Urlaubsregion

Erkunde die schönsten Facetten des schönen Kleinwalsertal

Das Kleinwalsertal – ungewöhnlich, anders, schön

Seine Geschichte, seine Lage, seine Landschaft, seine Einwohner – das österreichische Kleinwalsertal unterscheidet sich von anderen Alpentälern.

Das Walser Selbstverständnis

Österreicher, Deutsche, Vorarlberger, Bayern, Walser, Allgäuer. Die Einwohner des Kleinwalsertals könnten fast ein bisschen schizophren werden bei all den Möglichkeiten und Zuschreibungen. Im Laufe der Geschichte waren sie mal Fremde, mal Einwanderer, Ex- Schweizer, Österreicher oder Deutsche – je nach politischer Lage. Was sie aber immer waren und bis heute sind: Walser, Nachfahren von armen Bauern aus dem Schweizer Kanton Wallis, die sich auf die Suche nach neuem Weideland und Überlebensmöglichkeiten auf den Weg machten und schlussendlich hier in Riezlern, Hirschegg und Mittelberg ihre neue Heimat fanden. Fragt man einen Einwohner heute, als was er sich fühlt, was er ist, wird er in den meisten Fällen sagen: Zuerst bin ich Walser und dann Österreicher. Denn obwohl die Enklave nur über Deutschland zu erreichen ist, man in Deutschland einkaufen geht, viele Kinder in Deutschland auf die höheren Schulen gehen, so ist doch allen eines klar: Deutsche sind sie nicht. Und auch keine Bayern oder Allgäuer, auch wenn einem fremden Ohr der Dialekt im Kleinwalsertal ein bisschen vorkommen mag wie das Allgäuerische. Die Unterschiede sind jedoch eindeutig. Es ist eben etwas Besonderes, das Kleinwalsertal. Etwas Einzigartiges.

Holzhäuser, ungewöhnliche Trachten und ein schwer verständlicher Dialekt

Sichtbare Besonderheit im Tal ist die einzigartige Kultur der Walser: Architektur, Sprache und Tracht zeugen bis heute von der speziellen Geschichte des Kleinwalsertals. Wer die schönen Walserhäuser bestaunen will, wird vor allem im Weiler Bödmen bei Mittelberg fündig. Hier stehen noch einige der uralten typischen Walserhäuser, Blockhäuser aus dunklem Holz. Auch die Tracht ist etwas Besonderes und wird meist in der Familie weitervererbt. Die Kleider der Frauen sind hochgeschlossen und reich bestickt. Die „Juppa“, eine Art schwarzer Trägerrock, reicht bis zu den Knöcheln und ist unterhalb der breiten Samtträger in mühsamer Handarbeit in etwa 1000 ein bis zwei Millimeter breite Falten gelegt. Darüber wird eine bunte Seidenschürze getragen. Typisch ist auch die Korallenkette und der „Chrans“ bzw. das „Krönele“ als Kopfbedeckung der jungen Mädchen. Die Tracht der Männer ist schlichter und besteht nur aus einem weißen Hemd, schwarzen Kniebundhosen mit bestickten Hosenträgern, die typische Kopfbedeckung ist ein Dreispitz, bei jungen Männern eine weiße Zipfelmütze. Was die Sprache der Kleinwalsertaler betrifft, ist die Herkunft aus dem Wallis eindeutig zu erkennen: Neues heiß Nüüs, können wird zu chönna, loslassen heißt loosloo und Iisch ist das Eis.

GenussRegion Kleinwalsertal

Landwirte, Köche und Gastgeber stehen für höchste Qualität und Regionalität

Authentisch, regional und saisonal. So muss das Essen in einer Region sein, wenn sie – wie das Kleinwalsertal – als GenussRegion ausgezeichnet werden will. Hier in den Allgäuer Alpen haben sich die GenussWirte und die GenussHütten zudem auf Wild und Rind spezialisiert. Mit Erfolg. Denn unter anderem kommen gleich drei Bundesfinalisten, ein Landes- und ein Bundessieger der GenussRegionen aus dem Kleinwalsertal.

Die Berge, die Natur, die kleinbäuerlichen Strukturen – all dies schmeckt man im Kleinwalsertal. Gemüse wächst hier noch ohne Gentechnik, das Vieh lebt nicht in den Ställen, sondern auf den Weiden und im Sommer auf der Alp. Das gesunde Gebirgsklima macht sich bei jedem Bissen bemerkbar. Dass gutes Essen im Kleinwalsertal keine neumodische Erscheinung ist, beweist Ortwin Adam, der im Ifenhotel bereits 1978 den ersten Michelin-Stern in ganz Österreich erkochte.

