Waldviertel nachhaltig: Thayatal, Moore und Teiche ohne Auto

Ein Nationalpark an der tschechischen Grenze, Naturparke mit Mooren, Badeteiche, deren Wasser das Land Niederösterreich untersucht: Das Waldviertel ist leiser und weiter als die Alpen. Wer das Waldviertel nachhaltig bereisen will, fährt mit dem Zug bis Gmünd, steigt in die Waldviertelbahn um und wandert oder radelt weiter. Wir sagen dir, was ohne Auto gut klappt und wo es Lücken gibt.

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Beiträge aus der Region Waldviertel

Das Waldviertel auf einen Blick

Das Waldviertel liegt im Nordwesten Niederösterreichs und grenzt an Tschechien. Waldviertel Tourismus gliedert die Region in fünf Teilregionen: Oberes Waldviertel, Nationalparkregion Thayatal, Waldviertel Mitte, Kamptal-Manhartsberg und Südliches Waldviertel. Eine amtliche Gemeindeliste haben wir nicht gefunden. Die Tourismusstrategie der Region (Stand Dezember 2020) nennt dieselben fünf Räume, aber keine einzelnen Gemeinden.

Wir beschreiben die Region deshalb nach Landschaft und Orten, nicht nach Verbandsgrenzen. Im Norden liegen der Nationalpark Thayatal bei Hardegg sowie Gmünd und Litschau an der tschechischen Grenze. Weiter westlich findest du Weitra und Groß Gerungs, in der Mitte Zwettl mit dem Ottenstein-Stausee, im Osten das Kamptal mit Rosenburg. Wo ein Ort nicht klar zuzuordnen ist, etwa Eggenburg, lassen wir ihn lieber weg, als eine Zuordnung zu behaupten.

Krems und die Wachau gehören nicht zu dieser Seite, du findest sie bei Donau Niederösterreich. Retz und das Weinland ordnen wir dem Weinviertel zu, die Thaya-Ebene weiter im Osten beschreiben wir unter March–Thaya–Auen. Laut der Tourismusstrategie teilt das Waldviertel Landschaft und Küche mit Südböhmen und dem Mühlviertel in Oberösterreich. Einen Überblick über alle Regionen bietet der Niederösterreich-Überblick.

Für wen die Region passt: Das Waldviertel eignet sich, wenn du Wandern, Radfahren und Natur in ruhiger Landschaft suchst und lieber einen Ort als Basis wählst, als jeden Tag weiterzuziehen. Weniger passend ist es, wenn du viele Ziele ohne eigene Planung hintereinander besuchen willst. Die Entfernungen zwischen den Orten sind groß, und abseits der Bahnlinien musst du die letzte Meile selbst organisieren.

Beste Reisezeit im Waldviertel

Belegte Saisonzeiten haben wir vor allem für Nationalpark und Waldviertelbahn. Alles Weitere ist praktische Erfahrung aus der Region und kein gemessener Wert. Prüfe Öffnungszeiten und Betrieb deshalb immer vor der Anreise.

Frühling (März bis Mai): Das Nationalparkhaus Thayatal öffnet laut Land-Niederösterreich-Tourismus am 21. März. Die Waldviertelbahn startet 2026 am 1. Mai in die Saison. Die Wege können nach der Schneeschmelze noch feucht sein, besonders in Mooren und an Bachufern. Plane Wanderungen mit Wetterreserve.

Sommer (Juni bis August): Die Hauptzeit für Radfahren, Wandern und Baden an Teichen und Stauseen. Die Waldviertelbahn fährt in dieser Zeit, ebenso die VOR-Buslinie 744 von Litschau nach Nová Bystřice, die laut VOR von Juni bis September mittwochs, an Wochenenden und Feiertagen verkehrt. Wer früh startet, hat die Wege oft für sich.

Herbst (September bis November): Ruhiger und gut für Wanderungen im Wald. Die Waldviertelbahn fährt 2026 bis 26. Oktober, das Nationalparkhaus ist vom 1. Oktober bis 2. November täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Viele Gasthäuser haben in der Nebensaison Ruhetage, frag vorher nach.

