entwicklung. Die Regionalstelle bündelt dafür vier Einrichtungen: Regionalverband, Biosphärenpark-Management, LEADER Biosphäre Lungau und die Klima- und Energie-Modellregion Lungau.
Was ein Biosphärenpark bedeutet, wird oft falsch verstanden. Es ist kein Nationalpark mit einem Betretungsverbot, sondern ein Gebiet, in dem Naturschutz, Landwirtschaft und Tourismus zusammenpassen sollen. Das sagt etwas über das Ziel, aber nicht darüber, wie nachhaltig ein einzelnes Quartier oder eine Bahn arbeitet. Die Flächen der einzelnen Zonen im Salzburger Teil haben wir nicht belegen können und nennen deshalb keine.
Prebersee und Moorlehrpfad
Der Prebersee ist ein Moorsee auf rund 1.540 Metern Höhe, direkt an der Grenze zur Steiermark. Laut Bergwelten misst er 5,7 Hektar, ist bis zu zehn Meter tief und erwärmt sich im Sommer an der Oberfläche auf bis zu 21 Grad. Das Wasser ist durch das Moor dunkel gefärbt. Er liegt laut Bergwelten im Landschaftsschutzgebiet Niedere Tauern und im Biosphärenpark. Der Moorlehrpfad führt in etwa 30 Minuten über Holzstege um den See, und von hier aus lässt sich der Preber mit 2.740 Metern besteigen.
Ein Moor ist empfindlich. Bleib auf den Stegen und markierten Wegen und bade nur an den ausgewiesenen Stellen. Das entspricht der Regel, die Bergwelten für den See nennt. Die frühere Fassung dieser Seite nannte 1.514 Meter, die Höhe schwankt je nach Quelle, wir halten uns an die Angabe von Bergwelten. Weitere Seen wie den Weißpriacher See führen wir nicht auf, weil wir Höhe und Schutzstatus nicht belegen konnten.
So verhältst du dich richtig
Halte Abstand zu Weidetieren, nimm Müll mit und lass Hunde auf Almen an der Leine. Im Winter meidest du bei Skitouren und Schneeschuhwanderungen Wildruhezonen und Waldränder. Wo Beschilderung steht, gilt sie. Schutzgebiete über den Biosphärenpark hinaus, etwa Europaschutzgebiete im Lungau, haben wir bei dieser Recherche nicht geprüft und nennen deshalb keine.
Anreise ohne Auto: lang, aber machbar
Ehrlich gesagt ist der Lungau für Reisen ohne Auto eine Herausforderung. Laut skiresort.info, einer Bewertung ohne Datum, gibt es keine direkte Zugverbindung in die Region, du kommst über Salzburg oder andere Bahnhöfe und steigst auf Bus oder Schmalspurbahn um. Das ist umständlicher als in Regionen mit Bahnhof im Ort, aber es geht, und du sparst dir die Tauernautobahn.
Bahn und Bus
Laut Tourismusverband Lungau gibt es zwei Hauptrichtungen. Aus dem Osten und Süden fährst du mit ÖBB-Zügen aus Wien, Graz oder Klagenfurt nach Unzmarkt und steigst dort in die Murtalbahn nach Tamsweg um. Aus dem Norden fahren Züge nach Bischofshofen oder Radstadt, von dort geht es mit dem Postbus oder einem Abholdienst weiter. Takt und Fahrzeiten findest du bei der ÖBB-Fahrplanauskunft und beim Salzburger Verkehrsverbund. Wir drucken keine Fahrpläne ab, weil sie sich ändern.
Die Murtalbahn ist eine Schmalspurbahn der Steiermärkischen Landesbahnen. Laut Wikipedia ist sie 76,1 Kilometer lang, führt von Unzmarkt über Murau nach Tamsweg und verkehrt im Regelbetrieb etwa alle zwei Stunden. Der Abschnitt nach Mauterndorf ist laut Wikipedia seit März 1973 ohne regulären Personenverkehr und wird als Taurachbahn von einem Verein als Museumsbahn betrieben. Im Sommer fahren an Wochenenden Dampfzüge zwischen Murau und Tamsweg. Prüf die Termine direkt beim Betreiber, denn eine Wikipedia-Angabe ersetzt keinen Fahrplan.