GenussWirte verwöhnen die Gäste mit regionalen Speisen

Insgesamt elf sogenannte GenussWirte gibt es im Kleinwalsertal. In Riezlern das Genuss- und Aktivhotel Sonnenburg, das Alpahotel Walserstuba, den Alpenhof Jäger und Hallers Posthotel. In Hirschegg finden sich das Hotel Birkenhöhe, das Hotel Gemma, das Sporthotel Walliser und das Naturhotel Chesa Valisa. Und in Mittelberg gibt es das Wirtshaus Hoheneck, das Hotel Neue Krone und das Hotel Alte Krone. Alle Köche dieser Häuser vereint die Liebe zum heimischen Produkt. Fleisch, Käse und andere Lebensmittel werden bei den Bauern aus dem Tal gekauft. Außerdem ist jeder GenussWirt Partner von mindestens einer anderen GenussRegion in Österreich, deren Leitprodukte entsprechend in der Küche eingesetzt werden. Dies entspricht übrigens ganz der Tradition. Denn schon vor Jahrhunderten hatten die Kleinwalsertaler nicht nur Fleisch, Milchprodukte und Getreide. Durch ihren regen Handel gehörten beispielsweise verschiedene, für damalige Verhältnisse auch exotisch anmutende Gewürze und Kräuter ganz selbstverständlich mit zum täglichen Speiseplan.

Auf den GenussHütten werden Wanderer köstlich versorgt

Neben den GenussWirten im Tal gibt es auch sechs GenussHütten. Ideal für Wanderer, denen der Sinn nicht nur nach genussvoller Bewegung, sondern auch nach einer genussreichen Rast steht. Auch auf diesen Hütten kommen nur natürliche, regionale und saisonale Speisen auf den Brotzeitteller und in die Pfanne. Die enge Zusammenarbeit mit den Kleinwalsertaler Landwirten, Jägern und Produzenten und die hohen Qualitätskriterien sind auch hier ganz wichtig. Über leichte Wanderungen kommt man zu den GenussHütten Naturalpe Gemstel-Schönisboden, Alpe Widderstein oder zur Bärgundhütte, ein bisschen mehr Kondition muss man mitbringen, wenn man auf die Mittelalpe oder die Alpe Melköde möchte. Und eine mittelschwere Bergtour führt zur Alpe Stierhof.

Die besten Produkte von den GenussLandwirten gibt es direkt im Tal

Grundlage für die GenussRegion sind natürlich die GenussLandwirte im Kleinwalsertal. Sie haben sich der naturnahen und kleinstrukturierten Produktion und Tierhaltung verschrieben. Täglich arbeiten sie mit viel Herzblut in der Natur und mit dem Vieh. Sie garantieren selbstverständlich für eine artgerechte Haltung und die Herkunft der Tiere. Seit Juni 2016 gibt es sogar einen GenussBauernhof im Kleinwalsertal, der Ferienhof Stephanie. Ganz einfach kommt man beispielsweise mit dem E-Bike auf den Bio-Bauernhof, wo man selbstverständlich etwas von den Bauernhof-Spezialitäten verkosten kann. Was nicht direkt von den GenussLandwirten verarbeitet wird, kommt zu den Produzenten im Tal, die dann feinsten Rinderschinken, würzige Landjäger und köstlichen Käse herstellen. Glücklicherweise gibt es im Kleinwalsertal einige verarbeitende Produzenten, so dass sich die Bauern viele, unnötige Transportkilometer für ihre Ware sparen können. Die Umwelt wird geschont und die Verbraucher wissen genau, wo die Lebensmittel herkommen. Der Koch Herbert Edlinger von „Einfach Gut Naturprodukte“ stellt unter anderem Wurstwaren, Aufstriche, Liköre, Senf und Honig her. Wenn er gerade keine Produktion beaufsichtigen muss, führt Edlinger Gäste auf kulinarischen Wanderungen und erklärt dabei die Fauna und Flora und was man alles essen kann oder wie es sich verarbeiten lässt. Christoph Rüf verkauft in seinem Laden „s’Hirscheck“ in Hirschegg Wurst, Speck und Wildfleisch zum Teil aus eigener Herstellung oder aus der Region, Käse, Molkereiprodukte, Schokolade, Marmeladen, Honige und einiges mehr. Außerdem kann man im Hirscheck frühstücken und Kaffee trinken. Der Metzger Christian Beck betreibt die „Räucherkammer“. Beck gehört zur Vereinigung der „Walser Buura“ – Walser Bauern. Hier haben sich Bauern zu einer Vermarktungsgesellschaft zusammengeschlossen, die ihre Produkte in ihren Hofläden anbieten, aber auch in einem von Beck betriebenen Laden in Riezlern. So garantieren sie einen nachhaltigen und wirtschaftlichen Kreislauf der kurzen Wege.