Winter (Dezember bis Februar): Der Nationalpark ist laut Land-Niederösterreich-Tourismus ganzjährig zugänglich. Die Waldviertelbahn fährt 2026 noch Adventfahrten am 28. und 29. November sowie am 24. Dezember. Zu Loipen und Schneelage haben wir keine belegten Daten gefunden. Wer zum Langlaufen kommt, klärt Schneelage und Präparierung vorab bei der Tourismusinformation und plant eine Alternative, etwa eine Winterwanderung.

Naturschutz im Waldviertel: Was hier geschützt ist

Im Waldviertel liegen ein Nationalpark und mehrere Naturparke. Alle sind für Besucher offen, aber mit Regeln, und gerade Moore und Flusstäler reagieren empfindlich auf Tritt und Störung.

Nationalpark Thayatal

Der Nationalpark Thayatal liegt ganz im Norden Niederösterreichs im Raum Hardegg und Merkersdorf. Laut Nationalparkverwaltung umfasst der österreichische Teil 1.360 Hektar, davon 1.231 Hektar Naturzone. Die Nationalparkverordnung trat am 1. Jänner 2000 in Kraft. Auf tschechischer Seite schließt der Národní park Podyjí an, gegründet im Mai 1991 und 6.300 Hektar groß. Die Zahlen gelten jeweils für einen Staat und lassen sich nicht einfach addieren.

Laut Verwaltung ist es der kleinste Nationalpark Österreichs. Die Wildkatze, die in Österreich als ausgestorben galt, wurde 2007 im Park wiederentdeckt. Die IUCN erkannte den Park 2001 an. Laut Land-Niederösterreich-Tourismus gibt es im Nationalpark und in der Umgebung über 100 Kilometer Wander- und Radwege, darunter fünf Wanderwege auf österreichischer Seite und einen grenzüberschreitenden Rundweg. Das Nationalparkhaus ist vom 21. März bis 30. September täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet, danach bis 2. November von 9 bis 17 Uhr.

Naturparke und Moore

Naturparke Niederösterreich führt 19 Naturparke im Land, darunter Blockheide, Dobersberg, Geras, Heidenreichsteiner Moor, Hochmoor Schrems, Kamptal-Schönberg und Nordwald. Für jeden Park haben wir die Lage im Waldviertel nicht einzeln aus einer Primärquelle belegt. Flächen und Gründungsjahre nennen wir deshalb nicht. Drei Parks sind für Reisende besonders greifbar:

  • Kamptal-Schönberg: Landschaft am Kamp, an den westlichen Hängen des Manhartsbergs, mit Weinbergen sowie Wein-, Wald- und Flusswegen. Laut Waldviertel Tourismus ganzjährig geöffnet, eine Vinothek in der „Alten Schmiede“ dient auch als Tourist-Information.
  • Hochmoor Schrems: Laut lower-austria.info gibt es hier geführte Wanderungen durch die Moorlandschaft.
  • Heidenreichsteiner Moor: Der Naturpark hat laut lower-austria.info einen Moorlehrpfad.

Ob die Moore zusätzlich als Europaschutzgebiet ausgewiesen sind, haben wir nicht geprüft und schreiben deshalb nichts dazu.

So verhältst du dich richtig

Im Nationalpark Thayatal gelten laut Verwaltung diese Regeln: auf den ausgewiesenen Wegen bleiben, Hunde an der Leine führen, keine Pflanzen oder Pilze pflücken, Müll mitnehmen und keine Drohnen verwenden, weil sie Vögel stören. Beeren am Wegesrand zu naschen ist erlaubt. In den Naturparken können je nach Gebiet andere Regeln gelten. Wir nennen sie nicht pauschal, weil wir die Vorgaben nicht einzeln geprüft haben. Frag vor Ort bei der Verwaltung nach, bevor du abseits der Wege unterwegs bist.

Anreise ohne Auto: Bahn bis Gmünd, danach Planung

Ehrlich gesagt: Autofrei ins Waldviertel funktioniert, aber nicht überall gleich gut. Die Bahn bringt dich bis Gmünd, die Waldviertelbahn von dort in zwei Richtungen weiter. Die Fläche dazwischen ist deutlich dünner erschlossen. Mit einem Quartier in Bahnhofsnähe und Touren ab der Unterkunft klappt es trotzdem. Allgemeine Tipps findest du in unserem Ratgeber zur nachhaltigen Anreise in Österreich.