Neu ist seit 9. Juni 2026 die Postbusverbindung von St. Michael über den Katschberg nach Gmünd im Liesertal, fünf Abfahrten täglich, laut MeinBezirk. Sie schließt nach rund 25 Jahren eine Lücke im öffentlichen Verkehr. Wer aus Villach oder Spittal anreist, hat damit eine Alternative zur Autobahn. Eine direkte Verbindung zum Bahnhof Spittal-Millstättersee ist laut Bericht erst das nächste Ziel.
Das Guest Mobility Ticket
Als Übernachtungsgast bekommst du laut Tourismusverband Lungau beim Check-in, digital oder in Papierform, das Guest Mobility Ticket. Es erlaubt die kostenlose Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel während deines Aufenthalts, also Bus, Bahn und Regionalverkehr. Ob Seilbahnen dazugehören, sagt die Seite nicht. Gehe davon aus, dass sie nicht inbegriffen sind, denn bei anderen Regionen war das so. Ein Skibus fährt laut skiresort.info kostenlos in alle Lungauer Skigebiete und nach Obertauern, auch das ist eine undatierte Angabe, die du vor Ort bestätigen lässt.
Fahrrad
Der Murradweg beginnt laut Outdoor Magazin an der Sticklerhütte in Muhr, alternativ in St. Michael. Insgesamt ist er 453 Kilometer lang, davon 361 in Österreich, in einer klassischen Variante mit acht Etappen. Die erste Etappe von der Sticklerhütte nach St. Michael ist rund 27 Kilometer lang, führt über 700 Höhenmeter bergab, überwiegend auf Schotter. Du fährst also flussabwärts und musst für die Rückreise in den Lungau mit Bahn und Bus planen. Wer mit dem Rad anreist, prüft die Radmitnahme bei Murtalbahn und Postbus vorher. Mehr zum Thema findest du in unserem Ratgeber zum Radfahren als nachhaltiger Aktivität.
LungauCard und Bergbahnen: Was wirklich drinsteckt
Die LungauCard Sommer bekommst du laut Tourismusverband von deiner Unterkunft, sofern sie Partner ist. Sie ist nicht übertragbar, nicht käuflich und gilt für die gesamte Aufenthaltsdauer, in der Saison 2026 vom 22. Mai bis 1. November. Nicht jeder Betrieb gibt sie aus, frag also vor der Buchung nach. Bei den Bergbahnen ist sie ausnahmsweise großzügiger als in vielen anderen Regionen, aber immer mit Einschränkung. Die Leistungsliste des Tourismusverbands lautet:
- Grosseckbahn Mauterndorf: einmalig freie Berg- und Talfahrt im Aufenthalt, 20 Prozent Ermäßigung für jede weitere Fahrt, Sonderfahrten ausgenommen.
- Sonnenbahn Speiereck, St. Michael: einmalig freie Berg- und Talfahrt, danach 20 Prozent Ermäßigung.
- Fanningbergbahn und Almbahn: jeweils einmalig freie Berg- und Talfahrt.
- Grünwaldkopf-, Hochalm- und Kringsalmbahn (Obertauern): einmaliger Tageseintritt.
- Taurachbahn: einmalig 20 Prozent Ermäßigung auf den regulären Fahrpreis.
- Murtalbahn Dampfzug: einmalig 30 Prozent Ermäßigung pro Person auf Vollpreiskarten.
Auch Museen, Bäder und Outdoor-Angebote sind laut Tourismusverband gratis oder ermäßigt. Die Einschränkung: Das gilt je einmal pro Aufenthalt, nicht pro Tag, und nicht jeder Partner bietet freien Eintritt. Öffentlicher Verkehr kommt auf der Kartenliste nicht vor, dafür gilt das Guest Mobility Ticket. Die Bahnen in Obertauern liegen außerhalb des Lungaus, wir erklären sie auf der Seite zu Obertauern.