Echte Walser Küche modern interpretiert

Sechs Walser Küchenleiter haben die Initiative „Önsche Walser Chuche“ gegründet – unsere Walser Küche. Auf dem Wissen, dass bereits die alten Walser mit viel Phantasie und Kreativität kochten, interpretieren sie die traditionellen Gerichte modern, innovativ und trotzdem authentisch. Der große Vorteil der Walser Küche: Sie ist nicht arm, denn durch den Handel bis nach Italien hatten die Bauern schon immer viele Produkte zur Auswahl. Grundlage bilden natürlich die heimischen Lebensmittel wie etwa die Milchprodukte. Dazu kommen aber die Importwaren wie Getreide oder verschiedenste Gewürze und Kräuter aus dem Mittelmeerraum. Importiert wird heute natürlich auch. Aber meist nicht weiter als aus einem Umkreis von rund 100 Kilometern, also beispielsweise Obst und Gemüse vom nahen Bodensee oder Dinge aus dem Allgäu, Vorarlberg oder der ebenfalls nahen Schweiz. Das Beste aber gibt es natürlich vor der eigenen Haustür und das ist seit 2013 eben auch der Schwerpunkt der Kleinwalsertaler GenussRegion: Rind und Wild.

Der Sommer im Kleinwalsertal

Durch das Wanderparadies am Fuße der Alpen

Bunte Blumenwiesen, der steil aufragende Ifen mit seinem Gottesackerplateau, gemütliche Berghütten, einsame Täler, tiefe Schluchten und charmante Dörfer. Das Kleinwalsertal ist bei Urlaubern nicht umsonst im Sommer genauso beliebt wie im Winter. Wanderer, Bergsteiger, Mountainbiker und andere Erholungssuchende erleben hier in der kleinen österreichischen Enklave einen besonders ursprünglichen Bergurlaub.

Wandern: Tourenmöglichkeiten in drei verschiedenen Höhenlagen Damals, vor über 600 Jahren, war es wohl gar nicht so viel anders, wenn man sich im Kleinwalsertal auf den Weg machte. Gut, die Ausrüstung der alten Walser lässt sich mit modernen Bergschuhen und der funktionalen Outdoorbekleidung der Neuzeit nicht mehr vergleichen. Die Wege aber, die Ausblicke und das Erlebnis einer Wanderung sind heute nicht anders als zur Zeit der Besiedelung des Kleinwalsertals. 180 Kilometer markierte Wanderwege in allen Höhenlagen führen durch die kleine Enklave, die an drei Seiten von einigen hohen Gipfeln umschlossen ist: Der höchste Berg ist der Hohe Widderstein mit 2.536 Metern, gefolgt vom Hohen Ifen mit 2.229 Metern und der Kanzelwand mit 2.058 Metern. Wer nicht ganz so weit hinauf möchte, kann in Talnähe wandern oder die Aussicht über das Tal von einem der Höhenwanderwege genießen. Besonders beeindruckend ist der Aufstieg zur Schwarzwasserhütte und der Besuch der unter Landschaftsschutz stehenden Alpe Melköde auf 1.350 Meter. Malerisch liegt die Melköde an einem Hochmoor, der steil aufragende Ifen wacht über die Hütte am Schwarzwasserbach. Seit 1461 werden im Sommer hier die Kühe hinaufgetrieben und ihre Milch direkt zu Butter und Käse verarbeitet. Geologisch spannend wird es bei einer Wanderung über das wild zerklüftete Gottesackerplateau, bei der man nicht nur tiefe Einblicke in die Geschichte des Bergs gewinnt, sondern auch zahlreiche, sehr seltene Pflanzen finden kann. Auf den Rückweg der Besiedelungsgeschichte des Tals kann man sich von Baad, der letzten Ortschaft im Kleinwalsertal, aufmachen. Der Walserweg führt in unterschiedlichen Streckenverläufen bis ins Wallis in die Schweiz. Ebenfalls eine Grenze überwinden Wanderer, wenn sie hinüber nach Deutschland, in Richtung Oberstdorf die Berge überqueren. Das Gute: Die Bergbahn‐Tickets gelten für die Bahnen sowohl im Kleinwalsertal als auch in Oberstdorf.