Mit der Bahn nach Gmünd und weiter mit der Waldviertelbahn

Gmünd erreichst du laut VOR mit der Franz-Josefs-Bahn (Linie 800), dort gibt es Anschluss an die Schmalspurbahnen. Die Franz-Josefs-Bahn wird derzeit modernisiert. Aktuelle Sperren und Schienenersatzverkehr haben wir nicht verifizieren können, schau deshalb vor jeder Reise in die ÖBB-Fahrplanauskunft. Fahrzeiten und Preise nennen wir bewusst nicht, weil sie sich ändern.

Die Waldviertelbahn der NÖVOG fährt 2026 vom 1. Mai bis 26. Oktober, dazu gibt es Adventfahrten am 28. und 29. November sowie am 24. Dezember. Es gibt zwei Äste: den Nordast von Gmünd nach Litschau (unter anderem mit Halt in Alt-Nagelberg und Brand) und den Südast von Gmünd nach Groß Gerungs (unter anderem mit Halt in Weitra und Steinbach-Bad Großpertholz). Heidenreichstein liegt nicht an diesen Strecken. Laut einem Bericht zum Saisonstart 2026 ist die Fahrradmitnahme kostenlos, der Stellplatz muss aber vorab reserviert werden. Bestätige das bei der NÖVOG, bevor du dich darauf verlässt.

Von Litschau fährt laut VOR die Buslinie 744 zur tschechischen Schmalspurbahn in Nová Bystřice, mittwochs, an Wochenenden und Feiertagen von Juni bis September. Sie gehört zum VOR-Tarif, du zahlst also keinen Zuschlag für die Fahrt nach Tschechien.

Kamptalbahn: Streckensperre bis 13. Dezember 2026

Wenn du ins Kamptal willst, plane dieses Jahr mit Einschränkungen. Die ÖBB sperren die Kamptalbahn zwischen Hadersdorf am Kamp und Sigmundsherberg vom 7. September 2026 bis 13. Dezember 2026. Es fahren Ersatzbusse, die Reisezeit kann sich um bis zu 15 Minuten verlängern, und Fahrräder dürfen in den Bussen nicht mitgenommen werden. Zwischen Krems und Hadersdorf fährt die Bahn planmäßig. Die ÖBB nennen den Umbau von Haltestellen, die Modernisierung von Bahnübergängen und die Vorbereitung auf Akkutriebzüge ab Dezember 2027 als Ziel. Mit dem Rad ins Kamptal heißt deshalb bis Dezember: bis Hadersdorf mit der Bahn und dann selbst weiter.

Nationalpark Thayatal ohne Auto

Laut Land-Niederösterreich-Tourismus ist der Nationalpark mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Konkrete Verbindungen nennt die Quelle nicht, sie verweist auf die VOR-Auskunft anachb.vor.at mit dem Ziel „Merkersdorf“. Wir haben Takt und Umstiege nicht geprüft. Rechne mit einem Bus für den letzten Abschnitt, plane die Rückfahrt vorab und teste die Verbindung für dein Datum, bevor du buchst.

Gästekarte: nichts Belegtes gefunden

Für eine regionsweite Gästekarte des Waldviertels haben wir keinen aktuellen Beleg gefunden, auch auf der Seite von Waldviertel Tourismus steht dazu nichts. Einzelne Orte oder Betriebe können eigene Karten haben. Frag bei der Unterkunft nach und lies die Leistungsliste wörtlich. Eine Gästekarte bedeutet nicht automatisch freie Fahrt mit Bahnen oder Bussen oder freien Eintritt.

Die letzte Meile: Quartier, Gepäck und Rad

Waldviertel Tourismus nennt einen Gepäck- und Personentransport als Angebot und einzelne Transfers in Pauschalen. Frag bei der Buchung nach Abholung vom Bahnhof und nach Gepäcktransport. Wer mit dem Rad kommt, plant Rundtouren ab dem Quartier und bleibt flexibel, weil Busse in der Fläche nicht überall und nicht oft fahren. Zu Taktdaten einzelner Buslinien haben wir keine belegten Angaben und versprechen deshalb nichts.