Aktivitäten im Lungau
Wandern, Almen und Moor
Wandern ist der Kern des Lungau-Sommers. Der Moorlehrpfad am Prebersee ist die leichteste Einstiegsrunde, der Preber mit 2.740 Metern die anspruchsvolle Variante. Für weitere Touren nennen unsere Quellen keine geprüften Längen und Höhenmeter, deshalb beschreiben wir keine eigenen Routen. Das ist ehrlicher als geschätzte Zeiten. Hol dir Wegzustand und Hüttenöffnung beim Tourismusverband, starte früh und rechne mit Gewittern am Nachmittag. Wenn du dich auf die Natur einstellen willst, hilft unser Ratgeber zum nachhaltigen Wandern.
Skigebiet Grosseck-Speiereck: was sich belegen lässt
Laut Tourismusverband hat das Skigebiet über 50 Pistenkilometer zwischen 1.100 und 2.400 Metern, davon 26 Kilometer blau, 17 rot und 7 schwarz, dazu 10 Lifte, 2 Skischulen und 7 Hütten. Rechnerisch ist gut die Hälfte leicht, das passt zu Einsteigern. Ein Skigebiet ist ein Eingriff in alpine Landschaft. Zu Strombezug, Beschneiung und Wasserverbrauch der Bahnen haben wir keine belastbaren Angaben gefunden, ein „nachhaltiges Skigebiet“ nennen wir es deshalb nicht.
Die Bewertungsplattform skiresort.info gibt dem Gebiet bei der Umweltfreundlichkeit 3 von 5 Sternen und nennt als Gründe den kostenlosen Skibus und die Gastronomie mit regionalen Produkten. Über erneuerbare Energie oder Beschneidung sagt die Bewertung nichts, ein Datum nennt sie nicht. Wer den Fußabdruck klein halten will, fährt mit Bahn und Bus an und probiert Langlaufen oder Schneeschuhwandern. Der Katschberg an der Grenze zu Kärnten ist nicht Teil dieser Recherche, wir beschreiben ihn deshalb nicht.
Kultur und Brauchtum: der Samson und die Burgen
Die bekannteste Tradition ist der Samsonumzug. Laut Salzburgerland Tourismus ist er seit 2010 im österreichischen Verzeichnis des UNESCO-Kulturerbes. Zehn Figuren stehen im Lungau, in Mariapfarr, Mauterndorf, Muhr, Ramingstein, St. Andrä, St. Margarethen, St. Michael, Tamsweg, Unternberg und Wölting, dazu zwei in der Steiermark. Die Figur ist fünf bis acht Meter hoch, wiegt gut 80 Kilogramm und wird von einem jungen Mann im hohlen Körper getragen, begleitet von Musik, Zwergen und örtlichen Vereinen. Die Umzüge finden im Lungauer Almsommer und im Bauernherbst statt. Das ist Brauchtum, kein Spektakel für Gäste, plane also ruhig und frage nach den Terminen.
Von der früheren Seite zu Burgen und Museen übernehmen wir nur, was wir bestätigt haben: das Lungauer Heimatmuseum in Tamsweg und die Wallfahrtskirche St. Leonhard. Das Alter von Burg Mauterndorf und andere Jahreszahlen haben wir nicht geprüft und lassen sie weg.
Nachhaltig übernachten und essen im Lungau
Hier gibt es eine unbequeme Auskunft: Wir haben im Lungau keinen Betrieb mit Österreichischem Umweltzeichen gefunden. Wir haben am 5. Oktober 2026 die Betriebsliste auf umweltzeichen-hotels.at und die Seite zum grünen Urlaub in Salzburg durchgesehen. Keine der genannten Unterkünfte lag in einem der 15 Lungauer Orte. Das beweist nicht, dass es keinen gibt, denn der Abruf war nur eingeschränkt möglich. Auf umweltzeichen.at kannst du selbst nach dem Ortsnamen suchen.