Spektakuläre Klettersteige und aufregende Canyoningtouren

Wer ein bisschen mehr Höhe, ein bisschen mehr Action sucht, findet dies auf einer Tour in einem der drei Klettersteige im Kleinwalsertal. Der Mindelheimer Klettersteig zählt zu den interessantesten Gratwanderungen der Alpen, er führt in einer langen Tagestour über zerklüftete Felsformationen und vier Gipfel. Für Anfänger und Kinder eignet sich der Walsersteig, der Erlebnissteig an der Kanzelwand. Der Adrenalin‐Höhepunkt auf diesem rund 1,5 Stunden dauernden Klettersteig ist die 26 Meter lange Burmabridge – eine nur aus Seilschlaufen bestehende Brücke. Fortgeschrittene finden ihre Herausforderung am grenzüberschreitenden 2‐ Länder‐Klettersteig. Gute Kondition und die richtige Technik sind für diesen Steig Voraussetzung. Die Bergschule Kleinwalsertal steht allen Wanderern, Bergsteigern und Klettersteiggehern nicht nur mit Rat und Tat zur Seite, sondern auch mit Karabiner und Seil. Angeboten werden von der Bergschule auch Canyoning‐Touren in den Schluchten. Dabei taucht man in eine sonst verborgene Welt ein, seilt sich an Wasserfällen ab, durchschreitet Flüsse, springt in glasklare Tümpel und nutzt die natürlichen Steinrutschen.

Mit dem Mountainbike zur Hütte oder in die Bergbahn

Auch Mountainbiker finden im Kleinwalsertal ihr ideales Terrain. Wer lieber runter als hoch strampelt, kann sein Bike einfach mit dem Zaferna‐Lift oder der Söllereck‐Bahn mit auf den Berg nehmen. Ein besonderer Service im Kleinwalsertal: An einigen Hütten sind spezielle Servicestationen für Mountainbiker eingerichtet. Hier lässt sich dann also eine lockere Schraube nachziehen, ein Reifen flicken oder die Kette wieder spannen – und quasi nebenbei kann man eine gemütliche Rast einlegen. Wer zwischendurch ein paar Technik‐ Einheiten absolvieren möchte, begibt sich am besten in den Bikeparcours in Hirschegg‐Au – oder bucht sich einen Bikeguide. Auch die Hotellerie bietet extra Service für Mountainbiker. In den „Bike Classic“ Unterkünften gibt es neben einem Waschplatz für’s Bike, Werkzeug und Ersatzschläuche und einem abschließbaren Raum auch Infomaterial zu den schönsten Touren und entsprechendes Bike‐Knowhow bei den Hoteliers. Die „Bike Pro“‐Unterkünfte bieten zusätzlich einen täglichen Wäscheservice fürs Rad‐ Outfit, Fahrradschlösser zum Verleih, eine beleuchtete Reparaturecke, hauseigene Mountainbike‐ Experten und einen wöchentlichen Bike‐Stammtisch für Fachsimpeleien.

Genussvolle Rast in schönen Berghütten

Das Kleinwalsertal ist ein Genuss‐Tal. Zahlreiche Bauern und Produzenten bieten beste Lebensmittel, die in den vielen Restaurants, Gasthöfen und Hütten zu köstlichen Gerichten verarbeitet werden. Offiziell ist das Kleinwalsertal eine zertifizierte und ausgezeichnete GenussRegion Österreichs mit dem Schwerpunkt auf Wild und Rind. Und daher gibt es auch sechs zertifizierte GenussHütten, in denen die Wanderer nur regionale und saisonale Gerichte und Produkte serviert bekommen: der heimische Bergkäse aus dem Brozteitbrettl und in den Kässpätzle, das selbstgebackene Brot, Schinken und Wurst aus dem Tal, Hirschsalami vom Jäger und so weiter. Leicht zu erreichen sind die GenussHütten Naturalpe Gemstel‐Schönisboden oder die Mittelalpe. Ein bisschen mehr Kondition benötigt man für den Weg zur Alpe Widderstein und zur Bärgundhütte. Und wer zu den GenussHütten Alpe Melköde und Alpe Stierhof möchte, hat mittelschwere Bergtouren vor sich.