Aktivitäten im Waldviertel nach Jahreszeit

Wandern: Weitwege, Klamm und Nationalpark

Waldviertel Tourismus nennt als Weitwanderwege den Thayatalweg 630, den Lebensweg, den Weg entlang der Lainsitz und den Pilgerweg Bernhardiweg. Für Tageswanderungen stehen unter anderem „Auf Hundertwassers Spuren“, der Druidenweg Ysperklamm und der Nebelstein Erlebnis-Wanderweg im Angebot. Außerdem gibt es zertifizierte Wanderdörfer. Länge, Höhenmeter und Dauer einzelner Touren haben wir nicht geprüft. Hol dir diese Angaben aus den offiziellen Wegbeschreibungen, bevor du losgehst.

Wer es naturnah mag, findet im Nationalpark Thayatal ein eigenes Wegenetz. Drei der Routen starten laut Land-Niederösterreich-Tourismus direkt am Nationalparkhaus. Die Einsiedler-Hängebrücke über die Thaya nahe Hardegg gehört laut derselben Quelle zu den Sehenswürdigkeiten. Halte dich an das Wegegebot.

Radfahren: Radrouten und Granittrail

Waldviertel Tourismus führt als Radrouten unter anderem die Kamp-Thaya-March Radroute, die Thayarunde und den Iron Curtain Trail (EuroVelo 13). Für Mountainbiker gibt es den Granittrail. Streckenlängen und Beschaffenheit haben wir nicht verifiziert, deshalb nennen wir keine Kilometer. Kombiniere Teilstücke mit Zug und Waldviertelbahn und achte darauf, dass Rad und Ersatzbus bei der Kamptalbahn derzeit nicht zusammenpassen.

Video von Waldviertel Tourismus: „Malerische Naturerlebnisse im Waldviertel“.

Baden an Teichen und Stauseen

Das Land Niederösterreich hat 2025 unter anderem diese Badestellen im Waldviertel untersucht: im Bezirk Zwettl den Stausee Ottenstein, den Dobrastausee, den Badeteich Allentsteig, den Frauenwieserteich bei Langschlag und das Waldbad Rappottenstein, im Bezirk Gmünd den Herrenteich Litschau. Welche Qualitätsstufe jede Stelle erreicht hat, steht in der offiziellen Untersuchung des Landes. Wir geben sie hier nicht wieder, weil wir sie nicht einzeln gegengeprüft haben. Schau vor dem Baden in die aktuelle Übersicht. Weitere Seen in ganz Österreich findest du in unserem Beitrag Badeseen in Österreich.

Winter: ehrlich zur Schneelage

Das Waldviertel ist kein Skigebiet, und zu Loipen haben wir keine belegten Angaben gefunden. Winterwanderungen, Adventfahrten der Waldviertelbahn und Besuche im ganzjährig zugänglichen Nationalpark funktionieren unabhängig vom Schnee. Wenn du wegen des Schnees anreist, buche mit flexiblen Stornobedingungen und frag die Tourismusinformation nach der aktuellen Lage.

So reist du im Waldviertel nachhaltiger

Nachhaltig reisen heißt im Waldviertel vor allem: weniger Autokilometer, mehr Rücksicht auf empfindliche Flächen und Fragen an die Betriebe. Diese sechs Punkte kannst du ohne großen Aufwand umsetzen:

  • Reise mit der Bahn bis Gmünd und plane die Weiterfahrt mit der Waldviertelbahn oder dem Rad, statt am Bahnhof ein Auto zu mieten.
  • Wähle ein Quartier in Bahnhofs- oder Haltestellennähe und wandere oder radle Rundtouren ab dem Haus.
  • Bleib im Nationalpark, in den Naturparken und in den Mooren auf den ausgewiesenen Wegen und nimm deinen Müll mit.
  • Prüfe die Badestellen im aktuellen Landesbericht, bevor du ins Wasser gehst, und lass Ufer und Brutplätze in Ruhe.
  • Frag bei der Unterkunft nach Umweltzeichen, Energiequelle und Verpflegung, und buche lieber länger an einem Ort als mehrere Kurzaufenthalte.
  • Kaufe Lebensmittel direkt im Hofladen oder im Wirtshaus vor Ort und frag nach, woher sie stammen.

Eines gehört dazu: Auch die Bahnanreise ist mit Umstiegen und Wartezeiten verbunden. Das Auto ist im Waldviertel oft bequemer, der Verzicht darauf ein Mehraufwand, der sich vor allem bei längeren Aufenthalten lohnt.