Die frühere Seite nannte Unterkünfte und behauptete, viele Betriebe in Tamsweg trügen das Umweltzeichen. Dafür gab es keinen Beleg, deshalb haben wir die Behauptung und die Namen gestrichen. Bio-Hotels, Bio-Höfe und Campingplätze lassen sich über diese Seite nicht seriös einzeln empfehlen. Frag bei jeder Buchung: Welches Siegel gibt es, wie wird geheizt, woher kommt das Essen? Kleine Quartiere findest du in unserem Ratgeber zum Urlaub am Bio-Bauernhof.
Essen: der Eachtling und die Herkunft
Eachtling ist die Lungauer Mundartbezeichnung für Kartoffel. Laut Bundesministerium steht der Lungauer Eachtling im Verzeichnis traditioneller Lebensmittel unter der Nummer 17, angebaut über 1.000 Metern Seehöhe. Die Anbaufläche lag 2022 bei etwa 80 Hektar. Ein EU-Herkunftsschutz (g.U. oder g.g.A.) wird dort nicht genannt, wir schreiben ihn deshalb auch nicht. Der Altbestand behauptete, die Sorte werde nur im Lungau angebaut, das haben wir nicht belegt.
„Regional“ ist kein geschützter Begriff. Frag in Gasthäusern und auf Almen nach der Herkunft von Fleisch, Milch und Kartoffeln. Zu Käse, Speck, Bier und Most nennt die frühere Seite Spezialitäten, wir konnten sie nicht belegen und führen sie nicht auf.
Ein Reisevorschlag ohne Auto: drei Tage im Lungau
Der Vorschlag baut nur auf dem auf, was oben belegt ist. Zeiten, Anschlüsse und Öffnungstage prüfst du für dein Datum.
Tag 1: Mit dem Zug nach Unzmarkt und weiter mit der Murtalbahn nach Tamsweg. Quartier beziehen, LungauCard und Guest Mobility Ticket klären, am Nachmittag Kirche St. Leonhard und Heimatmuseum.
Tag 2: Zum Prebersee, Moorlehrpfad und, wenn die Kondition passt, hinauf zum Preber. Prüf vorher Busverbindung und Wetter. Am Abend Jause mit regionalen Produkten, frag nach dem Eachtling.
Tag 3: Mit der Grosseckbahn in Mauterndorf, mit der LungauCard einmal frei, dann ein Spaziergang oben. Mittags Bus und Bahn zurück, oder ein Stück mit dem Rad auf dem Murradweg.
Checkliste vor der Buchung
- Anreise: Bahn bis Unzmarkt, Bischofshofen oder Radstadt und Anschluss für genau deine Tage prüfen.
- Karte und Ticket: Fragen, ob das Quartier die LungauCard ausgibt und wie du das Guest Mobility Ticket bekommst.
- Bergbahn: Pro Bahn steht nur eine freie Fahrt in der Karte, weitere Fahrten kosten.
- Zertifikat: Umweltzeichen mit Gültigkeit auf umweltzeichen.at prüfen.
Häufige Fragen zum Lungau
Komme ich in den Lungau ohne Auto?
Ja, aber mit Umsteigen. Laut Tourismusverband fährst du aus dem Osten über Unzmarkt mit der Murtalbahn nach Tamsweg, aus dem Norden über Bischofshofen oder Radstadt mit dem Postbus. Eine direkte Zugverbindung fehlt. Fahrpläne findest du bei ÖBB und Salzburger Verkehrsverbund.
Was ist in der LungauCard enthalten?
Die Karte bekommst du laut Tourismusverband kostenlos von deiner Unterkunft, sofern sie Partner ist. Sie gilt 2026 von 22. Mai bis 1. November. Vier Bergbahnen sind einmal pro Aufenthalt frei, dazu Ermäßigungen bei Taurachbahn und Murtalbahn. Öffentlicher Verkehr ist nicht Teil der Karte.
Was ist das Guest Mobility Ticket im Lungau?