Walken, Tennis oder Freibad – die Freizeitangebote sind vielfältig

Mit Wandern und Biken ist es im Kleinwalsertal noch lange nicht getan. Kraft, Beweglichkeit und Koordination trainiert man am besten beim Nordic Walking. Zehn ausgewiesene Strecken gibt es für diese Sportart. Wer keine eigenen Stöcke dabei hat, kann sie sich bequem in den Sportshops im Tal ausleihen. Sport Kessler bietet sogar spezielle Nordic Walking Kurse an, vom Einsteigerkurs über Panoramatouren bis zum Fitnesswalk. Nach einer schönen Tour lockt das Freibad in Riezlern. Oder man geht nochmal auf den Tennisplatz in Bödmen. Für andere Aktivitäten wie Golfen oder Sommerrodeln muss man nur ein paar Kilometer aus dem Kleinwalsertal hinaus ins Allgäu fahren.

Trailrunning – Joggen für Naturliebhaber

Joggen ist längst zum Volkssport geworden. Meist geht es einfach nur geradeaus oder durch den Wald. In einem Tal in den Bergen bleibt es allerdings nicht aus, dass man auch einmal hoch und wieder runter joggen muss. Diese Tatsache wurde im Kleinwalsertal perfektioniert und seit einigen Jahren bieten einheimische Trainer und Coaches spezielle Trailrunning‐ Camps an. Für Einsteiger und Fortgeschrittene und in drei verschiedenen Höhenlagen zwischen 1.100 und 2.500 Metern. Knackige Anstiege, flowige Downhills und natürlich atemberaubende Panorama‐Trails warten auf all jene Läufer, die neue Herausforderungen suchen. Im Juli findet ein Trailrunning‐Camp und anschließend die Walser Trail Challenge mit drei Wettkämpfen statt.

Schon mal Natur probiert?

Mit der natürlichen Heilkraft des Kleinwalsertals

Lustlos? Abgeschlagen? Schnell gereizt? Das können erste Anzeichen sein, dass der Sprint durch das moderne Leben Tribut fordert. Rezeptfrei, einfach dosierbar und bequem erreichbar, schafft das Kleinwalsertal Abhilfe. Der Wirkstoff ist simpel: charismatische Berge, Bäche in Trinkwasserqualität, ursprüngliche Landschaft und inspirierende Begegnungen. Nebenwirkungen können ein spontanes Glücksgefühl und ein achtsamerer Umgang mit sich, seinem Umfeld und der Natur sein.

Kleinwalsertal: Individuelle Dosierung empfohlen

Noch nie war eine Gesellschaft so vernetzt und trotzdem so weit entfernt von ihrem Ursprung, einem Leben im Einklang mit der Natur. Irgendwann wurde „keine Zeit haben“ zu einer Tugend. Statt einen Ort mit allen Sinnen zu genießen, kreisen die Gedanken nur noch um Selfies und möglichst viele Likes. All das sind Anzeichen, dass es an der Zeit ist, die tägliche Dosis Natur zu erhöhen.

Das Kleinwalsertal macht es einfach, einen Gang zurückzuschalten und in den natürlichen Fluss des Lebens zurückzufinden. Vom stilvollen Wellnesshotel über komfortable Ferienwohnungen und Pensionen bis hin zur rustikalen Berghütte – die Unterkünfte im Kleinwalsertal haben eines gemeinsam: direkt vor ihrer Haustüre entfaltet sich ein weitläufiges und vielseitiges Naturparadies. Eine maßgeschneiderte Auszeit schafft so Raum zum Entspannen – zum Sein.

Loslaufen und entdecken. Jeder entscheidet dabei selbst, ob er sich lieber von seinem inneren Kompass leiten lässt oder mit dem „Walser Omgang“ seinen Weg findet. Insgesamt acht Vitalwege verbinden nicht nur geografische Endpunkte, sondern geben vielmehr Impulse zum Innehalten und Entdecken. Es kommt nicht auf Kilometer oder Höhenmeter an, sondern jeder Schritt zählt und mit jedem Atemzug findet man zurück in seinen ganz natürlichen Rhythmus. „Dem Lauf des Lebens folgen“ mit dieser Empfehlung lädt eine der Wanderungen ein, das Element Wasser entlang des Schwarzwasserbachs mit allen Facetten zu erleben. Während man tosende Wasserfälle passiert, Hochmoore durchquert und sich immer wieder sanft weitertreiben lässt, verliert man sich im Augenblick und kommt schließlich bei sich an.