Nachhaltig übernachten und essen im Waldviertel

Eine belegte Liste von Betrieben mit dem Österreichischen Umweltzeichen für das Waldviertel können wir dir derzeit nicht bieten. Die Datenbank auf umweltzeichen.at war für unsere Recherche nicht erreichbar. Prüfe dort selbst die Betriebe in den Bezirken Zwettl, Gmünd, Horn und Waidhofen an der Thaya. Das Umweltzeichen prüft unter anderem Energie, Wasser, Abfall und Verpflegung. Es sagt nicht, wie klein der ökologische Fußabdruck eines Hauses ist, sondern dass ein Betrieb geprüfte Kriterien erfüllt. Frag bei jeder Unterkunft nach Zertifikaten, Energiequelle, Verpflegung und der Anbindung an Bahn oder Bus.

Die Karte oben zeigt drei Campingplätze aus unserer Datenbank. Die Angaben stammen von der Plattform camping.info, wir haben die Plätze nicht vor Ort geprüft, und einen Umweltnachweis haben wir für keinen gefunden. Sieh die Marker als Orientierung, nicht als Empfehlung. Ideen für den Aufenthalt findest du in unseren Ratgebern zum Urlaub am Bio-Bauernhof und zu nachhaltigen Campingplätzen in Österreich. Auf dieser Seite gibt es bewusst keine Hotellisten mit Preisen, weil die frühere Auswahl Häuser ohne Umweltnachweis enthielt.

Essen: regional heißt nicht automatisch bio

„Regional“ ist kein geschützter Begriff, und „bio“ gilt nur mit Siegel. Frag im Wirtshaus oder am Hofladen nach, woher Fleisch, Gemüse und Milch kommen. Wie Bio-Kulinarik im Waldviertel aussieht und was sich belegen lässt, erklären wir ausführlich in unserem Artikel zu SONNENTOR und Waldviertler Bio-Kulinarik. Mehr zur Region mit Burgen und Mohnfeldern liest du in Nachhaltiger Urlaub im Waldviertel.

Video von Waldviertel Tourismus: „Waldviertler Karpfen im Mohnmantel“. Es zeigt ein regionales Gericht, sagt aber nichts über Herkunft oder Haltung der Zutaten aus.

Was wir nicht belegen können

Eine ehrliche Regionsseite sagt auch, wo ihre Quellen enden. Bei diesen Punkten haben wir bewusst keine Aussage getroffen, weil wir sie nicht aus einer Primärquelle belegen konnten:

  • Betriebe mit Österreichischem Umweltzeichen im Waldviertel, weil umweltzeichen.at für uns nicht erreichbar war.
  • Fläche und Gründungsjahr der einzelnen Naturparke sowie ihr Schutzstatus als Europaschutzgebiet.
  • Die Qualitätsstufe der einzelnen Badestellen im Untersuchungsjahr 2025.
  • Aktuelle Sperren der Franz-Josefs-Bahn sowie Takt und Umstiege der Busverbindung zum Nationalpark Thayatal.
  • Loipen, Schneelage und Beschneiung im Winter.
  • Länge, Höhenmeter und Beschaffenheit der genannten Wander- und Radrouten.

Wenn du eine dieser Angaben aus einer offiziellen Quelle kennst, freuen wir uns über einen Hinweis. Bis dahin findest du die Auskunft bei den Verwaltungen, Betreibern und Tourismusinformationen, die wir in den Quellen nennen.

Häufige Fragen zum Waldviertel

Kann ich das Waldviertel ohne Auto bereisen?

Ja, mit Planung. Die Franz-Josefs-Bahn bringt dich nach Gmünd, die Waldviertelbahn fährt 2026 von 1. Mai bis 26. Oktober nach Litschau und Groß Gerungs. Abseits der Linien brauchst du Bus oder Rad. Prüfe vor der Reise Sperren und Ersatzverkehr in der Fahrplanauskunft.

Wann ist die beste Reisezeit für das Waldviertel?

Für Wandern, Radfahren und Baden eignen sich Spätfrühling bis Frühherbst. Die Waldviertelbahn fährt 2026 bis 26. Oktober, das Nationalparkhaus Thayatal hat bis 2. November geöffnet. Im Winter ist der Nationalpark zugänglich, belegte Loipendaten haben wir nicht.