Laut Tourismusverband erlaubt es die kostenlose Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel während deines Aufenthalts, also Bus, Bahn und Regionalverkehr. Du bekommst es beim Check-in. Ob Seilbahnen dazugehören, steht nicht auf der Seite.
Was bedeutet Biosphärenpark?
Der Lungau ist seit 2012 UNESCO-Biosphärenpark, zusammen mit den Kärntner Nockbergen. Der Salzburger Teil umfasst laut Interreg-Programm 102.000 Hektar. Das Ziel ist Modellregion für nachhaltige Entwicklung, ein Betretungsverbot wie in manchen Schutzzonen gibt es nicht.
Gibt es Unterkünfte mit Umweltzeichen im Lungau?
Wir haben keine gefunden. Die frühere Behauptung, viele Betriebe in Tamsweg trügen das Siegel, ließ sich nicht belegen. Prüf Zertifikate auf umweltzeichen.at und frag Gastgeber nach Energie und Herkunft der Lebensmittel.
Wann reise ich am besten in den Lungau?
Für Wanderungen und die Gästekarte zwischen Ende Mai und Anfang November, 2026 galt die Karte vom 22. Mai bis 1. November. Skifahren ist im Skigebiet Grosseck-Speiereck laut Tourismusverband von Dezember bis April möglich, die Termine ändern sich jährlich.
Was ist der Samson im Lungau?
Eine fünf bis acht Meter hohe Figur, die bei Umzügen von einem jungen Mann getragen wird. Der Brauch steht seit 2010 im österreichischen UNESCO-Verzeichnis. Laut Salzburgerland Tourismus gibt es zehn Figuren im Lungau.
Ist der Lungau eine nachhaltige Destination?
Teils. Dafür sprechen der Biosphärenpark, das Guest Mobility Ticket, die Murtalbahn und eine Gästekarte, die Bahnen und Museen einschließt. Dagegen stehen die Anreise mit Umstieg, ein Skigebiet ohne belegte Verbrauchszahlen und fehlende zertifizierte Betriebe in unserer Recherche. Wir bewerten die Region deshalb nicht pauschal.
Fazit: Lungau ohne Auto
Der Lungau ist kein Ziel für ein spontanes Wochenende. Du brauchst Zeit für die Anreise, bekommst dafür einen weiten Naturraum, einen Biosphärenpark, eine Schmalspurbahn und eine Gästekarte, die Bahnen ausdrücklich nennt. Offen bleiben Strom und Beschneiung der Bergbahnen, zertifizierte Betriebe und die Zonen des Biosphärenparks im Salzburger Teil. Wir halten die Seite für Ergänzungen offen. Unser Vorschlag: ein langes Wochenende im Sommer, wie oben beschrieben. Weitere Regionen findest du im Salzburg-Hub.
Offizielle Infos: lungau.at (Tourismusverband, LungauCard, Anreise, Guest Mobility Ticket) · biosphaerenpark.eu (Biosphärenpark) · oebb.at und salzburg-verkehr.at (Fahrpläne) · umweltzeichen.at (zertifizierte Betriebe)
Quellen: Tourismusverband Lungau, lungau.at (LungauCard Sommer 2026, Guest Mobility Ticket, Anreise, Skigebiet Grosseck-Speiereck) | Interreg Central Europe, UNESCO Biosphere Reserve Salzburger Lungau (Fläche, Gemeinden, 2012) | Biosphärenpark Salzburger Lungau und Kärntner Nockberge, biosphaerenpark.eu | Bergwelten, Prebersee | Salzburgerland Tourismus, salzburgerland.com (Tamsweg, Samsonumzüge, Wasser im Lungau) | Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Lungauer Eachtling | Wikipedia, Murtalbahn (zur Gegenprüfung) | MeinBezirk, Busverbindung Lungau–Liesertal (9. Juni 2026) | Outdoor Magazin, Murradweg | skiresort.info (Umweltbewertung, ohne Datum) | umweltzeichen-hotels.at (Betriebsliste, Stand 5. Oktober 2026) | Stand der Recherche: 5. Oktober 2026