Eine erhöhte Dosis Kleinwalsertal erdet, aber sie fördert auch das Gefühl der Weite. Denn körperliche Anstrengung in einer kraftvollen Umgebung, öffnet die Menschen und macht sie wieder empfänglich, für das, was wirklich zählt. Dabei sind Gipfelstürmer allerdings suchtgefährdet. Im Kleinwalsertal treffen sie auf eine Reihe echter Walser Legenden: Berge wie der Widderstein, der mit seinen 2.536 Metern über das Tal wacht oder der Hohe Ifen, der mit seinem Tafelberg ähnlichen Form einer der markantesten Berge der Allgäuer Alpen ist. Sie schenken ihnen den zeitlosen Moment, Teil eines großen Ganzen zu sein.

Zurück zur Natur

In einem Lebensraum wie dem Kleinwalsertal begegnet man Menschen, die sich auf altes Wissen aus der Natur zurückbesinnen, es wieder zugänglich machen und weitergeben, welche Schätze die Natur zu bieten hat. So gerät man auf einem Kräuterspaziergang mit Lydia Fritz ins Staunen, wenn man erfährt, dass oft die ganz unscheinbar am Wegesrand wachsenden Pflanzen wertvolle Zutaten für die Küche, Körperpflege und Hausapotheke sind.

Auch Andi Haller teilt sein Wissen und seine Erfahrungen gerne. Vor vier Jahren hat er noch Kicker im Snowpark gebaut, heute sind es öfter Hochbeete. Er legt Mischkulturen an, entwickelt permakulturelle Gärten und gräbt die gängigen Vorstellungen um, wie ein nachhaltiges Leben auszusehen hat. Mit dem Ziel, seinen ökologischen Fußabdruck zu minimieren, aber auch beim Grundbedürfnis, der Ernährung, nicht länger von großen Konzernen abhängig zu sein, hat er das Experiment Selbstversorgung gestartet. In seinem ständig wachsenden Permakultur- Waldgarten in Mittelberg kann man ihn für eine Führung oder einen Workshop treffen.

Regional genießen – ganz ohne Beipackzettel

Das Kleinwalsertal hat sich seinen authentischen Geschmack bewahrt, denn im Zeitalter der Globalisierung haben viele Walser Wirte die Bedeutung ihrer Prinzipien neu schätzen gelernt. „Regional“ und „saisonal“ sind keine dekorativen Beiwörter auf der Speisekarte, sondern eine Verpflichtung. Sie unterstützen die kleinbäuerlichen Strukturen und entwickeln trotzdem das kulinarische Erbe ihrer Vorfahren kreativ und selbstbewusst weiter.

Geführte Wanderungen wie der „Streifzug durch die Genussregion“ sind anregende und inspirierende Ausflüge in die herzhaften Gefilde des Kleinwalsertals. Man lernt zu verstehen, wie Jäger, Landwirte, Veredler und Gastronomen bestrebt sind, einen sensiblen Kreislauf in Balance zu halten und kann sich dabei gleich von der außergewöhnlichen Qualität der Produkte überzeugen: Natur pur, ganz ohne eine Verpackung, die sich heutzutage oft liest wie ein Beipackzettel.

Natur jetzt probieren

Die Einnahme erfolgt auf eigene Gefahr. Vielleicht geschieht es nicht von heute auf morgen, aber etwas wird sich verändern. Und auf einmal ist es wieder da: das stärkste Signal seit langem und die beste Verbindung zur Natur, zu anderen Menschen und zu sich selbst.

Anfahrt ins Kleinwalsertal

Das Kleinwalsertal mit seinen drei Orten Mittelberg, Hirschegg und Riezlern gehört zum österreichischen Bundesland Vorarlberg. Das zwölf Kilometer lange Tal ist nur über Deutschland (Oberstdorf/Bayern) zu erreichen, eine direkte Straßenverbindung nach Österreich gibt es auf Grund der geografischen Lage in den Allgäuer Alpen nicht. Daher hat die Enklave Kleinwalsertal einen wirtschaftlichen Sonderstatus. Das Kleinwalsertal ist heute Österreichs drittgrößtes Tourismusziel und die beliebteste österreichische Urlaubsdestination der Deutschen.

Anreise:

  • Mit dem Zug bis Oberstdorf, weiter mit dem Walserbus Linie 1.
  • Mit dem PKW über Memmingen bis Kempten auf der A7. Weiter auf der B19 Richtung Oberstdorf bis ins Kleinwalsertal.
  • Mit dem Flugzeug nach München, Stuttgart, Friedrichshafen oder Zürich.

nachhaltiges Urlaubsangebot in Vorarlberg

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