Wie groß ist der Nationalpark Thayatal?

Der österreichische Teil umfasst laut Nationalparkverwaltung 1.360 Hektar, davon 1.231 Hektar Naturzone. Der tschechische Nationalpark Podyjí auf der anderen Seite der Grenze hat 6.300 Hektar. Die Zahlen gelten jeweils für einen Staat.

Welche Naturparke gibt es im Waldviertel?

Waldviertel Tourismus nennt den Naturpark Kamptal-Schönberg. Dazu kommen laut lower-austria.info der Naturpark Hochmoor Schrems und der Naturpark Heidenreichsteiner Moor. Naturparke Niederösterreich führt insgesamt 19 Parke im Land. Eine Zuordnung aller Parks zur Region haben wir nicht belegt.

Fährt die Kamptalbahn 2026?

Nur eingeschränkt. Zwischen Hadersdorf am Kamp und Sigmundsherberg ist die Strecke vom 7. September bis 13. Dezember 2026 gesperrt, es fahren Ersatzbusse ohne Radmitnahme. Zwischen Krems und Hadersdorf fährt die Bahn laut ÖBB planmäßig.

Gibt es eine Gästekarte für das Waldviertel?

Einen aktuellen Beleg für eine regionsweite Gästekarte haben wir nicht gefunden. Frag bei deiner Unterkunft nach einer Karte vor Ort und lies die Leistungsliste genau. Eine Gästekarte schließt nicht automatisch Bahn, Bus oder Eintritte ein.

Wo finde ich nachhaltige Unterkünfte im Waldviertel?

Am verlässlichsten über umweltzeichen.at, dort kannst du nach Bezirken filtern. Eine eigene Liste können wir nicht belegen. Frag jede Unterkunft nach Zertifikaten, Energiequelle, Verpflegung und der Anbindung an Bahn oder Bus.

Fazit: ein Wochenende ohne Auto im Waldviertel

Das Waldviertel überzeugt durch Ruhe, Weite und einen Nationalpark an der Grenze. Es verlangt dafür Planung, vor allem bei der letzten Meile. Offen bleiben bei uns die Fragen nach Umweltzeichen-Betrieben, Gästekarte und Loipen, und die Kamptalbahn ist heuer teilweise gesperrt. Wir benennen diese Lücken lieber, als sie zu übergehen. So weißt du vorher, worauf du dich einstellst.

Unser Vorschlag für ein Wochenende ohne Auto (Mai bis Oktober): Freitag mit dem Zug bis Gmünd und ein Quartier in Bahnhofsnähe beziehen, Sperren vorab in der ÖBB-Auskunft prüfen. Samstag mit der Waldviertelbahn nach Litschau, dort am Herrenteich spazieren oder baden, das Wasser vorher im aktuellen Landesbericht prüfen. Sonntag mit dem Rad oder zu Fuß in der Umgebung und am Nachmittag zurück per Bahn. Für das Thayatal planst du lieber ein eigenes Wochenende mit geprüfter Busverbindung nach Merkersdorf.

Offizielle Infos: waldviertel.at (Teilregionen, Wander- und Radrouten) · np-thayatal.at (Nationalpark) · naturparke.at (Naturparke Niederösterreich) · oebb.at, vor.at und waldviertelbahn.at (Fahrpläne, Sperren) · noe.gv.at (Badegewässer) · umweltzeichen.at (zertifizierte Betriebe)

Weitere Regionen: Niederösterreich-Überblick | Donau Niederösterreich | Weinviertel

Quellen: Waldviertel Tourismus, waldviertel.at (Teilregionen, Wander- und Radrouten, Naturpark Kamptal-Schönberg) | Tourismusstrategie Waldviertel 2025, Land Niederösterreich (Stand Dezember 2020) | Nationalpark Thayatal, Broschüre „25 Jahre Nationalpark“ | Land-Niederösterreich-Tourismus, lower-austria.info (Nationalpark Thayatal, Naturparke) | Naturparke Niederösterreich, naturparke.at | VOR, Waldviertelbahn und Buslinie 744 | meinbezirk.at, Saisonstart Waldviertelbahn 2026 | ÖBB Baustelleninformation Kamptalbahn (7. September bis 13. Dezember 2026) | Land Niederösterreich, Badegewässer-Untersuchung 2025

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